38. Robert, Kouig von3 Robert dem Starken
"Frankreich, 4 “ io3i. Hugo Capets Sohn, und fünfter Abkömmling vonEr ist der Stammvater aller capetingischen Linien.
ZWEITE GENEALOGISCHE SPECIAL-T AliE LLE DER CAPETINGISCHEN LINIEN.
AELTERES HAUS BURGUND.
8 *ä
£* 9 -3 Anna von Russ
Heinrich 4- 1060.Stand.
Philipp I. 4" 1108.
3 Bertha von Holland -}- 1093.
r 4 - 1 • Ludwig Vf., der Duke, 4 ” 1137.Adelheid von Savoyen -{- n 54 -
i Stammvater der Linien von Dreux und von Courtenay,| von denen die Genealogie weiter rechts zu sehen.
N. B. Diese zweite genealogische Spezialtnhelle, verbunden mit der vorigen und mit derallgemeinen No. 9, liefert einen vollständigen Ueberblick der genealogisch-chronologischenGeschichte Frankreichs von Robert dem Starken an bis auf Ludwig XVI. Die Erklärung derZeichen, die durch das ganze Werk hindurch gebraucht wurden, und den Schlüssel zur Ein-richtung der genealogischen Tabelle findet man auf der erwähnten allgemeinen Tabelle No. 9.unten links.
Wir haben mit Sorgfalt auf Alles Bedacht geuommen , um diese Uebersichten , auf welchendie ganze französische Geschichte dargestellt ist, so vollständig und brauchbar zu machen als
möglich ; die genealogisch - chronologischen Angaben sind überall mit nützlichen historischenAndeutungen , mit W inken versehen , die den Lernenden aufmerksam machen, und demGedächtniss des Unterrichteten zu Hülfe kommen ; haben wir aber irgendwo einen grossemRaum gewinnen können, so wurde er dazu benutzt, besonders wichtige Gegenstände, Haupt-materialien hervorzubeben , durch deren klare Zusammenstellung das Studium der Geschichteund die Einsicht in ihren Zusammenhang erleichtert wird. So findet sich z. ß. auf der vorher-gehenden Tabelle oben eine vollständige, nach einem System geordnete Aufzählung sämmtlirberKriege aus der französischen Geschichte, mit Angabe der Ursachen, der Hauptbegebenheiteo
9-. : ;
I
lind Folgen. Auf der nntern Seite rechts ist die Genealogie einiger bedeutender Privat-fami W skizzirt, durch welche ein helleres Lieht auf mehrere Punkte der französischenGeseke fallt; endlich haben w ir auch auf der gegenwärtigen Tabelle den untern Rand dazuventfjie, die vorzüglichsten französischen Schriftsteller in chronologischer Reihe aufzuführen,un dn*Reinerkungen zu begleiten , fiir die man uns, wie wir hoffen , Dank wissen wird.
(H zur Vervollständigung der gegenwärtigen Spezialtabelle die vorhergehende und dieall S«*ioe Tabelle So. 9 )
DIE ZWEIGE VON DREUX UND VON BRETAGNE.
U; 4 a. Ludwig VII., der Juogere, -j- 1180.
3 a. Eleonore von Guienne, verstosseu.
I b. Constanze von CastHien -j- i i6u.c. Alix von Champagne -j- 1206.
a- : 43 . c. Philipp II., Augustus, -j- 1223.
3 cl. Isabelle von Hainault -j- 1190.
I b. Ingeburga von Dänemark , verstosseu, -f“ 1236 .c. Agnese von Meran -|- 1201.
&Xi 44 * a • Ludwig VIII., der Löwe , 4* 1226. 13 Bianca von Castiüen -{- 1252 . 1
Stammvater der Linien von Artois und des alternHauses Aujou-Sicilien. Siehe weiter rechts.
Kurzer Blick auf das Haus Anjou. Unter allen aus dem capetingischenStammhaus hervorgegangenen Linien erscheint das Haus Anjou auf demabenteuerlichsten Felde und von dem düstersteii Horizont umgeben. DerStammvater dieser Linie erobert Neapel und Sicilien, und seine Nachkommengelangen bald darauf in deu augenblicklichen Besitz der ungarischen und derpolnischen Krouc ; viele Zweige gehen von ihnen aus , doch nehmen sie fastalle ein unglückliches Ende. Eine Menge schändlicher Ermordungen, schreien-der Usurpationen , Suecessionsstreitigkeiteu und andrer Händel füllen dieGeschichte dieser Linie und machen sie zu einem Bilde der Verwirrung undUnruhe. Dazu kommt noch der sonderbare Umstand, der die Dunkelheitdieses Zeitraums vermehrte, dass nämlich eine andre Linie aus dem nämlichenHause Frankreich und mit dem nämlichen Namen Anjou-Sicilien sich mit der
erstem uni Namen und Ansprüche, ja öfters und mehrmals um die Länderstreitet. Zwei Weiber, die beide den Namen Johanna führen, beide durchihr ausschweifendes Leben und ihr unglückliches Schicksal bekannt, trageudie Krone ; beide sind mehrmals vermählt, beide die Letzten ihrer Linien,bleiben ohne Kinder, adoptiren, widerrufen und adoptiren aufs neue, undihrem Tode folgen Bürgerkriege und Kriege mit dem Auslände.
Diese berühmte Linie geht durch sechs Generationen , und liefert siebenKönige von Neapel und mehrere KönigcWon Ungarn und von Polen. Vonvielen Geschichtschreibern wird sie das erste oder ältere Haus Anjou zumUnterschied von derjenigen Linie genannt, die wir bei den Verzweigungender Valois aufgeführt haben. Mangel an Raum hat uns genöthigt, mehrerePrinzen und Prinzessinnen dieses Hauses zu übergeben.
•if das Haus Dreux. j jinie besteht durch eilf: #i. Robert der Grosse, Graf v. Dreux u. du Perehe, J- 1188.
Kurzer Bück
Generationen ; es gehen neun Grafen t, . "("»renx aus ihr hervor.;Einer von den jungem Söhnen bildet den Ton Bretagne; unter ;den l 3 Herzogen dieses Hauses erscheine«uis-ezcirlinete Männer,;namentlich derConnetable von Rielimond,. e i,!i, er Frankreich unter ;I Carl VII. grosse Dienste leistete; und an di^ r ,>iiien sich noch zwei;berühmte Heldinnen , die Gräfinnen ven j, Qt | Kt .vre und von Mont- ;fort. Das Haus Dreux erlischt mit der kerhmten Herzogin Anna,;I durch die das Herzogthum Bretagne an dasuinigliehe Haus kommt; ;sie vermählte sich nämlich i. mit Carl VIII von dem sic keine Kin-;
1 .1 _ 1..1 _ _ 1 _ -hT.. !...' VI, l| ,,,u — ■
Kurzer Blick auf das Haus Burgund. Diese Linie besteht durch zwölf Generationen , und liefertzwölf Herzoge von Burgtind. Von den verschiedenen Zweigen dieses Hauses gelangt der Eine zur1 zur Krone von Portugal. Der herzogliche Zweig erlischt im Jahr i36i , und das Herzogthum kommtI durch seine Mutter, die Grosstante des letzten Herzogs, an den König Johann.
Aus dem Hause Burgund stammt auch, wie die Tabelle zeigt, in der fünfzehnten Generation von\ Robert dem Starken an , die Erbtochter, die den Namen und die Güter von Bourbon dem RobertI von Clermont zubringt.
f Diese Lime wird übrigens von den Geschichtschreibern das ältere Haus Burgund genannt, zurUnterscheidung von dem zweiten Haus Burgund, das von den Valois abstammt.
(Siehe die Genealogie der Valois.)
2 __ COURTENAY.
\ i . Robert, der Aeltere, wird Herzog von Burgund io 3 t. -J- 1075 Seine Mutter, die Königin Constanze,gab sich alle Mühe, ihn , anstatt seines älteru Bruders Heinrich, auf den französischen Thron zu bringen.Helie von Semur, Schwester des heiligen Hugo, Abts von Clugny, + 1109. 5 Kinder.
• ÄHeinrich, wohnt der Krönung des Königs Philipp I. bei; stirbt 1066.
Sibylle von Franche-Comte. 8 Kinder. ZWEIG VON PORTUGAL.
| 3 . Odo + no 3 . ^Robert, Bisrh#Hrinrich, Graf von PortugalMathilde vou Franehe-^ von Langres, { durch seine Eroberungen gegenComte. -J- 1110. ‘ die Mauren, -|- 1112
iji
12. Hugo I. legt die Regierung nie -4ler 1078 und -|- 1093 als Mönch 1zu Clugny.
Philipp August in all seinen Kriegen treue Dienste.a. Mathilde von Burgund, wegen zu naher Verwandtschaft
getrennt. O. N. h. Jolanthe von Coucy, -f. 1222. ZWEIG VON BRETAGNE.
I ..V ..... 1. uni u.art VIIJ^ von dem SIC Keine ivm- .-'--
der bekam , und 2. mit Ludwig XII., nu w i l .| lcr Ehe nur Töchter ; f l. Robert III., der Kornverderber, lange#]1__-_u_ . ri - _. v..;» - v _1 j t _ ° X.
DAS AELTERE HAUS ANJOU-SICILIEN.
i3
14
£j: 45 . Ludwig IX., der Heilige, - 4 -3 Margarethe von Provence 4 ~ 1290.
1270.
Stammvater der Linie Bourbon.Siehe hier unten.
DAS KOENIGLICHE HAUS BOURBON.
£1. Carl I. 4 " 1285. Er besass die Grafschaften Anjou und Maine als väterliches 1Erbe, die Provence durch seine Heirath , und ward König von Neapel und |Sicilien durch Eroberung und durch Geschenk des Papstes. Er verliert Sicilien <wieder durch die sicilianisehe Vesper 1282.
Gern. a. Beatrix, Erbin v. Provence, + 1267. b. Margar. v. Burgund i 3 o 8 .
Robert, Graf von Clermontim Beauvoisis, 4 “ r3i7-Beatrix von Burgund , Erb-tochter v. Bourbon, -j- i 3 io.
Durch seine grosse Sauftmuth ausgezeichnet , die als eine Familientugend 11bei seinen Nachkommen gleichsam sprichwörtlich geworden ; seine Gemahlin !bringt ihm das Gut Bourbon zu. Bourbon wird der Stammsitz seines Ge- .*schlechts, das auch den Namen davon annimmt, und aus welchem 9Herzoge Ihervorgehen , bis das Herzogthnm 1527 mit der Krone vereinigt wird. ;
1. Ludwig I., der Grosse, wird von 0 JohanCarl dem Schönen zum Herzog vonBourbon und Pair von Frankreich er-hoben. -j- 1 34 1 •
Marie v. Hainault (Hennegau) -J- i354*
u, Baron v.CbaroIois, 4- i 3 iß.ÄBlanca -J- i 3 o 4 .me von Argies , vondererzwei f„Robert, Graf
16
<7
2. Peter, bei PoitiersÄJohanna-J- i 388 .ÄMarie 4 “ 1387t 356 getödtet. y„Graf von Forez. V Prinz von Tart
Isabelle , Schwester Margarethe -J-Philipps von Valois, i3Ö2.
[ 383 . H. von Sully.
3 . Ludwig II. »ÄJobanna, ÄBlanca,d. Gute, -j- i4io. > V_i_ 1377. V x
Car/ 1
Johanne von Argies , vondererzwei ^„Robert, Graf von Auvergne.
Töchter binterlässt, die an die Gra- Margarethe 4* i 3 oq.fen v. Armagnac und von Auvergue Johann, Graf von Namur.verbeirathet wurden.
LA MARCHE.
( (Jacob I., Graf de la Marche, Connetable ;( )Carl Robert -J- 1342.von Frankreich , bei Poitiers gefangen , beiBrignais i36i gegen die grossen Com-pagnien getödtet.
Johanna von Chatillon-St.-Pauf, Herrin vonCarency, Conde ete. -j- i 3 -r.
^ ± -nPREAUX.
O Bona -f- 1402. ( (Johann -j- i 393 . 0 Jacob 4 “ * 4 * 7 - Heiralhet
Amadeus KT. . T.oictot errneco 4 eti.
* Prinz von Tarent.Beatrix -J- i 383 .Johann, König vonBöhmen, 4 “ i 346 .
