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Historisch-Genealogisch-Geographischer Atlas von Le Sage Grafen Las Cases in fünf und dreisig Uebersichten
Entstehung
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GEOGRAPHIE DEE GESCHICHTE,

oder Darstellung der gleichzeitigen Staaten und Herrscher von Europa während der letzten acht Jahrhunderte unserer Zeitrechnung.

iooo Jahre nach Christi Geburt.

iooo Jahre nach Christi Geburt.

ENGLAND.

D .epischer Stamm.

1014. Sucno.

1015. EdmundII. u.CanutI

io36. Harold I.1040. Canut II.Stichs. Familie wie-der eingesetzt.1042.Eduard III. od.Bekenner.

Normänn. Stamm,1066. Wilhelm Er-oberer.

1087. Wilhelm II.oder Rothe.

SCHOTLAND. ? FRANKREICH.

1004. Malcolm II.

io35. Duncan I.

1041. Macbeth,Usurpator.

1057. Malcolm III.1066. Harold II.

1093. Donald,Usurpator.

1094* Duncan II.1095. Donald^Usurpator.

1098. Edgar,

jjy Capetimger , Fort-setzung.

io3i. Heinrich I.

1060. Philipp L

Anfang der Kreuzzüge.

KÖNIGREICH DER VEREINTEN BURGUNDE.

SAVOYEN.

y Grafen.

1027. Humbert I. odermit weissen Händen.

1048. Amadeus I.107a. Humbert IL

Schicksal des hurgundi -sehen Reicks.

Dieses Reich, das Sa-voyen, die Schweiz, Pro-vence , einen Theil vonDauphine, Venaissinetc. umfasste, war vonkurzer Dauer. Es kam,wie wir schon oben be-merkt, durch Vermächt-niss an den deutschenKaiser, der aber wegendem langen und heftigenStreit zwischen Kaisern

DEUTSCHES KAISERTHUM.

I 1002. Heinrich IL oder Fromme.

Fränkische Kaiser.

Unter ihnen beginnt der berühmte Streit zwischen Kaisern und Päbsten,der beinahe dreihundert Jahre dauert, und das Entstellen verschiedenerStaaten in Italien , so wie eine grössere Unabhängigkeit der Fürsten inDeutschland zur Folge hat.

1024. Conrad II. erbt das Königreich Burgund.

1039. Heinrich III. Unter ihm blühet das Reich.

io56. Heinrich IV. Verwirrung und Unglück seiner Regierung im Kampfegegen die Aumaassungen des Pabstes machen ihn merkwürdig. Er wirdvon seinem eigenen Sohn des Throns beraubt; vertrieben und mit demBann belastet stirbt er elend.

KÖNIGREICH ITALIEN.

Schicksal Italiens.

Der Anarchie , die in Italien durch dieZerstückelung des Reichs Carls des Gros-sen entstand, folgte, wie schon auf dervorigen Tafel bemerkt worden, dieHerr-' schaft der deutschen Kaiser durch Erobe-- rung. Voll und unumschränkt blieb ihre

Gewalt unter dem sächsischen Stamme; unter dem fränkischen wardsiedurch die

ränkevolle Politik der Päbste heftig er-> schüttert; unter den schwäbischen Kai-

sern endlich völlig vernichtet. Die Päbste,

so mächtige Nachbarn fürchtend, wussten

ihnen, im Innern wie von aussen, bestän-

NEAPEL undSICILIEN.

Normann. Stamm.

** 1059. RobertGuiseard, Herzog.

108 5. Roger.

Ihre Nachfolgerwerden Könige.

NAVARRA.

** iooo. Sancho III.oder Grosse.

io35. Garcia.

io54* Sancho IV.

1076. Sancho, Königvon Aragonien.

1094. Peter , Königvon Aragonien.^

ASTURIEJund LE0\

VWVl,

1027. Vert.

mundHt

SARACENEN IN SPANIEN.

Mit jedem Tage weichen sie mehr vor denChristen zurück, die Castilien , Aragonien,Portugal etc. gründen.

CASTILIEN.

** io35. Fernand , heira-tet dieübin von Leon.

io65. Saucen.1072. Alplr^ vi.

ARAGON.** io35. Ra-miro I.

1066. Sancho,auch in Na-varra Kön.

1094. Peter I.

PORTUGAL.V ioSg.Heinr.von Burgund,Hug.CapetsUr-enkel. DurchseineHeirathu.

EroberungenGraf von Por-tugal.

GRIECH. REICH.

1028. Roman III,io34- Michael IV.

1041. Michael V.

1042. Zoe u. Theodora.1042. Constantin IX.io56. Michael VI,

1057. Isaac Comnenus.1059. Constantin Ducas.1067. Roman IV»

1071. Michael Ducas.1078. Nicephorus III.1081. Alexius Comnenus.Anna, seine Tochter.

RUSSLAND. DAENEMARK. SCHWEDEN.

Aus Ingrien karaRu-rik um des neuntenJahrh. Mitte u. legte inder Gegend von Now-gorod den Grund zudem russ. Reich. SeineNachfolger sind:

879. Igor.

945. Swiatoslaw,

973. Jaropolk.

980. Wladimir.ioi5. Swiatopolk I.1019. Jaroslaw I.io55. Isiaslaw I.

1078. Wsewolod I.1093. Swiatopolk II.

Sein Ursprungverliert sich in d.Nacht der Zeiten.

ioi5. Canut derGrosse , Königvon England.

io36. Canut derHarte.

