WEITERE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN KAISER UND KOENIGE.
für das Hans Oestreich eine bedeutende Vergrösserung zu erwirken, damit es dem Hause Bourbon mehrdie Waage halten könnte, willigten sie in den Frieden mit Frankreich durch den Vertrag von Utrecht,der in der Geschichte gleich den» westphklischen berühmt geworden ist. Carl wollte indessen anfänglichdiese Bedingungen nicht eingehen , beharrte auf dein Kriege, und wagte es, ihn allein fortzusetzen ; aberschon nach wenigen Monaten hatte er seine Verwegenheit zu bereuen ; klüger gemacht durch den Verlustmehrerer Vortheile, trat er jetzo dem Frieden durch den Vertrag von Baden bei, und begnügte sichmit dem Länderzuwachs, den ihm seine Allirten zugedacht hatten ; dieser bestand in den Niederlanden,den Herzogtümern Luxemburg und Mailand , und den Königreichen Neapel und Sardinien. W enigeJahre nachher tauschte der Herzog von Savoyen das ihm zugetheilte Sicilien gegen Sardinien aus.
So endigte der berühmte Streit um die spanische Succession, der dem deutsch-östreichischcn Hausemehrere grosse und reiche Provinzen eintrug. Zu bemerken ist noch, dass der berühmte, von Philippdem Guten , Herzog von Burgund gestiftete Orden des goldnen Vliesses, der einen Theil der bestrittenenErbschaft bildete, zwisc hen den Regenten von W ien und Madrid geteilt blieb , und daher jetzo zweiZweige davon bestellen. Dieser Orden war durch Maria, die Enkelin Philipps des Guten, da sie sichmit dem Erzherzog Maximiliau vermählte, an das Haus Oestreich gekommen.
Kaum hatte Kaiser Carl auf diese Weise den Krieg iin Westen glücklich beendigt, als er seine W affenmit eben so viel Glück gegen die Türken kehrte. Prinz Eugen, sein berühmter und getreuer Feldherr,verliess die Gegenden des Rheins, die er mit seinem Ruhm erfüllt hatte, um an den l.fern der Donauuud in den Ebenen Ungarns neue Lorbeern zu ärnten. Di«? Schlachten bei Szenta und Belgrad führtenbald den Frieden von Passarowitz herbei, und Carl vergrüsserte seine Besitzungen mit dem ganzen Bannatvon Temeswar, mit einem Theile der Walachei, ganz Servien und einem kleinen Theile von Bosnienund Croatien.
Carls Leben schien zum Kriege, seine Besitzungen zu staten Veränderungen bestimmt. Im Jahre 1^33starli August, Churfürst von Sachsen und König von Polen; zu seinem Nachfolger wühlten die* PolenStanislaus Lescinsky, der unter dem Beistand des berühmten Carls XII. schon dem letzten Kernige dieKrone streitig gemacht hatte, uud unterdessen, geächtet und verbannt, der Schwiegervater des Königsvon Frankreich geworden war. Oestreich und Russland, seine Feinde, widersetzten sich dieser neuenWahl, und zwangen die Polen, einen andern König zu nehmen. Ludwig XV. aber, um seinenSchwiegervater zu hieben, erklärte darauf dem Kaiser den Krieg ; mit ihm verbanden sich Spanien,das die frühere Zerstüc kelung seiner grossen Monarchie nicht verschmerzen konnte , und der Herzogvon Savoyen , als König von Sardinien , der mit seinem Autlieil daran nicht zufrieden war. Alle dreiMachte wandten ihre Streilkräfte nach Italien. Der Krieg war kurz und entscheidend wie wenige. Inzwei Feldzügen hatte der Kaiser seine italienischen Besitzungen verloren; Neapel, Sic ilien und Mailandwaren in der Gewalt des Siegers, der jetzt auch in die deutschen Staateu einzurücken drohte. Carl VI.befand sich in grosser Verlegenheit, als ihm Frankreich «auf einmal einen Vergleich vorschlug, der seineErwartungen weit übersteigen musste.
Stanislaus entsagte der polnischen Krone, erhielt aber, nebst der Wiedereinsetzung in seine Güter,die unabhängige Herrschaft über die Herzogtümer Lothringen und Bar , die nach seinem Tode mitFrankreich vereinigt werden sollten. Den Herzog von Lothringen versetzte man nach Italien, und gabihm das Herzogtum Toscana , das, mit Parma und Piaeenza , das Erbteil des Don Carlos, eines Sohnesdes Königs von Spaniern und der Erbtochter der Farnese uud Medici , bildete. Dieser sollte dagegenNeapel und Sicilien , das er erobert batte, behalten , und dem Kaiser noch als Entschädigung Parmaund Piaeenza überlassen.
Carl VI., dem man überdiess das Mailändische zurückgah , und statt seiner entfernten, verwüstetenLänder reiche und augränzetide Provinzen aubot, nahm diese Vorschläge mit Freuden an; die Spanierfreilich , die eher dabei verloren als gewannen , beschwerten sich , und der König von Sardinien , dernicht alles bekam , was er verlangte , war unzufrieden ; allein da der König von Frankreich und derKaiser einig wan n , mussten sie sich wohl fügen ; der Vergleich kam zu Stande , und mit ihm einegänzliche Umänderung der Verhältnisse in Italieu.
Carl, der sich ohne sonderlichen Verlust aus dem Kriege von 1733 gezogen halte, und durch denFrieden mit Frankreich frei über se ine Truppen verfügen konnte, dachte nun bei den-Türken, die ebenmit Russland im Kriege waren, eine Gelegenheit zu linden, sich für die Unkosten der Bewaffnung zuentschädigen. Aber die Hoffnung täuschte ihn ; Krankheiten schwächten sein Heer , die Muselmännerriehen es vollends auf, und ihn traf der Schmerz, fast alle Früchte des Vertrags von Passarowitz wiedereinzubiissen ; von allen glänzenden Eroberungen des Prinzen Eugen blieb ihm nur das Bannat vonTemeswar.
Der Friede mit den Türken war des Kaisers letztes öffentliches Werk; er starb bald darauf, und mitihm, dem letzten männlichen Sprossen, erlosch das berühmte Haus Oestreich. l)a er nur Töchter hatte,so war die Nachfolge ein lfauptgegenstand der Sorgen während seiner Regierung gewesen. Er haltedesshalh ein Testament errichtet und bekannt gemacht, das unter dem Namen der pt agmatischen Sanctionberühmt ist, und wornach ihm seine älteste; Tochter Maria Theresia als Universalerbin aller seiner Staatenfolgen sollte. Noch zu seinen Lebzeiten war dieses Testament von seinen Unterthanen angenommen, vonallen europäischen Mächten anerkannt und garantirt worden. Eine so feierliche Urkunde , die jedemheilig sey 11 musste, schien daher allem Streite vorzubeugen und der Kaisertoehter den friedlichen Genussaller ihrer Rechte zu sichern. Dennoch aber -— kaum hatte Carl die Augen geschlossen, gerietli ganzEuropa über seine Succession in Flammen.
So wi** Maria Theresia sich in ihren Staaten huldigen liess, erhob sich eine Menge Prätendenten,die dagegen protestii ten und sieh auf ihre Rechte beriefen, obgleich sie alle die pragmatische Sanctionanerkannt hatten.
Der Cliurfürst v. Baiern war der erste, der die Erbschaft in Anspruch nahm. (Man sehe die genealogischeTabelle des Hauses Habsburg.) Er gründet.* sein Recht auf die Heirath eines seiner Vorfahren milderältesten Tochter Ferdinands I. und auf das Testament dieses Fürsten , welches bestimmte , dass imErlöschungsfalle des östreichisehen Mannsstainmes die Erbfolge auf seine Töchter und deren Erbenübergehen sollte.
Ein zweiter Prätendent war der Cliurfürst von Sachsen. Er berief sielt auf die Rechte seiner Gemahlin,der ältesten Tochter Josephs, und auf eine Urkunde zwischen diesem Kaiser und seinem Bruder Carl,w ornach letztrer eingewilligt habe , jene Prinzessin als Erbin anzuerktumen , im Fall er keine männlichenKinder bekommen sollte.
Endlich trat auch der König von Spanien mit seinen Ansprüchen als direeter Erbe und Lineal-repräsentant Carls V. und Philipps V. auf, welche beide sich das Recht der Erbfolge in der deutsch-östreichischen Linie, auf den Fall des Erlöschens des Mannsstammes, Vorbehalten hatten.
Der Herzog von Savoyen, bescheidner in seinen Forderungen, machte nur attf Mailand Anspruch;und in der That hatte Philipp H. dieses Herzogthum dem Hause Savoyen versprochen , nachher abernicht Wort gehalten.
Ganz Europa nahm Antheil au diesem wichtigen Streite. Der König von Frankreich, der als ältererAbkömmling von Philipp H. und Philipp IV. selbst als Erbe hätte; auftreteu können, unterstützte, mitHintansetzung seines eignen Interesses, die Sache des Churfürsten von Baiern. Es schien eine Sache derDankbarkeit für das Haus Bourbon , Baiern für das , was es in dem spanischen Successionskriege ausAnhänglichkeit für Frankreich gelitten, hier eine Entschädigung zu verschaffen.
I11 dieser Lage der Dinge , da man auf allen Seiten unterhandelte , aber noch überall mit den Waffenzuruckhielt, brach die* Ungeduld des Königs von Preussen die Bahn zu einer Blutigen Thätigkeit. Denschriftlichen Streit uud das Unterhandeln verschmähend, brach er auf einmal mit seinem Heere iuSchlesien ein , da er auf einen Theil dieser Provinz Ansprüche zu haben behauptete
1740. Alsbald war der Krieg allgemein; Frankreich führte seinen Schützling von Sieg zu Sieg;es dauerte nicht lange , so ward ihm als Erzherzog von Oestreich , als König von Böhmen und endlichals Kaiser Carl VH. gehuldigt. Maria Theresia schien verloren; zu gross w r ar die Anzahl ihrer Feinde,von allen Seiten war sie angegriffen und geschlagen ; aber vom eignen Muthe nicht verlassen fand sie
.murr lUiiiid, i iarriiid uiiu i;umuu« iui jjwu *
geschah mit der Bedingung , dass , wenn Don Philipps Mannsstammim gerufen würde, jene Herzogtümer wieder an das liaus Oestreich
Hülfe hei ihren edlen Ungarn. Diese Tapfern und Grossmütliigen , wie manche harte Behandlung sieauch von ihren Herren erfahren hatten , schienen sieh jetzo nur um so mehr für das Unglück ihrerErbtochter zu begeistern. Maria Theresia erschien mit ihrem Sohne unter ihnen : ein Beispiel der altenritterlichen Zeit erneuerte sich in dem verdorbenen Jahrhundert des Eigeunutzes ; die gerührten ungarischenGrossen schwuren auf ihren Degen, für das Recht eines unschuldigen Kindes, einer gekränkten Mutterall ihr Blut zu vergiessen.
Maria Theresiens Standhaftigkeit verdiente Beistand; sie erhielt bald noch mächtigere Allirte; der Himmelbegünstigte ihre gerechte Sache. Nicht bloss wurden die verlornen Länder wieder erobert, ihr Gegner,der Churfürst von Baiern , war sogar genöthigt, seine eignen zu verlassen. Er, das Oberhaupt des Reichs,musste fliehen, ohne Hülfe, ohne Geld elend herumirren, und war bald so bedauernswürdig, als er kurzvorher beneidenswert!) schien; nur der Tod endigte sein Unglück uhd seinen Kummer.
DAS LOTHRINGISCH -OE STREICHISCHE HAUS.
1745. Maria Theresia erreichte den Gipfel des Glücks; sie hatte die süsse Freude, ihrem Gemahl eineKrone mehr, die Kaiserkrone zu verschaffen; er wurde als Kaiser Franz I. ausgerufen.