Carl K.,der Weise
vergiftet
Einer von deuVormündernCarls VI.
Anna v. Auvergne.
■ -* 4 ***+* ++- N>
( 4. Johann, bei Azincourt 0 3 nat. Söhne,gefangen. 4- 14^4 in Engl. v. den. HectorM. von Berry, Erbin von einausgezcich-Auvergne u. Montpensier. neter Rittersm.
36 1 durclvC Amadeus KI.Peter deu » »Graf v. Savoyen,Grausamen -j- i 383 .
Catb. 1427.Graf v. Harcourt.Margarethe.
H. von Albret. ,Marie, Prioriuzu Poissy,
+1401.
hervorgingen. Die älteste derselben 'vurdmFranzl., den Präsumtiv-;Erben der Krone, verbeirathet , und dadnni die völlige Vereinigung ;\ der Bretagne bewirkt. ;
Carl von Anjou hatte seinen Bruder, König Ludwig d. H., nach Aegypten begleitet, und theilte seineGtfanecnschaft im J. ia 5 o.:Später ward er vom Papste , der mit dem schwäbischen Kaiserhaus im Streite war , gegen dessen Feio^ benutzt; er erhielt das ;Königreich Neapel und Sicilien , das er aber erst erobern musste, iin Jahr 1265 zum Geschenk, und besiegte und tüdtete den ;Usurpator Manfred bei Benevent 1266. Zwei Jahre darauf trug er auch den Sieg über den rechtmässigmK ro n Cr ben, deu juugen ;Conradin von Schwallen, davon, und liess diesen öffentlich hinrichten. Dies veranlasste zum Theildiesviiiaaii»cbe Vesper. *
12. a. Carl II., der Krumme, -f- 1309.Marie , Erbin von Ungarn , SchwesterLadislaus IV. und Tochter Stephans V.-}- i 323 . Hatte 14 Kinder.
UNGARN, POLEN.
Fand sich in der Gefangenschaft des Königs v. Arragon. Nach seines Vaters Tode erlangt er die Freiheit wieder,^/. Philipp -J- 1277. Titularkönieto# Aa. Bianca -f» 1272.
•Thessalonich, Fürst von Achaia^V^a^* t»on Flandern.
indem er auf Sicilien verzichtet und seine Tochter mit Maine und Anjou dem Grafen von Artois, Carl von'Frankreich, gibt, um diesen zu vermögen , von gewissen Ansprüchen auf die Krone Arragon abzustehn.Siehe das Nähere bei den Valois.
NEAPEL. TARENT.
Morea durch seine Gemahlin.Isabelle von Killehardoin.DURAZZO.
Beatrix. Gern. Phi -;lipp von Courtenay .;
iCarlMartcl, König v.Ungarn^S. Ludwig , Ri-()3. Robert der Gute und^ ^Philipp, Fürst
durch das Erbrecht seiner "■sehofv.Toulou.seMutter, -f- 1296. Clementine *-j- 1297. Heiligv. Habsburg, Tochter Kaisers gesprochen vonRudolph von Habsb. -j- i 3 o 5 . Johann XXII.
aJ>:
Marie v. Polen i 3 i 5 .
a. Beatrix v. Luxemb.d^. 1319.
b. Elisabeth , Erbin von Po-len , Schwester Casimirs III.+ i 38 i.
,Clem. -j- i 328 . ( ^Carl
Ludwig der Zän-ker , König vonFrankreich,
+ i 3 iO.
Weise -j- i 343 .
Jol. v. Arragon. Petrarcaliatte sich ihrer guten Be-handlung zu loben.
von Achaia, -j- i 332 . AMargarethe-|-i2<)().ABianca,Elconorc^Johann , erobert Morea, -f iliS.ÄPeter, Graf v. Gra-; i |6. Johann II., der Gute, Gross-AMarie -}- 12-6.a. Thamara , Tochter des Despoten''Mit Carl von Kaloisy* u. Marie, mit Au- I a. Mathilde von Hainault (Henne-»vina, mit dem Bei- ; kämmerer v. Frankr. i 3 oij.}\Baron von Moni
von Romanien. b. Catharine von Ka- vermählt, dem sie * nigen u. Prinzen gau), Titularfiirstin von Aclaia namen der Sturm,; ~ r, ' L -— D —•— 1 0 T 1 •' '
lois, Titularkaiserin v. Coustantino- Maine und Anjou von Arragon \e r- und Morea, i 324 * bei Montc-Cassino ;
pel durch ihre Mutter, 4 - i 346 . zubringt 1291. mahlt | b. Agnese von Perigord -j- erschlagen i 3 i 5 . ;
K-,--x-s, S
i 328 .
Catharine von Oestreichf
+ °-
Marie von Kalois ,i 32 S.
Qb. Robert, Fürst^i~■ von Tarent, ^ ■i 364 .
Marie von Bour-bon 138 ;.
\h. Lndw.-^-i362.^A. Philip]) -J- i368.Ää. Margarethe.Johanne!., Kö- Dritter Gemahl der^Johanne. Mit de
mgin v. Neapel,seine Base,
+ i 382 .
Marie von Neapel,seiner Base,
-4- i 360 .
Mit deinKönig von Schott-land und mit Leodem König vonArmenien verm.
4 |Z». Carl, auf BefehlJLudwigs, des Königsvon Ungarn * enthaup-tet 1348.
Marie von Neapel,seiue Base, i 366 .
Leistet grosse idie Erbin von Preaux, \Dienste. ^ v. welcher mehrere Kin- \ *Catharine, Erbin J der, und auch 2 Söhne,von Vendome, i die ohne Nachkommen
b.Ludwig d. Grosse, König v. Un-^A Andr., im Jahr (
+ 141
1422 und 1429 sterben.
garn und Polen, -j- i 382. Hinter-«lässt zwei Töchter, von denen die* eine dem KaiserSigismundUngarn,j die andre dem Grossherzog v. Li-f thauen, Jagello, Polen zubringt.
A j. J«»hanna I. , ausgezeichnet durch ihre Geistesgaben, dureli ihre Verbrechen und ihrÄMarie, AMargarethe -f- 14■ » ungliickliclies Schicksal. Sie war viermal vermählt und starb ohne Nackommen i 382 . ▼ ■ 4 - i 366 . » Carl Durazzo , :
^.Tacob II., bei Nieopolis i 3( ; 6 gefangen. Stirbt zu Besancon i 438 als Franzis-kanermöueb. a. Beatrix von Navarra , -J- i 4 i 5 , vou der eine Tochter an denGrafen v. Armagnac verheir. b. Johanna, Königin v. Neapel, 1435. Sie nö-tliigt ihn, durch die Händel, die sie ihm anriebtet, nach Frankr. zurückzukehren.
__: ERSTES HAUS MONTPENSIER.
5 . Carl I. -}- i 456 Nimmt die Partei des Dauphin , naclunal.^Alexander, Bastard von Bourbon , als^Ludwig der Gute, Graf v. Mont-
Ludwigs XI., und macht dem König Carl VII. viel zu schaffen.Agnese von Burgund -|- 1476 in hohem Alter.
■Rebell ertränkt i 44 o. Job. v. Bourbon Ihatte noch eine Menge natürl. Kinder.
BEAUJEU.
BUSSET.
pensier, i486.
a. Joh. v. Auvergne -f- i 436 . O. N.
b. Gabriele von la Tour d’Auvergneund Boulogne.
19 '
I 6. Job. II., Carl,
1 d.Gute,Con-w(:ardiual,-f-nctable, -J-
1488.
Joh., Toi'ht.Carls VII.,+ 1482.Cath.v. Arm.i486.
Joh. v. Bour-bon - Kend.,seine Base,+ i5ii.
1488.Nimmtnach seinemBruder denTitel Herzogv. Bourbonan, undliin-tcrlässt einenatürl. vomKönig 1491lcgitiinirteTochter.
ROUSSILLON
>8.Peter v.Beaujeu-}-i 5 o 3 .^Ludwig, BischofÄS Prinzess., an d.^ Stammv. ÄGilb.,Vicekönigv.Neapel,-{-1496.
Anna. Tnditpr T.nHw VF * tau T.iiHii'l» V Her?, u Cj ' ’ " "
Anna, Tochter Ludw. XI., J von Lüttich, ^ Herz . v. Calabr., * d. GrafenGouvernante v.Frankreich J . + 1482. J* t Burg. t Geldern, $ v.Roussil-
unter Carl VIII. -J- i 522 . $ %*Stainmvaterd. Savoyen u. d. Pr. *, Ion , die
2 Bourbon-Bussets. v. Oranien verm. * i 5 iocrl.
H /'-1~r-
du ASusanne, Erbtochter, “f-^9- Carl, der berühmte Conne-^Frau?.in-▼ i 52 i. table, empört sieh gegen Franz I.,«*Hcrz.
Clara von Gonzaga —j- i 5 o 3 .
Seine Schwester war au Ludwigde la Trimouille, den grössten Feld-lierrn jener Zeit, verbeirathet.
Johann hintcrliess vonseinen 3 Gemahlinnen kei-ne Kinder, aber mehrerenatürliche , von denen dieVicomten de Lavedan , dieBaronen v. Barbazan, Ma-lanze u. Basian abstainmen.
und wird bei der Erstürmung vouRom getödtet im J. 1527 ,38 J. alt.Susanne , seine Base , -j- i 52 i.Carl batte einen altern Bruder, deri 5 oi als i8jähriger Jüngling ausSchmerz über dem Grabe seinesVaters stirbt.
vouChatelle-rault, beiMarignani 5 i 5 ge-tödtet.
Der berühmte Connetable v.
Bourbon, ihr Vetter.
Nach Susannens Todebestritt Luise von Savoyen,
Tochter der Margarethe v.
Bourbon , und Tante derSusanne , dem berühmtenConnetable die Güter der
Familie Bourbon , und zwar, wie man behauptet, aus Rache darüber, dasser ihren Gefühlen gegen ihn keine Aufmerksamkeit schenken wollte. Siegewann den Streit gegen alles Recht durch den Einfluss auf ihren SohnFranz I., und dieser ungerechte Spruch verursachte die Empörung desConnetable und die daraus hervorgegangenen Leiden für Frankreich.
ALuise , Erbtochter, -j-ARenata*i 5 G[. V-f- 1539.
Gern. a. Andr. von Chan- Anton ,vigny. -J- i5ü2.b. Ludwig von Bourbon ,
Prinz von La Rocbe-sur-Yon, Haupt der zweitenLinie Montpensier, die1693 mit der sogenann-ten grossen Demoiselleausstirbt.
Siehe rechts.
Herzog v.Lothring.und Bar,dem siedas Her-zogthumMercoeurzubriugt.
l 34-5 durch seine ▼ unglu
Gern. Johanna, i. Andr. von Ungarn , ihr Vetter, ward von ihr erdrosselt i34-5. 2. Ludwig, Fürst vonKönigin v. Nea- Tarent, iiir Vetter. 3 . Jacob v. Arragon, Titularkönig v. Majorka, 1370. 4 * Otto vonpel, erdrosselt. Braunschweig i 393. Johanna, von ihrem Vetter Durazzo , den sie mit seiner Basei 382. Margarethe vermählt, adoptirt und
CARENCY. zum Erben eingesetzt hatte, misshan-
delt, adoptirt nun zu ihrer Verthei-den Sohn
+
Carl Du-
ihr
Ludwig, Graf von A Anna -J- i 4 o 6 ^^Joliann -{- i 458 .
Vendönic, 14 i 7 -Xr a • Oraf von i a. Catharine von Artois O. N. ; digting Ludwig v. Anjou
Montpensier. * t b. Johanne von Kendömoisy ! d. Königs Johann. Dieseraberkommt
Johanne Montfm t-Laval, 1468.
Vetter, i 386 . erschl.
razzo,ihr Vetter,
+ i 348 .
Kob. von /
Beaux, ^6. Ladislaus, der Siegreiche4 * 4 - Durch seine Maitreue
►ALudwig, durch^ b. Robert, •Jobanaa I. i 36 a»hei Poitiers -
a. Agn. v. Garlande , l ocht, eines d. Minister Ludw. d. Dicken.’. Hanv. v. Evreux 4 - 1102. Wittwe des Barons v. Salisbury. Agnese v. Beaudement, Erbin von Brainc. 10 Kinder.
