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Historisch-Genealogisch-Geographischer Atlas von Le Sage Grafen Las Cases in fünf und dreisig Uebersichten
Entstehung
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EINLEITUNG ZUR GESCHICHTE VON ENGLAND.

Als England noch unter dem Namen Britannien in der Barbarei lag, ward esvon dem gemeinsamen Loose aller damaligen Nationen betroffen; die Römerunterjochten es im ersten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung, und esblieb gegen vier hundert Jahre lang unter ihrer Herrschaft. Die Sicherheit, diesie unter römischem Schutze genossen , machte die Britten bald ihre kriegerischenNeigungen gegen friedlichere Genüsse vertauschen ; statt der rauhen Waffen-übungen widmeten sie sich den Künsten des Friedens, und schliefen im Sehooseeiner Ruhe eiu , die ihnen spater 7,um Unglück gereichen sollte. Denn als dieRömer, überall von den Barbaren gedrängt, sich genüthigt sahen ihre Legionenzusammenzuziehen und die entferntem Provinzen zu verlassen , konnten dieverweichlichten Britten ihren Nachbarn, den für die Römer selbst unbezwinglu heilPicten und Scoten nicht widerstehen. l)a suchten sie nach damaliger Weise Hülfebei Barbaren gegen Barbaren, und riefen die Anglen und Sachsen von den KüstenHollands und Holsteins herbei; diese aber, statt der versprochenen Vertheidiguug,waren treulos genug, sieh des Landes selber zu bemächtigen , indem sie über ihreAlliirten herficlen und sic theils aufrieben , theils verjagten. \ on den zerstreutenUeberrestcn der Britten flüchteten einige in die Gebirge des Landes W ales , anderewanderten nach einer gallischen Provinz aus , die durch sic «len Namen Klein-Britannien bekam , der sich noch bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Line über-raschende Aehnlichkeit in der Mundart der beiden Völker zeugt noch jetzt nachdreizehn hundert Jahren von diesem Ercigniss, und es geschieht häufig , dassman gallische und brittisclie Matrosen , wenn der Kriegszufall die einen in dieGewalt der andern bringt, über die Verwandtschaft ihrer Sprache erstaunensieht. In der freudigstc # n Uebcrraschung danken sie dann dem Himmel für ein sosonderbares Glück, und schwelgen im Genüsse sich zu verstehen, ohne eineAhnung von dem uralten Missgeschick zu haben, dem sie ihn verdanken.

Die Angel-Sachsen , nachdem sie nun Herrn von Britannien waren , errichtetenin dem eroberten Lande sieben Königreiche, unter dem gemeinschaftlichen NamenIfeptarchie , deren Geschichte wenig Merkwürdiges darbietet. Kämpfe, Mord undPlünderung, die natürlichen Folgen einer so gefährlichen Zerstückelung, und derunvermeidlichen Rivalität der Häupter, erscheinen auf diesem dunklen Grundebis zum Anfänge des neunten Jahrhunderts.

Egbert der Grosse, theils Erbe, theils Eroberer jener Königreiche, ist derErste, der dieser Geschichte einige Farbe giebt, so dass erst mit diesem Zeitpunkte,dem eigentlichen Anfänge der englischen Monarchie, das Interesse beginnt.

Von da an erscheinen sieben Familien nacheinander auf dem englischen Throne,nämlich die Sächsische, die Dänische , die Yormännische , die Häuser Anjou,Tudor, Stuart und Braunschweig , von denen die drei ersten durch das Glück derW affen , die andern durch Erbrecht zur Regierung kamen.

Wir übergehen die beiden ersten Zeiträume , da das Interesse an ihren Kriegenund Revolutionen vor dem weit mächtigem an der dritten Periode verschwindet,wo eine gänzliche Umwälzung in Gesetzen und Sprache, im Eigcnthunie sogarund in den Gebräuchen , vor sich geht. Mit diesem wichtigen und entscheidendenMomente, wo Alles iu dem Lande eine andere Gestalt anuimint, gebührt es sicheigentlich den Faden der Geschichte aufzunehmen , so wie unsre genealogischeTabelle auch damit beginnt. Wir wollen daher auch nur über die fünf letztenFamilien hier noch einige nähere Erläuterungen beifügen.

NORMAENNISCHER STAMM.— Rollo, einer der Häupter jener nordischenAbenteurer , die im neunten und zehnten Jahrhundert den imttlcrn Theil vonEuropa in Schrecken setzten , hatte von dem fränkischen Könige Carl dem Ein-fältigen ein Gebiet auf der westlichen französischen Küste als Herzogthum zuseiner Niederlassung erhalten , und setzte sich mit seinem Volksstamme dort fest,daher das Land auch den Namen Normandie erhielt. Von diesem berühmtenRollo war nun Wilhelm, nach seiner Geburt der Bastard, und nach seinemW'affengluck der Eroberer genannt, der Erbe uud sechste Abkömmling, zu einerZeit, wo schon lange her auf der benachbarten Insel England eine Menge Unruhenund Revolutionen die dortigen Völker an gewaltsame Veränderungen in derThronfolge gewöhnt hatten. Die Sachsen und die Däncu waren abwechselnd zurHerrschaft gelangt, und als endlich Eduard der Beichtiger , von dem sächsischenStamme , starb, war die Abneigung der Engländer gegen das dänische Joch sogross, dass sie eilig, mit Ausschlicssung des rechtmässigen Erben aus der sächsischenFamilie, des Edgar Atlieling, der noch zu jung war, und sie gegen jene furcht-baren Feinde nicht genugsam hätte vertheidigen könuen , den Thron einem Privat-manne , dem Grafen Harald , übertrugen. Bei dieser Lage der Dinge trat W ilhelmder Bastard , Herzog von Normandie, auf, an dessen Hofe Eduard der Beichtigeriin Missgeschick eine Zuflucht gefunden , so wie er von jenem in den Zeiteu seinesGlücks in London besucht worden war. Wilhelm berief sich , ohne es jedochjemals vorzuweisen, auf ein Testament, das der König aus Daukbarkeit zu seinenGunsten gemacht haben sollte, und ohne Zweifel war der Sieg hei Hastings, wosein Gegner das Leben verlor, ein Anspruch, den er besser geltend machen konnte.

England unterwarf sich, Wilhelm herrschte, und die Regierung blieb neun undsechzig Jahre in seiner Familie, bis sie durch die letzte Prinzessiu seines Stammes,Mathilde, an das Haus Anjou gebracht wurde.

HAUS ANJOU. — Gottfried Plantagenet , Mathildens Gemahl, war Grafvon Anjou ; seine Mutter war Erbin von Maine , und sein Vater , dessen zweiteGemahlin die Erbin von Jerusalem war, kam iu Asien zur Regierung , wo seineN achkommenschaft aus zweiter Ehe erst mit der dritten Generation erlosch. Hein-rich, Mathildens Solin , der erste Plantagenet, der deu englischen Thron bestieg,war demnach durch seine Mutter Erbe von England und Normandie, durchseinen Vater Erbe von Maine, Anjou und Tonrraine. Dazu kamen aber nochunermessliche Besitzungen durch seine Vermählung mit Eleonoren , der ErbinAquitaniens, die ihm alle westlichen Provinzen Frankreichs, von der Loire bisan die Pyrenäen, zubrachte. So reich ausgestattet kam das Haus Anjou nachEngland , wo es drei hundert Jahre lang auf dem Throne blieb , die glänzendstenKönige der Monarchie und die interessantesten Materialien zur englischen Ge-schichte lieferte. Mit Wohlgefallen nennt man die Namen Heinrich 11., Eduard L,Eduard III. und Heinrich V., deren weise Gesetze nicht minder wie ihre Siege dasLob und Andenken der Nachwelt verdienen, so wie auf der andern Seite dasMissgeschick, die Unfälle und das tragische Ende dieses berühmten Hauses, dasauf dem Schlachtfeld endigt, den Philosophen aller Zeiten und Länder reichhal-tigen Stoff zu politischen Betrachtungen liefern. Auf dem Schlachtfeld sammelt dasHaus Tudor, das von weiblicher Seite Erbe war, den blutigen Nachlass des HausesAtijou ein.

HAUS TUDOR. — Den Tudors, die nach einigen Schriftstellern von den altenFürsten von Wales, nach andern aber kauin von einfachen Edelleuten abstammensollen, wurde der erste Weg zu ihrem Gluck durch Owen Tudor gebahnt, mitdem sich Cntharine, Königin von Frankreich uud Wittwc Heiurichs V. vermählte.Darauf folgte die noch glänzendere Verbindung seines Sohnes Edmund mit Mar-garethe Sonunerset, deren Sohn durch das Blutbad der beiden Rosen der alleinigeRepräsentant der Lancaster , und somit Erbe des englischen Throns wurde,lieber hundert Jahre blieb dieses Haus an der Regierung. Unter den Regentendieses Zeitraums stechen Heinrich VIU. uud die Königin Elisabeth hervor , derjerste durch seine Tyrannei und durch seinen launenhaften Charakter, Elisabethdurch die Grosse ihres Genie’s , durch die Kraft ihres Benehmens und durch ihreweitgreifenden Plane. Mit ihr erlosch das Haus Tudor und die Krone ging auf dieuachsten Verwandten und eigentlichen Erben, auf die Stuarte über.

HAUS STUART. — Glück und Unglück schlossen einmal zusammen einenseltsamen Bund, und da wählten sie die Familie Stuart zu ihrem Opfer.

Walter , der Seneclial oder Stuart vou Schottland, nach dessen Amt sich späterseine Nachkommen nannten, hatte die Tochter und Erbin des letzten Königs geliei-rathet, und diese Verbindung war es, die die Stuarts zum Thron berief; aber fastnur uui ihn mit ihrem Blute zu färben. Eine solche fortwährende Vererbungunglücklichen Geschickes hat keiue andere Familie je aufzuweiseu gehabt, unddiese Reihe vou Schlägen ist zu auffallend merkwürdig, um hier nicht eine Stellezu linden. Wer an den Einfluss günstiger und ungünstiger Gestirne glaubt, magdenn bei dieser furchtbaren Laune des Schicksals seinen Gedanken nach LustuachhäDgen ; soviel aber ist ausgemacht, dass mau kein zweites Beispiel einesähnlichen Verhältnisses auffinden wird.

Robert III., der zweite König aus dem Hause Stuart, starb aus Kummer über dieGefangenschaft seines Sohnes, den Heinrich IV., König von England, ungerechtfest hielt.

Jacob I. kommt erst nach eiuer 18 jährigen Gefangenschaft in England auf denThron, und stirbt endlich in seinem Bette, von der Haud seiner Uuterthanen, an26 Degenstichen.

Jacob II., König mit 7 Jahren , wird durch einen Kanonenschuss bei der Bela-gerung von Roxburgli getödtet.

Jacob III., König mit 7 Jahren, kommt in einer Schlacht gegen seine Unter-thanen um.

Jacob IV. wird in der Schlacht bei Flowdon gegen die Engländer getödtet.

Jacob V., anderthalb Jahre alt, als ihm die Krone zufiel, stirbt iu dem Kriegegegen die Engländer, aus Kummer über sein Missgeschick. Er hatte kurz vorherseine beiden Söhue an Einem Tage verloren.

Maria, 8Tagealt, als ihr die Krone zufiel, stirbt nach 18 jähriger Gefangen-schaft auf dem Schaffot.

Nun kommen die Stuarte auf den englischen Thron, und ihr Unglück folgtihnen auch dorthin. Die Schicksale Carls I., der durch seine Uuterthanen enthauptetwurde, und Jacobs II., der um deu Thron kam , sind bekannt. Die Familie erlischtendlich, und, als ob ihr Unglück noch über ihrem Grabe fortdaueru sollte, mussman sich nun über dieses Erlöschen, wie über ein glückliches Ereigniss freuen,weil in der That die Ruhe dadurch gesichert und viele Verwirrung abgewendetwird.