1748. Nach achtjährigem Kriege kam endlich der Friede von Achen zu Stande; Maria Theresia , dieeinen Augenblick den Verlust aller ihrer Staaten zu befürchten hatte , sah nun ihren Besitz für immerbefestigt. Dagegen musste sie Schlesien an den König von Preussen, einen Theil des Mailändischen fürden Herzog von Savoyen, und die Länder Parma, Piaeenza und Guastalla für Don Philipp, den drittenSohn Philipps V., abtreten. Letzteres gescerlöschen oder auf den sieilischen Thronzurückfallen sollten.
Den Verlust des schönen und reichen Schlesiens konnte indessen Maria Theresia , nach erlangtemFrieden, nicht verschmerzen ; sie arbeitete im Stillen an einem Plane, Rache an Preussen zu nehmen.Da kam ihr Friedrich II. zuvor, und fing den berühmten siebenjährigen Krieg an; ein Gegenstand desStaunens für die späteste Nachwelt, unsterblichen Ruhmes für die Preussen.
175Ö. Ein deutscher Fürst, dessen Macht bis dahin nur von sehr untergeordneter Bedeutung geschienenhatte , unternahm es , mehreren Mächten zugleich den Krieg zu erklären , von denen jede einzeln imStande war, ihn zu erdrücken. Fast ganz Europa sah inan in blindem Eifer sich gegen ihn vereinigen;seihst das Haus Bourbon, die alte Feindschaft gegen Oestreich vergessend, sah man seinen natürlichenAllirten aufopfern , ja alle Kräfte zur Vernichtung desjenigen aufbieten, der für Frankreich in vielenFallen durch eine günstige Diversion, überhaupt aber für die Erhaltung des Gleichgewichts von Europaunschätzbar war, eine Macht, deren Existenz man eher hätte befestigen sollen, als an ihre Zerstörungzu denken. Man sah aber auch , wie der unsterbliche Friedrich , ein zweiter Briareus , rastlos sich gegendiese Menge von Feinden vertheidigte und wie oft seine Antworten Siege waren. Bei der preussischenGeschichte wird man das Nähere von dem bewundernswürdigem Schauspiel findeu , das dieser Königder Welt gab, indem er sieben Jahre; hindurch gegen die vereinigte Kraft des grössten Theils von Europakämpfte, und zuletzt ohne Verlust und ohne Deinüthigung den Kampfplatz verliess, obgleich im Laufedieser Zeit nicht selten seine Freiheit, sein Lehen und sein Reich auf dem Spiele standen.
Der Hass auf den Thronen ist nicht unversöhnlich ; mehr als irgendwo muss hier das Gefülil demInteresse gehorchen. Friedrich und Maria Theresia , zwischen denen eine so lu ftige Erbitterung bestand,waren bald Freunde , als es siel) um den Verlust eines Drittem , um die Theilung Polens handelte;auch diese gehört zu den ausserordentlichen Ereignissen jener Zeit , und war eine neue Ersc heinungunter civilisirten Nationen, welche das für ihre Wohlfahrt und Ruhe so kostbare Gleichgewicht erhaltensollten.
Die Kaiserin erhielt jenen Theil von Polen, den man seither mit dem Namen Gallizien bezeichnet.
Noch kurz vor ihrem Tode sollte Maria Theresia ein Beispiel von derselben Ungerechtigkeit gehen,von der sie im Anfang ihrer Regierung beinahe ein Opfer geworden wäre. Damals, beim Erlöschen desalt-östreichischen Hauses, sali inan einen Herzog von Baiern ungerechte Ansprüche auf die östreichisehenLänder machen , und nun , da der baierische Stamm ausstarb , wollte sich Oestreich dieser Erbschaftbemächtigen, ohne ein grösseres Recht darauf zu haben. Der letzte Herzog von Baiern war ohne Nach-kommen gestorben , und die bestimmtesten und feierlichsten Verträge sicherten die Succession seinerLänder dem pfälzischen Churfürsten zu, der überdiess sein Verwandter und natürlicher Erbe war. AberMaria Theresia mit ihrem Sohne Joseph II., der nach dein Tode seines Vaters (17 65 ) Kaiser gewordenwar, nahm den grössten Theil von Baiern unter dem Vorwände in Besitz , ein Theil der Lehen hängevon Böhmen ah, ein andrer vom Reiche, und auf das Ganze habe ihr Haus unbestreitbare Rec;lite vonihrem Vorfahr Kaiser Albrecht II. her.
Friedrich II. konnte nun wohl zugeben , dass man sich gemeinschaftlich mit ihm vergrössere; aberer war zu klug , um nicht die Gefahr einzusehen , die ihm die einseitige Verstärkung seines NachbarsIiringen musste. Diesmal ging es daher nicht so ruhig und friedlich wie mit Polen ; Friedrich widersetztesich der Ungerechtigkeit und griff zu den Waffen ; bald darauf vereinigten sich auch Frankreich undRussland mit ihm, um den Folgen des neuen Kriegs Einhalt zu thun, und zu Teseben kam endlich einVergleich zu Stande , in dessen Folge Oestreich das besetzte Land wieder herausgab , und nur dasGebiet zwischen dem Inn und der Salza für sich behielt.
Damit schloss sich die Reihe der bedeutenden Ereignisse der Regierung Maria Theresiens. Diesewahrhaft erhabene und mit grossem Muth begabte Fürstin starb im Jahre 1780. Ihr Gemahl war ihrschon 1765 vorangegangen. Unter der grossen Anzahl von Kindern aus dieser Ehe gelangten nun diebeiden ersten Söhne dergestalt zur Nachfolge, dass der ältere , Kaiser Joseph , die Erbländer der Mutter,Leopold, der jüngere, aber das Land Toscana erhielt, das vom Vater herkam. Diese Theilung beruhteauf dem Ehevertrag zwischen Franz I. und Theresia, durch welchen bestimmt war, dass ihre Stamm-länder niemals vereinigt werden sollten.
Mit dem Kaiser Joseph und seinen Brüdern fing jetzt ein neues Haus Oestreich zu blühen an ; esentsprang, wie man sieht, aus der Verbindung der Erbtochter des altern östreichisehen Hauses, MariaTheresia, mit einem Abkömmling und Erben des Hauses Lothringen, Franz Stephan. Merkwürdig istdabei, das dieses letzte selbst nur ein Zweig des alten östreichisehen Hauses war, der sich vor mehrals tausend Jahren davon getrennt hatte.
1765. Joseph II., der seinem Vater in der Reiehsregierung , seiner Mutter in dem ausgedehntenöstreichisehen Länderbesitz folgte, erlebte Unruhe und Unglück. Mit einem lebhaften Charakter, geneigtzu Neuerungen , um das Gute zu bewirken , nach edlem Ruhm begierig , führte er viele nützlicheReformen ein, und griff mächtige Vorurtheile in der Wurzel an; aber der Erfolg belohnte sein Strebennicht; überall entstanden Unruhe und Verwirrung, und unter der lauten Unzufriedenheit seiner Völker,während seine Heere unglücklich fochten, die Provinzen auf allen Seiten sich empörten, musste Josephzu frühe in die Gruft hinabsteigen; und wohl mochten so viele Leiden sein Leben verkürzt haben.
1790. Leopold II., Josephs Bruder , war sein Nachfolger Er verliess Toscana , das er beglückthatte, um jene Weisheit und Mässigung auf den deutschen Thron überzutragen, durch die er seinenfrühem Unterthanen so theuer geworden war. Unterdessen zog aber in einem Nachbarlande des Reichsein grosses Gewitter herauf; ein furchtbarer Ausbruch, dessen Gefahr und Folgen man nicht alinete,sollte bald auch über Deutschland und Oestreich seine Verheerung ausdehnen, und mitten unter diesendrohenden Anzeigen ward Leopold von dem Throne abgerufen, auf den er eben erst gestiegen.
1792. Auf ihn folgte sein Sohn Franz II., der jetzo regierende Kaiser von Oestreic h. Die väterlicheRegierung dieses von seinen Völkern geliebten, durch Herzensgüte ausgezeichneten Monarchen liegt unszu nahe, als dass es nötliig wäre, uns über die Begebenheiten weiter zu verbreiten. Haben die schwerenUnfälle in den unglücklichen Kriegen gegen Frankreich durch die Frieden von Campo Formio, Luneville,Presburg und Wien grosse und denkwürdige Veränderungen in ganz Deutschland hervorgebracht , sobeginnt dagegen mit dem pariser Frieden von 1814 eine ganz neue Epoche für die östreichische Monarchiewie für Europa überhaupt. (Siehe No. 34 und 35 .)
AUSFUEHRLICHE, MIT GESCHICHTE VERBUNDNE GENEALOGIE DES LOTHRINGISCHEN
ODER NEUERN OESTREICHISCHEN HAUSES.
J
1Q1. Gerhard , Graf von Elsass , erhalt 1048 im Alter von 10 Jahren das Her- I Gerhard war der zehnte Nachkomme des Herzogs F.thirlio von Srhwa-©Odalrich, Bruder’ ’ • ... wr . 1 un j des gemeinsamen Stammvaters des altern wie des ' des Gerhard von
2(^2. Theodorich, der Tapfere, Graf von Eisass und Herzog vonLothringen, -|- in 5 . Gettrud von Flandern , Wittwe des Herzogsvon Brabant. Er zeuget mit ihr io Kinder.
zogthum Lothringen vom Kaiser Heinrich III. + 1070.
Hedwig von Namur, durch ihre Mutter eine Enkelin Carls von Frankreich,der durch Hugo Capet vom Thron ausgeschlossen war. Die Guisen regtendiesen Umstand später init Wohlgefallen wieder auf.
neuern östreichisehen Hauses.
Siehe die genealogische Tabelle von dem habsburgiseben oder älternöstreichisehen Hause No. 20.
ERSTE
Kommt früh, unter der Regentschaft seiner Mutter, zur^Regierung. Von ihm besitzt man das früheste ächte lothrin- *gische Wappen. Siehe das Werk Art de veri/ier les dates,
VAUDEMONT.Dauert 9 Generatio-
* Eisass, hinterliessJ eine Naehkom-£ menschaft, d.sichLINIE J bis auf unsre Zei-N 2ten, anfangs un-
S ter dem NamenS Haus von iVanci,S sodann v. Lenon-
l neu, und schliesstmit £ court, fortge-S einer Tochter, durch ' pflanzt hat. Den
3 | ( 3 . Simon I., mit Unrecht für einen Halb-^)Heinrirh, der jung-“ hruder des Kaisers Lothar II. ausgegeben ,"ste unter allen , Bi-ll 39. Adelhaid, Schwester des Kai- scliof von Toulouse,sers Lothar II. Hat 12 Kinder.
FLEURANGE.
*
$ die Vaudemont an ei- t letztem Namen
ZWEIG VON FLANDERN.iThcodorich + 1163. Herr von Bitsch, später 1128, nach S nen Herrn v. Joinvillc J führten diese Ab-dem Tode Wilhelms Cliton , eines Enkels von Wilhelm dem J gebracht wird. Eine \ kommen als sie
Eroberer, Graf vSibylla v. Anjou
+ » 73 -
un Flandern durch die liechte seiner Mutter. ' Enkelin von ihm ver- * Ii 55 die Stadteine Schwester Gottfrieds des Plantagenet. S mahlt sich in dritter \ Nanci an d. Her-
t Ehe , nachdem ihre $ zog von Lotlirin-i beiden ersten kinder-
4- Mathias -j- 1176. Erwirbt ii 55 diel_
INanc-y von dem mit ihm verwandten J FleurangeHauseNancy, das später Lenoncourthiess. $ dauert 6 bisBertha oder Judith, Schwester des Kaisers $ 7 Genera-Friedrich Barbarossa. 4 - no 5 . Hat 10 i tionen.Kinder. $
5 ©" 5 !^iMO^^I^^fi. Friedrich I. -j- 1208.©Mathias.