Der Mangel an Raum bat uns genöthigt, die ;Prinzen zu übergehen, die ohne Nachk. ge- \blieben sind, und die Prinzessinnen, deren 1Verbindungen nicht von Bedeutung waren. \
. c. Rorert II-, der Jiing., 1218. Leistet dem König^c. Heinrich , Bischof Philipp, Bischofs
•hilipp August in all seinen Kriegen treue Dienste. «von Orleans, -|- ii98.»Beauvais, -|- 1217.
|Peter I. 4 - n 83 . Die Erbin von Courtenay ,die von den Grafen von Sens abstammte,deren directe Linie in den Grafen v. Mont-leart, Marq. v. Rumont, sicli fortpflanzte.
Diese Linie war so lange Zeit hindurch inVergessenheit gerathen, dass in der Folge ;die Könige sich weigerten, ihre Abstam- *mung vou königl. Blute anzuerkenueu.
^ 4 .HugoII., derFricd*fertige, 1142.
1 Mathilde v. Turenne.
Die jetzigen Koenige von Portugal.Siehe die Carte von Portugal.
Zeit gefangen in England, -j- 1233 .Alienora , Erbin von St. Valcry.
^Erzbischof von |*Rheims -J- 1240*■Graf vou Macon+ t’Stj.
4- 1248 beiAJolauthe-j- t255.^Rol)ert-(-i264.| >2. Johann I. , der Rothe, folgtefolgeLudw. Hugo IH., Her-J G ttm. die Erbin Ludwig d. H. auf seinem Zug
l4- JohannNicos, im Gefolge Ludw.des Heiligen.
Gern. Maria v. Bourbon ,+ I2 : 4 -
zog v. Burgund, t+ I2 7 2. j
yol.4-i3o4. ?
’ Herr von Craon
v. Chateaudun.Stammv. derHerrn v. Beu,v. Beaussart u. h--
|i. Peter Mauclerc + i 25 o.ÄSechs Prin-;(iraf v. Brctaf^ic durch seine^ zessinuen, ;Gemahlin Alix von Thouars,*** von denen ;Erbin von Bretagne. * Eined. Hm. :
v. Choiseul, \den Stamm-!vatcr dieser !Familie, bei- ’rathet.
iPeter II., zum Kaiser von Coustantino-^Robert, ^Wilhelm,^Johann , AAlix , mit ;pel erwählt 1216, -j- 1219. J Stammva- 5 Stammva- J Starmnva.'' d. Grafen ;
Jol. von Flandern, Schwester Balduins, f ter der Li- S ter der $ ter derdes Kaisers v. Constant. i 3 Kinder. $ nie von £ Linie von $ Linie von
-v j> Champig- \ Tanlcy, \ Ycrrc,
iRobert, Kaiser,^Balduin, aus Con- | nelle , die * die nach 8 ? die nach
gegen Tunis. 1286.Bianca v. Champagne-Navarra+ 1283 .
15 . Robert IV.^Joliann, A.
-j-1281. «Tempel-VBeatrix von rittcr,lch- und der Graf *4 und 1390 er-Montfort-VA- tc noch v. Dammartin, i löschen.
maury. 1270. i 3 o 4 erschlag, j
« v. MorainvUle,Ö>\. Johann II., zum Pair v.AAlix -J4 die 1392,1540 I Frankreich erhoben 12.97. ''Joh. v.
, v „ Montmorency.
a. Johanna von Beaujeu i 3 o 8 . Jolanthe -f- i 322 .
b. Petronella von Sully, Wittwe AlexanderIII. von Schottldes Vicomte von Chätelleraud.
Arthur II. von Bretagne.
vergiftetMaiprethe vonContfiano.
als Streiter •für den Kö- •nig Johann .'erschl. i356..
#7.RobektV.# 8. Jou.Itl.#). I'eteu Ai. Johanna Gräfin v.#). a. Johann III.#-/. Giiv, Graf von Pcnthir
■»-}-i 33 i. ™-j- i'J 45 . v Dreux -j- i 355 . i 34 r. Vii-omtev.Liinoges. + r
i 32 ' 9 .
; Marge von' EnghienO. N.
»-j- 133 r.
Ida vonRosnr,-f U N,
i 345 . v Dreux-j-;
Seine Braut Ludwig , VicomtevonThouars,
+ 1288.:Chdtil -;Ion, Graf von ;Blois, 1279. ;
1228. SeineSchwäche n. U11-thätigkeit bracli-ten sein Reichherunter, aus d.(sich die Reiche v.Nicaea, von Tra-pezunt u. Thessa-lonich bildeten.Er hatte dieToch-,ter eines Edelinanns vongeheirathet.
staut, vertr.
■ r
1261. 4 mit der *4 Gcncrat. 4 8 Gcncra-■{- 1272. Gibt Lud- i dreizehn- $ gegen das jtionenge-wig d. H. die Dor- j ten Gener. J Jahr i 383 * gen i 4 ik)ncnkronc. ) erl. 1730, ^erlischt. 4 erlischt.
(Philipp , Titular- t nachdem
kaiscr, + 1285. | aus ihr die Familien von La Fertc-
Beatrix von Anjou - 4 Loupierrc, Blenau , Boutin , Ara-Sicil. , verm. 1273. J blay und Chevillon hervorgegan-* gen, welche letztere mit einer Toch-?Toch-ACatharine, Titular- \ ter schloss, die sich 1712 an Lud-Edel- ▼ kaiserin , i3o7- * wig von Beaufremont, Marquis von
Artois Carl, Stammvater * Listenois, verheirathetc.
* des Hauses Valois. i
Mathilde
Boulogne.
+ O70.
Bei Lyon i 3 o 5 erschlagen.
Beatrix, Tochter Heinr. III.
von England, 1275. .;
(4. Arthur i 3 i 2 . a. Die Erbin von ZJmoge^QTohann, Graf v. Rich-y^vBlanca1327.
-j- 1291. b. Jol. von Dreux, Gräfin von Mont-« mont, Feldherr auf ▼ Philipp von Artois, \fort-l’Amaury , W ittwe des Königs Alexander EduardsI. Seite gegen Herr von Conclies,von Schottland. 4 -i 322 . Philipp den Schönen 4 -1298. !
PENTHIEVRE. i 2 () 5 . ;
---^ MÖNTFORT. ;
Penthievrf \ |6. b. Johann IV. bekommt das Herzogthnm ;
durch die Gewalt der W affen, -j- 1 345 . ;
Johanna von Flandern, die berühmte Gräfin ;von Montfort, eine Heldiu zur See und zu ;Land. ;
heirathet
1. d. König ‘Joh. ohne [Ixtntl in |England, ;
2. den Gra- \fen de la \
Marche, \dem sie Jo -'hann o. L. ;i. Augcnhl.;der Verm.;entfuhrt ;hatte.
i. Odo II. -}- 1162-$Hugo, Herr von Chätcau-Chälons.lMarie von Cham- * *Hintcrlässt eine Tochter.pagne —J— x 1 y 3 . * *Rob. u. Heinrich, Bisch, v. Autun.
Gonthicr, Bischof von Langres.
v. Angou- ;lerne verm.;
Ilirc Toch- ’
ter Elisab.; 06 . Hugo IlT. .-f* 1192.
a. Alix von ljothringen, Tochter Matth. T.,verstosseu n 83 .
b. Beatrix t Erbin des Dauphine, -}- 1228.
(Raimund.Agnese vonMontpensier.
^Mathilde. DieGrafen von Ne-vers, v. Fland.und v. Dreux.
(7. a. Odo HI. + 1218.a. Mathilde von Portugal, 5 Slverst. 1195. -}- 1208. ”
a. Alix von Kergy -f-1
08 . b. Hugo IV. + I2 7 2 -
a. Jolanthe von Dreux.
b. Beatrix von Champagne- t
\avarra -J- 1296. ^
Isabelle v. Kalois.Isab. v. Castilien.Joh. von Savoyen.
12. | ( 5 . Cau Durazzo führt die Ar-
i 33 i
Johanna, Erbin v. Avaugour,Maienne und von Gocllo, -j-l 327 .
meeoLndwigs des Königs von Ungarn gegen Johanna von Neapel; da aber Ludwig stirbt, setzt.er den Krieg auf;
Rechnung fori, bemächtigt sich des Königreichs Neapel gegen seine W ohlthätgrin , die ihn zu ihrem Nach- ;Folger bestimmt hatte, und lässt sie erdrosseln. Er wird aber i 386 in Ungarn, wo ihn eine Partei auf deu Throu !rief, mchlagen. Margarethe, seine Base, i 4 i 2 * !
.Johonna d. Hinkendc 4 -i 3 S7 Verliert d. Herzogtlium nacii1 vielen ausserord. Vorfällen.
* Carl von Blois oder Codlillon ,\ bei Aurai i 364 erschlagen.
( t . Odo , Graf voniNcvcrs, 1269.Mathilde von Bour-bon -}- 1262.
Johann, Herr v. • 9 - a. Robert,
Uharolois,1268.Agnese v. Bourbon+ 1283 .
AJolanthe-^- 1280. ABcatrix, Erbin von'J„Trist, v. Frankreich. } Bourbon, -j- l 3 lo.". Margar. -j- i 3 « 8 . **Robert, Graf von'.Carl von Anjou, * Clermont, Stamm-; König von Neapel, vatcr des königl.
’1285. Hauses Bourbon.
■^r
Hugo.
i 3 o 5 . König ^Margarethev. Thessalonich. v. Franche-Agnese, Tochter Comte.Ludw. d.H.-[-1327.
Uexauder, Andreas, Dauphin v.
Stammvater der * t Viennois. Seine EnkelinFamilien v. Mon- * t bringt die Provinz Dau-l tagu, Sombernou $ plane an das Haus La£ 11. Couches , er- \ Tour-du-Pin, von dem* t lischt mit der eilf- \ sie i 349 an die Krone*4 ten Generation J Frankreich abgetreten1472. 4 wird. Der König ver-
i dankte diese AbtretungJ besonders den Bemü-hungen des Amblar vonBeaumont, und belohnteb. Elisabeth, ihn damit, dass er ihndas französische Wap-pen führen liess.
05
Ho. HugoV 4i3i5.
Seine BrautCatharine v.Kalois ,
(11. OdoTochterLangen , Erhin vonArtois und FrancheComte, -j- i 3 .
i3i3.
Rudolph vonHabsburg ,+ «91.
V
IV. -j- i 349 -ABlanca,Philipps desy„ i 348 .
EduardHerzogSavoyen
4 - Ä Johanne-f- i 348 .V Philipp von Ka-
lois, -{- i 35 o.
Johann •
1477.
Isabelle v. Beauvau,Herrin vou Chain-jiigny u. La Rochc-sur-Yon, 1474.
b. Ludwig, Her- J Eine angefochtoe und durch das ; mit seiner Hülfe zu spät und findetzog v. Baiern. £ Parlament legitim. Ehe. Dieser* Johanna, seine Wohlthäterin, schonCharl.-j- i 434 * * Zweig erhält sich durch 4 Gene-; durch den undankbaren Durazzo er-König von Cy- J rationen und endigt mit Isabelle ; drosselt, der i 382 ihr Nachfolgerpern 1432 . 4 v. Bourbon , der Gemahlin des ; wird.
4 Franz von Esears, Herrn de la . .
t Vauguyon.
4-i353.«Philipp,Fürst vonTarent,ihrVetter,
behauptet, zufälliger Weise vergiftet.
Er hatte drei Gemahlinnen, hintcrliessaber keine Kinder. 1. Constanze vm Cler-mont , Verst. 1392. 2. Marie mn Cypern,+ 1404. und 3 . Marie von E^hien.
n. Freigebige,Ä7. Johanna II. oder Hanncken , berüchtigt durch ihr unordentliches Leben , -f* i 435 ohne ;'««, wie man ''Nachkommen von ihren beiden Männern, TKilhelm von Oestreich + 1406, und Jacob, Graf;
de la Marche, -j- i 438 . Sie liatte früher, 1421, Alphonso V., den König von Arragon,;adoptirt, da sie sich aller über seine Undankbarkeit und seine Anmassung zu beschweren ;hatte , adoptirte sie 1423 Ludwig III. von Anjou, und i 432 Renat von Anjou. Sie soll aus ;
über die Krone, die zuletzt i 44 ^ dein Hause Arragou blieb.