Die Regierung der Familie Stuart bildet einen der stürmischsten, aber aucheinen der wichtigsten Zeiträume der englischen Monarchie; sie ist für den Politikeruud Philosophen, für den Staatsmann und für den einfachen Privatmann gleichmerkwürdig. Dieser Zeitraum begreift hundert und eilf Jahre, dann trat an dieStelle des Hauses Stuart das Haus Braunschweig, das noch jetzt im Besitze desenglischeu Thrones ist.

HAUS BRAUNSCHWEIG. — Diese , durch ihr Altertlmm, wie durch ihre Macht,hochberühmte Familie reicht bis iu die dunklen Zeiten der ersten christlichenJahrhunderte hiuauf. Genealogisten fuhren ihren Ursprung bis auf römischeConsuln, 3oo Jahre nach Christi Geburt, zuruck; die Geschichtschreiber beginnenmit Azo von Este , der im Jahre 1000 lebte.

Azo war Markgraf von Ligurien und Toscana, und heirathete in Teutschlanddie Erbtochter der Welfen oder Gueiphen , eiuer berühmten haieri^elien Familie.Von den beiden Söhnen aus dieser Ehe behielt der ältere die Güter und den Namender Mutter, und gründete in Deutschland das Welfisehe Haus; der jüngere bliebiu Italien und setzte in den Staaten seines Vaters das Haus Este fort.

Die Welfen wurden in kurzer Zeit, durch grosse Verbindungen und besonderesGlück, ein berühmtes und mächtiges Geschlecht. Hundert Jahre waren kaum seitder Gründung dieser Familie iu Deutschland verflossen , als sie schon die beidenHerzogtümer Sachsen uud Baieru, zwei Länder besassen, die, damals bei weitemgrosser als das, was heut zu Tage diese Namen trägt, beinahe die Hälfte des deutschenBodens ausmachten. Rechnet mau nun noch das berühmte Krbtheil der GräfiuMathilde jenseits der Alpen hinzu, so kann man mit Wahrheit sagen, dass dieWelfen iin zwölften Jahrhundert von der Küste des baltischen Meeres bis an dieUfer der Tiber reisen konnten ohne ihre Besitzungen zu verlassen. Aber derAugenblick war auch gar bald gekommen, wo ein so rasches Glück noch schnellerwieder versinken sollte. Das Haus der Welfen war zu mächtig , um nicht derGegenstand allgemeiner Besorgniss und Eifersucht zu werden , und als Heinrich

1 )AS HAUS NORMANDIE, eine franzoesische Familie, liefert j KOENIGE und regiert Cg .IAHRE.

*20. Wilhi i.m der Bastard, Herzog von Normandie, erobert England durchseinen Sieg bei Hastings über Harold im Jahr 10C6. 4- 1087.

Seine Gemahlin Mathilde von Flandern 4- io83.

Durch diese Eroberung erfolgt eine gänzliche Umwälzung in «lern Deützthmn, in den Gesetzen undin der Sprache des Landes. Wilhelm führt das Feudalsystem ein, tln-Üt ganz England in sechzigtausend Lehen, die er meistens an Normänner vergiebt, und befiehlt, dass die französische Spracheals Regierungs- und Gesetzessprache gebraucht werde.

Ueber die Könige Englands *vor W ilhelm Siehe Tal. 3. •

© Rohcrt-{-ii3.V iin Schln.ssf Rieh., durch einen : ;;äI Cardiff, nach einer 28»Hirsch in New-Fo-jährigen Gefangenschaft rest getödtet. ■■

21. Wii.h. II., der Rothe,

\ in New - Forest 1100 ge-1tödtet.

Wilhelm, von seiner Wilhelm I. hatte Glück ; aber er^W ilhclin ,GrossmiHter her Graf scheint damit auch das Glück seines*« ertränktvon Flandern. Beider ganzen Geschlechts erschöpft zu ha- 1120.Belagerung-von Alost ben. Man sehe das traurige Schicksal Mathilde

1128 getödtet. aller seiner Nachkommen. von Anjou.

DAS HAUS ANJOU oder

:.♦♦♦♦♦♦♦*.£*.♦♦+. *.***+_^

TV. B. Der Raum fehlt hier

aufzufuhren ; doch wird inan diejenigen , die ein besondres Interesse ldarbieten, nicht vermissen.

Nachkommen stirbt.

—.4. *♦*.* *4*4 i + + *,**.* *♦♦♦•+ * + + + + + *.** *.* *,*.

Mathilde 4- 11(17. Ihr Vetter Stephan von©(»raf v. Glocester, ein grosser Anhänger AMathilde,Blois raubt ihr die Krone. J der Mathilde midihrFeldherr, r 1 \ m t . * ertr. 1120. \

Kaiser Heinrich F. -j- 1125 ohne Naclik. * Seine Enkelin heirathet den König Der Graf \Gottfried Plantagenet, Graf von Anjou, 5 Johann, von dein sie 1200 verstossen von Perche. \-4- 1151. ? wird. •

Graf von Blois -{- 1102.

-J ; -N

Jt> ; 22. Heinrich [. -j- i i3ö. Er usurpirt die Krone gegen seinen altern Bruder Robert, den er auch umAAdele 4- 1i3".£"5 die Normandie bringt. Ein unglückliches Ereigniss lässt ihn iin Jahr 1120 seinen Sohn verlieren. VG

I Er vermählt sich mit Mathilde aton Schottland, -j- 1118 ; und mit Adelaide von Brabant t die oh^ Nachkommen stirbt.

0

2.3 . Stephan-}- 1104. Usn r .pirt und behält die Kronegegen seine Base Mathilde.Vermählt sieh mit der Erbinvon Boulogne -j- iidi.

, * Stephan von Blois hinterliess keineiännli"l.cn Nachkommen ; durch seineTochter pflanzte sieh aller die weiblicheLinie fort, rnn welcher noch im J. iäSodieCatharine von Medici ahstammte, diedarauf ihre Ansprüche auf die Krone Por-

' "Indem'lieiitigen Hanse Sardinien er-icheinen ungleich die Nachkommen derMathilde and die von Stephan. Durch

diesen sonderbaren Zufall finden sieh,freilich ohne .Nutzen, liechte vereinigt,die schon in uralter Zeit Gegenstand desStreits waren.

(Siehe No. io, i3, t5, i;, 20.)

PLANTAGENET, eine franzoesische Familie, liefert i 4 KQENIGE , mul re«i tT { 331 JATIHE.

um alle Prinzessinnen Töchter der Könige 24. Heinrich II. + 1189. Er gehört zu den glücklichsten Fürsten in Allem , was / Dieser Fürst besass durch seine Mutter England ' V * Nor- Constitutionen v. Clarendon,

seine Unternehmungen als König betrifft, zu den unglücklichsten in seinem haus- ) inandie und das Laud Maine, — 1 * ' * u ’* * *

Heinrich , der sich oft.:;gegen seinen Vater Üempört hatte , wird 11169 gekrönt. -4-1182.Marg. von Frankreich.

I herz, der Held des drit-1 ten Kreuzzugs, 1199getödtet.

Bereng. von Nav.

liehen Leben. Eleonore von Guienne, die Ludwig VII. verstossen hatte, 1202.♦ ♦♦♦Die schöne Rosamunde Clifford.

25. Rich. L, Löwen-| ^Gottfried, in einem Tur-;kAö ; 26. Johann ohne Land, usurpirt die / Eine scliändliche^VMathilde-j-I herz, der Held des drit- nier z. Paris 1186 getödt. Krone gegen seinen Neffen Arthur, und i Regierung. JohannV.4 - 1 iq 5. Ei

... • ‘‘"Ti' -''einen Vater^jouund

lourraine , durch seine Gemahlin Gmenne und Nütou • ereroberte Irland und bemächtigte sich der Breton, *

nier z. Paris 1186 getödt.Constanze , Erbin v. Bre-tagne , wieder vermähltmit Guy von Tliouars.

^ Arthur, der eigent-AEleonore , das Fräulein von Bretagne genannt, wirdz-U» liehe Erbe der Kro-'‘ihr ganzes Leben von ihrem Oheim, Johann ohne Land, ’£*ne Englands . wird der den Thron ihres Bruders Arthur usurpirt hatte,nach dem Tode Ri- gefangen gehalten; sie starb 1214*chards I. als Königausgerufen , abervon seinem OheimJohann mn denThron gebracht u nd120.3 durch ihn er-mordet.

Krone gegen seinen Neffen Arthur,stirbt elend 1216. Gern. Isabelle v. Glo-cester, 1200 verst. O. N. Isabelle vonAngouleme, wieder vermählt mit demGrafen de la Marche , -j- 1246.

Regierung,erklärt sich zum Va-sallen des Papstesunterzeichn, die be-rühmte Mag. Carta.

1187. Heirath. Heinr. d. Löwen, d. ff elfen

11 6 \

I Thomas Bocket -j- 1170.

[ Kroln rung Irlands 1172.

Q\\ ilhelm mit dem langen De-' '* Heirathet die

233.mit

Unkluge Begiinst. der Fremden. AJohanne-j- i238.AKleonoreX Der hbnis* van* fr

\* Die Bretagner, die auf diese W eise ihrer recht-mässigen Fürstin Eleonore beraubt waren, nahmenihre Halbschwester, Alix von Tliouars, zur Regentin28.an. Diese vermählte sieh mit Peter Mauclere aus demHause Frankreich , und ihre Nachkommen regierten3oo Jahre lang iu dieser Provinz.

27. Heinrich III. von Winchester -j-1272. Die längste Regierung, die in l Montfort, Graf von LeioesterEnglands Annalen vorkommt, u. die am 1 nimmt die königliche Familiemeisten mit innernUnruhenangefüllte. 1 bei Lewes gefangen, setzt dieEleonore von Prov. -j- 1291. I KammerderGemeinenein, und

kommt endlich bei Evesliam mn.

verm. 1. mit dem Gra-A dnig von ^Jen von Pembroke, -j- ohne Naclik.'Schottland. 2. mit dein berühmten Grafen von

Isabelle-}- 1241- I^eicester; sie wurde mit ihrenA aiser Friede. II. Söhnen verbannt, die ihren Vetter-^-I2.5 o. Heinrich 1272 ermordeten.

Km/

J

Ri) I. , geuaunt der Lange,-J- 1307. Ein billiger, fester uud ge-rechter Fürst.

a. Eleonore von Cnstilien -}- I2«(0.

b. Margarethe von Frankreich -j- 1317.

Eine glückliche, wirkungsrei-AMargar.-J- 12741elie Regierung. Eroberung des ^König v. Schottl.Fürstentkmns W ales. Schottland Beatrix -}- 1270.viermal eingenommen. Ein- Herzog von Bre-setzung der Friedensgerichte. tagne.

r*fen.

iRicWrd, Graf von Oornwallis, + 1271. Derreinste Privatmann in der ganzen ( Jiristenheit.Wird 1257 zum König von Rom gewählt undgekrönt.