■zieht sich I 2 c »5in eine Abteizurüc k , undstirbt 1207.Ida v. Vienneund Maccn.
-j- 1224 O. N.
Tritt 1206 das Herzogth. * Die Erbinan seinen Sohn ah. \ von 'foul.
Ludomilla v. Polen, Mut- J 2 bis 3 Ge-ter von 7 Kindern. * Iterationen.
Lime von ^Margaretha.
Balduin, Grafvon Hennegau,der durch sienach demTodeihres Bruders1191 die Graf-sc haft Flan-
dern erhält.
©Philipp, Gi'af von!‘Flandern, + 1191.Regent von Frank-reich während derMinderjährigkeitPhilipp Augusts.
a. IsubeUa, Erbinvon Vermandois, ei-/\’nem von Hugo Ca-Xrf“
—«v t los geblieben , an
4 ►Matli+i 17 3 .©Peter, an fing- * Friedrich den Muthige)Die Erbin von lieh Bischof * aus dem Hause LothYonCambray,heirathet spä-ter die Gräfin
t geil verkauft.s (Art de verifierj les dates.)
Boub gne.Hiuterlassennur 2 Töch-ter.
• ringen , und von ihm 1*
Tda ,
M A I s o »
geht die zweite Linie * D e
von Vaudemont aus. < Lekoncocrt.Mathilde von 5 ('Siehe unten die drei- JNevers. t zehnte Generation.)
Erbin von Boulogne, *
6. Reinhard von Dam - $
pet ausgpgangenen martin + 1227.
Zweige, b.Mathilde Mathilde, mit dem Herzog
v. Portugal dp 1208. Heinrich von Brabant vermahlt. 4 - 1211.
ZWEIG VON CHATF.LET.
©8. Theobald 1.4 ►
"kämpft in derSchlacht bei, Bovines.
-j- 1220.Gertrud vonDachsburg.
Friedrich fl., Gefangner seines©Matl)ias , Bi-^Theodorich, vermählt mit Gertrud eon^Philipp , Herr)©Schwiegervaters, des Grafen v. Bar,•“schuf v. Toul. £ Montmorency, gründet die noch jetzo"von Gerbevil-+ i 2 i 3 . + 1197* £ bestehende Familie Chatelet. liers. Agnese
Agnese von Bar + 1226. $ V0H P avo J-
iHeinrieh , der Lon-ÄJudith. Ein GraJgol>arde,hinterlässt^eort Salm.
3 Kinder von der Agatha, Aebtis-Agnese von Bayon.
sin von Remire-raont.
9. Mathias II. + i 25 r.©Jakob, Bischof von Metz,©Renatus, Herr von Bitsch.ÄZwei Töchter, an die Grafen vonCatharina von Limburg. " 4 - 1260. wElisabeth'von Blies-CasteLf^Kyburg und Saarbrück vermahlt.
)io. Friedrich III. -J- i 3 o 3 . Minderjährig unter der VormundschaftÄLaura. a. Johann von Dampierre.
“ seiner Mutter. Wird an den König Alphons den Weisen von CastilienV b. fVilhelm von f ergy, Herr von Mirabeau,abgesandt, ihm zu melden, dass er zum römischen König gewählt Diese Prinzessin ist die Heldin des Romans
wordeu.
Maigaretha von Champagne-■Navarra + i 3 i 4
Hat 10 Kinder.
»Gräfin von Vergy.»dates.)
(Siebe Art de veri/ier les
O lsaliella.
„ fVilhelm von Vienne,b. Johann von Chälons.Catharina. Richard, Grafvon Montbeliard.
[(>©
Theooai.d II. 4- i3i2. In der Schlacht hei Courtrai ge-fangen. Kämpft auch bei Mons en Puella für Frankreich.Isabelfa von Rumigny, wieder vermählt mit G. von Chatilion,Connetable von Frankreich. Hinterlässt 8 Kinder.
- In einer Versammlung der Grossen des Herzog-©Friedr»ch , Bischof| thums Lothringen i 3 o 6 wird zur Fortsetzung dci»« von Orleans.
I Regierungsfolge das männliche so wie das weibliche 1299.
[ Repräsentationsrecht feierlich angenommen.
PÄIsabella i 335 .
▼ a. Ludwig von Baiern.b. Graf von Vaudemont.
12. Friedrich IV., in der berühmten Schlacht bei Mühldorf gefangen , da er fiir©Mathias. {Friedrich von Oestreich gegen Ludwig den Baier stritt. Focht und fiel für Frank-« Mathilde von 1reich hei Berg-Cassel in Flandern i328. Bethune.
Elisabeth von Oestieich, Kaisers Albrecht I. Tochter, -{- i352. 8 Kinder.
)Hugo, Herr v.©'Theobald, Krzdia-ÄMehrere Prinzessinnen , 3■Rumigny. "konus von Trier. ^denen sich eine mit G.
Chatilion vermählt.
Ii 3 . Rudolph, minderjährig, unter der Regentschaft seiner Mutter. Trägt zu dem berühinten©Friedri«h v ÄAgnese.
Siege über die Mauren bei Salado in Spanien bei. Kämpft und fällt für Frankr. beiCrcey i 34 fi- Graf v. Lu- laidwig von vMaria von Bfois-Chatillon i 3 ( 55 . Bringt ihm die Grafschaft Guise zu. Wieder vermählt mit neville. Gonzaga. s
dem Grafen von Lemingeu.
__ _—
Vormundschaft seiner Mutter. Gefangen bei Poitiers für Frank-^Der kleine Albrecht, einbei llosbeck für Frankreich. unehlicher Sohn.
Noch mehrere Prinzen und Prinzessinnen,
oh denen einesprochen war.
dem Kaiser Weiiceslaf ver-
U 4 - Johann -j- 1390 zu Paris. Minderjährig unter der 1reich, uud bei Auray für Carl von Blois i 364 ; kämpft auchSophia von fVürtemberg -j- 1369. Margaretha von Chiney und Loz -f- 1372 O. N.
i 3 ©i 5 . Ca l II. oder I., je nachdem man den vom französischen Alsabella. a. Enguerr. von{Thron durch Hugo Capet ausgeschlossenen Carl von Frankreich^ * Coucy, hei Nicopolis er-zählt oder übergeht.-{- i 43 o. Vom pariser Parlament gegen 1407 schlagen 1396.wegen Felonie gegen den König zum Tode verurtheilt. Wird von b. Stephan. Herzog vonder Königin Isabella von Baiern zum Connetable ernannt, von Baiern. •
Carl VII. wieder dieser Würde entsetzt.
Margaretha von der Pfalz, Toc hter Kaisers Ruprecht.
4 Ai 6 . Isabelle, Erbtochter,-^- i 453 . Bringt das Herzogthum ihremÄCatbarina 14^9.Gemahl Renatus von Anjou zu, der bei Bulgneville von Anton von ^ Jakob von Baden,Vaudemont geschlagen und gefangen wird. Er tritt das Herzog- 1453.thum i 453 an seinen Sohn ab, und stirbt 1480. (Siehe das zweiteHaus Anjou, No. 10.)
r 5 Ä i-, J°l an t]je 4 - i 483 . Ihre Vermählung mit ihrem Vetter Eriee/ric/iÄMargnretha -f- 1482. |
* beendigt den Streit mit der Linie von Vaudemont, an welche sie » Berülinit in dem Kriegenac h dem Tode ihres Bruders Johann, -{- 1471» und ihres Neffen der beiden Rosen.Nikolaus, 4 - i 4;3 , das Herzogthum bringt, fSie he das zweite Heinrich VI., König v.Haus Anjou No. 10.) England.
ZWEITE LINIE VON VAUDEMONT.
^Friedrich der Mutliige, kämpft und fallt für Frankreich bei Azincourt i 4 i 5 .Margaretha von Joinvillc -7- 14D). Erbin der aus dem Hause Lothringenentspmingenen Linie Vaudemont, durch ihre Grossrautter. fSiehe obeuzweite Generation.) 7 Kinder.
if>. Anton -|- 1447. Kämpft gegen Renatus von Anjou um das Herzogthum,sc hlägt ihn und nimmt ihn gefangen beiBulgnevillej vergleicht sich mit ihmdurch die Vermählung ihrer Kinder.
Maria von Harcourt, von der ältern Linie, -j- 1476. Erbin von Mayenne,Aumale, Klbeuf etc. 8 Kinder.
I17. Friedrich -j- 1472. Wird in Folge©Heinrich , ©Johann , Graf vonVergleic hs der Gemahl seiner Base"Bischof von"Hareourt, zeichnetJolanthe von Anjou , 1473 Erbin von Metz. sich hei der Erobe-
Lothringen und Bar. i 5 o 5 . rung der Norman-
die 1449 aus.
; HISTORISCHE NOTIZ VON DEM; HERZOGTH UM LO IHR IN GEN.
\ Das Reich Lothringen, welches sei-} nen Namen von Lothar, dein Urenkel) Carls des Grossen, erhalten hallen soll,| begriff zu jener Zeit alle Länder zwi-} sehen dem Rhein, der Maas und| Sc helde bis an das Meer.
\ In Folge der Zerstückelungen der\ fränkischen Monarchie bildeten diese\ weiten und schönen Gegenden späterI als Herzogthum einen Theil des deut-| scheu Reichs, wurden aber bald , schonI g«*gcn das J. 960 in zwei Herzogtümer,\ Oberlothringen oder Moselherzogthum! und in Niederlothringen , später auch! Brabant, abgetheilt.
I In jenen ersten Zeiten des deutschen! Reichs übten die Kaiser eine unum-! schrimkteGewalt, und vergällen grosse! Reichsleheii nach eignem Gefallen. So’ hatte Carl von Frankreich; aus demGeschlechte der Carolinger, v. Otto II.das Herzogtum Niederlothringen er-halten. Diese Gunst kostete ihn aberdie französische Krone, auf die er nachdem Tode seines Neffen die nächstemErbansprüche hatte ; zum wenigstenbrauchte man seine Erniedrigung durchdie übernommene Lehenspflicht zumVorwamle, ihn auszuschliessen. Nachdem Tode seines ältesten Sohnes kamNiederlothringen zurrst an die Gra-fen von Verdun , und von diesen andie alten Herzoge von Bouillon in derPerson des berühmten Gottfried vonBouillon , der aber sein Herzogthumverliess, um sich an die Spitze einesI Kreuzzugs zu stellen und Jerusalem zu1 erobern.
; Nun kam das Haus Leiwen , von dem; durch einem jüngern Sohn das heutige; hessische Haus abstammt, in den Be-| sitz von Niederlothringen; bis die ul-; tere erlöschende Linie durch Weiber; das Land an das Haus Burgund-Valois; brachte. Wieder durch Heirath kam; es von diesem an dasältere, nach dessen; Erlöschung aber an das neuere Haus; Oestreich. Endlich durch den lüne-\ viller Frieden wurde es mit Frankreich; vereinigt. {Siehe Taf. 34 ).
! Auch das Herzogthum Oberlothrin-; gen war anfänglich nach Laune und; Gunst der Kaiser an verschiedene Fa-milien nach einander vergehen worden,bis endlich gegen die Mitte des eilftenJahrhunderts (1048) mit Gerhard vonEisass ein fester Besitz eintrat. Mit ihmfängt die Ausführung unsrer genea-logischen Tabelle an; Franz, der in! Folge eines Uebereinkomniens das Her-I zogthum gegen Toscana vertauschte,
! war sein Abkömmling im 24*ten Grade.
1 Nicht lange darauf, als Stanislaus Les-I zlnsky, Ludwigs XV. Schwiegervater,
! starb , wurde Lothringen völlig mit! Frankreich vereinigt.