Franz I. -J- i 495. Zeichnet sich in der Schlacht bei Fornuovo aus, so dass ihm Carl VIII. die Ahdem Connetable St. Paul eonfiscirten Güter, da er dessen Enkelin geheirathet hatte, zurückgibt. „„I-
^Johanna 4 - 1487, Ludwig von Joyeuse.
Marie v. Luxemburg St. Paul, W ittwe Jacobs v. Savoyen, Erbin von St. Paul, Marie, Soissons, Cathar. nach i 525 .Moaux , Conde und Etighien, -J- i 546 . Franz, der im Alter von 25 Jahren stirbt, wird der Gilbert von Chabanne,Karfunkel unter den Prinzen seiner Zeit an Schönheit, Güte, Weisheit und Muth genannt. O. N.
*V
0 Johanna -f- i5ii. ARenata - 1534.„ ,//eri.c.5oarA-|-i488.Xlsahelle— i53i.
ItallL , auw|>ui«. «i' 1 9 * J uiiumg Ul. t>»n /xllJDtl, UHU ixVUIlnl- VOI 1 JlIljDII, Olv 9011 c!U9 _ ^ \
Kummer über den Tod des Erstem gestorben seyn. Nach ihrem Tode stritten beide Häuser ; Q(). Franz I. -J- i45o.0io. Peter II. + 14-5
a. Jolanthe v. Anjoa^Rächte, da er Herzog ge-iod. Sicilien 14 »o. worden, den ’l’od seines
b. Isabelle v. Schott- Bruders Gilles.
land. Franz, von Thouars-Am-
boise 1480.
■ A b. Margar. -}- 1469.AA. Marie, heirathet 1461• • y An ihren Vetter, ▼ Johann II., den Vicomte
Charlotte -|- i 520 .Der GraJ von Nevers,i 5 o 6 .
AcbtissiDDen von Fonte- !vraultu.T. d. Dreicinig- |keitskloster zu Caen.
ZW EIG VON LA ROCHE-SUR-YON , später MONTPENSIER.
--+*+**++♦♦*4,*^
^Ludwig, Prinz von La Roche-snr-Yon, -j- i 520 . ^Zwei natürliche Söhne, von delause von Bourbon, Gräfin von Montpensier und Dau-* *nen der eiue Biscliof von Avran-
^ I7. Johann V., der Tapfre, sichert sich durch .
deu Sieg bei Aurai i 364 und durch den .
Vertrag v. Guerande i 365 das Herzogtlium. 1399.a. Maria, Tochter Eduards HI. -j- 1I62. b. Johanne von Kent -{-Navarra, wieder vermählt an Heinrich IK., König von England
-^-N
18. c. Joh. VI., d. Gute^i 1. c. Arthur , Graf v. Richmout u. Conue-£und W eise, i 44 2 - “table v. Frankr. unter Carl VII. 1458. |
385 . c. Johanne von •, 1437. 9 Kinder.;
^Philipp -{- i 346 .
I Johanne, Gräfin von Auvergne undBoulogne, wieder vermählt an Kö-nig Johann. -j- r 36 o.
Margarethe,-f- i3i5.Ludwig der \Zänker,
+ i3i6.
Johanne, Tochter Kö-nig Carls VI. 4 * i 433 .
1. Marg. v. Burgund. 2. Johanna v. Albret.3 . Catharine von Luxemb.-St.-Paul,
i<\ Richard, Graf vonAf. Marie, Bianca, Margar.Etampes, -j- 1438. y„Heiz. v. Alencon, Graj •Margarethe v. Orleans * v. Armag., Kicomte von ■4 “ 1466. Rohan.
|i2. Philipp von Rouvkes 4" 1 *3f>i.vmMargarethe, Erbin von Flandern , wieder vermählt; an Philipp den Kühnen, Stammvater des zweiten; Hauses Burgund, + 1404.
; Siehe die Genealogie der Valois.
Johann II., Kö-nig von Frank-reich , erbt Bur-gund nach Phi-lipps v. RouvresTode, und über-trägt es auf seinenvierten Sohn Phi-lippdcn Kühnen,der das zweiteHaus Burgundgründet.
5
1 Auvergne, Schwester des berühmten Conne^- S ches, der andreStammvatcr der ^Bourbon undErbiu der Linie Bourbon-Mont- | Herrn von Ligny und von Ru- •
Carl, von Franz I. zum Herzog v. Vendömcf Franz , Graf v. St. Paul, 4 “ i 545 . W ird bei Pavia verwundet u. gefangen; ^erhoben , 4 " i 536 . Ist bei der Schlacht von $ befreit sich wieder auf eine sonderbare W eise. Kr heirathet die Erbin von ■Marignan u. präsidirt den Regentschaftsratk t Estouteville , und liekommt eine Tochter, deren Gern. 1. der Graf vonwährend der Gefangenschaft des Königs. \ Enghien , ihr Vetter, bei St. Quentin erschlagen i5d 7 ; 2. der Graf von
Ludwig, ÄAntoinette, ALnise, Aebtissin 1
»Cardinal,'' 4 " i 583 . Mon
4~ i556.
Franziska von Alencon 4- i 55 o.
4 Nevers , bei Dreux erschlagen ; 3 . der Herzog von IxmgueviUe 4- I .SyJ.
/J r ■
Claudius , er-ster Herzog v.Guise, 4 -i 55 o.
Fontcvrault,1075.
pliine vontable von
pensier , 4 " i 56 i. 4 bempi
Ludwig, r 538 zum Herzog von Montpensier erhoben,^Carlbei St. Queutin gefangen 1557. 4 “ i 582 . (»cm. a. Erbin
; den Herzog v. Bre-; tagne , Franz II.,; in Gegenwart der; Provinzstände i 455*. vermählt.
von Rohan , der auf dasHerzogtlium Anspruchmacht, aber nur grosseGüter u. einen Tlicil desMobiliar-Verm. erhält.
^Gilles, auf Befehl4 )r2. Franz II. 4 * i4^8. Nimmt den Herzog von'seines Bruders, der Orleans, nachm. Ludwig Xll., lici sich auf. Lau-durch treulos. Ein- dais war sein Minister, deu der empörte Ade!fluss dazu gebracht aufhängen liess. a. Marg., Tochter des Herz, v,worden, erdrosselt Bretag., Franzi. 4 “ *469- b. Marg. v.Foix-\-ifö§.
I ; 5 o. f'---♦* 4 ** 44 * 44 * 444 + 44 +** 4 * 444444 **+ 4 * 4 *-^
* 4 * Gilles und seineAi 3 . b. Die berühmte Herzogin Anna 4 “ i 5 i 4 - Die Stände v. Bretagne erkennen sie 1487 als^Franz, ein natürlicher Sohn, GrafBrüder haben na-''1tiirl. Kinder hinter-lasseu , die wir ausMangel an Raum
ehtmässige Erbin an. Ihre Vermählung mit dem Erzherzog Maximilian i 49 ^ wird durch $ von Vertus und Gocllo, Baron voneinen Stellvertreter vollzogen; sie wird aber 1491 dazu gebracht, Carl Kill, zu heirathen, \ Avaugour , Herr v. Clisson , hei-und vermählt sich 1498 zum drittenmal mit Ludwig XII. Mit ihr erlischt die Linie von 4 rathet die Magdalene von Brosse.Dreux , die 400 Jahre früher von Ludwig dem Dicken ausgegangen war. Durch ihre 4 Ursprung der Grafen von Vertus
übergehen müssen. Vermählung erfolgte die Vereinigung der Bretagne mit der Krone Frankreich.
$ die 1746 erlöschen.
^Susanne.
Herzog vonASiBoaupreau. * Herr von
von Longwy i56i. b. Cath. v. Guise 4 " 1596. O. N. Eibin von Bcaupr. Rieux.
Anton , König von Navarra durch seine Gemahlin. Bei der Belagerung von Rouen AMarie 4" 1 538 . Brautet iraf von Enghien ,während den Religionskriegen i 562 erschlagen. War durch die geschic kten Unter-V/aco^j K. v. Schottl. 'handlungcn des Triumvirats und besonders durch die Versprechungen Spaniens, Margarethe 4- 10M9.das ihm mit der Krone Sardinien schmeichelte, verleitet worden, zur Partei des Herzog von Nevers,
Hofes überzugehen. Johanna von Albret, Erbin von Navarra, 4 “ 1572. 4 ” i 56 i.
Sieger bei Cerisole i 544 mit 21 Jahren. Er war ein trefflicherAMagdaleue , Ca-f■ Prinz , der zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. Er starb auf die unglück-^ytharine, Renata ,■liebste Weise im Jahr i 545 , da ihm ein Koffer auf den Kopf fiel, den man aus»»Eleonore , Aeb-
^Johann , Graf v. Sois-^Cardinal von Bourbon,Renata,«sons, später Graf von«von den Liguisten unter
einem Hause zum Fenster herauswarf, das er in seinem Zeitvertreib belagerte. SeinTod war für den König, für den Hof und furdas Land ein Gegenstand der Trauer.
23
24
NATUERL1CHE UND LEG1T1MIRTE RINDER HEINRICHS IY. UND LUDWIGS XIY.
4 - iÖ 63 .^Alexander, £/>. Herzog v.AAGithringen ,«Grossprior ,«Vermeuil, M ß er
*4444444444444444
a. Cäsar, Herzog v. Vendöine,Aa.legit. 1595. 4 “ i 665 . vCa
Franziska von Lothringen, Erbin Herzog vou Elbeuf,von Mercceur, Etampes u. Peu- 4 ” *657.thievre, + i 6 « 9 -
- 444444444444444 -
. Gabriele'Bernhard de la Kä
4- 1629.
1682.roline vonSeguier.
leite, Herzog vonEperuou und Can-dalc.
1627. © Graf vonA d. Johanne 4 “ 1670.• r.jV-- -
iö; 65 . Heinrich IV., nach seines Vaters Tode König von Navarra , kommt in Folge des salischen Gesetzes und durch die Wunder seiner Tapferkeit, naehÄCatharine -{- 1604. Kann die3 dem Tode Heinrichs, des letzten Valois, III. auf den französischen Thron. 4 ~ 1610. ’ Hand des Grafen v. Soisson,
Margarethe v. Kalois, verstossen i5<)9. O. N. 4 “ 1610. Marie v. Medici, stirbt zu Cöln im Elend 16^2. 444 a. Gabriele d’Estrees, Herzogin v. Beaofort, den sie liebte, nicht erhalten.4 » 1599. 444 b. Henriette v. Balzac v. Entragues , Marquisin vou Verneuil, 4 “ i 633 . 444 c. Jacqueline du Beuil, Gräfin von Moret. 444 d. Ouaiotte Herzog v. Lothringen 4-1624.
des Essarts, Gräfin von Romorantin.
tissinnen von St.Croix zu Poitiers,von Notre-Damezu Soissons, vonChelles und vonFontcvrault, 4*i56i, 094 , i583uud 1611.
Enghien , jüngsterSohn des Prinzen vonConde, beiS.Quentindurch ein. Musketen-sehuss getödtet 1.557.Marie von Bourbon,seine Base, Erbin vonSt. Paul und Estoute-ville.
Moret, bei.Castelnau-dary erschl.1032 .
r M Hen riette-f-1629Aebtissinnen vonFontevrault undChelles.
Tode seiner Gemah-lin Laum Mancini,
+ <637
von Nemours,im Duell von seinemSchwager, dem Her-zog von Beaufort,getödtet iö 52 .
25 I
26
27
28 :
Ludwig 4 ~ 1669. ^Herzog von Beaufort,AElisabeth 4 " 1664.
Cardinal nach dem«kler Pobclkünig ge- * Herzog von Nemownamit, macht sich indem Krieg der Frondeberühmt, wirdbeiderBelagerung von Cand.getödtet 1669.
^ 4 * 44*44
' DergrosseHer-Aa. DasFrii1 zog von Veu-''lein v. Blois'dorne, der Ver-theidiger Phi-lipps V. u. der 4 “ * 685 .
Retter der spa*
N. B. Gabriele d’F.strecs , Herzogin von Beaufort, war durch ihreSchönheit, ihre reizenden Gei.stesgahcn und durch ihre Liebe zuHeinrich TV. berühmt, der mit dem Gedanken umging sie zu hei-rathen, als sic plötzlich int Jahr i 5 <)<) unter heftigen Convulsionenstarb. Der König sah sie zmn erstenmal im Jahr 1091. Er setzte sichgrossen Gefahren aus, um zu ihr zu kommen uud ihre Liebe zugewinnen.