«./„belle v. Pembroke + 1240. b. S. von Pro-venct-L 12(11. c. Beatr. v. Falkenstein-\- 1277.

lEdmund der Bnckliche, Graf von^Jfl. von Allmain , bei©A. Edmund

Lancaster ,-j- 129(1. Titularkönig» Vitrrbe durch seine Vetter*von Sieilien durch Schenkung des .Montfort, Söhne der EleonorePapstes. Gern. Bianca von Artois , unddes Grafen von Leioester,

Wittwe des Königs von Navarra. imJihr 12-2 ermordet.

v.29. a. Eduard II., entsetzt, u.iin Gefnngniss 1327 auf Anstif-ten seiner Gemahlin ermor-Isabelle v. Frankreich

f Ein schwacher Fürst ohne Ansehen. Seine/W Johanna d’Aere-}-i3o5.Ä/7. Elisa| beiden Günstlinge Gavaston und Spencer , 1. Grttfv. Glocester. 4 Grafenmordet. | bringen ihm Verderben. Sie und der König J 2. Lord Mounthermer

■}-135;. I

{ nehmen ein unglückliches Finde.

b. Thomas, Graf v. Nor-^Edmund,Grafv.Kent,329 , in Folge voiMortimers Intriguen

I

Empörer enth.^Heinrhb

; : 3o. Eduard III. -{- 1377.Philippine v. Ifainault -{- i lfwj.Eine der glorreichsten Regie-rungen , die einen grossenGlanz auf die englische Ge-schichte wirft.

Schlachten bei.Slnys, CrecvundPoitiers. Die Grafen von Bloisdie Könige v. Schottl. u. Frankr.in Eduards Gewalt. Artillerie.Erst vom Hosenhand - Orden.Franz. Sprache abgescliaflt.

0 Johanna,

-f 1.357.

DerKonigv. Schott-land.

enthauptet.Margarethe ff'ake.

Thoma

■ i32i , umhin Jahr 1389 canonisirt. £• hatte ö Grafsoll.Alix v. Imvy , Erbiuv. Lin-coln , die letzte aus einemZweige derFam. Clavering.

-j- i3oo.Roiohsver-wrser bis z.RückkehrEduards [.aus deingelohtenLande.

aheth. geh. 1284. verin. 1. mit einemvon Holland , 2. mit einem Grafen J folk, Marschall von Kng-\ von Jfere/örd. * land, -}- i338. Er hin-

* Zwei von ihren Töchtern $ *f Daher stammen die heutigen Marquis J terliess nur eine Tochter,

\ vermählen sich mit Gava- \ v. Exeier, Vicomte v. Courtenay, Marquis * v. welcher die Howard,

\ston und Spencer. \ v.Cornwallis, und der Gen. Clarke in Frankr. J jetzigen Herzoge v. Nor-

t *»* Von ihnen stammen \ in der i(‘>trn Generation , durc h die ßahun, * fal.\ , die Grafen von

t die Grafen von ff'estmore- * Grafen v. Hcreford, die Buttler, Grafen von \ Suffolk, von Carlisle undÄJohanna, das schöneFräul.

J land, die Grafen Aber- J Ormond, die Buttler, 3 iseountenGalmoy, 11. ! Effingharn , die Marquis ’ gena

J gavenny ctc. *, die Murray, Lords Elihank. Beweise: Sand- 5 euriAafwAmjetc.abstam- 2. Graf von Salisbury i36i.O.Jj. 'Seine eiuz.Tüeht. * die Gr. Delawar, die

* t ford, Lodge, und Hawkius, Wappenkönig. \ uieu. 3. Der schwarze Prinz -j- 137(1. 'beir. Joh. e. Gand. * Claverings etc. ahstam.

3 ;5.

Sfathilde

von Cha-

Woit/l.

iul. v. Kem|Heinr.(irismund, A V Mehrere Schwest.enannt. 1. Tho/n. Holland » e j u trrl’fl. Prinz. Vv. w elch, in weihl. Lii

•wd I. 1 . 1- /• Tl .»_ .1:

WICHTIGE BEMERKUNGEN UEBER DIE ENGLISCHEN GESCHICHTSCHREIBER.

sinnigeCritik das wenige W'ahre, was darunter gemischt ist, eben so geschickt Uerauszuzlelienverstünde , wie der Chemiker im Tiegel das rciue Metall von den groben Schlackeu zusondern versteht.

Gegen die Zeit Heinrichs VII. hin fängt eine neue Epoche an, und mit Thomas More leuchtetallerdings schon die Morgenröthe der wieder aufgehenden W Usensehaft. Ward man abernun auch von Tag zu Tag unterrichteter , schärfte sich mit jedem Tage* die Urtheilskraft, sotraten dagegen die zweifelhaften Rechte der Tudors, ihre Tyrannei und die Religions-Streitigkeiten , die sie anfachten , der historischen Wahrheit als Hindernisse entgegen.Manche Schriftsteller opferten natürlich der Furcht, andre Hessen sich vou der Leidenschafthinreissen.

Ein grosser, furchtbarer Kampf erfüllt darauf den ganzen Zeitraum der Stuarte , derKampf der königlichen Ansprüche gegen die Ansprüche des Volks. Wie wäre es möglichgewesen, zwischen den Whigs und den Tory’s ruhig zu stehen ? Mitten unter den gewaltigenStürmen dieser blutigen Zeit konnte Niemand dem Vorurtheil und dem Parteigeist entrinnen.

Endlich erscheint, nach so mancherlei widerwärtigen Umständen , eine günstige Zeit.Die Zeit, wo der Schriftsteller , entfernt von jenen erloschenen Parteiungen , mitten unterdem hellen Lichte einer gesunden Critik, des guten Geschmacks und der wahren Philosophie,bei «lern vollkommensten Einklang in den politisehenGrnndsätzen, bei allgemeiner Duldungreligiöser Bekenntnisse, mit der Freiheit Alles der Untersuchung zu unterwerfen, Allesgefahrlos zu sagen , einen unparteiischen Blick auf die entstellten Erzählungen seiner Vor-gänger werfen konnte. Nur unter solchen Bedingungen ist die Brust ohne Leidenschaft , derGeist ohne Vorurtheil, und der Verstand vermag alsdann die reine Wahrheit darzustellen.Die meisten berühmten englischen Geschichtschreiber, die diesem Jahrhundert Ehre machen,haben unter so glücklichen Verhältnissen geschrieben, und verdanken diesen Umstandendie anerkannte Ucberlegenlieit, die ihren Ruhm begründet.

DIE BERVEHMTESTEN ENGLISCHEN GESCHICHTSCHREIBER.

W ir liefern hier unten ein Verzeichniss der vorzüglichsten englischen Geschichtschreiber,vom Zeitpunkt der Eroberung des Landes an bis auf unsre 'Tage; ihre Zusammenstellungbildet selbst einen wesentlichen Theil der Geschichte, insofern ihre Schriften für diejenigen ,die ihnen folgen, geschichtliches Material werden. Man lernt hier in chronologischer Ordnungdie Natur und «len Imfang der historischen Reichthümer kennen , die wir besitzen, mulerhält genügenden Aufschluss über alle Gitationeu , die man aut dem Rande eines jedenhistorischen Blattes antrifft.

Da der Stand , die Beschäftigung und die Partei eines jeden Schriftstellers nothwendigeinen grossen Einfluss aut seine Ansichten ausüben , so haben wir nicht unterlassen , wo csmöglich war , diese Andeutungen seinem Namen beiznfügen ; und um dein Leser dieBenrtheilung noch mehr zu erleichtern , wollen wir mit einigen Zügen «len (»eist der Zeiten,in welchen die verschiedenen Geschichtschreiber lebten, schildern, und so auf die Vor-urfheile, in welchen ihre Schriften befangen sind, aufin«*rksain machen.

\ on der Eroberung der Angelsachsen bis auf Heinrich VIII. lag England , wie das übrigeEuropa , iu einem mehr oder weniger rohen Zustande der Unwissenheit; die unförmlichenUeberreste der auslösehcndcn Wissenschaft hatten nur noch in den Klöstern eine Zufluchtgefunden, und die Mönche waren die einzigen Schriftsteller. Aber unter welchen Umstanden !W as konnten sie leisten in jenen Zeiten , wo der einfältigste Aberglaube herrschte , und dieUnwissenheit Alles für wahr annahm ? W odurch hätten sie sich unterrichten sollen , da eskeine Posten zur Mittheilung, keine periodischen Blätter zur Verbreitung der Nachrichtengab, ihre Werke nicht durch «len Druck zur öffentlichen Kennfniss kommen , nicht derbetätigenden oder verwerfenden Critik unterworfen werden konnten ? Daher wurde dennauch die ganze Menge vou Chroniken und andern Schriften , die diesen langen ZeitraumausfüUcii, und meistens in schlechtem Latein und in nngestalteu Versen, auf «len Grundvon \olksgeriiehten oder von Pilger-Erzählungen, niedergeschrieben worden, eher «lenNamen vou Mälirehcn als den von Geschichten verdienen, wenn nicht heut zu Tage die scharf-

IfvuJ , Wilhelms Schreiber , der erste Ge-schichtschreiber nach «1er Eroberung.

ff ilhelm v. Poitiers, Capellan des Eroberers,hinterliess eine geschätzte Geschichte von derEr«)heriing,

H ilhelm von Malniesbury -}- ir',3. W irdsehr geschätzt. Er hinterliess eine EnglandsGeschichte von der Ankunft «ler Sachsen bisauf Stephan , dem er persönlich Feind war.

Math. v. ParisAf rs.'H). Mönch zn St. Albans,einer der berühmtesten englischen Geschicht-schreiber. Sein Werk geht bis auf Heinrich 111.

Math. v. ff estminstcr. Kr gal» das beste ausseinen Vorgängern. S«*in M eck g“ht Bis 1307.

Fwissard -J- 1.402. Ein Fran/ose , um HofeE«ltiar«ls III. erzogen.

CantonAp 1491. Fuhrt «lie T»"« !i;li-m kerei inEngland ein; seine allgemeine Geschichte gelltbis i 483.

Sir Thomas More, Kanzler unter Heinr. VIII.und i535 enthauptet, schrieb in elegantemStyl die Geschichte Eduards V. und 7.11111 TheilRichards III.

Pofid. f'irgil A- i 55 i. Hält >i« li 40 Jahre inEngland auf; er ist «ler eh‘g..u;e.ste, aber nichtder treueste Schriftsteller seiner Zeit.

Holingshed -}- i58o. Seine Chronik gehörtzu den am meisten geschätzten von England.

Buchanan -f- 1082. Lehrer Jacobs VI., «lerbeste schottische Schriftsteller ; beredsam undscharfsinnig , aber zu sehr gegen den Hof ein-genommen.

.SV-ur -}- i()o5. Er verwendet 40 Jahre auf«■ine vollständige, ausgcwählteSammlung vonhistorischen Materialien.

Spee.lA^. itiiq. Seine Chronik ist die besteenglische ; Sie geht Ins auf Jacob l.

Cambden -}- i() 23. Durch seine Britanniaoder Ansichten über die Bewohner, Gesetze etc.berühmt. Er hinterliess eine treffliche Ge-schichte der Elisabeth.

Lord BaconA- f (>a<>. Hat eine sehr geschätzteGeschichte Heinrichs VU. hinterlassen.

Sir R. lotton A- i() i 1, «lessen Andenken allenFreunden der V\ issensehaft thener seyn muss,verwendete 4«» Jahre seines Lebeus auf die be-rühmte, mitgrosseu Kosten verbmnlene Samm-lung von Manuscripten , die noch jetzt zu denkostbarsten Schätzen in F'nglaud gehört.

Sir H. Spel/nan -{- 1 (_>.*. 1. Durch sein Glossa-rium , einen wahren Schatz über die alten Ge-Ihmiv- he und Verfassungen Englands, berühmt.

Sir fl. Baker-\- i(>44- SeineChronik ist so gutg«s«hricben , dass sie, obgleich bei weitemnicht die vorzüglichste . doch am meisten im(Eilige ist.

Ixml Herbert -}- 1648. Hat die GeschichteHeinrichs VII. meisterhaft geschrieben.

Sir S. Ewes -{- i65o. Hat das Tagebuch desParlaments unter der Elisabeth hinterlassen.