1042. Magnus.1047. Sueno II.

1077. Harold III.1086. Canut d. H.1086. Olaus IV.1095. Erich I.

Sein Ursprungreicht in d. Nachtder Zeiten.

Chronologie.

Olaus nimmt dasChristenthum an.

1019. Amund.io35. Edmund.1040. Hackin.1059. Slinkill.io6r. Ingo.

1064. Haldestan.1080. Philipp.

PAEBSTE.

1003. Johann XVII.

1004. Johann XVIII,

1009. Sergius IV.

1012. Benedict VIII,

1024. Johann XIX.

io33. Benedict IX. entsagt.1044. Gregor VI. entsagt.

1046. Clemens II.

1047. Benedict IX. aufs neue.

1048. Damasus II. St. Leo IXio 54. Victor II. 1057. Steph. X.io58. Nicol. II. 1061. Alex. II.1073. Gregor VII.

1086. Vict. III. 1087. Urban II.1098. Paschalis II,

BEGEBENHEITEN i. d. KIRCHE. flERUEHMTE. GELEHRTE.

Gegen Mitte dieses Jahrhundertsentzogen sich die Päbste der Machtder Kaiser. Sie erhoben bald ihreGewalt über sie, und maassten sichdas Recht an, über Kronen undVölker zu verfügen. 200 Jahreblieb diese Herrschaft in vollerKraft; seitdem aber sinket sie.

1084. Die Carthäuser gestiftet.

1096. Urban II., der den TitelPabst annimmt, bewirkt durchseine Predigten zu Clermontden ersten Kreuzzug.

XI. JAHRHUNDERT.

Berühmte e tc. Hildebrand, Pabstunter dem Namen Gregor VII.;Gräfin Matbilde; Peter der Ein-siedler ; Gottfried vou Bouillonan der Spitze des ersten Kreuz-zugs ; Rodrigo der Cid, den Ge-schichte u. Poesie verewigt haben.

Gelehrte c tc. Averrlioes Avicenna.Guido Arctinus, Hermann Con-tratrtus, Lambert v. Aschaffen-burg, Adam Bremens., Bruno v.Merseburg, Berengar, Archidia-kon zu Angers.

LITERATUR UND SCHOENE KÜHNSTE,

von dem zehnten Jahrhundert bis auf die neuesten Zeiten.

1100 Jahre nach Christi Geburt.

1100 Jahre nach Christi Geburt.

1100. Heinrich I.

oder Löwe.n35. Stephan vonBlois.

Haus Anjou.

1154. Heinrich II.erobert Irland;erwirbt Guienneetc. ThomasBecket.

1189. Richard I. od.Löwenherz.

1199. Johann ohneLand. M. Charta

1107. Alexander L1124. David L

1153. Malcolm IV.

n65. Wilhelm derLöwe.

1108. Ludwig VI. oderDicke. Freiheitender Städte.

1137. Ludwig VII. oderJunge.

Verstossung seiner Ge-mahlin Leonore.Schlimme Folgen.

1180. Philipp August.

Normandie , Maine,Anjou erobert.

1108. Amadäus II.

1148« Humbert III.

1188. Thomas L

und Päbsten zu keinemruhigenGenuss davon ge-laugte.

Das Reich zerfiel wah-rend diesen Unruhen;ein grosser Theil wardmit der fränkischen Mo-narchie vereinigt , undaus den übrigen Trüm-mern bildeten sich zweiStaaten, die noch bis aufunsere Zeit bestanden.

1. Das Herzogthum Sa-voyen, dessen Regenten

1106. Heinrich V.

1X25. Lothar II. von Supplenburg.

Schwäbische Kaiser.

Unter ihnen reisst Italien sich völlig los, und die kaiserliche Macht in Deutsch-land verfallt.

1137. Conrad III. zieht mit dem zweiten Kreuzzug.

ii52. Friedrich I. oder Barbarossa, stirbt auf dem dritten Kreuzzug.

1190. Heinrich VI., erbt Neapel und Sicilien.

1197. Philipp , wird ermordet 1208.

dige Verwicklungen zu bereiten, und soentstand jener heftige Kampf zwischen derweltlichen u. geistl. Macht, der berühmteKrieg der Welfen und Gibellinen , derdreihundert Jahre lang Italien mit allenSchrecknissen uud allem Elende der Re-ligionswuth, der Anarchie und derBürgerkriege füllte, bis cs endlich diehier unten bezeichnetc Gestalt an-nahm , die sich zum Theil bis aufunsere Tage erhalten hat.

1102. Roger II.ii 54» Wilhelm derBöse.

1166. Wilhelm derGute.

1189. Tancred.1194. Wilhelm III.

Schwäb. Stamm.

1194. Heinrich VI.

deutscher Kaiser.1198. Friedrich II.deutscher Kaiser.

1104. Alph. der Streit-bare , König vonAragonien.

1 i34-GarciaV. gelangtwieder zu seinemRecht.

1 i5o. Sancho d.Weise.

1 i94«Sancho d.Starke.

Haus Champagne.

1109. Urrac^ mit Raimundvon Iranjjg.^Qjute undspäter nujlphons d.Streit-bareu, Xnigyou Arago-nien , venählt.

Linie dei Grafen vonFrakcü-Comte.1124. Alple* vill.

* 1157. Trmnung.

LEON1157. Ferd-I.1187. Alph X.heir. d. Krimv. Castili«

CASTILIEN

157. San-cho III.

158. Alph.der Edle.

1104. Alpbonsd.Streitbare.

n34- Rami-ro II.

n38.Petronel-la und Rai-mund v. Bar-celona.