44 444+*+,*4,+ **,*4.4.-7— 444 * 4 * 444 -y 4 *44 4444 - 7 - 44444 *
v66. Ludwig XIII., König mit9 Jahren , 4 " J 643 .
Oestreich ,
\ö:ristine 4 * i 6 Ö 3 .
Anna von
Philipps III., Königs von Spa-nien , 4“ 1666.
1 ' Dieser Fürst, dessen Regierung durch die Verwaltung des Kardinals Richelieu so berühmtAlsabelle 4 ” * 644 - ÄG:risigeworden, zeigte im Kriege einen ausserordentlichen Mi'tli , aber eine ausnehmende Philivp IK., König xN Fictor Amad. /.,u..1.—.::,.i._ s( .j n E^bcn verstrich mitten unlcr Factioneu , die darnach trach- Spanien, 4 ~ i 665 . Htrzog von Savoye
sich in seinem Siegel die |königlichen Ehrenzei- ;<‘hen finden. Auch Mim-;zen mit seinem Bildnisse \wurden geschlagen.
^ N ZWEITES HAUS ORLEANS. :
0 Henriette 4- 1669. ^|Gasto, Herzog von Orleans , 4 “ 1660. Schwach, unent-;Der unglückliche Carl /.. schlossen und unzufrieden. Man hat die Bentorkum; über*
CONDE.
^Ludwig, erster Prinz von Conde, ein Mann von grossen Geistesgaben und seltner Tapferkeit, geistreich und liebenswürdig, in der Gesellschaftwie im Felde verehrt; berühmt durch seinen Widerstand gegen die Guisen, die es dahin bringen , dass er zum Tode verurtheilt wird. Er entgehtder Hinrichtung nur durch den Tod des Königs Franz II., wird das Haupt der protestantischen Partei, kommt bei Dreux in die Gefangenschaftund wird 1569 von Montesquieu, dem Hauptmann bei der Garde des Herzogs von Anjou, bei Jarnac gemordet, wo siebzehn Tressan im Kampfefür ihn fielen, a. Eleonore von Roye 4 " i 564 . 8 Kinder, b. Franziska von Longuevitle-Rothelin 4 ~ 1601. 3 Kinder.
.---^--Y----^ SOISSONS.
Urkunden von ihm , wo \ Oa. Heinrich 4 ” i 588 an Gift. Ein grosser Verlust für Heinrich IV., der^a. Prinz von Conti,^a. Carl, Cardinal \b. Graf von Soisson 4 - 1612.
I ZWEITES HAUS MONTPENSIER.
dem Namen Carl X. zum ;Künigausgerufen, stirbt \zu Fontenai irn Gefang- |niss 1590. Man hat noch.*
Tochter< Schwäche im Cabinet;
teten in seinem Namen zu regieren.
(Siehe die allgemeine genealogische Carte von Frankreich.)
4i63r.
' Der unglückliche Carl I.,1649 enthauptet.
^•.67. Ludwig XIV., König mit 1 Frankreichs glänzendes Zeitalter der Grösse ,
5 Jahren ,4-17
Marie Therese von Oestreich, / von Villeroi war sein Hofmeister und Perefixe sein Lehrer.
Tochter Philipps IV., Königs j 444 a. Die Herzogin de la KalUeie 4- 1710 444 b. Die Marquise von Montespun 4 “ I 7°7 *** c - d)ie Herzogin v. FoiUanges \von Spanien, -j- * 683 . I 4* 1681. d. Franziska d*Aubigne, Marquise von Maintenou , Scarrou’s Wittwe, heimlich vermählt, 4 “ I 7 I 9 - !
f)a. Graf von£/'. Herzog v. Maine 4 “ 1736. Durch^A Graf vonA b. Fräul.
+ .’ 7 3 »-
Prinz Conti
■VermandoisAdmiral v.Frankreich,+ i683.
Ludwig XIV. zur Nachfolge auf dcn«Vexin , AbtThron berufen, 11. zuinOheraufschcr v. St. Denis,über die Erzieh. Ludw. XV. eruannt. legit. 1673Luise von Conde -j- 17-53. 4 “ i 683 .
O b. Fräul. A
v. Nantes^, v. Tours4" 1743. 1681
b. Fräul. w- Graf von Tou-louse , legitimirt1681, Admiral v.Frankr. 4 " *737-Marie NoaiUes.
)Graf von En , tritt das Fürstenthum DombesAFräulein v. Maine,■an den König ah 1762, 4 * *770. *743-
Herzog v. FräuleinBourbon. v. Blois
+ l 749 -
verm. mit^Herzog von Pen-thievre, Admiralvon Frankreich.
+ i 79 3 -
Marie Therese v.Modena 1754.
d. Herzogvon Or-leans demRegenten
'V oya- £ - 1 -
nisrheu Mo- ^ Prinz von Dombes,narcliie, « | 1755.
4-1712.
Marie v. Bour- N.B. Luise de la Beaume, Herzogin de la Valliere, wog die Fehler menschlicherbon-Conde Schwäche durch englische Tugenden auf. Ihre zärtliche Neigung, ihr Kummer. +171»- und ihre Reue sind bekannt. In der Bliithe des Alters vergrub sic sich in ein KlosterDer Herzog v. und beweinte sechs und dreissig Jahre lang die Verirrung eines Augenblicks, die ,
Vendömehatle Trunkenheit einiger schönen'läge. Sic starb 1710. ADcr Prinz v. Lam-
einen Bruder, Athen, von Mortemart, dem Marquis von Montespan vermählt, stahl auf treulose«balle 4 “ 1768.der Grossprior W eise der Frau von la Valliere das Herz Ludwigs XIV., musste sich aber späterv. Frankr. war, selbst wieder durch Frau von Maiutcuon , deren Wohlthäterin und Stütze sieu. der, als der gewesen, aus dem Besitze verdrängt sehen. Frau von MontCspan ward sechs Jahreletzte seines später vom Hofe entfernt, als ihn Frau von la Valliere verlassen hatte , und über-Geschlechts, lebte den Verlust der Gunst noch 27 Jahre lang. 4 “ 1 7 ° 7 *
1727 starb.
Dauphin , genannt / Der Herzog von Montauzier war sein Hofmeister , der unsterbliche Bossnet
Marie von Savoyen-Carijjn. + 1792.
VLuise, geb. 1753, :^letzterSprössling ;der legitim. Kin-der von Frankr,W ittwe des Her- ;zogs von Orleans ;
1793- :
Ludwig
Monseigneur, oder der grosse I Armeen in Deutschland 1688 uud in Flandern 1694 mit Auszeichnung an ; da er seine Gemahlin verloren , keiratbetc erDauphin, ^ zu Meudon 1711. j heimlich das Fräulein Choin , eine Hofdame der Prinzessin vou Couti, 4 “ * 744 *
Maria Anna v. Baiern 4- 1690. \
SPANIEN.
Lehrer. Der grosse Dauphin führte die; Philipp II. 4 “ U
* reich während derwigs XV. Eine merkwürdige Epoche.
Ludwig, Herzog v.Burgund , ^ 1712.Marie Adelheid vonSavoyen -{- 1712.
' Der Herzog v. Beauvilliers ;1 war sein Hofmeister , Fene *i Ion , der den Telemaeh für ;\ ihn schrieb, sein Lehrer. ;
:: 68. Ludwig XV.I Mai ie Leczinska
+ ■ 774 -+ 17Ö8
Luise -
• *7’>9-
2 9 *
3o^
^69. Ludwig XVI., stirbt 1793 auf d. Sehaffot im Alter v39 J.71. Ludw. XVIII., geb. 1755.Marie Antoinette v. Oestreich , sjirbt im nämlichen Jahre auf £2 Maiie von Sardinien 1810.dem Schaffet.
Karl Philipp, Monsieur, Graf von,Artois.
Maiie Therese von Sardinien 4- i 8 o 5 .
Ludw., Dauphin,;;4 ~ 1789 mit 11 J. \
1. Ludw. XVII.• 1790 mit 10
II. AMadame Royale , geh. i778.^Ludvvig, Herz. v. Angou leine, geh. i775.^Carl, Herz. v. Berrv,
J.^ Ludw. Ant., Herz. v. Angoul. Marie Therese, Madame Royale. geb. 1778. ermordet 1
AAdelh. Clotilde 4 ” 1802.* Carl Emmanuel IK.,König v. Sardinien, derdie Krone uicderlegte.
Ludwig, Dauphin , 4 “ i~ 65 ’/\Herzogv Parma. \Marie Therese von Spanien, ^Anna 4 " 1752. 1
4-1746O. N. »^»Adelheid. ;
Marie von Sachsen 4- 1767. * Victoire.
Sophie 4 “ 1782.;
802
^Elisabeth,
Luise , Cannel.Klosterfrau,+ I 7 8 7 -
(Phili]>p , Herzog von Anjouvon Spanien, 4 ~ *746.
a. Marie Luise von Savoyen -
b. Elisabeth Farnese 4 " 1766.
wird König / N. B. Das Nähere über die Bourbons von^HerzogI Spanien, Neapel uud Hetrurien siehe auf« 4 " 171-.r 1714* ) ^ er genealogischen Tabelle vou Spanien. Marie von Orleans,
•zog von Berry, ■ (^Ludwig 4- 1732. AMarie 4 “ 1 7 19-ACharlotte, ALuise1714- • Auguste v. Baden,^ Herzog von V + I 7 ^ 1 - V + r 74 t*-
+ « 7 * 9 -
HETRURIEN.
f Siehe die allgemeine I ( )/.. Carl [ 11 , -p i 7 88. j Siehe die genealo^i-sclie ; W K D (m Pliilip]», Herzog von ; # i. Ludwig Anton .
genealogische Tabelle i ..~
[ von Frankreich No. 9.;
Marie v. Sachsen-^-i 760. { Tabelle von Spanien.
NEAPEL.
i K^arl IV., geb. 1 748.;Luise von Pa. ma , \geb. i; 5 i. ;
^Ferdinand IV., geb. 1751. ;König von Neapel. ;
Mu< ie v. Oestreii h-Luthrin- \gen , geb. 1702. I
820.
•Ferdinand VII.,
: geb. 1784* :
; Siehe die genealog.;! 'rubelle v. Spanien. ;
^Franz Xaver, geb. 1777.
; Siehe die genealogische ;I Tabelle von Spanien.
arma, geb. 1748.4- 1760.Luise v. Franh eich , Toch-ter Ludwigs XV. 4 * *739-
4 ~ *776-
Marie von fÜla-bra&.
| ^Ferdinand 4* 1802.Marie von Oestreich ,1746.
geb.:
4 ^Ludwig I., König von He-;; trurien , 4“ 1802.
; Siehe die genealogische ;; Talxdle von Spanien. ;
drnen die 1fioc an .dfa Ft ie -;iensfür- \
DRITTES HAUS ORLEANS. f.
sclilossen und unzufrieden. Man hat die Bemerkung über ;ihn gemacht, er sey seinen Freunden gefährlicher gewesen, Ials seinen Feinden. ;
a. Marie von Bourbon - Montpensier 4- 1627. I
b. Margaiethe von Lothringen -j- 1672. ;
©/ . Heinrich II
von Medici ^egen den Hof; 1616
befreit. Von da an war er der treueste Unterthau des Königs.
Chat bitte v. Montmorency, eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Ihr Gemahlbrachte sie aus Frankreich weg , um sie den Nachstellungen Heinrichs IV.zu entziehen.
des Ruhms und des guten Geschmacks. {Siehe die genealogische Tabelle von; ^Philipp , Herzog von Orleans, Aa.DasFräuleinA/'. Fräulein v.Orleans4“i72i.QOraf von;Frankreich No. 9. und die Geographie der Geschichte No. 4. in der Columne Literatur und schöne Künste.) Der Herzog ; 4 " 1701. V von Mont- j\Der Grossherzog von Toscana.
a. Henriette von England 4* 1670.
b. Charlotte, Pfalzgräfin, 4- 1722.
Charni.
pensier, das * Fräulein v. Alencon4- 1696.grosse Frau- Ludwig Joseph , Herzog von Guise.lein genannt Fräulein von Valois.
4 “ 1693. Carl Emanuel, Herzog von Savoyen.