. So erging es im Wechsel der Dinge
> dieser Provinz, von der dieselbe Fa-! milie lange Zeit ihren Namen führte,
I welche nunmehr durch den Besitz von, Oestreich und die übrigen Erbstaaten
der Maria Theresia als Haus Oestreich[ erscheint. Die vorliegende Tabelle ist! der Darstellung einer ausführlichen Ge-I nealogie dieses Hauses , von Gerhard! von Eisass, dem ersten Erwerber diesesI Herzogthum» an, bis auf die jetzigen. Zeiten gewidmet. Die verschiedenen! Zweige, ihre FainiUengüter und Erli-. schäften so wie die Hauptschicksale und» Begebenheiten etc. haben wir sorgfältig. angedeutet, und uns bei dem Zweige• der Guisen noch besonders wegen sei-
> ner Bedeutenlieit und seiner Verbin-■ düng mit der Geschichte vou Frank-» reich verweilt.
Renatus, der nach den Rechtenseiner Mutter sein Schild in die Ivier Wappen von Ungarn, Nea- >pel , Jerusalem und Aragon ktlieilte, und den Künigstitel von Jdiesen Reichen annahm.
©18. Renatus II. i 5 o 8 . Wird Herzog von Lothringen und Bar durch Abtretung seinerÄJohanna 1480. Ca\i von Anjou -j- 1481." Mutter 1473, nachdem die Männer im Hause Anjou erloschen waren. Er hat vieleX«I«l‘™the -*[- i 5 oo. Wilhelm, Landgraf vonKämpfe gegen Carl den Verwegnen zu bestehen, den er hei Murten schlägt und vor * Hessen-Cassel, 4 - 1509.
Nancy tüdet. Renatus führt durch sein Testament das salische Gesetz ein. Margaretha 1Ö21. Renatus, Herzog von
Johanna von Harcourt-Tancarville, i 485 wegen Unfruchtbarkeit verstossen,-{- 1488. Alencon, -{- i 49 2.
Philippine von Geldern , Mutter von 12 Kindern, -7- i 547 »
DIE HERZOGE VON LOTHRINGEN WERDEN ERZHERZOGE VON OESTREICH, KOENIGE VON UNGARN UND BOEI1MEN, ENDLICH KAISER.
FOLGEN DES PRESBURGER FRIEDENS. \Das in seinen ursprünglichen Erbländern \jetzo kaiserlich gewordne Haus Oestreich Hess \sich durch den presburger Frieden Verluste ge- *fallen , die nur im Vergleich mit der Gefahr, *in die es die Kriegsunfälle gebracht hatten, *gering zu nennen waren ; gegen deu frü- lhern Bestand erscheinen sie als grosse Opfer. ITreffliche Militärpositionen, das Voralberg, *von dem man die östliche Schweiz beherrschte, •das Tirol, der Wall gegen Italien, und zugleich ldie Invasionspforte dahin, wurden aufgegehen; lmehrere zerstreute Besitzungen abgetreten, *wobei Oestreich im Allgemeinen noch auf viele •unbestimmte Ansprüche verzichtet, die ihm lauf einen grossen Theil von Deutsehland einen .entscheidenden Einfluss gewährt hatten. Das lBuigtu im Herzen Baierns, das Breisgau am •Rhein und in Schwaben; die in den rheinischen •und fränkischen Kreisen gelegenenBesitzungen ♦der Reichsritterschajt etc*. So bedeutende Ver- •Änderungen mussten in den Absichten und •Plauen , in den Beziehungen und Hoffnungen •des östreichisehen Hauses eine vollkommne •Umwandlung erzeugen ; wie es hei Brabant •nicht vergessen konnte , dass vormals noch •mehr angränzende Provinzen dazu gehörten, •so ward im Breisgau bei jedem Anlass die •Erinnerung erneuert, dass da* Eisass einst •deutsch gewesen ; die Besitzungen , die sich •durch üdibsäittiche Deutschland hiusxhlängelteii, •mahnten noch an die alte Gewalt der ersten •Kaiser ; von den Höhen des Tiivls endlich •blickte es nach Italien, nach Mailand, Tos- •eana und andern verlornen Ländern. Alle diese •Erinnerungen sollte der presburger Frieden •mit eineimnal alisehneiden , jeden Rückhalt *vernichten , die östreiehische Macht von allen •alten Ansprüchen und gewohnten Ideen weit •entfernen , und sie gleichsam aus ihrem bis- *herigen Systeme heraus einem ganz neuem •zukehren *. bis an den Inn beschränkt u.von su- •veränen dichtem Staaten als früher mngelien, Jwar ihre ganze Lage geändert. Deutsch- •land war nic ht mehr von ihm abhängig, Frank- •reich kein Gränzstaat mehr, der Eingang nach *Italien versperrt. Dies die lfauptuilgen des •presburger Friedens für Oestreich, durch den \noch der salzliurgisclie Zweig nach Würzburg •verpflanzt, und dem lireisgauisihen eine andere JEntschädigung zngesirhert wurde, so wie ein *weitrer Zweig desselben Hauses die Deutsch- •Ordensgüter erblich erhalten sollte. [S. No. 2*den Frieden von Presburg.) ’
Hier folgen noch einige statistische Angaben *über «las, was Oestreirhaufdiese Art verloren, lund über den Bestand der Länder, die ihm *geblieben waren , nach der Schätzung des *Freiherrn von Lichtenstein. I
Oestr. Kreis. Oestreieh, Steyennark, Karn- *then, Krain,Friaul,Salzburgete. 1,641 d. QM. *3,569,816 Einwohner. •
Erbliche Königreiche. Böhmen , Mähren, *Schlesien , Gallizien , Ungarn , Croatien etc*. \9 ,i 38 d. QM. 18,887,498 F.inw. zusammen l10,879 d. QM; 22 , 457 , 3 i 4 Fjiiw. *,
Verlust im Jahr i 8 o 5 . Breisgau, Burgau, CVoralberg, Tirol, Venedig etc*. l iao d. QM.; I2,9819,347 Einwohner. *
N. B. Nachdem presburgerFriedenentstand *im Jahre 1809 ein neuer Krieg, auf den der lFriedensvertrag von Altenburg oder von lWienern 14. Oct. desselben Jahres folgte, und Imit ihm ein neuer Verlust von mehr als !4 Mill. Einwohner. I
Wie Oestreich alles wieder bekam s. Taf. 34 - !
•••r
GENEALOGISCHE SKIZZE der KAISERHÄUSER, die vor dem HABSBURGISCHEN
den deutschen Thron einnahmen.
und vor dem NEUERN OESTREICHISCHEN HAUSE
i. Cael der Grosse 4 - 814. Erneuert 800 den Titel Kaiser des abendländischen Reichs, der seit Romulus Augustulus 476 aufgehört hatte.Ludwig I., der Fromme. 840. Tlieilt das Reich unter seine Söhne, und gibt dem ältesten die Kaiserwiirde.
Das Haus derCarolinger.
Regiert in Jahrelang, und liefert10 Kaiser.
Siehe Tafel 2und 4» Farbe v.Frankreich.
; : 3 . Lothar I. 4 >3 Kaiser u. König
855 .
v. Italien.
4 - Ludwig II. -{-875. ohne ; :iiI männliche Nachkommen. 1Carlomann , den er zumErben ernennt, wird durchsCarl den Kahlen darum ge-bracht.
©^Ludwig der Deutsche, König v. Baiern und ganz Deutschland, 5 . Carl der Kahle, König von Frankreich 840. -{-877.
k ' ‘ ‘... '
tlieilt seine Staaten unter seine Söhne und stirbt 876.
*7. Carlomann-}- 880. 8. Carl der Dicke, vereinigt wieder^
f Kaiser 878. GS alle Staaten Carls des Grossen, wird c
880 zum Kaiser gewählt, abgesetzt887,+ 888.
^9. Arnulf + 899.
3 Von den Deutschen ,nach Absetzung Carls des Dieken, gewählt.
tvjio. Ludwig IV., das Kind,
"V
erhält das Reich^Glismumle , Stamm-©Zwentihold , König»mit 7 Jahren, + 911 im Alter von 18 Jahre
ricliAGren. ▼ in
Der letzte Carolinger in Deutschland.
mutter der fränki-schen Kaiser.
Siehe weiter unten.
•von Lothringen,
+ 9 °°-
( Bemacht, sich der Kaiserkr. nach de m Tode Lud w. 11 . 875.
£ : 6 . Ludwig III., der Stammler, -3 nigeu nur als König von Frankr
Carl der Einfältige, König von Frankreich, + 029.
Ludwig über Meer, König von Frankreich, + 954.
879. Wird von ei-eich gezählt.
Lothar, König©Carl, Herzog v. Lothringen, wird nichtv. Frankreich, \ zur Nachfolge zu gelassen. Das Schick-+ 986. sal seiner Sohne ist unbekannt.
Ludwig V., der letzte Carolinger in Frankr.+987 O. N.
S.echsischesH A US.
Regiert io 5 Jahreund liefert 5 Kai-ser. Siehe ihreGeschichte N. 19.auf dem rechtenSeitenrande, undeine kurze Zu-sammenfassungdieser Periodeauf derselben Ta-fel unten. Sieheauch No. 2 , 3und 4.
T
Otto der Erlauchte, Herzog von Sachsen, + 9mit Ludwig dein Kinde die Carolinger erlöschen
12. Ein Abkömmling von Carl dem Grosseu durch die Mütter. Er schlägt die deutsche Krone aus, daund lenkt die Wahl auf den Herzog Conrad von Franken. (Siehe weiter unten fränkisches Haus.)
1. Heinrich I., der Finkler, von Conrad zum Nachfolger vorgeschlagen, gewählt 919 -J- y 36 . Zweimal vermählt; einer von seinen Söhnen kommt alsEmpörer um.
-*---s--“7-v
lIeinrich + 955. Von seinem Bruder, ©Bruno, Erzbischof von Cüln, er-
$2. Otto I., der Grosse, folgt auf seinen Vater ; erobert1 Italien 948, da ihn die Wittwe des letzten Königs, Adclliaicl,gegen die Tyrannei Berengars zu Hülfe ruft; wird zu Romgekrönt 962. + 973.
a. Eilitha von England, b. Adelhaid von Burgund.
O Gerlierge.Ludwig derUftramminer.Hedwig.
Hugo d. Gr.
a. Ludolf, anfänglich zum Nach-;:folger bestimmt, empört sieh we- 1gen dein Einfluss seiner Stiefmut-ter, wird cp 4 seines Herzogthumsentsetzt. + 957.
Otto, Herzog von Schwaben durchseine Mutter, und v. Baiern wäll- ^rencl der Verbannung seines Vet- 1ters Heinr. des Zanksucht. + 982.
J seines Vaters gewählt undgekrönt, + 083.Theophanie, Tochter desgrieeh. Kaisers, + 991.
^Erzbischofv. Mainz.
+ 9 08 -
-•; 4 - Otto III., KünigÄMathilde.\ mit 3 J. unter d. Re-Vgentsrh. seiner M111-ter. + ioo2 mit 22 J.
mit Ausschliessung der alten herzog-»liehen Familie, zum Herzog v. Baieruernannt 0.f5.
■hält von seinem Bruder das Her-zogthum Lothringen unter derVerwaltung von zwei General-statthaltern.
,k.r.b. 3 . Otto II., beim Leben©W ilhebn, Heinrich der Zanksüchtige + g05.©Bruno besass die ausgedehnten
1 ‘lnijKirt sich gegeu seinen Vetter, * Landschaften von Brauiischweigund wird verbannt 978 ; erhält sein i und Hannover. In der fünften Ge-llerzogthum wieder 984* \ neration fielen alle diese weiten Be-
* Sitzungen nebst d. Erbländern derJ Familie Norclheim an die einzige5 . Heinrich II., d. H., erhält den \ Richenza, Gemahlin Kais. Lothar,Der Pfalzgraf, Vorzug vor dem Pfalzgrafen. +1024* \ dessen Tochter dann unermesslicheden Otto, sein “■ Kunigunde von Luxemburg. J Güter an d. weHisehc Haus brachte.