Seiden A^ i6;)|. Ein Mann von ausserordent-licher Gelehrsamkeit; durch sein Werk vonden Ehrentiteln berühmt.

Buck, unter Carl I. Der erste Vertheidigerdes Andenkens Richards IH. Ihm folgtenspiiterFranz W alpole uud viele andre , die es ausserZweifel setzten, wie sehr inan diesem F'ürstenUnrecht getlian hat.

Eikon Basilike ; die beste und vollständigsteRechtfertigung Carls I. von ihm selbst ge-schrieben ; das W erk machte , als es im Druckerschien, grosses Aufsehen.

Rushworth , des Fairfax Schreiber, ist vor-trefflich für die Geschichte seiner Zeit.

Lord Clarendon A- 1(174. Kanzler unter Car II.und Schwiegervater Jacobs II., hiuterliess seineberühmte Geschichte der Rebellion.

ff'’hitlocke 1676. Bedeutend unter der

Partei «les Parlaments, hinterliess authentischeUrkunden aus der Geschichte seiner Zeit.

Der P. d’Orleans 1(198. Hinterliess eine,von Turpin später fortgesetzte, Geschichte derenglischen Revolutionen.

Rymer- 1-1713. Wilhelms III. Historiograph,hat das berühmte W r erk Fasdera , eine Samm-lung öffentlicher Urkuuden, hinterlassen.

Burnet, Bischof von Salisbury, -j- 1715.Durch seine Reformationsgeschichte, von Hein-rich VIII. bis 1009, berühmt; er ist zu strenggegen das Papstthum.

Rapin de Thoiras 1725. Ein französischerFlüchtling, sehr verständig.

Carte A^. 1754. Für die Stuarte sehr einge-nommen ; hat eine g«ischatzte allgemeine Ge-schichte hinterlassen.

GoldsmithAp. 1774. Von seinem Werk wurdeein Auszug für die Schulen gemacht.

HumeA^ 1776, «ler durch seine einnehmendeSchreibart, gemässigten Grundsätze und wei-sen Betrachtungen in die Reihe der berühm-testen Geschichtschreiber gehört.

Doctor Robert- Henri A^ 1791. Schrieb einesehr geschätzte Geschichte Grossbrittanniensnach einem eigenen neuen Plane.

Robertson 1797. Der durch seine Ge-schichte Carls V. berühmt geworden, hinter-liess auch eine Geschichte von Schottland.

—H AUS LANCASTER, die ROTHE ROSE genannt.-

--H AUS YORK, die WEISSE ROSE genannt.-

© Der sc hwarze Prinz ,©Lioncleiner der grössten Hel-den Englands, -L137(1.

Johanna v. Kcnt, seineBase, -j- i385.

, abge-

5£* ; 3r. Richard II3 setzt, und in seinem■ Gefängniss auf die al>-seheulichstc Art er-mordet I fOO.

Anna von Böhmen.Isabelle v. Frankreich.

Herzog von Clarence, ■der mit Eduard III. und dein •schwarzen Prinzen die meiste *Aehnlichkeit hatte, -j- i3(58 in «Italien.

Burgh , Erbin von Ulster. •

I

©

Linie von Glocester.

Johann von G.mnt, Graf von Kichmond i34t , Herzog von Lan«;asteri3(ii, Titularkünig von Caatilien und Leon 1372 , endlich Herzog vonAquitanien i38p. i3()<> a. Bianca, Erbin von Lancaster, -j- 1369.

b. Constanze, Erbin von Castilien , -}- 1394. c. Cathaii ie Roet,W ittwe Swinford, -}- i 4 o 3. Ihre Kinder wurden i3«j7 für thronfähigerklärt.

mz, der Stammvater des Laiieastersehen Zweigs,A Isabelle, Mine undMarga-englischcn ('»«‘schichte unter dem Namen derVgarethe, vermählt an En- •

Dieser Prinz,

«ler in «ler

lothen R >se so berühmt geworden, regierte während der Min- * guerran.l^nCcucy, an den «derjährigkeit Richards II., wie er schon in den letzten Jahren Herz'gvnnBntagne und an •Eduards III. gethan hatte. Er war weder unternehmend, den Grafen ton Pembroke. 'noch machte er sich beim Volke beliebt.

Edmund, Herzog v. York , Stammvater «1. York’schen *Linie , die in der Geschichte Englands unter dem •Namen der weissen Rose so berühmt geworden. Fanindolenter Prinz v. wenig Fähigkeit. i4«>2. Isabellevon Castilien, -j- i 3 «j 4- Johanna von Holland, Tochter«les Grafen von Kent A- Ohne Nachkommen.

ppinc , die narb «lern Tode lRichards II. durch die Rechte •des Vaters Kronerbin gewesen lwäre. I

Edmund Mortimer, Graf de la lMarche , -f- i 38 i. I

>;32. a. Heinrich IV.,5 usurpirt die Krone ge-gen Richard II. GI99.-j- 1413. Ma 1 ic Bohun,Miterbin v. HcrefordCtc. Johanna von V«-varra -j- ohne Naclik.

romisurpationī7. Philip, -j- i 4 i 5. A h. Catha

chard II., nnt ^ Der Königv. Portugals* König v>.

rine.

>n Castilien.

f Die Throüber Rie

Zurücksetzung des * Philipp II., KönigZweiges Elaronce, ist J von Spanien, macht,die ursprüngl. Quelle J als Abkömmling vondes berühmten Kriegs $ ihr , auf die englische Krone Anspruch,der beiden Roseu. * (Siehe seine Abstammung No. .17.)

c. Joh. Beaufort, Graf v. Sommerset, ©e. GardinalvoaÄc. Jolian-«lureh eine Parlamentsaete 1397 mit«« W in«‘hestrr. V Iia . J),.rseinen Brüdern für thronfähig er-klärt. -j- r 410.

Murg. v. Holland, Tochter des Grafenv. Kent, w ieder verm. mit «lein Herz,von Elaren«*e , Sohn Heinrichs IV.

Roger, von Ri-©Falm. -I- i4o2.ÄEIisabetliMortimer. Ichard II. 7.11111 prä-* Mtdiann , i j j^ioi' M Heinr. Percy, mit d. \

i3

K

sumtiven Thron-erben erklärt,kommt in Irland1398 um.Eleonore v. Kent-Holland.

Edmund MortimerA~ 1424 im Gefäiniss.

Anna Stafford.

iithauptet.(Jade erregt ei-nen Aufstand1 45o,imlcm ersi.*h für seinenSohn ausgibt

Beinnm. Heisssporn. \Philipp Mortimer. |

1. Graf v. Pembroke. \

2. Graf A rundel. \

3. Lord S. John. \

33 . Heinr. V.-'t-ÜS - Catharine

-1 422.

lerÄAnna, die Erbin der Rechte des * Iug-, altern Zweigs Glarenee , bringt sie • I Xt auf das Haus York durch ihre Vor- • l5 mählnng mit Richard , Herzog von 7 l' York, der i4i5euthauptet wird. • l

Fan Fürstdess. Jugend«

erzog»Cl.i

Lathanne von rranhr., 1 (le.ss.Jiigeiid««(.[.u'enee, I». 1wieder vermählt mit I stürm., dess. Beäuge ge-OwenTudor, der 14B1 ’ Regier, aus- tödtet 1.421.

von©Herzog von©Herzog vonÄBlanca.

, b.«*Bedf«»rd , ei-^^'iloeester, iny^Chutfäist

• HAUS YORK, |

r 1 Siehe die Ausführung weiter rechts. •

l Durch obige Heirath erhielt das Haus York das unbestreit- •l bare Recht auf den englischen 'Thron , und ging dem Hause ll Lancaster vor. Der berühmte Krieg «ler beiden Rosen , der JJ aus diesen Ansprüchen hervorgiug , führte aber zu dem Un- *

* tergang beider Häuser. •

entli. wird. Sie hatte v.ihm mehrere Kinder,-j-1438. HcinrichYH.war ihr Eukel.

l-.; ; 34- Heinrich VI., Kö-

3 nig von Frankreich 11.von England, mit 9Monaten, verl. beideKönigreiche und wird1472 ermordet.

Marg. v. Anj. -f- 1482.

serst glänz,war. Azinc.F’riede vouTroves.

Marg. v.Hol-land, VV itt-we des Graf.Sommerset.

© Eduard, Prinz v. Wa-«“ les , hei Tcwksbtiry1471 erschlagen.

Die Tochter des be-rühmten Grafen vonfFarwick, wieder ver-mählt mit Richard III. \ «lein Sciilaehtfeldc endigt.

Ein Fürst, dess. Leben volliderwurtigk. 11. Missge-schick ist. Das sehreckl. Un-heil der beiden llosen fülltseine Reg- mit d. blutigstenGräueln 11. stürzt ihn v. Thr.Er kam viermal in Gefang.

' Dieser Prinz , der letzteiniiunl. Nachkomme Hein-richs IV., wird in der 4tenGeneration «las S r

. surpation desLan-) Hauses, das auf

< t»«*ricrahon >

( für dielsur]rastrischen 1

11er der voll-kommenstenFürsten sei-ner Zeit;Proteetor inEngl. u.Reg.von Frankr.A- 1435.

1. Anna vonBurgund -]-1432.

2. Jac. v. Lu-xemburg St.Paul, wied.vermählt anRie!i.V\ ood-will , LordRivers, v. d.ihre TochterFJis. Wood-will , Gern.Eduards IV.

Folge d. In-triguen sei-nes Oheims,d. CardinaisWinchester,

erdrosselt

i446-

1. Die be-rühmte Ja-cobine vonBaiem, de-ren Heirathfür nichtigerklärt wur-de, -J- 14 »(>.2. Iler na e(cbham ,dv rHexerei we-gen verurlh.1445.

von derPfalz.Philip.-j-

i i '!u.h önig vonDäne-mark.

Johannzum HerzSommerset er-hoben. BeiBeäuge gefan-fii'ii. +1 iu.Margarethe von

Bletso.

, wirdAJoharzog \.f t hÖni

nna —J—14onig von Schott-land.

Margarethe.Courtenay , Grafvon Devonshire,mit seinen 3 Söh-nen enthauptet.

ä

'<>'•

/ n:

dem die Kr?ic- * berühmte *hnng Hein- * Gr \\ ar- *richslV.anve- * w ick war «traut war. - $ ihr Enkel, \1447. * f und die ■

—\ * Grafen .

6.©Edmund , nun * von \\ est- •Suffolk Ministe, * moreland Jwird bei Beangt J und von 1gefangen , bei bt $ Aberga- !Albans ersehij. * f ventiv •gen i 455. * stammen \

Eleonore Brau- \ von ihr. \champ -j- 14I1- *

Eduard,““Graf vonRutlandu. Herzogvon York,e. schänd-licherMensch,bei Azinc.(141.) get.Philippin.'Tochterdes LordMi.hun v.Dunstes.

ä

Richard, wegen Vers«hwö-AConstanee,rnng enthauptet i 4 i 5. I 4 I 7-

Die Erbin v. Clarence, durch Spencer,

die er die Ansprüche auf die Graf vonengl. Krone erhalt; die V er- Glocester,anlassung des furchtbaren enthauptetKampfes der beiden Rosen. i4‘>o.

(Richard, der die Rechte seiner Mutter, «lerFJrbin der Linie Clarence, wieder geltendmacht, 11. so im Jahr 1402 den Bürgerkriegzwischen den Rosen beginnt. V\ ird im näm-lichen Jahre zum Proteetor ernannt; uud1.4(10 bei Wakefield getödtet.