^ 23 . Regent v. Frank-X a. Marie Luise, Ä a. Anna Maria, A/>. Elisabeth, ■
Minderjährigkeit Lud-'' 4 “ *689. '' 4 “ I 7 a8 * ''-j- 1744- ;
Carl II., König Kict. Amad. II., Carl, Herz. •von Spanien, König von Sardi- v. Lothring. •-^1700. nien, 4 "i 732 . 4" I 7 2 9-
Heirathet eine natürl.Tochter Ludw. XIK.
749 -
-f 1726.
Berry.
,-i r \
Prinz vonModena.
König vonSpanien -j-
1724.
Kict. Amad. II.,König von Sardi-nien, 4-1732.
AFräulein vony^BeanjoloisDie Aebtissinvon Chelles,4- 1734, 1742.
AElisabcth, •V_i_ I 7 36 . :Prinz von ■Conti. !
OLudwig Philipp 4- 1785.
Luise Henriette von Conti + i 7 5 9 -
f-
Als W r ittwcr heirathet er heimlich die Frauvon Montesson.
QLudwig, ÄaPrinzes-. OLudwig Philipp Josej>li 4 ” * 793 *
; Cardinal )yiDcn,von . Luise Marie Adelheid von Penthievre ,; v. Bour- dfnen die . 1703. 4 " 1821.
;bon,Erz-; biscliof v.
; Toledo;
an der; Spitzeder; königlichen
geb.
0 Luise Marie, geboren 1750, 4 " * 822 -Herzog von Bourbon, geboren 1756.
ftfft ver- I OLudwig Philipp,geb. i773.0Herzog von Mont-^Graf vonmahlt. . Marie v. Sicilien geb. 1782. pensier 4 ” 1807. jolois
Beau-AMademoiselle, geb. 1777.!1808.V*Eine 2te Prinzess. 4 “ 1782.:
; Regentschaft bis zur; ^Ferdin. Phil., Herz. v.ALuise Therese, geb.AMarie Christine, geb.^Ludwig Carl, Herzog v.; { ^N. Herzog von Engbien ,; RückkehrFerd. VII. ; ; Chartres, geb. 1810. V*. April 1812. ^ta. April i8i3. Nemours, geb. 1814. ; —
bei seinem Tode sagte : er habe seinen rechten Arm verloren.
a. Marie von Cleve-Nevers 4- i 574 -
b. Charlotte von la Trimouille , wurde wegen dem Tode ihres Gemahlsangeklagt, aber völlig freigesprocheu, 4 ” 1629-
1614.
Ixuise von Guise,heimlich wiedervermählt mit Bas-sompierrc.
* 1594 an d. Spitzeeiner Partei gegenHeinrich IV., demer nach der Kronestrebte.
-^
Posth. 4- 1646. W ar während der Regentschaft der MarieAA Eleonore,A
Gefängniss geworfen , 1619 wieder'' 4 " *619* ’
• - • Phil, ff 1
Anna von Montajie 4- ib 44 -Er war cntsi'hlossen , dieSchwester Heinr. IV., welcheihn liebte, ohne die Zustiin-mungd. Königs, zu heirathen.
Franz 4- AFranziska 4 ~ 1S87ACharlotte,1.592. s„fferz. v. Bouillon 4 " *382
Anna 4- 1^7Herzog v. Nevers.
Renata,
Erbtochterdes Nicol, v.
Anjou-Meziere.
(Heinrich 4 ” 1608.
Die Erbin von Joyeuse, Nichtedes bei Contras getödteten Her-zogs von Joyeuse. W ieder ver-mählt an den Herzog v. Guise.4~ 1606.
Aebtissin v.Jouars, ver-lässt ihrKloster undwird Huge-nottin.
Prinz vonOranien,
i 584 bei
Delftgetödt.
i3
16
18
*9
tilh.,Prinz vonOranien,4- 1618.
Luise,
+ tfii:
Herzog v.Longue-ville,4~ i663.
^Ludwig , im Treffen bei AMarie 4 “ 1692. ; AMaria 4 ~ 1627. Erbinla Marfee 1641 getödtet .^* Prinz von Ca- ; v pensier, Herrin von
Hintcrlässt einen natürl.Sohn, d. auf Verwendender Marie , Herzogin v.Nemours, legitim, wird.- v CONTI.
ngnan, Gross-vater des Prin-zen Eugen.
•Ludwig II., mit Recht der grosse Conde genannt. Sieger bei Rocroy, bei Lens, bei Nürd-AAnna , die be- |litigcn etc. Fast Alle , die aus seiner Schule hervorgingen , wurden grosse Fcldherrn. Er batte''rühmte Herzogin ;den Blick eines Adlers, und sein hoher Geist wirkte eben so sehr im geselligen Leben und in von Longueville, ’.den issenschaften , als im Heere. Kr starb 16S6. + IÖ 79 - :
Clara Clementine von Maille-Breze, Nichte des Cardinais Richelieu, -^1694. 3 Kinder. Herzog von Ion-,
gueville 4- i 663 . !
und Herzogin von Mont-Dombes, Prinzessin vonLa Roche-snr-Yon, Dauphine von Auvergne,Marquisin von Mezicre, Gräfin von Mortain,Baronin von Beanjollois etc.
Gasto , Bruder Ludwigs XIII., 4 “ *66o.
(Armand 4 " 1666. Nimmt ; ÄHie grosse Mademoiselle 4 " 1693. Durch ihredie Partei der Fronde aus ; ^Reirlithiimer, die Schicksale ihres LebensundNeigung zu der Herzogin ; ihre hinterlassenen Memoiren berühmt , Heim-von Longueville. ; • lieh vermählt mit dem Herzog von Lauzun.
Anna Martinozzi, Maza- ; ..
rini’s Nichte, 4 “ 1672.
wurde bei Senef unter den Äugen seines Vaters 1674 verwundet. 4* I 7 ° 9 * Kr heirathete die bairische Pfalzgräfin !Anna, -j- 1723. Durch diese Prinzessin kam das Erbe der Guisen an das Haus Conde.
(Siehe die Genealogie der Guisen auf der Tabelle von Lothringen.)
. r-\
Heinrich Julius , leistete ausgezeichnete rubmwtirdige Dienste unter seinem Vater in allen Kriegen jener Zeit. Er ; 0 Ludwig Armand, | |Franz Ludwig 4- *709- Besass im höchsten Grad die
Kunst zu gefallen und sich geltend zu machen ; er zeich-nete sich beiFleurus, Steinkirchen und Nerwinden aus,und wurde von einer unterliegenden Partei zum Königvon Polen erwählt. Maria von Conde 4- 1732.
•-^-;-\
i-| ^Ludwig Armand, AMarie 4 ” 1720 AFräulein von La1 - 4 - 1727 * V Prinz von Conde, ^Roche-sur-Yon ,
4 ~ *74°- 4 ~ *73°-
OLudwig III. 4 “ 1710 eines plöt/.lichenÄMarie-}- I 732 .ÄLuise 4 “ 1733. ÄMaric 4 “ 1718. AFräulein v. Cha-ITodes; zeichnet sich bei Stcinkirclicu Ä' Prinz v. Conti, ^ Der Herzog von* Der grosse Her-* tea
und Nerwinden aus 1692 und 169’LFräulein v. Nantes , natürliche TochterLudwigs XIV., 4 “ 1743.
+ I 7°9-
Maine 4 “ 1736. 1
m zog von Kendome
+1712-
cauhriaut. ]
Der Marquis von \Lassey. \
F—
* i ^Ludwig Heinrich 4 “ 1740* Erster Minister unterA Luise "b AFräul. v. Cl
n’' 1775. ^Fräulein v
Ludwig XV., nach des Regenten, Herzogs vonOrleans, Tode.
Marie von Bourbon-Conti -j- O. N. 1720.Caroline von Hessen-Rheinfeld 4- 1741.
0 Ludwig Joseph, Prin:Charlotte von Rohan-Prinzessin von Monacco +
Charolois.Jvon Ver-
Prinz von„ »mandois.
Conti, Fräulein von Sens.
4 ~ 1727. Fräul. v. Clermont.
+* 758,72, 65 , 4 *-
^Graf v. Cliarolois 0 Graf von ;4 - 1760. Seinc«C!ermont,;
inz von Conde, geb. 1736. 4 " i8i8.AAnna von Vermeuil,-Soubise - 4 - 1760. * Graf de la Guiche.
icco 4. 1813/0. N.
natürliche Toch-ter heirathet denGrafen von Lo-wend.
legitim.
Abt vonSt. Ger-main,
+ 177t-
• i 685 an deu Blat-tern ; berechtigte zu: grossen Hoffnun-l gen. Er hatte sich; mit der Erbin von; Blois, der natiirli; eben Tochter Lud-I wigsXIV., d. durch; Geist u. Schönheitl ausgezeichnet war; 11. + 1739, verm.
; Von ihrem Bildniss^; wird erzählt, es ha-; be einem König von; Marocco und dem! Solm d. Vicekönigs: von Lima Liebe ein-: geflösst. Uebrigens: ist die Geschichte; dieses sonderbaren; Porträts gedruckt (! zu lesen.
-f ‘727-
Luise von Conde,
4 * I 77 5 *
Ludwig Franz 4 “ 1776. Durch sei-ALuise 4 “ I 73 o*neu schöucn Feldzug iu Italien 1744^ * Herzog von Ov-berühmt. Stirbt im Scboose der Kün- leans 4* X 783.ste und Wissenschaften , denen ersich mit Erfolg widmete.
Elisabeth von Orleans 4- 1736.
Ludwig Heinrich, Herzog von Bourbon, geboren i" 56 .AlLuise Marie von Orleans, geb. 1700. 4 “ 1822. ▼
geb. 1700. 4“
1814 im Alter von 32 Jahren erschossen.
,Fräulein von Conde, geb. 1757.
(Ludwig Franz,geb. 1734.Fortun. von Este,Tochter des Her-zogs v. Modena,geh. 1731.
0 Claud. Franz, ge-^bor. 1771. Unterd. Nam. Remon-ville bekannt.
(Felix Franz, geh.1772. Unter demNamen Hatton-ville bekannt.
Durch das Testament ihres Vaters v.J. 1776 anerkannt, welches der No-tär Duclos Dufresnoy zurückhielt.
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BEMERKUNGEN UEBER DIE FRANZOESISCHEN GESCHICHTSCHREIBER.
Unter allen Völkern , die sich im 5 ten Jahrhundert über den Trümmerndes römischen Reichs erhoben , fing das französische Volk am frühesten an zuglänzen. Schon in den ersten Zeiten der Barbarei, kurz nach dem KnstehenderMonarchie, geht von dem grossen Chlodwig einiges Licht auf, und dreihundertJahre nach ihm erscheint strahlend der unsterbliche Carl, dessen hoher Geniuseinem andern als seinem Jahrhundert anzugehören schien; danu aber, unterdem dritten KöDigsstammc, sehen wir grosse Fürsten und Ereignisse in kurzenZwischenräumen auf einander folgen. Schlagen wir die franz. »sichen Jahr-bücher auf, welch ungeheurer Reiehthuin köstlicher Materialien zu einergrossen Geschichte! und doch ist aus jenen Zeiten kein einziges Werk hervor-gegangen , das diesen Namen verdiente; haben wir sogar kaum in unsernTagen einiges würdiger aufzuweisen. Wie ist es möglich, dass ein an Begeben-heiten so reiches'Volk so arm an geschichtlichen Werken geblieben ? Mangelan Talent kann es nicht seyn, denn dieselben geistigen Änlageo, durch diees in den übrigen Fächern der Literatur zu einer so ausgezeichneten Stufegelangte, hätten auch in diesem wichtigen Zweige kein so weites Zurück-bleiben zugelassen; wir müssen daher den Grund in der Ungunst der Umständesuchen.
Die Werke aus den Zeiten Chlodwigs und Carls des Grossen sind voll vonden Rostflecken der Barbarei; andres liess sich auch nicht erwarten; sietragen das natürlicheGeprägc ihres Jahrhunderts ; damals herrschte die tiefsteUnwissenheit; Bücher waren selten, noch seltner die Kunst zu lesen; unddie Ueberreste der Wissenschaft fanden sich nur in den Händen leichtgläubigereinfältiger Mönche ; daher ihre unförmlichen Erzählungen , ihre seichtenChroniken, diese armseligen aber einzigen Verbindungsglieder, durch diewir mit jenen alten Zeiten in Berührung stehen.