Lin. der Gra-fen v. Barce-lona.

1162. Alph. II.od. Keusche.

1196. Peter II.

1139. Alph. I.v. seinen Sol-daten z. Kö-nig ausgeru-fen.

ii 85. Sancho I.

1118. Johann Comnenusder Schöne,

ii 43. Manuel Comn.

1180. Alexius II.

ii83. Andronic. Comn.

1185. IsaacAngelus, ent-setzt.

1195. Alexius Angelus.

11 i3. Wladimir II.1125. Mitislaw.ii32. Jaropolk II.1140. Wiaceslaw.

1 r4o. Wsewolod II.u47- [ S or I*.

1147. Isiaslaw II.

1149. Juri oder Georg.n5o. Isiaslaw wieder.ii 54- llostislaw.

1154- Isiaslaw III.n 54- Juri wieder.1157. Andreas I.

1175. Michael.

1177. Wsewolod III.

1102, Nikolaus.

n35. Erich II.

1137. Erich III.

1147. Sueno IIIund Canut V.

1157. Waldemarder Grosse.

ri82. Canut VI.

1110. Ingo.

1129. Ragwald.n4o. Swercher.

ii 5 o. Erich IX.1162. Carl VII.1168. Canut.

1192. Swerch. II.

1118. Gelas.II.

1119. Calixt. II.

Von des vori-(gen Jahrhun-

n24.Honor.1n derts Mitt « an1 i3o Innoc. II. 1 geschieht die

I i43.C0leSt.II.n44*Lucius II.ii 45. Eug. III.n53.Anast.IV.ii54.Iladr.IV.

l Wahld. Päbstenur alleindurch die Car-dinäle, überderen Entstc-

n5g. Alex. III. | hun g 11 Alter1181. Luc. III.l lnaa übrigensIl85. Urban III. Weht einig ist.1187. Gregor VIII. Clem. III.1191. Cölestin III.

1198. Innoc. III.

in3. Hospitalbrüder von Jerusa-lem , oder Johanniter , die spä-tem Maltheser, gestiftet.

1118. Stiftung der Tempelherrn,die i3ii aufgehoben werden.

1123. IX. allg. Concil im Lateran.1139.X. » » » » » »

1147. Zweiter Kreuzzug.

1 i(k). Albigenser.

1170. Waldenser.

1179. XI. allg. Concil im Lateran,gegen die Waldenser.

1187. Dritter Kreuzzug.

1191. Deutsche Ritter, Kreuzrittergestiftet.

XII. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Abt Suger , Tho-mas Becket, Saladin , Tancred,Lusignan, Dschingis-Khan.

Gelehrte etc. Sigbert , AnnaComnena , Wilhelm von Tyrus,Abälard u. Heloise, Suidas, PeterderElirwürdige, Gratian, St» Bern-hard, Soadi, Otto von FreisiDgen,Heinrich v. Veldeck.

1200 Jahre nach Christi Geburt

1200 Jahre nach Christi Geburt

1216. Heinrich III.Graf von Lciccster.Haus der Gemei-nen errichtet.

i272.Eduard I.(IV.)erobert Wales.

Einfall in Schot-laud.

1214* Alex. II.1249. Alex. III.1286- Margarethavon Norwegen.

Häuser Baliolund Bruce.1292. Job. Baliol.Grosse Unruhenwegen der Nach-folge.

Einfall d. England.Wallace, Held desVaterlands.

1223. Ludwig VIII- oderLöwe.

1226. Ludwig IX. oderHeilige. Kreuzzüge.

1270. Philipp III. oderKulme.

1285. Philipp IV. oderSchöne. Generalstaat.

Ständige Parlamente.

Tempelritter aufgeho-ben.

1233. Amadeus III.

1253. Bonifaz.

1263. Peter.

1268. Philipp I.

1285. Amadeus IV. od.Yvertheidigt Rhodus.

hier zur Linken aufge-führt sind; und2. die Repuhl. Schweiz,von der hier unten Mel-dung geschieht

1208. Otto von Braunschweig,verliert die Schlacht beiBouvines.

1212. Friedrich II.

I25o. Conrad IV.

Anarchie, die 20 Jahre dauert.

y Haus Habsburg oder alt-östreichischer Stamm.

1273. Rudolph I.

1291. Adolph v. Nassau , wirdvon seinem Nachfolger ineiner Schlacht getödet.

1298. Albert I., ermordetDie Schweiz unabhängig.

BEMERKUNGENüber Ungarn , Böhmen und Polen .

Der Ursprung dieser drei Reiche ist dunkel,und die erste Geschichte von wenig Interesse,so dass wir es für zweckmässig hielten , dieReihe ihrer Fürsten erst mit dem dreizehntenJahrhunderte zu beginnen. Bis i 52Ö bestandenalle drei als Wahlreiche , dann wurden diebeiden ersten mit den östreichisehen Ländernvereinigt; Polen ward 1796 aufgelöst und ge-theilt

Böhmen.1253. Ottocar.i278.Wenzesl.

Ungarn.1291. AndreasIII.

Polen.1289. Premisl.1296. Ladisl.

TOSCANA.

Florenz und Toscanafinden nach unzähligenRevolutionen u. Unru-hen endlich unter derVerwaltung der Mediciersehnte Ruhe; lange,bevor sie förmlich zurRegierung kamen, hat-ten sie schon durch ihrAasehen geherrscht.

Alexander, der ersteHerzog, ward v.CarlV.i53i ernannt, und Co-simo erhielt 1569 durch

i25o. Conrad IV.,deutscher Kaiser.