Cäci/ie Nevil, Tochter des Grafen vonW estmoreland, + 1 4y5-

ME R K II l E RI) I G El Richard HL, dessen Bihl uns aus der Geschichte nurl unter den hässlichsten physischen Formen und mit dem

* abscheulichsten moralischen Charakter eutgegentritt, hatl in neuerer Zeit einen berühmten Lobredner in der Person

* des Horaz Walpole gefunden , dessen kurze Verthcifli-t gutigs.i« hrift nh-lit hlos an/ieht mul unterhält, sondern

* an« h zuweilen überzeugt und immer wenigstens den Zwei-

* fei rege macht. Zu dem eiguen Verdienst dieser Schrift

* gesellte sith später noch ein merkwürdiger besondererI Umstand , der mit erhöhtem Interesse die Aufmerksamkeit4 wieder auf sie zog. Sie erschien nämlich vor kurzem in

* französischer Sprache, nn«l wie man behauptet von dem

* unglücklichen Ludwig XVI. übersetzt, der sieh damit die

* T. ge seiner Gefangenschaft iin Tempel verkürzt hallen

* soll. Richard III., der bisher ein Gegenstand des Abscheus

* war, wird in «lieser Schrift beinahe zu einem Gegenstand

* der Theil nähme. Mit Erstaunen und Beschämung sieht inan

* die lange Reihe von Verbrechen , die man ihm vorwarf,

* unt«*r der angenehmen Feiler des scharfsinnigen Walpole

* nach und nach verschwinden , und der Tyrann , der Gift-

* mi-a her, der Mörder, ja seihst der Thronräuber erscheint

* uns nur noch als ein tapfrer und gerechter Fürst, den

ABHANDLUNG UEBER RICHARD III.

s«‘ine Ansprüche auf den Thron riefen , dem die Wünsche ;des Volks die Krone aufsetzten , und dessen Unrecht hlos Jdarin bestanden , «lass er durch eine feindliche Partei •lmsicgt wurde und unterging. Die Geschichtschreiber *seines glücklichen Rivalen hätten ihn dann geschildert, *wie es ihnen Leidenschaft und Interesse eingegeben ; *Tod *und Schrecken aber habe der Vertheidiguug deu Muudn©geschlossen. Alles,sogarhisaufdieMissgestaltRichardsHL, * 1wird hier mit Gl tick zu widerlegen gesucht, ob wir gleich \weit von der Behauptung entfernt sind, dass W alpole *überall überzeuge. Gar oft kommt .man iin Gegenthcil in *den Fall, nur seinen Geist und seine Geschicklichkeit zu \bew lindern , wo es an richtigen Folgerungen und Beweisen *fehlt; aber im Ganzen genommen lässt sich auch nicht \läugncn , .dass seine Schrift viel Lieht giebt, manches 121 nreclit berichtigt, und durchaus einen wahren Genuss !gewährt. I

V. B. Andere Schriftsteller haben neuerlich wieder lWalpole’s Behauptungen unterstützt, und es bleibt nach *«lern , was sie aufgefmiden haben , wohl kein Zweifel mehr Cdarüber, dass Richard 111. bisher zu strenge und ungerecht *hcurtheill worden. !

io| ^Thomas, Herzog v. Glocester u. Grafvon BuckiDghain; ein muthiger un-gestümer populärer Charakter, beiCalais auf Richards II. Befehl 1397ermordet. Eleonore Bohun, Mit-erbin von Hcreford.

I Eleonore.

» Graf von '

f a. Edmund, Graf von

Buekingh.,

Stafford.

+ 0. N.

b. ff ilhelm Bourchier,

i 399-

Graf von Essex.

.

.

HAUS TUDOR, aus Wales, liefert 5 KÖRNIGE, und regiert 118 JAHRE.

A Margarethe Beaufort, Erbtochter©Hcinrich, AnfuL-QZwei Hrü- ‘der Lancaster, -j- 1009. £rer hei Towton, J der, d.bei \

Edmund Tudor, Graf von Rich- % wir«l nach der JTc«ksbu-*mon«l. 4 Schlacht bciHtv J rv geU.d- \

Stafford, Bucks Oheim. Ohne £ Kam enthauptet J tcl hit- *Nachkommen. * i4(53. * den , vnd •

Th. Stanley, Gr. v. IVrlty. O. N. * +♦+Johanne J/ilL \ 5 Scliwe- *

....... 2 $ steril, vou !

H ALb II. DOR, j Könige, t / , •

’ * / «lenen •

t 38 . Heinrich VH. -j- 1509. • ©CarlSommerser. / mehrere ;

Durch seine Mutter FJrbe der * * Graf vou Wonr i angesehe- •Rechte von Lancaster oder der 1 * ster, Staniinvat«? J ne F'ami- •rothon Rose ; er enPhront Ri- l * der Herzoge vk i lien ah- •chard III. bei Bosworth 1480, lund endigt den langen Streit, lindem er die Elis iheth , FJrbin Ider Rechte des 11. York «>dcr der \weissen Rose, heirath. i5o3. \

l ard IV., kühn14.8 I. F> heirathet

thätigund unternehinend, wird König i4Gi.AF’lisabeth.© Graf Rut- AMarg.-}- i5o3.(Elisabeth ff'oodwill, nachdem er, wie man Ei Pole ,««land, b. Wa-^ Carl der Ver-

kefield im J. wegene, Herz.

b« harptete, s<*lion mit Eleonore Talbot , der Wittwe des Lords Buttler,nicht aber mit Elisab. Lucy, die nur seine Maitresse war, vermähltgewesen. Durch diesen Umstand würden die Kinder Falnards alsBastarde erschienen, und das Recht «ler Thronfolge auf Richard III.ülicrgegangen seyn. Siehe Horaz Walpole.

J Beaufort. J stammen.Jetzige Herzog v. Beaufort.

: !■

14 Kk Ei).V.©lI. v. 3 ork.AKlisal "CS beide, wie hell, wird ,^ F< G

* «« im J. 1483 durch ihren

* Oheim Rieh. III. erm.

* Man ist aber jetzt üb. d.

* wahre Schicksal dieser

l Prinz, sehr im Zweifel.

TUD

A Margarethe 'Tudor, älteste Toehter©Arthur, Prinz von W'ales-|- iöo2.Königs Heinrich VII. ^ 1039. —Catharine von Aragon, wieder verm. t

a. Jacob IF., König von Schottland mit ihrem S«*hwager , nachmaligen'

-f- i5i3. Heinrich FIII.

b. Douglas , Graf von Ang. -J- 1517. Die Veranlassung oder doch der

c. Heinrich Stuart, 1539. Vorwand zur Trenn, d. engl. Kirche,

1)

derissenRose.Heinrich

yjj .,

Erbe derrtli. Ros.

Herzog v.Suffolk,+ i4yi-

14G0 durchden LordGlifford cr-sehlagen.

von Burg. SieunterstütztePerkin gegenHeinrich VII.

A Catharine -L 1027.ff ilhelm ( < uitcnuy,Graf von Devon-shire , vou Hein-rich VII. ins Ge-fängniss geworfen,-f- i5i 1.

ORS.

16

Löh). Heinrich VIU., Erbe der beiden Rosen, A- 1047. F> hatte sechsGemahl, a. Catharine von Aragt'n, verstoss. -{- 1530. b. Anna Boleyn,« nfh. i:»3(). r. Joh. Sermcitr, -L in d. Wochen 1037. d. Anna v. Cleve,verst. i.V'jo. e. Cc.lh. JLnvaiJ, entli. 1042./! Cath. Barr, die die Erhal-tung ihres Lebens nur «lein Tode des Königs zu danken hatte; sievermahlte sich später mit Lord Seymour, dem Grossadmiral.

Diese Regierung gehört in dreifacher Beziehung zu dennrrkwürdigsten in der englischen 1Geschichte; in der Politik hielt Heinrich VIII. die WagfEuropa’s in seinen Händen; inder Religion bewirkte er die Trennung von Rom , und naht der Geistlichkeit ihn* Güter; inder eigentlichen Regieiung endlich war Hcinriult \ III. einvahres Ungeheuer, das mit dergrässlichsten Tyrannei sein Spiel trieb.

OS

bV., König v.Schottl.-f-r542.AA. Margarethe Douglas -f- 1578. ef . v. Frankreich, -j- 1037. O. N .^Matthias Stuart, Graf von Lenox , 1Regent von Schottland 1570, und1571 von Hamilton auf dem Reichs-tag zu Sterling erschlagen.

a. Jacob V.

Magdal.

Maria von Lothringen, Tochter desHerzog Claud. von Guise, Regentinv. Schottl. für ihre Tochter -4* i5Go.

18 :

*9:

Heinr. Darnley , kommt© Carl1067 durch eiuen ange- -{- 07G.legten Aufruhr um. Elisabeth

A Marie, in England enthauptet 1587.'

N Franz II., König v. F’rankr. i5Go.

O. N.

Heinr. Darnley-Stuart, ihr Vetter.«^ Gemahlin Marie Stuart,DerGraf von Bothwell,-\- ü. N. seine Base 1587.

HAUS STUART aus Schottland,

> 41. <7. Maria, -j- i55S. es Phil. II, Kön. v. Spanien, t1 Streng und grausam. Sic •lässt die Johanna Gray mitihrem Manne u. Schwieger-vater hinrichten ; stellt diecath. Religion wieder her,und verfolgt die Protestan-ten mit grenzenloser Wuth.

^ 4*2. b. Elisareth -f“ i 6 o 3. Eine blii- ; :J hende glorreiche Regierung. Stellt den 11 Protestantismus wieder her, it.herrscht 1willkürlich. Befleckt ihr Andenken mitder Hinrichtung der Maria Stuart. Nie-derlage der gross. Armada. DieGrafenIxicester und Essex ihre Günstlinge.Der Letztre stirbt auf dem Schaffot,u. Elisabeth soll aus Gram über seinen

~r m

H

me -j- i533. ;Lu.lw.XII.,iköQ. \von Fr. -j- i5i 5. jO.N. ;

Carl Brandon , •Herz. v. Suffolk. •

t\ ; 4o.r. Eduard VI. stirbt i 5 ;i ;.®h einrich, Graf v.Notting- Heinrich AFranz. Brandon, AEleonore

«ham, Herzog v. Riclnnoud \ «Bramlon i5G3. Gray, ,A- 1070.

jGr. v. Lineo1n,©Edin., (Jraf v. Si>f-© Richard,“v. Richard lll.^folk , durch Phil.“"l>.Paviaiiiz. prüs. Thron- d. Schönen v.Oest- d. Armeeerben erklärt, reich an Heinr.VIl.

B. Stokes 1487 ausgeliefert i5o6,a. SimnelsPar- entli. i5i3 untertei erschlagen. Heinrich VIII.

Franz I. *crschla- *gen i 525. *

(Georg, Herzog v. Cla-renee , wie man sagt, ]in einem Fasse voll Mal-vasier erträukt 1477 -Gern. Elisabeth Nevil,TiX’hter «I«»s heriiluntcn(Jralcu V» arwii k. .

"A

Warw«ler 1<

Plantagenet,liringt seinLehen imGefängn.zu,i499 enth.

»ick, AGräfln v.(ctzte T^Sali.sImrx

Anna,-}- i4(>5.ThomasS. Leger.

' \

••je:. 3 7. Rich. III. in der ASchlacht bei Bos-Vwortherschl.i485. JDie Tochter des be- *

1 ühmten ff "arwick, { Seine Toeht.

Wittwe d. Solmes J lieir. GeoigHeinrichs VI. * t Maticrs,i Lord Roos"

(Eduard, Prinz von \ d.Stammvat,i4l ^Heinrich, der Richard III. z. Throne

©Heinr. Courtenay,Marq. von Exeier,entli. 1538 wegenseiner Corres]), mitdem Cardinal Pole.