Schwager, zu seinem Nachfolger verschlug. $ Siehe Braunseliweig No. i 3 .
Fränkisches
Haus.
Regiert 109 Jahreund liefert 5 Kai-ser. Siehe ihreGeschichte N. 19.auf dem rechtenSeitenrande, undeine kurze Zu-sammenfassungdieser Periodeauf derselben Ta-fel unten. Sieheauch No. 2 u. 4.
Conrad von Fritzlar, Graf von Franken, nach
1. Conrad I., Herzog von dem rhenanischcn^Eberhard, wird von seinem sterben-IFranken, gewählt 911,+ 919. Scliw
Kremer ans dem Blute der Merovinger. Gäsmumle, eine Schwester Ludw. des Kinds.^Klierliard , Graf im
$ Lahngau , Conrads
(Werner. — Uelier diese ersten Grade * Bruder ; Stammva-herrseht Ungewissheit. { ter der Herzoge von
!onracl, Herzog von Franken, 4 - n 55 . * Nassau.
t 0 1 J Stehe No. 24.
©Otto, II. v. Franken, v. Kärnthen, + 1004.
iwer ver- £ den Bruder beauftragt, Heinrich dem1, schlägt \ Finkler die Reichsinsignien zu über-.
^W
iT hei
©Co
vvundet im Kampfe gegen die l ngarnerlleinrieh den Finkler zu seinem) Nachfolger vor. j bringen.
Stamm der Grafen von Eberstein und Hohenlohe.
2. Conrad II., der Salisc he, nach Erlösc hung des säc hsischen Stammes gewählt io24^Heinri«h , oder Hetzel,^Bruno , ^Conrad , Herz. v. Kärn-+ 1OÜ0. Gisela von Schwaben, Erbin der beiden Burgund durch ihre Mutter. stirbt vor seinem Vater ."Papst unter | then. Gern. Mathilde von
3 . Heinrich III., beim Leben seines Vaters gekrönt, + io 56 . Agnese v. PcitouA- 1077. Adelhaiti von Gaishenn,’ b ’ 1 \ 11 wieder verm. mit Her-
.• 4. Heinrich IV. König mit 6 J. unter Regentschaft seiner Mutter ; ein höchst 1I lieber Fürst + 1106. (Siehe No. 19 , auf dein linken Seitenrande.)
iglück-
mann, dem Stammv. deshohenlohischen Hauses.
dem NamenGregor V.+ 99 U-
#
Schwaben, wesshalbseiuSohn Ansprüche auf diebeiden Burgund erhebt.
f
Conrad, 1076 zum Nachfolger.::ivorgeschlagen, enijWirt sich undlässt sich zu Mailand krönen ■ioc) 3 . + 1101.
• ; 5. Heinrich V., 1099 zum Nachfolger bestimmt,ÄAgnese. Friedrich v. Hohenstaufen. Ihr Sohn wäre nach Heinrich V.f zwingt seinen Vater die Regierung abzutreten 1106.7 gewählt worden; aber durch Einwirkung «les Erzbischofs v. Main;+ 1125 . Math, von Normandie,mit Gottfried Plantagenet.
wieder vermählt $ erhielt Lothar «len Vorzug.
Stamm der Hohenstaufen oder schwäbischen Kaiser. (Siehe liier iinten.^
Schwäbisches
Haus.
Regiert 116 Jahreund liefert 6 Kai-ser. Siehe ihreGeschichte Tafel19. auf dein rech-ten Scitenrande,und eine kurzeZusammenfas-sung dieser Pe-riode auf dersel-ben Tafel unten.Siehe auch No. 2uud 4-
© Friedrich von Hohenstaufen, Herzog von Schwaben, vermählt sich mit der Erbtochter des fränkischen Hauses. Der Einfluss des Erzbischofs von Mainzrerhindert die Wahl seines Sohnes zum Kaiser.
Friedrich der Sc hielende + 11 47 * Lothar von Supplen-burg ward ihm bei der Reichswalil vorgezogen.
Judith H elf von Baiern.
L;<: 1. Conrad III. + ii 52. Macht schon zu Lebzeiten Lothars Anspruch auf das Reich, und wird3 sein Nachfolger. Der Herzog von Baiern war sein Mitbewerber; dieser folgte einem Kreuzzug
und verlor sein Heer.
t + 1197. König der beiden Sicilien durch seine Ge-maliliu Constanze.
nach einander HerzogeSchwaben.
5 . Friedrich II. , schon mit drei Jahren römischer König ; folgt auf seinen Oheiin, 0 Drei Töchter, vermählt an Otto von Brauiischweig undmuss aber Otto von Braunseliweig bekämpfen. Heirathet die Erbin von Jerusalem, *** Könige von Böhmen und von CastiUcu.unternimmt einen Kreuzzug und lässt sich in Jerusalem die Krone aufsetzen. Streitigkeiten mit Gregor IX. + i*i 5 o.
Heinrich, gew. röm. König mit sieben Jahren; ver-bindet sieh mit seines Vetters Feinden, wird nach Si- teilien in Gefangenschaft gebracht und stirbt dort 1236 .Sein Sohn von einer östreich. Erb-P/inzessin sollte das {llerzogtlmm Oestreieh erhalten, starb aber I 25 i O. N. 1
—r
Luxemburgi-sches Haus.
Regiert 129 Jahreund lief. 5 Kaiser.Ihre Geschichtesiehe No. 20. aufdem linken Sei-tenrande.
Siehe auch No. aund 4.
< ; 2. Carl IV., König von Böhmeu, will Ludwig den Baier um die Krone bringen, wird sein Nachfolger,f + 1378. Erlässt die goldne Bulle. Bringt die Mark Brandenburg an sich. Von einer Partei gewählt, warGraf Günther von Sehwarzburg sein Gegner.
t\ ; 3 . Wencf.slaf. Eine der unglück-3 liebsten Regierungen. Abgesetzt 1■ 1400. + 1419- D* e g e g en ihnverschw'ornen Churfürsten wäh-len den Pfalzgrafeil Ruprecht zumNachfolger.
Johann, Markgraf v. Mähren.^WencesIaf.a. Die Erb. c\ Tirol u. Kä/nthen.tum(]ar\ IV. er-
b. Marg. aus Schlesien.
5. Sigismund + 1437. Cliurfürst v. Branden-^Johann , Herzog v.bürg, und durch seine Gern. König von Bull- $ Luxemburg. Seinemen und Uugarn. Zum Kaiser gewählt 1410. I Tochter, WittweHinterlässt nur eine Tochter, Erbin der beiden l Antons v. Burgund,
Königreiche , die mit ihr nebst der Reichs-^verkauft das Her-krone an Albrecht 1 £. von Oestreich kommen."zogthum an Philipp den Guten 1443.
v.4. Jobst, Gegenkönig von Si-i gismund , seinem Vetter, derdurch den Tod von ihm be-freit wird. + 141 r.
bebt Luxem-burg für ihnzu einemHerzogthum+ 1384.
LINIE VON GUISE , die sich in Frankreich in die ZWEIGE VON MAYENNE , AUMALE , ELBEUE , HARCOURT , LILLEBONNE , ARMAGNAC und MARSAN ausbreitet.
«J
19. Anton + i 544 * Am französischen Hofe bei Ludwig XII. erzogen; zeichnetsieh bei Agnadello und Marignan aus, lässt auf dem Reichstage zu Nürnberg1542 sein Herzogthum frei und unabhängig von dein deutschen Reich erklären.Renata v. Bourbon + i530. Schwester des Connetable und Erbin von Merrccur.
20. Franz + i 545 . Am französischen Hofe bei Franz I., seinem Pathen,ÄAnna + i 568 .erzogen; er regiert nur kurz, und stirbt während er den Frieden zwi-^i. Rojiatus von Nassau, Prinz
sehen Franz I. und Carl V. unterhandelt.
Christina von Dänemark, Wittwe des Herzogs von Mailand Franz Sforza,
+ lägo.
Dieser Fürst besass die Klugheit, bei den©Ludwig, Bischof von Metz unel^Kriegen zwischen Franz I. und Carl V. neu-"Verdun, später Graf von Vau-«tral zu hleihcu; er beglückte unterdessen deraont. stirbt bei der Belage-sein Volk, von dem er angebetet wurde. rung von Neapel 1028.
__ ZWEIG VON MERCOEUR.
; ^Nikolaus + 1577. Von Carl IX. zum Herzog vonMercceur erhoben. Drei Gemahlinen u. 14 Kiuder.
a. Margaretha von Egmont + i 554 -
b. Johanna von Savoyen-Nemours + l 568 .
c. Catharina von Lothringen-Aumale + 1606.
von Oranien, + i 544 -2. Philipp, Herzog von Acr-schot, + 1549.
21. Carl III. + 1608. Rpgiert mit 3 Jahren unter , Heinrich II., um sieh Loth-ÄKenata + 1602.der Vormundschaft seiner Mutter; bekriegt Frank-I ringen geg«;n Carl V. zu si -^%Herzog von Baiernreieh i 588 , um den zu Blois ermordeten Herzog J ehern, lässt den jungen Her- Dorothea + 1587.von Guise zu räehen ; vereinigt die Grafschaft 1 zeig wegbringen , an seinem Erich, Herzog vonBitseh 1571. I Hofe erziehen, und vermählt Brauiischweig,
Claudia v. Frankreich, TochterHeinr.il. + t 575. \ ihn mit seiner Tochter. + i 584 -
22. Heinrich + 1624. ^Ca/A., Schwester Hein-"richs IV. v. Frankreich,+ 1604 O. N.Margaretha von Gonzaga+ i 632 .
ICarl, Cardinal v.AChristina + 16I7.■Lothringen , Wi-f^Gmssherzog v. Tos-scliof von Stras- cana + 1609.
bürg, + 1607.
Elisabeth + i 635 .Maximilian, Herz,von Baiern.
• { Philipp Emmanuel + 1602. Berühmt durchseine Regierung in Bretagne während der Ligue;er hoffte sieh zum Herrn dieses Landes zu machen.Nach hergestelltem Frieden focht er in Ungarnmit Rubin. Maria von Ijixemburg - Martigues,Erbin von Etampes und Penthievre, + i 6 a 3 .
JFranz , Graf von Lain-©Johann , jüngerer Bruder des Claudius,;•besc, in der Schlacht bei"+ i 55 o. Cardinal von Lothringen , Erz-;Paria getödet i 525 . bisehof von Xarbonne, Rheims, Lyon etc?. ;
Seine ungemessne Freigebigkeit versehaffte ;ihm eine grosse Berühmtheit in den Sehrif- ;teil d«*r damaligen Zeit ; er vereinigte in ;seiner Person so viele Benefie?ien und geist- ;liehe Würden , dass man von ihm scherz- ;weis sagte , er könne allein für sich ein ;Conciliutn bilden. ?
CHALIGN Y.
23 . Franz + i 632. Macht das sa- ; AFranzisca , Erbin von Mercceur , Etampes undlisehe Gesetz, ein Jahr nach dem Penthievre, + 1669.
Tode seines Bruders, geltend, re- ; ; Casar, Herzog von Vendöme, ein unehlichergiert nur wenige Tage und tritt die ; ; S0I111 Heinrichs IV., + i 665 .