1254. Manfred ,Usurpator.

Haus Anjou.

1266. Carl von An-jou erobert Nea-pel und Sicilieu.

1282. Sicilian. Ves-per.

1285. Carl derKrumme verzich-tet auf Sicilien.

1234» Theobald I.1253. Theobald II.1270. Heinrich I.

Französische Linie.

1274. Philipp d.Schö-ne, König v.Frankr.

|i2i4- Huinr.

1217. Vreinigung.

I23o. Ferdmnd d. Heilige.

1252 . Alph.(erWeise, zumdeutschenlaiser erwählt.

1284. Sand» der Tapfereentreisst einem Neffendie Nachijge.

1295. Ferduand IV.

I2i3. Jacob Iod. Siegreiche.

1276. PeterIII.oder Grosse.

1285. Alph. III.

1291. Jacob U.

[2i 1. Alph. II.

1223. SanchoII. entsetzt.

1246. Alph. III.

1279. Dionys,der Vater sei-nes Landes.

1203. Isaac, aufs neue.

1204. Murzulph.

LATEINISCHES REICH.1204. Balduin v. Fland.1206. Heinrich v. Fland.1216. Pet. v. Courtenai.1219. Robert v. Court.1228. Job. v. Brienne, u.Balduin v. Courtenai.

NEU-GRIECHISCHES

REICH.

1261. Michael Paheolog.

1212. Juri II.

1217. Constantin.

1218. Juri wieder.1237. Jaroslaw II.1247- Sviatoslaw.1249. Andreas II.1201. Alex. Newski.1264. Jaroslaw III.1272. Wasilej oder

Basilius.

1276. Dmitrij od. De-metrius.

1294. Andreas III.

1202. WaldemarII.

1241. Erich IV.i25o. Abel.i252.Christoph I.1259. Erich V.1286. Erich VI.

1211. Erich X.Canutson.

1218. Johann.

1223. Erich XI.

i25o. Wäldern. I.

1276. Magnus I.

1290. Birger.

1216. Honorius III.

1227. Gregor IX.

1241. Cölestin IV.

1243. Innocens IV.

1254- Alexander IV.

1261. Urban IV.

1205. Clemens IV.

1271. Gregor X.

1276. Innoc. V. Hadrian V.

1277. Job. XXI. Nicol. UI.1281. Martin IV.

1285. Honorius IV.

1288. Nicolaus IV.

1294. Cölestin V. Bonif. VIII.

1204. Vierter Krenzzug.Entstehung der Inquisition.

1209. Franciscaner gestiftet.

1215. XII. Concil, im Lateran, ge-gen die Albigenser.

1216. Dominicaner gestiftet.

1228. Fünfter Kreuzzug.

1245. XIII. Concil, in Lyon gegenFriedrich II.

1248. Sechster Kreuzzug.

1270. Siebenter u. letzt. Kreuzzug.

1274. XIV. Concil, in Lyon , zurVereinigung der griecliischenund lateinischen Kirche.

XIII. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Dschingis-Khan,Conradin von Schwaben, Ottocarvon Böhmen.

Gelehrte etc. Conrad von Lieh-tenau, Albertus Magnus, Heinrich. Ofterdingen , Roger Baco , Ae-cursius , Rodr. Ximenes , Ant.vonPadua.

i3oo Jahre nach Christi Geburt.

i3oo Jahre nach Christi Geburt.

i3o7.Eduard II.(V.)Gaveston. Die bei-den Spencer.

1327. Eduard III.(VI.) Schlachten beiCrecy u. Poitiers.

1377. Richard II.

Haus Lancaster.1399. Heinrich IV.

i3o6. Rob. Bruce.

1329. David Bruce.

i33i. Ed. Baliol.

i 342. David Brucewied. eingesetzt.

Haus Stuart.1371. Robert II.1390. Robert III.

i3i4. Ludw. X. Hutinus.i3i6. Johann I.i3i6. Phil. V. od. Lange.i322.CarlIV.od.Schöne.

Haus Valois.

i 328. Philipp Vr.

Crecy , Belag, v. Calais.i35o. Job. IL oder Gute.Poitiers, die Jaequerie.i3Ö4. Carl V. od. Weise.l)u Gucsclin, Clisson.i38o. Carl VI.Azincourt, Maillotins.

i 323. Eduard.

1329. Aymon, der Fried-fertige.

i343. Amadeus VI. oderGrüne.

i383. Amadeus VIL oderRothe, nimmt von derGrafseh. Nizza Besitz.

Herzoge.

1391. Amadeus VIII.,Gegeupabst unter demNamen Felix V.

i3o8.

SCHWEIZ.

Ihre Freiheit ging ausdem berühmten Wider-stand Teils und der dreiMänner gegen die Tyran-nei des kais. LandvogtsGessler unter Kaiser Al-bert I. hervor. Erst 1648wurde die verbündeteSchweiz durch denwest-phäl. Frieden als frei undunabhängig anerkannt.Sie bestand imJ.1789 ausdreizehn verbündeten

Haus Luxenburg,unter dem das Schiesspulverund die Buchdruckerei er-funden worden.

i3o8. Heinrich VILi3i4* Ludwig von Baicrn.1347. Carl IV.

Von ihm ist die goldene Bulle,das deutsche Reichsgrund-gesetz , welches die ur-sprünglichen 7 Churfürstenbestätigt.

,1378. Wenzeslaus, abgesetzt.

i3o5. Wenzeslaus. i3xo.

Haus Luxen-burg.

i3ii. Johann.

i346. Carl IV.deutsch. Kais.