Brandon 1

Cavendish. • Tod gestorben seyn.

liefert 6 KüENIGE, mul regiert m JAHRE

3 Konnte die Hand der Maria*1 Stuart nicht erhalten , wo-durch Schottland 11. Englandwären vereinigt worden. SeinOheim, der Herzog vonStun-merset, wird Prolector,wech- \seit die Religion, erregtUnru-hen uud wird enthauptet.

i53G. Marie Howard, \ Graf vonTochter des Herzogs von \ Lincoln,Norfolk. ! "7“ i5zj.

r~

Mar«], von Dorset, * Heinrich Clifford,Herz. v. Suffülk, * Herzog von Cum-euth. i554. * bcrland.

» Gray , in Fo’^e der Intri-ACatlnrine. *

•. SchwiegervatfrsdesIIerz. j Lord Herbert O.N.

\ Johanna <s guen ihr.

1 von Northuinberiaiid ils Königin \ Seymour Am t(>2.x.proclamirt; wird iS.ijniit ihrcin* 4 * Ihr Enkel heirath.geliebten Gemahl Lord Gilford Arabelle Stuart.Dudley enthauptet.

*l)aher stammen v.weihl. Seite d. jetzi-gen LordCobhain,die Herz. v. Bridge-water, Lord Moira,Grafen Derby.

©FJduard, im Tower•eingesperrt als seinVater hingerichtetwurde , wird vonMarie , bei ihrerThronbesteigung,befreit. Er konnteihre Hand erhalten,hätte er sie nichtfür ihre SchwesterElisabeth hintange-setzt. -f- i55G zuPadua.

Wales, -j- 1484 mit £ der jetzigenimJ. i5ii ii Jahren. ^Herzogevon*

wegen ihr. ; Rutland. *

Sohne dem Cardinal Pole ent *f Herzoge von lhauptet. Gemahl Richard Pole. Rutland. *

1 a. Humfried, Graf von^|Buckingham, b. Nort -1hamptoit 14G0 a. Seite ^der Lancaster erschla- J

8 en - 1Anna von fFestmore-*jland.

i3| ^Humfried , bei St. Al-bans i 455 auf Seiteder Lancaster erschla-gen.

Maigarethe von Som-merset 1455.

►Heinrich Pole, Lord© ArthurMontague, i538.wegen Corresp. mitdem Cardinal Poleeuthauptet.

Joh. Nevel Aberg.

Er hinter-liess 2Töchter.

VON DER ENGLISCHEN VERFASSUNG.

Diese berühmte, von allen übrigen Regierungsformen in Europa £0verschiedne, Verfassung batte doch ursprünglich mit diesen eine 1gleü he Quelle un«l dieselbe Grundlage , nämlich die Erobern ug durchdie Bfirharcn und das Feudalsystem. Aeusserst interessant muss esdemnach seyn, in den örtlichen Verhältnissen, und in der Berechnungmenschlicher Pläne, den Grund dieser Abweichung iin langen Laufeder Zeiten aufziisuchen, zu forschen, wie inan, von demselben Punkteausgehend, sich so weit von einander entfernen konnte ! Aeusserst

lehrreich, den Faden aufzufassen , mit dem so seltsame F>scheinungenÄCatharina, Erbin, Gemahlin SirZusammenhängen! Sehen wir nicht Hugo Capet z. B. eine Monarchie Y^ r * Hastings, Graf v. Hunting-griinden , wo fast nichts unter seinem Befehle steht, während beinahe* v^ 011 * Graf Moira, Sohn derzur selbigen Zeit Wilhelm der Eroberer einen Königsthron besteigt, * Baronin Ilungerford , die letztewo er als alleiniger Herr gebietet; nach Verfluss einiger Jahrhunderte von ^ er * amilie v. Huutingdon.

«lagegen herrschen die Nachkommen HugoCapcts mit unumschränkter(jewalt , Uüd W ilhelms Nachfolger sind die beschränktesten Regenten f Grossen un<l das Volk zusammen , und sie verminderten die Gewalt des Königs , indem sie sich vereinten.von Europa ? Hier muss die nachdenkende Betrachtung hinzukoinmenmn uns zu zeigen , wie in beiden Verhältnissen von Anfang an der'

Keim der künftigen Entwickelung lag. In Frankreich musste nämlich <die Schwäche der K«>nige einen Stützpunkt im Volke gegen die Grossensuchen; ihre Gewalt stieg, indem sie theilten; in England brachteumgekehrt die zu grosse Macht des Monarchen gleich anfänglich die ’

r b. DieVicomte v.Hcrefordstammen v.

der weib-lichen Linieher.

bchülflich war, verlangte zur Beloh-nung das grosse Erbe der Bohun,welches unter Heinrich IV. und Tho-mas, Herzog von Glocester, vertheiltworden war; er wurde 1483 ent-hauptet.

Catharine fFoodwill, Schwester derGemahlin Eduards IV.

©Der berülimte©Kduard , unter Heinrich VIII. ent-i 56 i im ««Card. Pole, auf hauptet 1021. Die Stelle eines Gross-Gcfangn. den man an- Connetable hörte mit sein. Tode auf.fängl. dachte , Eleonore von Northumberland.um d. KöniginMarie zu ver-mählen , ward

Erzbischof v.^ ^Heinrich, Baron von Stafford.Cantrebury

Legat in Engl.‘/Noch vier weitere Generationen, bis-j- i558. sie 1693 erlischt. Die heutige Familie

Jerningham stammt von daher.

So hat denn auch die gesellschaftliche Ordnung der Dinge in Heiden Ländern stets das Gepräge jenerersten gestaltenden Prinzipien an sich getragen. In Frankreich nährten kränkende Vorurtheile , schimpf-liche Unterscheidungen und lästige Privilegien eine stete Spaltung unter den Ständen ; in Englanddagegen ist alles dazu gemacht sie in Einigkeit zu erhalten ; die Gleichheit der Rechte und der Lastenfür alle, besonders aber die bewundernswürdige Einrichtung des Adels, der sich beständig aus denGemeinen neu erzeugt und eben so wieder in sie ahfliesst: denn darin liegt das grosse Geheimniss ,keine Eitelkeit zu verletzen und alle Hoffnungen gespannt zu erhalten.

43. Jacob I., vereinigt England u. Schottland.£ Anna von Dänemark, Tochter Friedrichs

and. 4- 1025.is II. 1619.

GENEALOGIE des HAUSES

BRAUNS C II W E I G,

ursprünglich WELF - ESTE.

1

Azo von Este, Markgraf von Ligurien , heirathetin Deutschland Cunigunde, die reiche Erbin «lerWelfen oder Guelfen von Altdorf, in Schwaben,

^ Welf II., +1■i 1120. Ge-mahlin, die be-rühmte GräfinMathilde inItalien. (

^Otto, Kaiser,!«■ verliert dieberühmteSchlacht beiBouvines {»eg.Philip]» Ang.König vonFrankreich.

(Welf I. geht nach Deutsch-^Fulco bleibt in Ita-land, und wir«l durolAie * lien: von ihm stammtVerbannung sein. Sehwie- j das Haus Este, «lessen

gervaters Herz. v. Baiern;-f- 1101. Gemahlin, di«Tochter Otto’s, Herzog:von Baiern.

[ letzter Sprössling i

-j- ihm. Gemahlin, die ( neuerer Zeit Modenags J verlor , u. dafür den

$ Breisgau erhielt.

►Heinrich der Schwarze erwirbt Lüneburg durchseine Heirath mit fFulfhilden , der Erbiu desHauses Billungen.

(Heinrich der Prächtige erhält durch seine Ver-mählung mit Gertrude, der Tochter und ErbinKaiser Lothars II., die Herzogtümer Sachsen,Braunschweig und Hannover.

(Heinr. d. Löwe verliert, in Folge der Reichsacht,alle seine Reichslehen, u. es bleiben ihm nur seineeignen Besitzungen in Braunschweig, Hannoverund Lüneburg. 1195. Gemahlin Math. Plan-tagenet, Tochter Heinrichs IL, Königs v. England.

(Wilhelm mit dem langen Schwerdt, Stammvaterder verschied. Linien des Hauses Braunschweig,+ I2l3-

Helene fFaldemar von Dänemark .

©Otto das Kind, 1252. Seine Besitzungen wer-den vom Kaiser Friedrich II. zu Reichs-Herzog-thümern erhoben.

Mathilde aus dem altem Hause Brandenburg.

©Albert der (»rosse ,^Johann , der Stammvater1278. Adelheid* der alten Linie Lüneburg.Montferrat oder ] Magnus Torquatus erbt\ diese Linie.

von.Este.

£ Albert der Dicke ^Heinrich der Wunderbare,-f- i3i*8. Rixa von 5 Stammvater der Linie Gru-Mecklenburg-fFerle. t benhagen, die 1Ö96 erlischt.

5 Siehe die Taf. No. 25.

h- f

©Mag nus der Alte ,©Ernst der Reiche, Stamm-oder der Gutrnü- J vater der Linie GÖttingcn ,thige,-f* i3G8. J die 1463 erlischt. SieheSophie aus dem ält. J No. 25.

Hause Brandenburg. £

iMagnus Torquatus, im Zweikampf mit einemGrafen von Schaumburg 1373 erschlagen, erbtdie Lüneburgische Linie.

Catharine aus dem ält. Hause Brandenburg.

© Friedrich, z.lKais, gewählt,kommt 1400durch die Ver-rätlierei desGrafen vonWaldeck umsLeben. Hinterl.2 Töchter.

► Bernhard ^Heinrich, Stammvater der Linie-}- 1434. $ Calemberg-ff'olfenbüttel, erbt die

Margarethe l Linien v. Gotting, u. Grubenhagen,von Sachsen. \ Sein Geschlecht erlischt i(»34- *£-\ Taf. 25.

fl ^Friedrich der Fromme 1478, ist der Nachfol-ger eines altern Bruders Otto, der O. N. i44^stirbt. Er legt die Regier, nieder und geht in einKloster 1459.

Gemahlin, Mag-dalcne von Bran-denburg 1480.

fl )O tto de r Gross-müthige -j- 147 !•Anna von Nassau

+ i 5 i 4-

©Heinrich d. Jung.

+ I«2.

Marg. v. Sachseni 528.

►Ernst von Zelle+ i546.

Sophie von Meck-lenburg.

Letzte

* Besitzungen der ältern Linie,welche in neur. /.eiteinen Theildes Königreichs fFestphalenausmachten.

Das Herzogth. Braunschweig.Das Herzogth. Wolfenbüttel.Die Grafschaft Rheinstein.Die Grafschaft Blankenburg.Bevölkerung.i6o,o«x>

** Besitzungen der jüngerenLinie.

Herzogtlium Lüneburg.Herzogthum Z^elle.Herzogtlium Calemberg.Herzogthum Grubenhagen.Herzogtlium Göttingen.Herzogthum Lauenburg.Herzogtlium Bremen.Herzogtlium Verden.Grafschaft Hoya.

Grafschaft Diephold.Bevölkerung.740,000

Theilung des Hauses Braunschweig.

Pulververschwörung. Graf v. Sonunerset u. Herzog v. BuckinghamÄGünstlinge. Raleigh hingerichtet. W higs u. Tory’s. Kanzler Bacou.

Arabelle Stuart, als Gegenstand «ler Verschwörung des Sir Walter Raleigh , der sie siitt Jacob 1. auf «len Thron setzen wollte , ins Gefängniss gebracht. ^ i()i5.ff ilhelm Seymour, Graf von Hartford , Enkel «ler Catharine Gray; wird von Carl I. um Manjuis von Hartford un«l später zum Herzog v. Sommerset erhoben. 4-

i()6o.

o Heinrieh,;:;Prinz, von ^W'ales, -}-l()I2. Alt18 Jahre.