Regierung an seinen Sohn ab. ; ;
Christina von Salm + 1C27. ; ;
’r) a. Luise, ©A. Carl, Car-AA. Margaretha.^r. Heinrich, Graf v. Cha- I
bi + 1601. * *dinalv. Vau-V a . Herzog von [ ligny, + 1601. •
Heinr. III demont, Joyeuse. \ Claudinav.Mouy-^iGi^. •
A. Herzog von I 4 Kinder. I
lALxemburg - •
Piney, | l
berülimt unter b - — ^ l
Heinrich III. ©Heinrich ©Franz , Bi- ♦und Heinr. IV 1672. " schof von •
Verdun, •
+ 1661. I
!7
181
x 9
{ Nie warf eine Familie in so kurzer Zeit einen hellem Glanz als die Guisen ; in keiner stiegen Glück und Macht rascher. Kaum| sie in Frankreich Grund gefasst, als sie auch schon an der Spitze der Regierung erschienen, über die Stellen verfügten, die Geister beherrschten,* und die regierende Dynastie in grosse Gefahr brachten ; die Anzahl grosser Männer unter den Prinzen dieser Familie setzt in Erstaunen , und wasI man ein besondres Phänomen nennen muss , ist ihre Vereinigung grosser Talente mit persönlicher Grazie und Anstand. » Sie sind so adelicher Art,diese lothringischen Prinzen, (bemerkte jemand zu ihrer Zeit,) dass die übrigen Fürsten gegen sie nur wie Volk erscheinen.«
hatten^ |c. Claudius + i 55 o- Streitet mit seinem Bruder um das Herzogthum Lothringen, und da er es nicht erhält, lässt er sieh in Frankrei«?h naturalisiren i 5 o 6 .
Kr gründete seine Ansprüche darauf, dass sein Bruder als Bastard betrachtet werden müsse, weil er noch zu Lebzeiten der ersten Gemahlin ihres Vaterszur Welt gekommen, die mit Unrecht verstossen worden sey ; er selbst dagegen sey legitim , da er erst nach ihrem Tode geboren sey. Er war Marquis vonMayenne und Klbeuf, Graf von Aumale und Baron von Joinville. Franz I. erhob das Land Guise wegen ihm zu einem männlichen Herzogthum mit Pairie 1028.Bei Marignano erhielt er 22 Wunden. Antonia von Bourbon + i 583 .
AUMALE. ELBEUF.
König vonFrankreich,
+ i 5 « 9 -
+ i 58 7Franz, Mar-quis vonChaussins,
+ 1592.
21 /S Nicola, ©24. Carl IV. + 1675. Durch seine Unbeständigkeit in der Handlungsweise wie in der Liebcj** + 1657. 'bekannt. Wegen der Heirath seiner Schwester, mit Gasto v. Orleans , besetzt Ludwig XIII. seineCarl IV., * t Länder. Carl gibt seine Rechte zu Gunsten seines Bruders auf, geht in östreichische Dienste, undihr Vetter t siegt bei Nördlingen; während der,Fronde erscheint er wieder in Frankreich, und verbindet sich+ 1675. . mit den Spaniern, die ihn aber festnehmen und fünf Jahre gefangen halten. Erst durch denClaudia , 5 Pv renäen-Frieden kommt er wieder in seine Rechte, und tritt nun auf seinen Todesfall Lothringen548- ^an Frankreich ab; die lothringischem Prinzen sollten dagegen wie Prinzen vom Blut behandelt
+ 164
FranzNikolaus.ihr Vetter+ 1670.
23
;au ridUMricii au; uie lothringischen Prinzen sollten dagegen©werden , und beim Erlösehen der Bourbons auf den französischen Thron kommen. Carl wird aber■bald wegen neuen Händeln mit Ludwig XIV. aus seinem Lande verjagt; er wird Feldherr desKaisers , bekämpft Turenne, sehlägt Crequy, und stirbt endlich im beraubten Zustande. So erginges diesem wunderlichen, abenteuerlichen Fürsten ; hei ausgezeichnetem militärischen Talentekonnte er seine Staaten nieht erhalten, und bei grosser Liebenswürdigkeit war er mit den Weibernnicht glüe*klieher. Er verstiess seine erste Gemahlin, nahm eine zweite, und behielt immer denHang neue Verbindungen «*inzugehen. a. Nicola, seine Base, verstossen 1637. + 1657.b. Beatrix von Cusance, Wittwe des Fürsten Cantecroix, + i 663 , eine durch den Palist nichtigerklärte Ehe. Die Tochter daraus war an eien Grafen von Lillebonne und dann an den Fürsten von!Commercy vermählt. + 1723. c. Maria von ApremorU-Nanteiul + O. N.
DAS HAUS LOTHRINGEN WIRD KAISERLICH.
o. Anfänglich Bisehof uncIAMargaretha + 1672.AHenriette + t66o. Gern. a. Ludwig, •ichtung seines Bruders Wer-* Gasto von Frankreich y* Bastard von Guise, Fürst von Pfalz- • 2i©Franz
|20. Franz Nikolaus + 167«
Cardinal, spater durch Verzizog von Lothringen. Venn, sich mit seiner Base Claudia.Richelieu , über diese Heirath unzufrieden , lässt siebeide in Luneville gefangen nehmenBauernkleideru wieder entkommen.
|2. Franz, einer der grössten Feldherrn seiner Zeit, wird von Heinrich III. £mit Gütern iild Ehren überhäuft. Vertheidigt Metz gegen Carl V. Nach der feNiederlage bei St. Quentin zum Lieutenant-general aller königlichen Armeenernannt; herrscht unter Franz II.; bildet das berühmte Triumvirat; stellt sichan die Spitze bei den Religionsunruhen. Vor Orleans durch Poltrot ermordeti 563 . Anna von Este, wieder vernj. mit dein Herzog von Nemours , + 1607.
» Maria + i 5 fio. Königin undRe-^1 gentin von Schotland ; Mutterder unglücklichen Maria Stuartin zweiter Ehe. a. Herzog vonIxmgueville-^. b. Jakob V.,König von Schotland, + i542.
13 . Heinrich, mit der Narbe im Gesicht, der einnehmendste und gefährlichste der Guisen ; ein Fürst, der^Gardinal v. Guise, einerACatliarinadurch seine hohen Eigenschaften Frankreich hätte verherrlichen können, wenn er nicht durch seinen Ehr- * der eifrigsten Beförderer V eine feurige
inerACaerer' 1 ' eii
K n/. Geisel des Landes geworden. Er wagte sogar nach dem Thron zu streben , und die Ligue , deren + der Ligue; zu Blois mit Liguistin,
Plan er entwarf, hätte ihn wohl dazu führen können. Er war stets der Abgott des Volks und der Sei) recken + seinem Bruder ermordet. + 1096.des Königs, der zuletzt zu einem Verbrechen seine Zuflucht nehmen musste, so hoch stand der Herzog über ♦ Hinterlässt den Fürsten II. v. Mont-den Gesetzen. Zu Blois ermordet i588. C-ath. v. Cleve, Wittwe Antons v. Croi, Fürsten v. Portien. + i 633 . + v. Pfalzburg. + t 63 l pensier.
. ©Der Chevalier v. Guise,^Heinrich, h.ACatliarina, ^Carlin-"tüdet im Duell die Ba-"der Belage-^+ 1618. "Grafzenv.Conti 1614. rone von Luz, Vater und rung vonHeimlich wieder Sohn, und stirbt 1614 Montauban
Carl, Cardinal v. Lothringen, + i 574 - Herrscht^Ludwig,Cardinal^ ^1mit seinem Bruder in Frankreich unter Franz II."v. Guise, + 1578.
Er hatte 9 Erzbisthümer und Bisthümer , und Hatte grossen An-eben so viele Abteien. Ein heftiger Verfolger der theil an den Vor-Protestanten. Disputirt zu Passy und wohnt dem gangen seinertrielent. Concilium bei. Zeit.
V MAYENNE. ^-
©Carl, Herzog von Mayenne, An-{ ^Carl + i 63 i ©'führer der Ligue, + i6n. Eifrig bei de
Henriette + 1611. Erbin von Sa- Ligue. Treuervoyen-Villars , Wittwe des Herrn Anhänger dervon Montbezat. Spanier.
Mar. v. Elbeuf.
14. Carl -j- 1640 in Italieu.©Herz. v.Chevreuse+ i 65 ;.©Ludwig, Cardinal v. Guise,ALnise + i 63 i.In Ungnade durch Richelieu. Maria von Rohan-Montbaz. * + 1621. Hinterlässt meh- v Wittwe des Prin
Henriette, Erbin v. Joyeuse, .. * ..~ci ...u„
Wittwe des Herzogs v. Mont-pensier, -j- i 656 .
Die berühmte Herzogin v- n * rere uiiehlie he Kinder vonChevreuse + 1679, Wittwe J Charlotte des Essarts, Gräfindes Connetahle v. Luynes, * von Romorantin.hinterlässt nur Töchter ♦
vermählt mit Bas- durch das Zerspringen get. 1621.sompierre. einer Kanone. Henr.v.Cleve.
von wo sie in
Herzog von Orleans,+ 1660. Eine fürLothringen unheil-bringende Heirath.
bürg , + i 63 i. b. Hieronymus Gii-maldi. c. Christoph von Moura. <d. Carl von Guasco. e. Fürst von •Uxheim. •
►26. Carl V. + 1690. Musste, so lange er lebte, seinlleTZogthum in der Gewalt der Franzosen sehen; erw urde am Hofe des Kaisers Leopold erzogen , unr* wareiner seiner treuesten und ges«hi«?ktesten Feldherrn.
Leopolds Schwester, Wittwe des Königs Michael vonPolen, + 1697. Durch sie erhalt er Rechte auf Mantua \ Aut nunc aut nunquamund Montferrat.
Er sehlug die Türken in ein und dreissig Treffen, und er- •schien oft gegen die Franzosen iu Flandern und am Rhein. • «Im Fehlzuge von 1677, da er an der Spitze von 6o,<xx) Mann •stand , machte er sich feste Hoffnung, in sein Land zurüe*k- •zukehren , und liess auf seine Fahnen die Inschrift setzen: •Nun oder nie. •
iHerz. v. Joveuse+ i 654 *A^I ar *Maria von ÄWfluy+irioti.^GuisiErbin von Angoulfone,
Die letzte aus dem legi-timen Zweige, der vonCarl IX. ausging.
^ 5 . HEINRTCH+1664. Erbe der glän-^iFürst von«zenden Schönheit und Grazie seiner
• Joinville. Vorfahren ; ein romanhafter, alien-•+ i630 teuerlicher Charakter ; wird von den
• zu Florenz, empörten Neapolitanern zur Regie-
• rung gerufen ; Fallt in die Hände der
• Spanier, die ihn sechs Jahre gefangen halten. Bei
• Hofe pflegte man, wenn von ihm und dem gros-^ ^Ludwig Joseph + 1671.
• sen Conde die Rede war, diesen den Helden der
• Geschichte, ihn aller den Hehlen der Fabel zu
• nennen. Mit Anna von Gonzaga versprochen, die; sich später mit d. Pfalzgrafen Eduard vermählte,
! nahm er sein Wort zurück , um eine Gräfin von
Bossu zu heirathen, für die er eine heftige Nei
die letzte von der direkten Linie drr^+ 1688 unvermählt. Sie vermacht"'ihre Güter dem Zweig Elbeuf; es erhellt siehaber Streit darüber , und die Conde , alsnächste einheimische Agnaten , gelangen zuder Erbschaft.
Carl t
Gon-zaga , Herrvon Mantua
+ iö' 8 7 -
rafSomme-riva.+1609.
0 Renata >
+ i 638 .Ein Or-gnano.
Claudius, Herzog v. Aumale,^Franz~ Maltheser,lzeichnet sieh unter Carl IX.^"General der Galee-aus; bei La Roehelle erschla- reu, + i 563 nachgen iri73. der Sehlacht bei
Luise von Bieze- Maulevrier, Dreux.
Tochter der Diana v. Poitiers.
[Ritter von Au-^VCatharina.
'male, 1591 er -y+Herzng von Mer-schlngen, da erSt. Denis über-fallen wollte.
©Carl, wird Herzog von ElbeufÄMaria + i 6 i 3 . Carl von Aumale , ihr Vetter■ ie-V_- ~
Diana + i508.Herzog von Lu-xemburg.