1378. Wenzes-laus, deutsch.Kaiser.

i3o4« Otto vonBaiern.

1309. Carl Ro-bert v.Neapel.

i3oo. Wenzes-laus , Königv. Böhmen.i3o5. Ladisl.

wied. einges.i333. CasimirIII.

Neapol. französ. Haus.i34 2 -*Ludw.d. Grosse. -1370.Hinterlässt zwei Töchter , Ma-ria und Hedwig.

i 382. Maria uKaiser Sigis-mund.

Jagell. Haus.382. Hedwigu. LadislausJagello.

PiusV. die Würde einesErzherzogs.

Nach Erlöschung derMedici kam das Landan das Haus Lothringen1737, jedoch mit der Be-dingung, dass es nie mitder östr. Monarchie ver-einigt werde.

1802 ging es durchVertrag an die Bourbonsvon Parma über , die esin der neuern Zeit unter

1309. Robert derWeise.

i 343. Johanna ver-mählt sich vier-mal, adoptirt dieFamilie Anjou, u.wird von ihremVetter u. Nach-folger ermordet.

i382.CarlDurazzo,od. della Pace.

i386. Ladislaus.

i3i4* Ludwig X.

i3i6. Philipp V.

i322. Carl IV.

i 328. Johanna u. Phi-lipp von Evreux.

i349» Carl der Böse.

1387. Carl ni.

i3i3. Alph .5 XI.

i 35 o. Peter er GrausameBerühmter ärgerkrieg.Der schwan Prinz.DuGuesclkierConnetable.

i368. Heirrch von Tras-tamara.

1379. Johar.1.

1390. Heinr.h III.

1327. Alph. IV

i336. Peter IV.od. Grausame.

1387. Johanni.1395. Martin.

Castil. Linie.

i325.Alph. IV.

1357. Peter derGrausame.

1367. Fcrd. I.

Unächte Lin.i383. Job. I.

i 328. Andronicus II.

i34i,Joh. Cantacuzenus.

i353. Johann Paläologusbesucht den Pabst, umHülfe gegen die Tür-ken zu erhalten.

1391. Manuel Paläolo-gus reist nach Italien,Frankreich und Eng-land, um Hülfe gegendie Türken.

i3o4« Michailow.

i 320. Juri III.

1323. Dmitrij II.

1324. Alexander II.i 328. Iwan oder Jo-hann I.

i 34 i. Semen oder Si-meon.

i353. Iwan II.

i36o. Dmitrij III. undDmit. IV. Dunskoi.1389. Wasilej II.

i 32 o. ChristophIL

i34o. WaldemarIII.

1376. Olaus,

i32ü. Magn. II.

i365. Albert ausMcklenburg, vonMargaretha über-wunden.

1387. Margaretha , die nordischeSemiramis genannt , herrschtüber Dänemark und Schweden.

1397. Verein von Calmar.

i3o3. Benedict XLi3o5. Clemens V. verlegt denpäbstl. Stuhl nach Avignon.i3i6. Johann XXII.i334» Benedict XII.

1342. Clemens VI.i 352. Innocens VI.i 3Ö2. Urban V. kehrt nachRomzurück.

1370. Gregor XI.

1378. Urban VI.

1398. Bonifaz IX.

i3oo. Einführung des Jubeljahrs

i3o5. Verlegung des h. Stuhls nachAvignon.

i3n. XV. allg. Concil, in Vienne,gegen die Tempelherrn.

1377. Wiclefiten in England.

1378. Grosse Spaltung in derabendländischen Kirche , diegegen 71 Jahre dauert.

XIV. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Abdala , letzterChalif der Saracenen ; Osman, er-ster türkischer Kaiser ; WilhelmTeil, Cola di Rienzi , Tribun zuRom ; der schwarze Prinz , DuGuesclin , Clisson, Tamerlan, Ba-jassid.

Gelehrte etc. Raimund Lullus,Dante , Bartolus , Abulfeda, Pe-trarca, Bocacci, Froissard, Cliau*cer, Wiclef, Joli. Duns, HeinrichFrauenlob , Joh. Huss , Hieron.von Prag.

1400 Jahre nach Christi Geburt.

1400 Jahre nach Christi Geburt.

i4i3. Heinrich V.Schl, bei Azincourt.1422. Heinrich VI.Krieg d. beid. Ros.Graf Warwick.Margar. von Anjou.

Haus York.1461. Eduard IV.(VII.)

1483. Ed. V. (VIII.)i483. Richard III.

Haus Tudor.1485. Heinrich VILSimnel undPerkin.

1424. Jacob I. er-mordet.

1437. Jacob II. er-schlagen.

1460. Jacob III, er-schlagen.

1488. Jacob IV. er-schlagen.

1422. Carl VILJohanna, Duuois, AgnesSorel, die Praguerie.

1461. Ludwig XLSchlacht bei Montlhery.

1483. Carl VIII-Zug nach Italien.

1498. Ludwig XII. oderVater des Volks.Italien. Krieg. Ligue vonCamhrai.

i 45 i. Ludwig.

1460. Amadeus IX. oderGlückliche.

1472. Philibert der Jäger.

1482. Carl I. od. Streit-bare.

1489. Carl II.

1496. Phil, ohne Land.

1497. Philibert derSchöne.

Cantonen, ihren Schutz-verbündeten und Unter-thanen.

Cantone.