^44. CarlL, ergreift die W affen gegen die Schotten 1Ö39. Strafford, Laud; fangt den Bürgerkrieg an 1G42;-3 verliert die Schlacht bei Naseby i6' t 5 ; fällt in die Gewalt des Parlaments 1O4G ; wird enthauptet 1Ö49.Henriette von Frankreich, Tochter Heinrichs IV., stirbt in der Verbannung und im Elend 1669.

Nach (Jarls I. Tode wird die Republik proclamirt. Anarchie. Oliver Cromwcll beinüli'ilt sieh des Regiments. Berühmte Schiflfalirtsacte. Cromw«*U, durch den Kricgsratlizum Protector ernannt iG53 ; regiert ohne Widerstand und mit Ruhm bis i(>58. Ib® folg 1 Sohu Richard Cromwcll, der sich nicht lange lialtea kanu, und dieRegierung niederzulegen gezwungen wird. Monk stellt das Königthum wieder her j6(w-

»•' 45. Carl II., durch Monk wied 1v a,, f d. Thron gehr. 1660. iG85

Von vielem Verstand, ohne dass er sich zu

I benehmen gewusst hätte. Daher man zusagen pflegte, er habe nie etwas Einfältiges* - - ° ‘ gesagt, und me etwas Gescheidtes gethan.

Berühmte Gesetze über den neuen Reli-gionseid, Test. Habens - corpus - Acte.

GARLS II. + NATUKRL. SOEHNE, von denen noch Naclik. vorhanden sind.

T-;-T"

A Marie -j- 1GG1. ~

* JFilhebnv.Oranien, 1

Krone die Insel Bombay zu. -|-1705 ohne Nachkommen.

Herzog v.Montmouth,©Fitzroy , Herzog von^ein Solin d. LucyfFal- * Graffton , Sohn deileis, im I. iG85, nach ' Barb. Filliers ,-die zu:der Schlacht b. Sedge- J Gräfin v. Soutlihamp-inore , enthauptet. j ton und zur Herzogin JAnna Scott, Erbin von ' v. Cleveland erhoben $Buccleugh. i wurde. ^

Buccleugh , die Lords v. Graffton.

Montague u. Delorraine.

)Lenox, Herzog©Nochacht ;

1 Kiufler, '

! St. Albans,

* f Sohn der Luise

Töchter

j Sohn der

$ v. Kerwallis,

u. Söhne,

} Eleonore

$ erhobene Iler-

von de-

| Gowin.

i zogin v. Ports-| inoutli.

%* Die jetzigen

nen keine

i

f *Dic jetzigen

Nach-kommenmehr exi-

Herzoge v.

Herzoge von

stiren.

St. Albans.

Richmond.

vierter Stathouder,

iG5o.

fc?:47 '-Wilhelm UI. 13-f* 1702. I

■ Marie, seine| Base, +1695.

£- : 46. Jacob II. -j- 1701 zu St. Germain-en-^ Laye.

a. Anna Hyde 1671.

b. Maria von Este -p 1718.

Diesem Fürsten gelingt es trotz einerentschiedenen Opposition deu Thron zubesteigen, doch scheint sein Benehmen

'ein wahres Bemühen ihn wieder zu verlieren; tr beleidigt (li(‘©Herzog von Gloce-ÄHenriette, wegen ihrem Verstand, ili- \, öffentliche Meinung , und verletzt offen dii* (lesetic , die der Na-«*»ter, gel)oren iGfü, r«»r Schönheft un«l Liebenswürdigkeit \I tion am theuersten sind. Er entbindet vom Test.-teilt.die katlio- gestorben iGGo.

liselie Religion wieder her und regi«‘rt willkiihrliA Ein Aufstand| ist die Folge davon ; er flieht nach Frankreidi i48 ; das Parla-ment erklärt, er habe dem Thron entsagt, uml Krone auf

; W ilhelm uud Marie übergehen.

atliA«

dieY«

t

UEBERGANG vom IL STUART auf das H. BRAUNSCHWEIG.Elisabeth-}-16G2. Mit Friedrich F., Churf. von der Pfalz, «lern Haupte der.evangel. Union, vermählt. Sie bestimmte ihn, die Krone anzunelunen,die ihm die empörten Böhmen anboten. Er verliert dadurch seiueLänder in Deutschland. -}- i 632 in der Reichsacht.

*/ Die Nachkommen Friedrichs v. d. Pfalz, die aus ihren Staatenvertrieben waren, suchten Schutz bei Carl L, ihrem Oheim; nachdem tragischen Finde dieses Königs aber wandten sie sich an Frank-reich und Hessen sich durch diese Verbindungen zur Aenderungder Religion bewegen, wodurch sie, oder vielmehr ihre Nachkom-\ men , in der F’olge die Ansprüche auf die engl. Krone verloren.

^Heinricli-j-iAgK. Haupt des Hauses Braun-fl ►W ilhelm 4- 1592. Haupt des Hau-

ardigk« 1 ..

berühmt, stirbt plötzlich 1G70, nicht;ohne Verdacht , vergiftet worden zu ;se\ n. <

Philipp , Herzog vou Orleans , Bruder ;Ludwigs XIV. -j- 1701. ;

©Carl Ludwig, Chnrfürst v.flder Pfalz, wird wieder ■«‘ingesetzt 1648. -j- 1G80.Charlotte von Hessen-Cassel

4- 1G8G.

5 47. a. Marie e► -j- 1G95.

1 fFilhelm , ihr 1Vetter.

) 48. a. Anna -j- 171 \

\ Georg, Pr. v. Dänemark, *v. d. sie 19 K. bekommt, .*die vor ihr sterben. *

©A Eduard, Ritter St. Georg, \b. Mar.Iaü-'Gerster Prätendent, -J- 1765. ^ -f- 1 7 (m». .

Nimmt «len Königstitel an 1701. AU68 Jahre.!Marie Sobieskyi* 55 . ;

Unter diesen drei Regierungen vollendet und befestigt sich die *b<‘»\ nmlernswürdige Einrichtung der englischen Verfassung, der *Einfluss der Gemeinen, die gesetzliche Mitwirkung der Pairs und *die Unverletzlichkeit der Krone; Bestimmungen, die, durch glüek-

28.

Fict. Amad. II.Erster König v. Sar-dinien , + i 7 32.

►Carl Eduard , d«‘r 2te©Cardinal von York,.■Prätendent, fällt in*der letzte männliche.•Schottland ein 1745. AbkömmlingdesHau*,lielieörtlicheVerhältnissenochbegünstigt, dieFYeiheitdesBürgers * • -}- 1788. ses Stuart, geh. 17 25, |

11. die Unantastbarkeit des Eigenthums im höchsten Grade sichern. \ \ Luise Stollberg. 1808. •

\ ©Jacol) , Solin der Arahelle * AAnnaMaria-j-\ ' Churchill, einer Scliw«*st«*r * * Firt Am ml 7

• t •k's grossen Marlborough, *l * Herzogs von Berwick u. Fitz- l

* 'jaines, Grande von Spanien, l

\ ! b. Philippslmrg getödt. 17'! * f-»-

l VDie jetz.ig«*n Herzoge v. Fitz- J ©HerzJ james in Frankreich, undl durch die Weiber die Grafen t 1. Savoyen.

I ff aldegrave in England. I \ _

Prinz Ruprecht, ©Prinz Moriz , be-fl ►Eduard, Pfalzgraf, geht zurHerzog v. Cuml)er-«*rühmt in dem Bür- katholisi'hen Religion über,gerkriege seines -j- iG63.

Oheims (Jarls I. -J- Anna von Gonzaga - Nevers.

i6j4. 1G84.

'Herzog v. Cumher-*laud, Vice-Admiralvon England, -f-lOo2.

Die ganze katholische Nach-, koinmenschaft der Elisabeth StuartI wird im J. 1701 durch das Parla-| inent, als in den Augen des Gesetzes1 nicht vorhanden, auf die Seite ge-setzt.

I

$ schweig - Lüneburg - Wolfenbüttel. Die\ deutschen Länder dieses Hauses wurdenJ 1806 mit dem Königreich Westphalen^ vereinigt, 1814 wieder hergestellt.

» Ursula von Sachsen-Lauenburg. (

J S. die Besitzungen weiter oben z. Rechten.

ses ßraunsehweig-Liineburg-Hannover, das auf d. engl. Throne ist.Dorothea von Dänemark.

IGeorg -}- 1641.

Anna v. Hessen-Darmst. ■

Sie protest. gegen dieÄCharlotte KHsah. ~ r'l'AMParlanirntsartp, die d. v t;emahl Philipp , Hering ( F,

Haus Braunsehw. mitHintansetz. ihr.Rechteaufd. engl. Thron rief.

Marie Luise-j- 167(9.irst von Salm.

von Orl«?ans , Bruder Lud-wigs XIV. + 170.

Sav.AMarie Adel.ÄMarie Luise.Kön. v.Sard N Herz.v.Burg .V Philipp F.

y—

A Anna HOnriette-}- 1723ydas Erl)e der Gnisen. Ihre Mutter war dieTochter der Tochter des berühmten Maienne.Heinrich Julius, Prinz von Cond«*.

Brachte den CondeABened. Henriette -}- 1730.

i (** Jnhnnn. b'rirArfrh Hpptdo

Sophie, Pfalzgralin , -}- 1714- Der protest.©Ernst August, erster Churfürst v.Religion ergeben. Gern. Ernst August, **r- • Hannover. 4-ster Churfürst von Hannover, 1G98.

Hannover, -j- 1698. Sophie, Pfalz-gräiin, Erb. d. Stuarte, mitHintan-setzung der kath. Linien. 1714-

HAUS BRAUNSCHWEIG , eine deutsche Familie.

Johann Friedrich , Herzog von \Hannover, Oheim Georgs [., *ist der katholischen Religion *ergeben. -}- 1679. J

\

0 Eleonore.Herz. v. Un

©PriuzCond<.‘ÄMarie.

I. V p

0 Luise Bened.I

ACharlotte. AWiv Herz. v. ModN Jos

©Herz. vonÄElisabeth. ©Fürst von

Orleans. V fjerz.v. fjithr. Salm. ^ Her:., v. Ursel.

Frankreich. 3. Spanien. 4. Orleans. 5. Lothringen. G. Salm. 7. I rsel. 8. Cornle. 9. Conti. 10. Maine. 11. Modena.- •Weibliche katholische Ixnien , die duuh das Grundgesetz über die Erbfolge vom Thron ausgeschlossen wurden. -

BELEUCHTUNG vöe die Ki •one vom Ilans STUART auf das Haus BRAUNSCHWEIG übergieng

ilhelmine. 22 :

^49. Georg i.

3+1727-

Sophie v. Braun-schweig, seineBase, -}- 1726.