Dieselben Ursachen, die unter den zwei ersten Dynastien die Armuth angeschichtlichen Werken erklären, wirkten auch zum Theil noch unter derdritten Dynastie fort. Das Feudalsystem, an Kämpfen fruchtbar , nährteblos kriegerischen Ehrgeiz, und verzögerte lange die Rückkehr des Lichtes,da Ruhm und Sicherheit nur in der Kunst und in dem Glücke der Waffenberuhte ; als aber endlich unter den Valois , durch die Vereinigung vielergrossen Lehen , und durch die Wiedergeburt der Wissenschaften, ein Thei]der Hindernisse gehoben war , da entfernte wieder das Getümmel der Bürger-kriege , Parteiwuth und die Verblendung des religiösen Fanatismus, denächten Genius der Geschichte und entstellte auf eine andre Art die histori-schen Werke. Wer hätte wohl in solchen Zeiten der Leidenschaft undGewaltthatigkeit es wagen sollen, die Sprache der Wahrheit und Weisheitvernehmen zu lassen? Man schrieb, aber nicht eigentlich für die Welt,sondern für sich und die Seinigen, indem man Gefallen daran fand, aus demeignen Leben aufzuzeichnen , was man gethan , was man gesehen hatte. Soentstanden denn die sogenannten Memoiren, eine Art Tagebuch oder vertrau-
licher Bericht, die gewöhnlich erst nach dem Tode des Verfassers an dasLicht treten sollten , Erzeugnisse , die weder an Ernst noch an Wichtigkeiteinem geschichtlichen W'erke zu vergleichen sind , die aber zuweilen denReiz des Geheimnissvollcn mit dem Wertbe verbinden, meistens vou Augen-zeugen geschrieben zu seyn.
Unter den Valois war diese Gattung aufgekommen und die Leichtigkeit der,Schreibart, der Geschmack des Augenblicks und das lebhafte Interesse desGegenstandes brachten sie bald in grosse Au fnnlime unter den ersten Bourbons;eine zahllose Menge Memoiren erschienen unter Ludwig XIII., unter Lud-wig XIV. und zu Anfang der Regierung Ludwigs XV., und erregten die grössteNeugierde, so wie man sic selbst heut zu Tage noch mit lebhaftem Interesseliest, theils weil man darin den geheimen Zusammenhang politischer Intriguenentdeckt, theils weil man auch bei den kleinsten Umständen eines glänzendenHofes mit Wohlgefallen verweilt, der durch einen grossen König zum Mittel-punkte des guten Geschmacks und der feinen Sitte erhoben wurde. Nichtselten wird sogar diesen Erzeugnissen noch der Vorzug vor den Geschichts-büchern gegeben, die den nämlichen Gegenstand behandlen, und wohl auskeinem andern Grunde, als , weil das Privatleben eines unumschränktenKönigs , so wie die Hofanckdoten einen wichtigen Theil der Geschichte seinesVolkes ausinachcn, und doch ihrer Natur nach dem Gebiete des Memorialisten,nicht dem des Historikers angeboren , den sie sogar oft in Gefahr bringenwürden. Denn wie vieles gehört nicht dazu , um sich einen Geschichtschreiberin einer vollkoniinnen Lage vorziistcllcn. Ein wahrhaft grosses Talent’genugtnoch nicht; er muss eine völlige Unabhängkeit, in Bezug auf Vermögen undMeinungen, damit verbinden , er darf keiner Partei angeboren, sich vonkeinem Vorurtheile fest halten lassen , es muss ihm erlaubt seyn Alles zuschreiben, ohne dass er sieb dadurch einer Gefahr aussetze , und eben somuss es jedem frei stellen seine Schriften anzugreifen. Haben sich nun Einigeauf dieser schwierigen Bahn versucht, und will man ein gesundes Urtheilüber den möglichen Werth ihres Werkes fällen, so untersuche man vor allem,wie nahe oder ferne sie in ihren Verhältnissen jenem Ideal im Ganzen gestan-den sind.
Wir wiederholen : die Umstände waren vom Anfänge der fränkischenMonarchie bis auf unsre Tage fortwährend den Geschichtschreibern entgegen:daher sieh auch, sey es aus Vorgefühl oder ans Ueberlegung, keiner von denberühmten französischen Schriftstellern, keiner von den grossen Geistern audiese gefährliche Klippe gewagt und die Bearbeitung der französisehenAnnalenunternommeu hat: von den untergeordneten Talenten aber, die sieb darinversuchten, haben wir zum Theil zu lange Geschichten ohne Wärme undLeben, theils zu kurze Auszüge erhalten , so dass wir mitten im Scbooseder reichsten Materialen noch mit Sehnsucht einer guten Geschichte entgegen-sehen.
I
Gregor von Tours, 4” 390, war ans einer vornehmenFamilie von Auvergne und ward Bisehoff von Tours. Er ist alsder Vatcr der französischen Geschichte zu betrachten ; undwas wir von den ersten fränkischen Königen wissen, wissenwir nur durch ihn. Das Werk, das er kuiterlassen und das,von dem Zeitpunkte der Einführung des Christenthums bis aufdas Jahr 095 geht, handelt sowohl von der Kirchengesehicliteals von den weltlichen Begebenheiten. Seine einfachen Berichtezeugen von Leichtgläubigkeit, und er erzählt ohne System uudOrdnung; seiu Styl gleicht dem des Jahrhunderts.
Fredegar, Verfasser einer Chronik, die aus Auftrag Cliil-debrauds , eines Bruders von Carl Martcl, unternommen wor-den. Styl und Methode sind wahrhaft barbarisch, doch ist sickostbar, in Bezug auf diese alte Zeit, wegen dem Mangel andrerDokumente: sie liefert die Geschichte von drei Regierungen,da sie nach ihm noch bis 768 fortgesetzt worden.
Marculf, ein Mönch, der gegen 660 gestorben seyn soll,hintcrliess eine Sammlung Formeln der gewöhnlichsten undder wichtigsten Verhandlungen, in zwei Bücher abgetheilt,wovon das erste die königlichen , und das andre die Urkundender Privatleute enthält. Ein unschätzbares Werk für die Ge-schichte jener entfernten Zeiten.
Eginhard, der Schreiber und Schwager Carls des Grossen,geht nach des Letztem Tode in ein Kloster und 4- 840. Krhintcrliess eine umständliche Beschreibung des Lebens Carlsdes Grossen, und die Jahrbücher der fränkischen Geschichtevon 741 bis 829 : Eginhard ist der gebildetste Schriftstellerseines Zeitalters.
Ado , 4 ” 8 t 3 , war Bischoff zu Vienne im Dauphine. Erhinterliess eine allgemeine Chronik vou Erschaffung der W’eltbis auf seine Zeit.
Nithard, 4 - 833 , Abt zu St. Riquier, und Carl dem Kahlenergeben , hat die Kriege zwischen den Söhnen Ludwigs desGuthmüthigen beschrieben.
Abbo, Mönch von St. Germain-des-Pres, 4*892, Berichtin lateinischen Versen von der Belagerung von Paris durch dieNormannen.
Regino, 4 ” 9 * 3 , Abt von Prum , eine Chronik von derGeschichte seiner Zeit; kostbar, besonders in Bezug auf Deutsch-land.
Aimoin , 4 " 1008 , Mönch von Fleury - sur - Loire. SeineGeschichte von Frankreich in fünf Büchern ist in dem Styl und
CHRONOLOGISCHE REIHE DER BEDEUTENDSTEN FRANZOESISCHEN GESCHICHTSCHREIBER, VOM ANBEGINN DER MONARCHIE BIS AUF UNSRE ZEIT; WAS SIE GESCRIEBEN etc. etc.
mit allen Vorurtheilcn seines Zeitalters geschrieben , voll desWunderbaren und Fabelhaften.
Fulbert, 4- 1028, Bischoff von Chartres und Canzlcr vonFrankreich. Seine gut geschriebenen Episteln geben viel Lichtüber die Geschichte seiner Zeit.
Ville-Hardouin, 4 “ *212, Ritter und Gelehrter, hat mitedler Einfalt u. Aufrichtigkeit die Geschichte der Einnahme vonCon.Htantinopel durch die Franzosen im Jahr 1204 geschrieben.
Joinville , 4 “ i 3 i 8 , aus einer der ältesten Familien vonChampagne und einer der bedeutendsten Grossen am HofeLudwigs des Heiligen , hat eine ausführliche Beschreibung vondem Leben und der Regierung dieses Königs geliefert.
W ilhei.m von Nangis , Benediktiner von St. Denis -f* i 3 o 2 ,hat das Leben von dein heiligen Ludwig uud von dessen Sohnegeschrieben. Seine geschätzte Chronik, die nur bis zum Jahrei 3 oi geht, wurde durch zwei andre bis zuin Jahr i 368 fort-geführt. Das Hauptverdienst der Letztem besteht aber in derAusfüllung einiger Lücken , die wir sonst in deu Nachrichtenvon jener Zeit haben würden.
Froissard , 4 ” *4g 2 , Dichter und Historiker. In seinergeschätzten Chronik von 1I26 bis i 4 <>o sind die meisten grosseneuropäischen Begebenheiten bis ins Kleinliche ausgeführt.
Moxstrelet, Gouverneur von Cambrai, ^ i 435 , liefertedie Fortsetzung der Chronik des Froissard bis zmn Jahr 1402,die dann noch weiter bis 1467 forlgeführt wurde. Man findetdarin die Beschreibung der Einnahme von Paris durch dieEngländer, und die heftigeu Bürgerkriege zwischen den Häu-sern von Orleans und von Burgund.
Joh. Juv. des Ursins , Erzbischoff zu Rheims , 4 - * 4 - 3 ,hinterliess eine Geschichte Carls VI. von i 38 o bis 1422. Er istzu parteiisch für die orleanische Partei gegen die burgundiselie.Sein Bruder war Cauzler unter Ludwig XI.
Philipp von Comines , aus einer ausgezeichneten nieder-ländischen Familie, 4 ” i 5 « 9 . Ludwig XI. zog ihn nach Frank-reich und suchte ihn bei sich zu fesseln. Seine Memoiren zurGeschichte Ludwigs XI. und Carls VIII. , von 1464 bis i 49 8 »werden ausnehmend geschätzt, so dass man sie oft mit demBesten verglichen hat, was in dieser Art aus dem Alterthumauf uns gekommen.
Gaguin , 4 ” i 5 oi , Unterhändler und Geschichtschreiber,seine Geschichte von Frankreich, die von Pliarainund bis zumJahr 1499 geht, wird meistens nur in Bezug auf die Begeben-heiten seiner eignen Zeit zu Räthe gezogen.
Paul Am fL V °R Verona , 4* * 329 , seine Geschichte vonPliarainund bis auf Carl VIII., die er in Frankreich und inlateinischer Sprache geschrieben, hat bei vielen Mängeln dasVerdienst die Anfänge der fränkischen Geschichte klarer ausuiaander gese&t *n haben.
Die Ucbeliy , Hauptleute und Unterhändler, unter Franz I.,haben die Dfok'YÜrdigkeiten ib rer Zeit geschrieben, der ältestestarb i 543 > der jüngere 1559.
Die Du Tillet, zwei Bruder, von denen der eine Bischoffzu Meaux» drr andre Chef der Canzlei des Pariser Parlamentswar; beide»tarben 1570. Der erste hinterliess eiue Chronikvon lMiaram« 0 « bis zum J. 1547, die für eines der gelehrtestenWerke über nnsre Geschichte gilt; der zweite hat eine ge-drängte Schilderung des Kriegs der Albigenser lind eine kost-bare SamffihHjg y on Actenstücken der Könige von Frankreichgeliefert, wd‘-h e dj e m e i sten Originalurkunden unsrer Ge-schichte enthalten.
DcrMAR^ HAI -L von Montluc, 4- *377, durch seine Kriegs-thaten berührt. Er schrieb im Alter von 75 Jahren seinenConimentari Heinrich IV. die Sohlaten-Bibel nannte.
Belle*»»* » t * 381 , er schrieb die Geschichte der neunKönige Carl 1 ,,Q d eine allgemeine Geschichte von Frankreich,die bis zum^hr i 5;4 reicht, und von Gabriel Chapuis biszum Jahr ortgesetzt wurde. Ein verwirrter Styl undweitschweifig® 1, Vortrag.