1. Zürich. i35i.

2. Bern.i353.

3. Lucern. i352.

4. Uri. i3o8.

5. Schwyz.i3o8.

6. Unterwalden.. i3o8.

7. Zug .. i352.

8. Glarus. i352.

9. Basel. i5oi.

1400. Ruprecht, Pfalzgraf.1410. Sigismund.

1418. Sigismund, deutsch.Kais.

Haus Oestreich.

1438. Albert II., König vonBöhmen und Ungarn.i44°-l ?r i e <lrick III. erhebt Oest-reich zu einem Erzherzog- 1458. Georg v.l i 458. Mathiasthum. Podiebrad. Corvinus.

Haus Oestreich.

1437. AlbertII.,deutsch.Kais.i44ö. Ladislaus , posthum.

1493. Maximilian L heirathetdie Erbin der Niederlande.

Jagellonisches Haus1471. Ladislaus. 1490,Sohn Casimirs IV., Königsvon Polen.

t434« Ladis-laus b. War-na getödet.

[444- Casimir

IV,

1492. JohannAlbrecht.

dem Namen eines Kö-nigreichs von Hetrurienbesassen.

{NB. Einiges Nähereüber Toscana so wie üb.die Genealogie der Me-dici s. auf Taf. XV. u.XXXV.)

* HAUS MEDICL

1414. Johanna II.

Haus Aragonien.i 434- Alphons, Kö-nig von Arago-nien u. Sicilien.1458. Ferdinand I.1494 Alphons IL,von den Franzo-sen angegriffen.z495. Ferdinand II.,von den Franzo-sen vertrieben.1496. Friedr. durchLudwig XII. abges.

i 425. Johann , Königvon Aragonien.

1479. Leonore , ver-mählt mit Gastonde Foix.

1479. Franz Phöbus.

1483. Johann v. Al-bret, dem Ferdi-nand der Katho-lische Oberna-varra entreisst.

1406. JohutH. , eine Re-

1410. Ferdin.

gierungij Unruhen. .

i4i(i- Alph. V.bemacht, sich

1454. Heinrh IV., Anar-

ft

S

Neapels.

ciiie.

*5«

i458. Joh. II.

1474* Isabel, Königin von

1

,69. Ferdinand,

Castilien. König v. Aragon.

KÖNIGREICH SPANIEN.

Die Länder Kastilien und Aragonien , durchdie V ermähludsabellens und F erdinands vereint,erhalten den Nmen Königreich Spanien. Es ver-grüssert sich arcli die Eroberung von Ober-Navarra und*, dem maurischen Reiche Granada.

i 433. Eduard.1438. Alph. V.

1481. Joh. II.

1495. Emanuelder Grosse.Vasco deGama.Gonzalez Ca-bral.

Albuquerque.

1425. Joh. Paläologus.

1448. Constantin Paläo-logus, letzter griechi-scher Kaiser.

TUERKISCHE KAISER.

OSMANISCHER SlAMM.

%* 1453. Muhamed II.nimmt Constantinopelein.

1481. Bajassid II.

1425. Wasilej III.1462. Iwan III.

1412. Erich VIL von Pommerndankt ah i 438.

1440. Christoph von Baicrn.

Trennung.

y Holsteini-sches Haus.

1448. Christian I.

v. Oldenburg.1481. Johann.

I.Carl Canut-

Reichsvorsteher.Factionen, Anar-chie.

1404* Innocens VIL1406. Gregor XII.

1409. Alexander V.

1410. Johann XXIII.1417. Martin V.

1431. Eugen IV.i447- Nicolaus V.1455. Calixtus III.1458. Pius II.

1464. Paul II.

1471. Sixtus IV.1484. Innocens VIIL1492. Alexander VI.

1410. Hussiten in Böhmen.

1414. XVI. allg. Concil, in Con-stanz, gegen die Hussiten.

i43i. XVII. allg. Concil, in Basel,zur Befriedigung der Kirche inDeutschland.

1439. XVIII. allg. Concil, in Flo-renz, zur Vereinigung der latei-nischen und der griechischenKirche.

1440. Pragmatische Sanction. DieCapitel wählen die Bischöfe.

XV. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Stan-StUre , Jo-hanna dArc , Dunois , CardinalXimenes, Christ.Columbus, Gon-zalvo v. Cordova , Albuquerque.Amcrigo Yespucci.

Gelehrte etc. Marsil. Ficinus,Pathelin , Celtes , Beverini, Isr. v.Mecbeln, Peurbach , Thomas vonKempen , Joh. v. Eyck , Comines,Clotilde Surville , Ulug-Beg.

i5oo Jahre nach Christi Geburt.

i5oo Jahre nach Christi Geburt.

1509. Heinrich VIILCardinal Wolsey.

1547. Eduard VI.(IX.)

i553. Maria.Johanna Gray ent-hauptet.i558. Elisabeth.Grosse Armada.Ostindische Com-panie.

i5i3. Jacob V.

i 542. Maria , inEngl, enthauptet.

1567. Jacob VI. ge-langt auf denenglisch. Thron,unter dem Na-men Jacob I.

Siehe die folgendeColumue.

i5i5. Franz I.

Herzogin v. Ftampes.1547. Heinrich II.

Diana vou Poitiers.

1559. Franz II.

Die Guiscn. Bürger-kriege.

1560. Carl IX.Bartholomänacht.

1574. Heinrich III.

Die Ligue.

Haus Bourbon.1589. Heinrich IV.

Sully, Gabriele dEstrees,Henriette v. Entragues.

i5o4. Carl in. oder Gute.

r553. Emanuel Philibertsiegt in der Schlachtbei St. Quentin.

i58o. Carl Emanuel I.od. Grosse, bemächtigtsich der Grafschaft Sa-luzzo, und macht An-spruch auf das Mailän-dische.