12. Oestrcich.

23

der Löwe, das Haupt der Familie, sich durch seinen Uebermuth und sein unklugesBenehmen in einen Streit mit dem Kaiser und den Rci« lisständen verwickelt hatte,traf ihn die Reiehsacht; er ward verbannt, aller seiner Reithslehen beraubt, undauf die Allodialgüter seines Hauses beschränkt, die in deu Ländern Braunschweig,Lüneburg und Hannover bestanden. Dieses fiel im Jahr 1182 vor, und es gehörtzu den berühmten Ereignissen in D<‘utsehlan«l, weil die Losreissuug so bedeutenderLändertheile eine grosse Revolution in dem Besitzstände gar Vieler veranlasste. EineMenge weltlicher und geistlicher Herrschaften erhoben sich über deu Trümmernder welfisehen F’ainilie, andere erhielten auf ihre Kosten Vergrösserungen, undmehrere Reichsstädte, namentlich Lübeck uud Regensburg , verdanken dieserberühmten Catastrophe ihre Entstehung. Die Nachkommenschaft Azo’s von Este inDeutschland nahm nun in F'olge des Schicksals , das ihre Familie betroffen , stattdes Namens Welf, den Namen Braunschweig von ihren eigeuthümlichen Güternan, die später zu einem Herzogtlium des Rei«'hs erhoben wurden. Wilhelm mitdem langen Schwerdt, der dritte S«>hn- des unglückli<“hen Heinrichs, war der Vaterdes ersteh Herzogs von Brauusehweig und der gemeinschaftliche Stammvatermehrerer Linien, unter welche die ursprünglichen herzoglichen Stammgüter zer-stückelt wurden. Wir werden diese Verzweigungen auf der genealogischen Tafeldes Hauses Braunschweig näher naehweisen ; hier war es blos darum zu tliun,die Abkunft der regierenden Familie von England auseinanderzusetzen , und wirbeschränken uns darauf, zu erwähnen, dass in unsern Tagen nur noch zweiLinien von jenem altberühmten Hause übrig sind ; die ältere, die durch dieEroberungen Napoleons ihre Staaten in Deutschland verloren hatte , und diejüngere auf dem englis« v hen Throne.

GROSSE KRIEGE MIT DEM AUSLAND.

1. Der Krieg mitder Landschaft Wales, der bis

zur Zeit ihrer Vereinigung mit Englandim Jahr 1288 fortdauert. ^

2. Mit Schottland bis zur Vereinigung mit

England irn Jahr i6o3.

3. Mit Frankreich , bis England seine Provin-

zen auf dem Contiuent verliert, i4:>3.

N. B. Siehe das Nähere auf der geographi-schen Carte von England, No. 14.

RELIGIONSUNRUHEN.

1. Thomas Bocket, unter H«*inrieh II.

2. Grosse Unruhen, unter Johann ohne Land.

3. W ielefiten und Lollarden, unter Eduard III.

4. Reformation , unter Heinrich VIII.

5. Protestantismus, unt«*r Eduard VI.

6. Catholicismns, wiederhergestellt unter der

Königin Maria.

7. Protestantismus, unter Elisabeth.

8. Presbyterianer, unter Jacob und Carl I.

9. Catholicismns, unter Jacob II.

INNERE KRIEGE und UNRUHEN.

1. Zwischen Heinrich I. u. seinem ältern Bruder

Robert.

2. Zwischen Stephan und Mathilde.

3. Zwischen Heinrich II. und seinen Söhnen.

4. Zwischen Johann ohne Land u. den Baronen.

5. Zwischen Heinrich III. und den Baroncu.

6. Zwischen Eduard II. uud seiner Gemahlin

Isabelle.

7. Bauernaufstand. W r atTyler unter Richard II.

8. Zwischen Richard II. und seinem Vetter Hein-

rich IV.

9. Berühmter Krieg der beiden Rosen.

10. Aufstand des Gerbers Kel unter Eduard VI.

11. Tragisches Geschick der Johanna Gray.

12. Kriege OarL I. gegen das Parlament.

13. Einfall Carls II. unter Cromwcll.

14. Vertreibung Jacobs II.

15. Unternehmung des i»*n Prätendenten 1715.

16. Unternehmung des 2U» Prätendeuteu 174^.

N. B. Siehe das Nähere auf der geographischenCarte von England, No. i4-

ADEL und RITTERORDEN

1. Die Herzoge, von Eduard III. eingefuhrt-

2. Die Marquis, von Richard II. eingefukrt-

3. Die Grafen (earls), die schon vor dcrEN 5-

berung bestanden.

4. DicViseounten,vonHeinrichVI.eingP‘“ •

5. Die Baronen , die bei der Erobern»!? 11

überkamen.

N. B. Diese fünf Classen , die den ^ aD ^. nenglischen Adel ausmaelien , bild**® aePairskammer des Reichs ; sie habe» » ufc 1ihre Gehurt das liecht, zu Gericht zu sl ^f nund bei der Gesetzgebung zu stiini» 1 *»-werden Mibuds angeredet. Ihr A<hihre Vorrechte gehen aber nichtKinder, sondern immer nur ausschltf* 5auf den ältesten Sohn über. . »

Knights-Barouets, von Jacob I. 1611 *

Ritter vomHoseuband, unter Eduard III- 1

Ritter vom Bade, uuterGeorgl. I 7 2 ^. erDe ! 1 na

Ritter von der Distel, unter der König» 0 •

1703 erneuert. <»<>

Ritter des heil. Patrik, unter Georg IU- L

ENGLISCHE BESITZUNGFJN ausserhalbGROSSBIUTANNIEN.in Europa. . . .Gibraltar.erobert 1704

in Amerika.

/Hudsons-Länder .

I Canada.

I Neu-Scliottland.. .' Neu-Fundlaud.. .

| Jamaica.

’ Barbados.

V Trinidad.

.eolonisirt 1G70.

.erobert 1763.

. .eolonisirt unter Jacol) 1.

.erworben 1713.

.erobert i65G.

.eolonisirt i6i5.

.erworben 1802.

in Africa.

in Asie^ ....

( Senegambien u.Sierra-Leona. auf dem Contiuent.1 St. Helena.eolonisirt iGoi.

Bombai.durch Heirath Carls H. erworben.

Bengalen, Madras etc. .durch die ost.Compagnie.

Die Länder des Tippo. dito.

Ceylon.erworben 1802.

Botany-Bay.eolonisirt 1787.

MINDEIUAKHRIGE KOKNIGK.

REGENTSCHAFTEN.

1. Heinrich III., mit 8 Jahren .Graf von Pembroke, Proie« tor.

2. Eduard III., mit 14 Jahren . . Ein Rath unter «1. Königin Isabelle.

3. Richard III., mit n Jahren. .Ein Ilath unter scineu Oheimen.

4. Heinrich VI., mit 9 Monaten. Bedford, sein Oheim , Prote«*tor.

5. Eduard V., mit 12 Jahren.. . Glocester, sein Oheim , Regent.

6. Eduard VI., mit 10 Jahren. .Soinmersct, sein Oheim, Protect.

GERICHTSHOEFE.

Die Pairskammer : oberster Gerichtshof.

Das Kanzleigericht, wo der Grosskanzler allein Recht spricht.Die Königsbank.4 Richter. (

Der Gerichtshof der gemeinen I Die 12 Richter von England;

Prozesse.4 Richter. ' sie werden vom König er-

Das Gericht der Schatzkammer . . I uaunt u. siud unwiderruflich.4 Richter. \

fDoctors Commons), ein geistlicher Gerichtshof.

N. B. Alle diese Gerichte werdeu in London gehalten. In dieProvinzen gehen die zwölf Richter eiu oder zweimal des Jahrs,je zwei und zwei, so dass alle Gefängnisse Englands regelmässigwenigstens einmal des Jahrs geleert werden.

Whigs in der Höhe, TorysASo]>hi(*-J-i7o5.©Friedr.*}-i69i.im Nachtheil. Die Lords^ * DerersteKonif 172G.

Oxford und Bolinghr. ver- von Preussen,* *Carl -}- 1690.urtheilt. Siebenjälir. Paria- 1713. »Christian , erment. Blattern-Impfung.

/ Walpole,Min.Vernonsnngl.ASopliie4-i757.

| Bel. v. Cartli. Anson Schl. b. ’ Der zweite KÖ-1 Dettingen,F’ontenoi, Cullod. nig v. Preussen.

\ Bing. (Jlive. Pitt, Minister. -J- 1740*

-x-^-*\

Prinz von W'ales©Wilhelm, Her-AAnna 4- i7^9.AMarie 4- 1772.

+175*. »z.ogv.Cunib(*r-N*5 faM.175 k ö**Ixindgiaf v. Hessen-Cassel.

Auguste v. Sach- land. Siegt bei * Amalie-}-i786 Luise 1751.scn-Gotha Culloden 1765. Carol.^ 17^7. Königv.Dänemark^- 1786.

; : 5o Georg II.J-f- 1760.fFilhelmine vonAnspach ^ 1737.

trunken 1703.Ernst August,Bischof v. Os-nabrück ,1728.

• 5i. Geor<» III., geh.T738+ 1819.Charlotte von Mecklen-burg-Ip- 1818.

Der Prinz von Waleswird Prinz-Regent im

©H erz.v.Yorkfl»Vice - Admi-ral v. Engl.

1767 mit28 Jahren.

Jahr 1811.

Verwaltung des Lord Bute. FYiede v. 176'b — des Georg/Y PrineessinGrcnville .— 1765, «les Mar«], v. Rockingham. — 1766, des’' Auguste,

Herz. v. Graffton, Wilkes.— *77°» des Lord North, ame- ^ i8i3.rikan. Krieg. — 1782, des Marq. v. Rockingham ; des Lord Carl fVilh.,

Shelburn , er leitet den FYieden ein. — 1783 , des M. Fox, reg. Herz. v.

Friede, berühmte ostind. Bill.— 1784 » des M. Pitt, Revol. Braunsehw.in Frankr. — 1802 , des M. Addington , Friede v. Amiens. 1806.

* 1804, des M. Pitt -j- Jan. 1806, die Coalit. durch d. Schl,hei Ansterl. aufgel. — des M. Fox 4- Sept. 1806, l'nterh. mit

Frankr. — 1807, des Marq. v. fFeuesley, Schl, bei Friedberg gegen die Coalition, Tilsit.Frieden. Sehl. b. W agram. — 1809, d. M. Perceval, amerik. Krieg. — 1812, d. Lord Liverpool.

(Herzog v. Glo-©Herz.cester-J-i8o5

Mar. fFalpole,Wittwe d. Gr.Waidegrave«

. Cum-A Mathilde,iberl. -f- i79o.^die ein trau-

Anna I.uttrcl,Wittwe Hor-ton , Tochterdes Lord Car-hampton.

rigesScliick-sal hatte, 4-1775^ChristianFIT., Königv.Dänemark+ 1808.5feA.Taf.27.

;v 52 , Georg IV..©3 geb.12.Aug.17G2Carol. von Braun -schweig Ap. 1821.

Herzo^©HerzogTACharlott(^^Herzo^^VA^opinAEbsabctlujHerzog v. jlHerzog v.fl ^Herzog v.XonYork, Clarence Auguste, von Kent, Xgeb.1768.''geh. 1770. I Cumberl., Sussex, Cambrid.,' / |

1 ‘ l » geh. 1773. ’ —'

vongeb. 17G3.Friderikev. Preussen1820.

geb. 1760.Am. Adel-heit vonSachsen-fVeimar.

. * Caroline-Charlotte-Augnste 1817.

26 v Leopold von Sachsen-Coburg, geb. 1790.

geb. 1766.DerersteKönig vonfFürtern-berg.

-j» l8l6.

1820.Marie L.v. Sachs.-Coburg.

+

Sophie1777.Amalie810.

Friedrichv. Ilessen-Hombur:

I Cumberl.,geb.1771.Fr. Carol.von Meck-I lenhurs.

^Alexandrine-Victorine,geb. 24. Mai 1819.

|Georg Fried. Alex.,geb. 27. Mai 1819.

Cambrid.,geb. 1774.A. fFilh.v. Hessen-Cussel.

Marie,r geb. 1776.fFilhelmvon Gloce-ster.

i

HerzogGlocester,geb. 1776.Marie vonEngland.geb. 1776.

.A Sophie^ geb. den29. Maii 7 ' 7 3.

fl ►Georg Friedr. Willi,geb. 26. März 1819.

No. XIII. GENEALOGISCH-HISTORISCHE CARTE VON ENGLAND.

Verleger : Johann Velten in Carlsruhe.

Gedruckt bei G. Braun.

1826.