Castelsaü» 4 " iäga , ein Edelmann , Krieger und Unter-händler, der von C arl IX. und Heinrich III. häufig Aufträgeerhielt. Kr ^ ar unfmal als Abgesandter in England und staudbei den Gc 1 ** 1 besondrer Gunst. Seine Memoiren über dieihm anvertra” e ° Unterhandlungen sind höchst schätzbar fürdie Geschichte seiner Zeit.
Cayet, der vom calvinisehen Geistlichen wieder zur eatholi-schen Reb{^ H zur ückkehrte, weil er durch einen Synodal-beschluss abg setzt worden, hat uns unter dem Titel sieben-jähriges u. neunjähriges chronologisches Tagebuch, historischeDocumeüte *00 iä8y bis 1604 binterlassen. Er starb 1610.
Peter 1» L 4 * 1611, sein Tagebuch Heinrichs III.
von i 574 lS ' 9 tst sehr geschätzt. Auch von Heinrich IV.-lieferte er das lagebuch, das später von einem Unbekanntenfortgesetzt«" e. L Estoile hat das Verdienst grosser Unpartei-lichkeit.
BouROri 1 '^ 55 » Abbe von Brantome, 4 - i 6*4 > über die Ge-schichte des notes und des Privatlebens Carls IX., Heinrichs IU.
und Heinrichs IV., hat er als Augenzeuge Mcmoireu in naivemStyle und mit geistreicher Anmutli geschrieben.
Auch sein Gross-Neffe Bourdeilles , Graf von Montresor,der bei Gasto dem Bruder Ludwigs XIII. und in den Intriguenjener Zeit stark verwickelt war, hat Memoiren von grossemInteresse geschrieben.
De Thou, Präsident, 4 “ 1617 , hinterliess eine Geschichteseiner Zeit von i 545 bis 1607 in lateinischer Sprache. Er giltfür den besten französischen Geschichtschreiber. S£in Sohnfiel als Opfer der Freundschaft in der Verschwörungsgcschichtedes Cinq-Mars; er hatte diesen abzuhalten gesucht, wollte ihnaber nicht verrathen.
Mathieu, 4 ” 1621» unter Ludwig XIII., Historiograph vonFrankreich, hinterliess eine Geschichte von Franz I. bis aufLudwig XIII. Auch von Ludwig dem Heiligen hat er eineLebensbeschreibung geliefert. Seinen Werken fehlt das Edle,und sie sind wenig geschätzt.
D’Aubigne , + i 63 1; lange Zeit ein Liebling Heinrichs IV.,dessen Gunst er endlich durch seine Satyre und Unbiegsamkeitverlor. In seinerUniversal-Geschielite von i 55 obis 1601 findetman das ganze Gepräge seines Charakters wieder. Er war derGrossvater der Frau von Maititenon.
Davila, 4- i 634 , seine Geschichte der französischen Bür-gerkriege von Heinrich II. bis zum Frieden von Vervins 1.598 ,die er zu Venedig in italienischer Sprache schrieb , wurde insFranzösische übersetzt. Er hat einen zierlichen Styl, und weissseiue Leser zu unterhalten und zu fesseln. Man wirft ihm zugrosse Parteilichkeit für seine Wohlthäterin die Catharine vonMedicis vor.
AndreasDuchesne, 4-1640, hat die ältesten und wichtigstenMaterialien der französischen Geschichte zusammengetragen ,daher er der Vater dieser Geschichte genannt wird. Untermchrern historischen Arbeiten von ihm ist besonders auch dieSammlung aller französischen Geschichschreiber vom Anfangder Monarchie bis auf Philipp August, die sein Sohn bis aufPhilipp den Schönen fortsetzte, höchst schätzbar.
Sully, 4- 1641, Heinrichs IV. berühmter Freund und dasMuster eines trefflichen Verwalters des Reichs. Seine Memoiren,die der Abbe de l’Ecluse geordnet hat, enthalten äusserst inter-essante Gemälde von den Regierungen Carls IX., Heinrichs III.und Heinrichs IV»
Die Sainte Marthe , Zwillingsbruder, 4- * 65 o , beideHistoriographen von Frankreich, in ihren Neigungen und
Arbeiten erscheint die Aclmlichkeit ihrer Gesichtszüge unddie Einigung ihrer Herzen : sie haben sich durch ihre genea-logische Geschichte des Hauses Frankreich berühmt gemacht.
Dupleix , 4 “ 1661, Historiograph von Frankreich. SeineMemoiren von den Galliern sind ein äusserst geschätztes Werk,voll gründlicher Untersuchungen über die ersten Zeiten derfranzösischen Monarchie. Bei weitem weniger Werth hat sein
erk über die spätere Geschichte von Frankreich , in welchemseine Schmeichelei gegen den Cardiual von Richelieu zu offenam Tage liegt.
Perefixe , 4- 1670, Erzbischoff von Paris und Lehrer Lud-wigs XIV. : er hat eine Geschichte Heinrichs IV. in leichtemStyle geschrieben.
Gomberville, 4” *674* hinterliess eine Abhandlung überden Ursprung der Franzosen , und besorgte eine sehr geschätzteAusgabe der Memoiren des Herzogs von Nevers v. 1574 bis 1610.
Le Laboureur , ^ 1675, er ist durch seine treffliche, mitNoten versehene Ausgabe der Memoiren von Castelnau, durchseine Geschichte Carls VI. und durch seiue Abhandlung überden Ursprung der Wappen bekannt.
Der Cardinal von Retz, 4 “ *679, berühmt durch die Rolle,die er in den Unruhen der Fronde spielte, hinterliess Memoiren,die sich durch eine geistvolle lebendige Schilderung interessan-ter Thatsacheu und merkwürdiger Personen empfehlen.
Mezerai, 4” i 683 , der Sohn eines Wundarzt» aus der Nor-mandie, wird als einer unsrer grössten Geschichtschreibergenannt, was er wohl mehr dem Umfange als der Trefflichkeitseiner Werke zu verdanken hat. Seine grosse Geschichte von\ rankreich besteht ans drei Fol obänden ; ausserdem haben wirvon ihm einen bei weitem mehr geschätzten chronologischenAbriss, und eine Abhaudlung über den Ursprung der Franzosen.
Vittorio Siri , ein iialieniscber Geistlicher und Historio-graph von Frankreich , 4- i 685 . Er hat sich durch seinenMerkur, oder Geschichte seiner Zeit, und durch Memoirenbekannt gemacht, die wegen der Menge vou Originalurkundensehr viel Werth haben.
Du Canoe , 4 ” 1688, Schatzmeister von Frankreich. Untereiner Menge von gelehrten Werken zeichnet sich seine Ge-schichte von Constantinopel unter den französischen Kaisernaus.
y rau von Motteville , 4 " *689, Liebling der Mutter Lud-wigs XIV., Anna von Oestreich, hat Memoiren über diese
Fürstin hinterlassen, die uns hauptsächlich von dem Hoflebenund den politischen Intriguen , während der MinderjährigkeitLudwigs XIV», unterrichten.
Mademoiselle de Montpensier , 4 “ *693 , durch Geburtund Reichthümer, durch ihr Benehmen in den Parteikriegender Fronde, und endlich durch ihre Vermählung mit dem GrafenLauzun berühmt, hat interessante Memoiren hinterlassen.
Der Pater Anselme, 4 ” 1694» seine genealogisch-chrono-logische Geschichte des Hauses Frankreich und der oberstenKronbeamten wurde noch von Dufourny und von den Geist-lichen Ange und Simplicien weiter fortgesetzt. Die Resultatevielfältiger und merkwürdiger Forschungen machen diesesWerk kostbar und recht geeignet, einem jeden, der an derfranzösischen Geschichte arbeitet, Licht zu verschaffen.
Varillas, 4* 1696, Historiograph des Bruders Ludwigs XIII.Gasto; er hat eine Geschichte von Frankreich von der GeburtLudwigs XI. bis zum Tode Heinrichs III. geschrieben.
Saint Simon, der die Gemahlin Ludwigs XV. aus Spanienholte. Er starb nach der Regentschaft des Herzogs von Orleans.Seine Memoiren vou der Regierung Ludwigs XIV. und von denZeiten der Regentschaft sind interessant, doch erscheint darinbald zu viel Strenge und Satyre, bald übertriebenes Lob , jenachdem ihn Abneigung und Vorurtheil oder Zuneigung trieb:Ludwig XIV. ist zu ungünstig, der Regent zu günstig be-handelt.
Le Long , einer der Väter des Oratoriums, 4 " 1721, seineBibliothek der Geschichte von Frankreich zeichnet sich durchviel Gelehrsamkeit, scharfsinnigeCritik und Forschungen aus.
Der Graf von Boulainvillers , 4* *7 2 2» seine Werkeüber die Geschichte Frankreichs sind berühmt; doch wird ihmder Vorwurf gemacht zu oft seine Phantasie zur Führerin ge-nommen zu haben.
• Der Pater Dantei. , ein Jesuite, 4 “ 1728, hat des Mezeraiallgemeine Geschichte critisch beleuchtet, und darauf eine eignegeschrieben, die man auch allgemein für vorzüglicher erkennt:sie ist mit Sorgfalt behandelt, wohl angeordnet, und in einemreinen zierlichen Styl geschrieben. Eine Fortsetzung hat derPater Griffet geliefert.
LeGendre , 4- 173 J , hat viele Schriften über die GeschichteFrankreich, über Sitten und Gebräuche der Franzosen hinter-lassen. Seine Werke sind sehr geschätzt, und wurden von Vellyund Villarct bei ihrer allgemeinen Geschichte häufig benutzt.
Der Pater Montfaucon , + 1741; unter einer MengeSohrifteu von ihm neunen wir seine Denkmäler der französi-schen Monarchie in 5 Foliobänden mit Kupfern.
Dubos , 4 " *742 » Unterhändler und Geschichtschreiber.Seine eritische Geschichte von der Gründung der französischenMonarchie ist ein glänzendes systematisches W erk.
Lf.nglet Dufresnoy, 4 “ *? 35 , hat eine Menge historischeWerke geschrieben. Er ist aber breit, dunkel und ohne An-innth : man sollte ihn eher für einen Gelehrten des sechzehntenals für einen Literator des achtzehnten Jahrhunderts halten.Das Beste was er geschrieben ist sein Werk über die Art dieGeschichte zu studiren.
Vei.i.y, 4 " t 7 ^ 9 * einer der berühmtesten französischenHistoriker , mit einem fliessenden einfachen und natürlichenStvl , hat eine allgemeine Geschichte von Frankreich bis aufPhilipp von Valois geschrieben, in der er sich besonders mitdem Ursprünge der französischen Gesetze und Gebräuche be-schäftigt. Villaret und später Garnier haben eine Fortsetzungdavon geliefert; der erstre in einem eleganten , oft nur zupoetischen Styl.
Hainault, Präsident, 4 " * 77 °» seine chronologische Ge-schichte von Frankreich ist ein vortreffliches Werk, das melircrnandern , die es aber nicht erreichten, zürn Muster gedient hat.Es geht bis auf den Tod Ludwigs XIV.
Duglos, 4- 1772, Historiograph von Frankreich, hat Me-moiren und eine Lebensbeschreibung Ludwigs XI. binterlassen.
Der Abbe Milt.ot, 4 “ *785, hat einen Abriss der französi-schen Geschichte geschrieben, in welchem die Tliatsaehen zusehr gedrängt und zu viel kühne, ja gefährliche Betrachtungenenthalten sind.
Der Abbe Mably, 4 " 1785, ein tiefer kühner Denker, hatmehrere historische Werke hinterlassen , unter denen sichbesonders seine Betrachtungen über die französische Geschichteauszeichnen.
Voltaire’s Jahrhundert Ludwigs XIV., ist ein glänzendesWerk, reich an Schönheit. Auch das Jahrhundert Ludwigs XV.haben wir aus seiner Feder.
Anquetil , sein Werk über den Charakter der Ligtie ist sehrinteressant und liefert das richtigste Gemälde von jenen un-glücklichen Zeiten. Auch eine Geschichte von Frankreich vonihm ist durch Vortrag und Schreibart äusserst anziehend.
No. XL GENEALOGISCHE ERLAEUTERUNGEN UEBER DIE CAPETINGER , BOURBONS etc.
Verleger : Johann Velten in Karlsruhe. —- Gedruckt bQ G. Braun. 1826.