10. Fryburg.1481.1

11. Solothurn .... 1481. j|

12. Schaffhausen ,i5oi.

13. Appenzell .... i5i3.NB. Die Jahrzahl ist

die des Eintritts in denBund.

Schutzverbündete.

St. Gallen. i5o2.

Graubündten .... 1491.

Wallis.1491.

Genf. i 52Ö.

Neufchatel. i 52Ö.

Biel.i5o3.

(Die neuere Einthei-lung s. auf Taf. XXXV.)

1519. Carl V., König von Spa-nien.

Berühmte Theilung des östrei-chischen Hauses in das deut-sche und spanische.

i5i5. Luther.

i558. Ferdinand I. vermähltsich mit der Erbin von Un-garn und Böhmen.

Religionsunruhen.

i564. Maximilian n.

1576. Rudolph II.

Bürger - und Religionskriege.

i5i6. Ludwig , bei Mohaczerschlagen.

Haus Oestreich.i526.Ferdinand,deutsch.Kais.

* Von da an blieben Böhmenund Ungarn stets hei Oest-reich.

(Siehe die Columne zur Lin-ken.)

i5oi. Alexan-der.

1507. Sigis-mund I.

i 548. Sigis-mund II.

1573. Heinrichvon Valois.

Stephan

Bathori.

Haus Wasa.

1587. Sigis-mund UI.

i53i. Alexander durchCarl V. zum Herzogerhoben.

GROSSHERZOGE.

1569. Cosimo I., durchPabst Pius V. zumGrossherzog erhoben.

i 574- Franz.

1587. Ferdinand I.

i5o6. Ferdinand d.Katholische.

Oestreich. -Spani-sche Linie.i5i6.CarlV., deut-scher Kaiser undKönig v. Spanien.

i 554- Philipp II.,König v. Spanien.

1598. Philipp III.,König v. Spanien.

i5i6. Heinrich.

i556. Anton vonBourbon.

1572. Heinrich IV.,König von Frank-reich , vereinigtUnternavarra mitder französischenKrone.

W

ö

w

PS

kus Oestreich.i5o4. Philipp'Oestreich , durch seine Vermähl,mit Johani der Wahnsinnigen , der Erbinvon Ferdicad und Isabella.i5i6. Carl V..leutscher Kaiser.

Mexico durch brtcz erobert.

Peru durch Purro erobert.i556. Philipp L , erobert Portugal und verliertdie Niederade.

i588. Die gro* Armada.

[598. Philipp ü»

HOLLAND.Stathouder.i58i. Wilhelm I. vonOranien.i584» Moritz.Barneveit.

i52i. Joh. III.

i 557. Sebast.1578. Heinrich,Cardinal.

Haus Oest-reich.

i58o. Phil. II.,König v. Spa-nien.

1598. Phil. IIL,König v. Spa-nien.

i5i2. Selim (.

i 520. Soliman der Präch-tige , der für den gröss-ten der türkischenKaiser gilt.

i566. Selim II. verliertdie Seeschlacht beiLe-panto.

1574. Murad III.

i5g5. Muhamed III.

i5o5. Wasilej IV.i533. Iwan IV.

i584- Feodorod.Theo*dor I.

1598. Boris Godonow.

i5i3. Christian II., der Nero desNordens, König von Dänemarkund Schweden.

Revolution u. endliclieTrennung

Christ, vertrieb.i 523. Friedrich I.i533. Christ. III.,führt LuthersLehre ein.

1559. Friedr. II.

i588. Christ. IV.

Haus Wasa.

i52i Gustav I.,führt LuthersLehre ein.i56o. Erich XIV.

entthront.i568. Johann IL1592.Sigismund,entthront.

i5o3. Pius IIL Julius II.i5i3. Leo X.

1522. Hadrian VI.

1523. Clemens VILr534. Paul IILi55o. Julius III.

1555. Marcel II. Paul IV.1559. Pius IV.i56ti. Pius V.

1572. Gregor XIII.i585. Sixtus V.

1590. Urban VII. Greg. XIV.

1591. Innocens IX.

1592. Clemens VIII.

1512. XIX. allg. Concil, imLaterani5i5. Concordat, Der König er-nennt , und der Pabst setzt dieBischöfe ein.i5i5. Luther.i 522 . Anabaptisten.i533. Trennung der englischenKirche.

i 534- Stiftung der Jesuiten.i535. Calvin.

i 545. XX. allg. Concil, in Trient,gegen die Lutheraner.i56o. Hugenotten in Frankreich.i565. Molinisten.

1568. Bulle in coena Domini.

1569. Puritaner in England.

XVI. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Gama, Magellan,Doria , Bayard, Cortez , Pizarro,Las Casas , Herz. Alba , Coligny,Don Juan von Oestreich , Barne-veit , Sully , Spinola , Rohau.

Gelehrte etc. Machiavelli, Guic-ciardini, Hutten , Thomas More,Zwingli, Erasmus, Rabelais, Melanchthon , Calvin , Copernicus,Ariosto, Camoens, Tasso, HansSachs, Marot, Malherbe, Raphael,Titian, Correggio, Michel Ang»,Albrecht Dürer , Holbcin , Mon-taigne , Ronsard, Guarini, Gali-lei , Spencer, Cervantes , Shake-spear , Kepler , Bacon , Harvey.

1600 Jahre nach Christi Geburt.

1600 Jahre nach Christi Geburt.

GROSSBRITANNIEN.