,Anna, Erbin von Aumale u.AMaria.
Maulevrier, + i 638 . * Marquis von Am-
Heinrich , Herzog von Ne- bros- Spinola.mours, i 632.
ELBEUF.
HARCOURT.
iRoger, AFranzis«:a ,AAnna Gonzaga + 1684- ©CarlT Herzog von Elbeuf, + 1692.N Achtissin » Ihr hatte der Herz. Hein- a. Anna von .
►Renatus, Marquis von Elbeuf, Ge-ALuise + i 542.neral der Galeeren ; ist bei der Ver- ^ Carl von Cro'i, Fi
ARenata + iF>02:YAntmiia _L »W
theidigung von Metz und bei der Ein-nahme von Calais. + i 566 .
Luise v. Rieux, Erbin von Harcourt,Lillebonne und Rieux.
von Chimay , stirbtohne Nachkommen.
FürstXAntonia
56 i.
Beide Kloster-frauen.
dur«?h Heinrich III. Treuer Die-ner Heinrichs IV. + i 6 o 5 .Margarethe Chabot + i 652 .
+ i 63 i. Er war verfällt , geviertheilt zuwerden, weil er i 5 q 5 den Spaniern geholfen;und das Urtheil wurde in rjffigie vollzogen.
HARCOURT-ARMAGNAC, BRIONNE und MARSAN."X“
'Maltheser
+ i 653 .
Aebtissinvon Mont-martre,+ 1682.
HerzogvonJoyeuse, Än-gouleme, Guise etc*.F.lisaheth von Orleans,Herzogin von Aleucon,+ 1G96.
Ihr hatte der Herz. Hein-rich von Guise die Eheversprochen.
Eduard, Sohn des un-glücklichen PfalzgrafenFriedrich V.
►27. Leoi»old + 1729. Erhält sein Herzogthum durch den rysw’icker Frieden i697©C.arl, Cliurfürst v. Trier, stirbt • 2 3 ; gung hatte. Darauf gab er sich wieder alle Mühe, { ^Eranz Joseph , Herr.«zurück; legt sieh I7«x> den Titel Königliche Hoheit bei; vereinigt Coinmercy , Lix-* *171 5 . • ; die Ehe für Richtig erklären zu lassen , wegen "von Guise, Alencon, J
'" • —- * * * - - " •- T , 1 » O. . . . ^ .. * . __ Ha M/Uf#//« D.. „ . .rui.cA A n rr.llltuTIIP Fm
heim, Falkenstein , Nomeny ete. ; hält sich ruhig während dem spaniserhen Su««•essionskrieg ; heilt die Wunden der Vergangenheit ; schafft das Glüe?k seinVolkes und stirbt tief betrauert.
Elisabeth von Orleans + 1744* Kinder.
24 yljfefr 1 . Franz Stephan, vertausc ht sein Herzogthum gegen Toscana 1787. Vereinigt durch srii
der Erbin von Oestreich, + 17S0, die heielen Zweige, welche tausend Jahre früher von Ethieho ausgegangen waren, undwird der Stifter des neuern östreichisehen Hauses. Kaiser 1745. + 1765.
L
“-^-:---n—;---
ine \ erniälihiugmit Maria Theresia, ©Carl, ein grosser Feldherr, befehligt das Heer derAKlisabeth + 1741
Maria Theresia im Kriege von 17.40. + 1780. ~
Joseph , bei Cassano 1706 er-schlagen. •
Franz , Abt von Stavelot und •Malmedy, + 1715. •
AAnna, Aebtissin •1 » vonReiniremont, 1
Maria Anna , Schwester der Mar. Tlier., + 1744 -
Carl Emanuel III., König vonSardinien, + 1773. + 1773.
BREISGAITISCHER ZWEIG.
; einer Dewnselle de Pons aus einer jungem; Linie seines Hauses.
• 1641 w urde Heinrich verurtheilt ; seine
; Güter wurden e?onfjs«-irt; doch erhielt sie seine; Mutter später zuruck. Aber das Herzogthum; blieb aufgehoben, und wurde erst 1704 zu Guu-; sten des Prinzen von Conde wieder errichtet.
veuse, Angouleine, Fürstvon Joinville, Graf vonAletli, + 1675. Erst 5oder 6 Jahre alt.
* * Als unter Franz It. die Partei der Guisen, in wüthender Verfol-
gung der Conde, die Verurtheilung des Haupts dieser Familie bewirkte:wer hätte damals gedacht, dass die Nachkommen dieses unterdrüe;ktenPrinzen einst die Güter jener triuinphirenden Guisen erben sollten! ; + 1709. Alacht An-Und doch ist die Geschichte voll von solchen Ereignissen , die alle ; sprucli auf die Erbschaftmenschliche Voraussicht beschämen. ; der Guisen und erhält
; sie 1688.
* * Unter den Prätendenten zur Erbsc haft der Guisen fand sic h auch *eine Charlotte von Lothringen-Romorantin, Wittwe eines Marquis vonRouhault, und unehliche Enkelin des letzten Cardinais von Guise undder Charlotte des Essarts, Gräfin Romorantin, die zuerst die MaitresseHeinrichs IV., und später die Frau des Marschalls de l’Höpital war.
Diese Marquise von Rouhault behauptete, der Cardinal von Guise habe ; einheimischen Agnaten,ihre Grossmutter geheiratliet; sie konnte es aber nicht nacliweisen. ;
Die Erbschaft derGuisen kommt an die ;Conde, als die nächsten ;
a. Anna von Ixinnoy + i 654
b. Elisabeth de la Tour d*Auvergne,+ 1680.
c. Franzisca von Montaut - Navailles,
+1717-
Zehn Kinder, unter denen
O Anna Henriette + 1723.^ Heinrich^ b. Emanuel, Ac.SusannelDer Prinz von Conde, + 1748- "Herzog von ▼.
Charlotte Elbeuf nach Der letzte
Roche- seinem Bru- Herzog v.
chouart- der,+ 1763. Mantua.
Vivonne. Der letzte + 1708.
seinesZwcigs.
►Philipp, b. Durch ihn wurde Hercu-(■ Chivasso lanum aufg*funden , dadurch ei- er iu seinem Garten einennen Pisto- Brunnen graben liess.lenschuss Innocenzia von Rouge,
getödet Wittwe des Marquis von
1705. Coetaufau.
(Franz , Graf von Har-|eourt und Roehefort,
+ 1694-
Anna Orgnano, Erbtoch-ter , Gräfin von Mont-laur, Marquisin v. Mau-bee, + 1695.
►Alphons + 1719.
Einer von seinen Brü-dern wird in Deutsch-land durch einen Kano-nenschuss getödet 1675.Franz, v. Brancas, 9 K.
►Anna Maria+1739. Fürihn errichtet der Herzogvon Lothringen dieGraf-schaft Guise-sur-Moselle.Marie Jeanin v. Castille-Montjeu + 1736.
©Carl + 1657.
Catharina, unelil. Toclit.Heinr. IV. von der schei-nen Gabriele, + i 663 .
LILLEBÜNNE.
| ^Grafv.Lill+1694.4
a. Chr. d'Estrees.
b. Eine legitimirteTochter Carls IV.,Herzogs von Loth-ringen.
I
;e igesund setzt zur Uni-versalerbin ihre En-kelin , Maria vonRolian , Gemahlindes Grafen v. Mar-san, ein.
iHeinrieh, Gr. y.H arcourt,+ i666.AClaudia + 1654.Kriegsdienst in Piemont und iuN Ludwig Gouffier,Catalonien. Herz. v. Rouanez.
Philippine de Cambout-Coaslin,
+ 1674. 6 Kinder, unter denen
(Ludwig + 1718.4Catharina vonNeufviÜe-ViUeroi.14 Kinder, unterdenen
l>. Carl, bei Luzzaro| ►Heinrich, Graf v.4 |Ludwig, Fürst voni
Mortagne, Herr vonPons und ßedeville,
+ 1755.
Elisabeth v. Roque-laure + 1752.
1702 getödet; ein Brionne,+i7i2.andrer Bruder kam Magdalena vonbei Neerw inden um. Epinay - Duretal.
Eine von seinen + 1714.
Schwestern, W ittwdes Gr. v. Eftinoy,
+ 1748 als die letz-©Ludwig, Fürst v.©Gasto + 1743te ihres Zweiges, Lambesc, Graf v ."Maria von RotBrionne,+ 1743.
Johanna Durfort-Duras.
MARSAN, PONS und LTXIN.(Carl, Graf von Marsan + 1708.Maiiav. Albret, Erbin von Pons,Mortagne etc. + O. N.
Catharina von Matignon , ColbertsWittwe, + 1699.
7*: 2. Joseph II.!'+ 1790. '«
1 Isab.v. Parma.+ i 7 63 .
Jos. v. Baiern.
;ö* ; 3 . Leopold II. + 1792. Zuerst Grossherzog3 Toscana; kommt dann zur Succession in dem ö.strI «hischen Staate 1790. Nach seinem Bruder Kaiser.Maria von Bourbon-Spanien.
; vonAMaria Christ. + i798.AWaria Elisabeth,Ä«strei-J^Stattli. in den Niederl. V Achtissin von ▼
Albert, Herz.v. Saehsen-Teschen, geh. 1738. +
Inspruck,+ 1808.
Maria Amalia, /+ i 8 o 5 . tJTerz. v. Parma+ 1802.
1 Maria Caroline,
i + 1814-
Kiinig v. Neapel,gel). I7DI. +
8 Maria Antonia,
+ ‘ 79 3 -Ludwig XVI.,+ i? 9 3 -
^Maximilian, ;"Cliurfürst v. \Cöln, stirbt ;1800. ;
26
. Franz II. Erster erblicher Kaiser von Oest-QMar. Ther.
I reieh 1804. Legt die Reieh.xkrone nieder undlöst 1806 das Reich auf. a. Elisab. v. Wärtern-berg + 1790 (). N. b. M. T. v. Neap. + 1807
c. Maria Luise von Oestreich + 1816. O. N.
d. Carvl. Aug. v. Baiern, geh. 8. Febr. 1792.
■) b. Mar.Luise, geb. i2.^/>. FerdinDer. 1791. Verm. den* *g. 19. Apr.
geb. 14. Juli |1767. ;
Anton von \Sachsen, \
geb. 1755. ;
2. April 1810 mit demKaiser Napoleon, geb.i 5 . Aug. 1769. + 5 .Mai1821.
n. AA. Leopoldiir.^+1826. Kn
ZWEIG VON SALZBURG, später WUERZBTJRG.
■b.5:
4 ^Ferdinand + 1806.
Maria v.Este, Erbin von Modena.Er vertauscht Modena 1802 gegendas Breisgau, und verzichtet i 8 o 5auf letzteres.
(Ferdinand, geb. 1769. Gross-AM. Anna, geherzogv. Toscana. War Chur-▼ 1770.fiirst von Salzburg und Gross- Aebtissin vonherzog von Würzburg. Prag,+ 1809.
a. L. Bourbon- Neapel-f- 1802.
b. M. Am. v. Sachsen, g. 1796.
opoldine, geb 1797. ; (^a. Leopold , geb. 1797
(Erzherz. Carl,ifos. Aiit. geh. i776.©Anton , 4
;eb. 1771. Palat. von Ungarn, geb. 1779.*
Henr. Alex. v. a. Al. Pau/.+ i8oi. Grossinei-Nassau-Weilb. b. Herrn, v. Anhalt- ster desgeb. 1797. Bernburg + 1807. deutschenM. Dor. v. Würt. Ordens.
ronpr.v. Portu-79 L * u - Kaiserin Brasilien. \Franzisca Mar. Clem., geb. 1798. )Chatlotte, Fürst von Salerno. \
geb. 1802. Carol. Friedr.v. Sachsen. \Maria Anna, geb. 1804* \
Maria Caroline von; geb. 1799.
Johann,geb .4 ►<!• B. Rainer,
1797 A a. Maria Luise,©Albert Friedr.,©/». Steph.Franz ( Zwillinge,
i AacA#e«,*^geb. 1798. * *geb. 1817. *,*Maria Ainalia (geh. 1817.
Theresia Fran-* *C. Ferd. 1818. c. Elisabeth Caroline
782.
Ludw. 1784.Rud. 1788,Card. Erzbi-schof v. 01-mütz 1819.
Vicckünig des ;lomh.venetian. ;Königreichs, ;geb. 1783. ;
F. M. Savoyen- ;Car. gcli. x8oo. ;,\Iaria Caroline ;^Dorothea, geb. ;1821.
(Franz, ©Ferdin.AMar. Tlier.,geb. 1779.* # *g. 1781.Xrg e L- 1773.
zisca, g. 1801.
Friedrich Leo-pold 1821.Eine Tochter,geb. 1816.
Henriette, geb. 1820
Beata vonSardinien,geb. 1792.
(M.Th,,
‘ *geb. 1817.; Fr. Ferdi-; nand,
: gtb.1819.
Maxi-milian ,g.1782.Carl,
g.i- 85 .
stirbt
1809.
Ernan. VK. v. Sardin.Mar. Anna,geb. 1776.Churfürst v.der Pfalz.Maria Luise,geh. 1787.Franz II.,ihr Vetter,
+ x 8 i 60 .N.
O Franz Joseph Carl Napoleon, geh. 20. März 1811. W'ird zuin Herzog von Reichstadt erklärt 1817. (Die spätem politischen Begebenheiten in Bezug auf Oestreich, nach i 8 i 3 , siehe auf der Snppleinenttali. No. 34 -)
Gerhard vön Elsass, der Gründer dieses erlauchten Hau-ses, war der lehnte Abkömmling des Herzogs Ethieho vonSchwaben und Elsass, gemeinschaftlichen Stammvaters desältern und des neuern östreichisehen Hauses durch seine bei-den Söhne Adflbert und Ethieho II. (Siehe die genealogischeTabelle von Habsburg, Taf. 20.) W'er von diesen beidenSöhnen der ältere gewesen, darüber sind die Geschichtschrei-ber nieht einig- Das aber ist gewiss, dass die Vorfahren jenesGerhards von Elsass sowohl als Rudolphs von Habsburg eingleiches Schicksal bei der grossen Umwälzung erfuhren, diemit dem Falle der Carolinger eintrat; sie verloren die gros-sen Besitzthümer ihres gemeinsamen Aeltervaters Ethieho,und ihr Geschlecht fiel in Dunkelheit. Zur Zeit, wo beideHäuser unter Gerhard und Rudolph wieder zum Vorscheinkommen, finden wir sie nur iin Besitze von unbedeutendenGütern in Lothringen und in der Schweiz; dennoch solltensie sich zu dem höchsten Gipfel des Glüc kes und der Machterheben. Wir verweisen auf die besondern Tabellen vondiesen Häusern? wo alle Begebenheiten und Umstände an-geführt sind, die ihre Grösse herbei führten; die Vergleichungzeigt auch, dass Rudolphs und der Seinigen Glück zwarrascher und glanzender, jenes des gerhardischen Hausesaber fester und dauerhafter war.
HISTORISCHE NOTIZ UEBER DAS
Rudolphs Nachkommenschaft ist erloschen ; und in dergerhardischen vereinigten sich alle Güter und das Blut derbeiden Zweige , die lange neben einander geblüht hatten.
Von der Geschichte dieses lothringischen Hauses , ehe eszum Kaiserthron gelangte, ist insbesondere zu bemerken,dass es sich der Lage seines Landes nach zwischen Deutsch-land , zu dem es eigentlich gehörte , und zwischen Frank-reich befand, das ihm eine treffliche Stütze bot, und «lasses sich daher stets zu diesem hinneigte, bis es sieh zuletztvöllig von Deutschland losriss. So findet man auch fast inallen berühmten Schlachten der frühem Zeit die Herzogevon Lothringen auf der Seite Frankreichs fechtend; Theo-bald I. bei Bouvines, Theobald II. bei Courtray gefangen,Friedrich IV. bei Cassel erschlagen , Rudolph bei Crccyverwundet, Johann bei Poitiers gefangen, Carl I. bei Ros-beck verw undet , Friedrich den Muthigen bei Azineourterschlagen , und Anton bei Agnadello und Marignano mitWunden bedeckt. Nachdem aber die gänzliche Trennungund Befreiung Lothringens von dem deutschen Reiche durchdie Zeit und Verträge befestigt und gesichert war, wendetesieh mit den Umständen auch die Politik der Herzoge; sienäherten sieh nun den Kaisern, die sie nic ht mehr zu fürch-ten hatten, und verbanden sich mit ihnen gegen Frank-
LOTHRINGISCHE ODER NEUERE HAUS OESTREICH.
reich, das , wie ehemals ihre Stütze, jetzt ihr Schrecken ge-worden. Nun schürten sie die Uneinigkeit in diesem Reiche,regten die Unzufriednen auf, und vermehrten die Unruhen;so war Carl III. von der Partei der Guisen gegen Heinrich III.und Heinrich IV; Carl IV. unterstützte den Bruder des Kö-nigs und die Königin Mutter gegen Ludwig XIII. und sei-nen Minister, und warf sich lieber mit seinem Neffen indie Arme Oestreichs, als dass er sich dem Hause Bourbongenähert hatte. Glücklich erfolgte endlich der Austausch vonLothringen gegen Toscana ; und setzte diesen politischenReibungen ein Ziel , indem jenes erlauchte Haus auf einanderes Gebiet verpflanzt wurde, von dem es bald daraufzum Kaiserthron und zu den östreichisehen Ländern ge-langte , iu deren Besitz es sich noch gegenwärtig befindet.
Als die französische Revolution ausbrach, und das politi-sche System Europas zusainmenstürtzte , trat das HausLothringen, seiner Macht und Lage nach, als der natürlicheGegner Frankreichs auf. Ein furchtbarer Kampf entspannsich, und seine Folgen brachten das erhabne Haus, dasüber Oestreic h herrscht, in Gefahr; da zertheilten sich aufeinmal wie durch ein W'under die Kriegswolken , die Zwie-tracht schien zu entfliehen , an ihre Stelle Ruhe und Sicher-heit zu treten.
Maria Luise , die älteste Prinzessin Kaisers Franz II.,war die Erwählte des Himmels , welche diese Aenderung be-wirken , die Aussicht auf eine schönere Zukunft eröffnensollte; indem sie sich mit Najtoleon verband, ward sie einFriedensengel, und wie die Taube der heiligen Schrift mitdem Oelzweig, brachte sie vielen Völkern, die sie auf ihremZuge begrüssten, ein Pfand für das Aufhören der Stürme,und die Wiederkehr heiterer Tage.
Bei dieser schönen Bestimmung verliess sie ein geliebtesVaterland , um in das andere einzuziehen, wo sie der öffent-liche Jubel als Einheimische empfing, und wo sie in der Thatkeine Fremde war. Entsprossen von Philipp August, Ludwigd. H. und Heinrich IV. vereinigte sie fast alle dem alten Frank-reich theuern und glorreichen Andenken, und brachte sie dehnSchöpfer, dem unsterblichen Helden des neuen Frankreichs,der es aus dem Abgrunde , aus dem grossen Sehiffbruehegerettet, der ihm seine politische Kraft wiedergegeben, sei-nen Nationaleharakter gestählt , und der, umgeben vongrossen Feldherrn , Getreuen und Weisen , Frankreich aufeinen Punkt der Fülle und glänzenden Ruhmes brachte , wieer nicht leicht von einem Volke erreicht ward. (Geschriebenim Jahr 1810).
24A Luise 4; *%,Henriette«: +*: 8 7 -
; Vierte Ge-mahlindes Herz,v. Bouillon+ 1730.Elisabeth+ ,*74 o.Heirathet
IFürst v. Lix-heim , 1734im Duell beiPhilipps-burg v. demHerzoge,später Mar-schall vonRichelieugetödet.Margarethav. Beauvau,wieder ver-mählt mitd.Marschall
■ -n v. Mirepoix.
der©Carl , Graf von Brionne + 176t.
a. Luise von Grammont + 1742.
b. Augustine von Coetquent + 1746.
c. Luise von Rohan-Montauban.
Rohan -Soubise, Erzieherinder Kinder vonFrankreich , Lud-wigs XVI , seinerBrüder und Schwe-stern.
2 5
^Ludwig■letzte aus demZweige Loth-ringen - Har-court; im Feld-zuge von I 747 © c - Larl, Fürst v.Äe. Anna, vermähltin Italien fand* *Lambesc,, geb. **mit Victor Ama-man ihn todt"in seinem Zelt.
den berühmtenMarschall von Richelieu.
Sie ist die Urgrossmutterdes Herzogs von Richelieu,der sich in Russland auf-hielt, und nach der Restau-ration französischer Mini-ster ward.
deus, Prinz v.Ca-rignan, + 1780.Charlotte , Aeb-tissin von Remi-remont,+ 1786.
■ 1751. In östreich.
Diensten.
Anna v. Cettner,
W ittwe des Gra-fen Potocky, geb.
1764.
Sein Bruder
c. Joseph, Fürst von Vaudemont,geb. 1759. ln östreich. Diensten.Vermählt mit Luise v. Montmorency-Logny, Erbtochter, geb. 1763.
^•2. Friedrich Barbarossa (Rothhart), einer der grössten Kaiser, folgt auf seinen Oheim ;^Heinrich , röm. König, ^Friedrich von Rothenburg+1167.GS unternimmt sieben Züge nach Italien, entzieht den Welfen ihre Läuder, stirbt in Asien"stirbt vor seinem Vater."Z>«e Tochter Heinrichs des Löwen.I 1190 mitten im Siege.
h---"V—“ ; \
"-Ä.ö: 3 . Heinrich VI., beim Leben seines Vaters gekrönt, © Friedrich und CoDrad, beide,
£, 4 * Philipp , verschafft sie b den Vorzug vor seinem erst vier Jahre
f alten Neffen. Hat an Otto von BrauiiM-hweig einen gefährlichenNebenbuhler. W'ird ermordet 1208. Itene von Ct.nstuntinopel.
1 die
---^-4** 4.444.44. **4,+^
6. Conrad IV. Hat einen Mitbewerber : W illielin©Hen< ius , Künig©Manfred, Usurpator derv. Holland. Wird durch Manfred vergiftet 1254. "von Sardinien, | beiden Sicilien. Seine
24 Jahre lang zuA'JbcA/ervermähltsichmitDer ungliickl. Conradin, des scliwäb.Stammes letz- Bologna gefan- ^dei
ter Sprosse, enthauptet 1269. ('S. No. 19 unten.) gen.
ein König von Aragon.
r. Heinrich VII. von Luxemburg + i 3 i 3. Seiner Wahl entgegen standen Friedrich der Schöne von Oestreich und Carl von Valois. Heinrichs StützeneS'w'aren der Palist und sein eigner Bruder Balduin, Cliurfürst von Trier.
k.-1 | | —-x
© Johann der Blinde, w ird von seinem Vater mit dem Königreich Böhmen belehnt, da er eine böhmische Prinzessin geheiratliet. ABeatrix. König v. Ungarn.
I Bei Crcc y erschlagen i 346 . Trägt zur Erhebung Ludwigs des Baier bei, und wird später sein ärgster Feind. ^Maria. Carl der Schöne.
I
No. XXII. GENEALOGIE DES LOTHRINGISCHEN ODER NEUEN OESTREICHISCHEN HAUSES.
Gedruckt und verlegt bei J. Velten, Kunst - und Musikalienhändler in Carlsmhe, 1827.