Haus Stuart.

i6o3. Jacob I. vereinigtEngl. u.Schotl.,unter dem Namen Grossbritannien.1025. CarlL, enthauptet im Jahre 1649-1649. Interregnum.i653. Oliver Cromwell, Protector.i658. Richard Cromwell.

1660. Carl II. v. H. Stuart wieder einges.1679. Habeas-cvrpus-acte.i685. Jacob IL

1688. Revolution.

1689. Wilhelm IIL und Maria.

1693. Englische Bank.

1694. Dreijähriges Parlament.

1610. Ludwig XIII.

Cardinal Richelieu.

1643. Ludwig XIV.

Card. Mazarin. Colbert.

Glorreiche Regiernng,die ihren Einfluss überganz Europa verbrei-tet. Blütlie der Künsteund Wissenschaften,Reichthum an gelehr-ten und grossen Män-nern.

i63o. Victor Amadeus I.

1637. Fr. Hyacinth.

1638. C. Emanuel II.

Könige.

1675. Vict. Amadeus II.

Unterthanen.

Aif deutscher Seite.

Baden,Thurgau, Rhein-thal , Sargans etc.

Auf französischer Seite.

Murten, Granson,Orbe.

Auf italiänischef Seite.

Lugano , Locarno, Bel-linzona.

1612. Mathias.

1619. Ferdinand II.Dreissigjähriger Krieg, Wal-lenstein , Tilly , GustavAdolph.

1637. Ferdinand III.Fortsetzung des dreissigjähri-gen Krieges.

1648. Westphälischer Friede.

i658. Leopold I.

Wien von den Türken belagert,und durch Sobiesky befreit.

PREUSSEN.

y Das Haus Hohenzollern,ursprünglich aus Schwaben,erhielt von Kaiser Rudolph dieBurggrafschaft Nürnberg alserbliches Lehen 1273. IraJahri 4 i 5 gelangte e& durch Kaufzu dem Churfiirstenthum Bran-denburg, und nahm 1701 denKönigstitel an, der zu Utrecht1713 anerkanut wurde.

KOENIGE VON PREUSSEN.

i632. Ladisl.Sigismund.

1648. Joh. Ca-simir legt dieReg. nieder.

1667. MichaelCoributli.

1673. Joh. So-biesky.

Sächs. Linie.

iÖ97.AugustI.

1609. Cosimo II»

[621. Ferdinand II.

1670^ Cosimo III.

ft

1621. Philipp T.

1625. Friedr. Heinr.

1621. Phil. IV.

1604. Aehraed I.

i6o5. Dmitrij, der

1604. Carl IX»

g

s

Revolution inhrtugal.

Martin Tromp.

Revolution.

1617. Mustapha, entsezt.

Falsche.

1648. Friedr. III.

iöii. Gust.Adolph

Gl.

>

Aufstand in Ntoel und in

1617. Osman I.

iboö. Wasilej Schuis-

Belagerung von

Schlacht bei

s

>

Catalonien

1647- Wilhelm II.

1622. Mustapha, wieder

koj.

Copenhagen.

Lützen.

ft

PS

Herzog von OUrez*

eingesetzt.

1610. Interregnum.

i 632. Christina,

i663. Carl II. ätzter von

i65i. Aufhebung des

Haus

1623. Murad IV.

Dmitrij, wieder ein

iÖÖo.Kevolution.

dankt ab i 654.

c-

der ostrf.a. Linie.

Stathouderats.

Braganza.

Falscher.

Die Krone erb-

s

ft

Ueber seit- Erbfolge

Ruyter.

1640. Ibrahim.

Anarchie.

lieh , und der

Haus

*

N

e

entsteht euallgemei-

1640. Joh. IV.

1648. Muhamed IV.

König unum-

Zweibrüc&en.

s

ner Kriegi Europa,

oder Glückl.

Erobert Candia, bcla-

i 6 i 3. Michael Roe&a-

schränkt.

cn

=

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der unter an Namen

1672. Erneuerung.

gert Wien , dem So-

now.

i654- CarlX., er-

>'

span. Sucriionskricg

WilhelmIII. z.erbl.

i656. Alf. IV.,

biesky zuHülfe kommt

i 645. Alexis.

1670. Christ. V.

obert Schonen,

i*

berühmt i£

Statthalter ernannt,

entthronet

1687. Soliman III.

1676. Feodor II.

1699. Friedr. IV.

Livland etc.

w

B

te

wird König v. Engl.

1667.

1690. Achmed II.

1682. Iwan u. Peter.

1660. Carl XI.

ft

1695. Mustapha II.

1689. Peter d. Grosse.

169;. Carl XII.

i683. Peter II.

Schl, bei Narwa

ft

u. bei Pultawa.

i6o5. Leo XI. Paul V.

1621. Gregor XV.1623. Urban VIIL

1644* Innocens X.i655. Alexander VIL1667. Clemens IX.1670. Clemens X.1676. Innocens XI.

1689. Alexander VIIL1691. Innocens XII.

1608. Arminianer in Holland.

1610. Ueber 900,000 Mauren wer-den wegen ihrer Religion ausSpanien vertrieben.

i653. Jansenius.

1655. Quäker in England. Soci-uianer.

i685. Widerruf des Edicts vonNantes. Waldenser.

XVII. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Richelieu, Olivarez, Buckingham,Wallenstein , Tilly , Beruh, v. Weimar , Horn , Tor-stenson , Montmorency, Mazarin , Colbert, Seguier,Conde , Turenne , Tourville , Duguay , J. Barth,Montecuculi, Luxenburg, Catinat, LoUvois , Marl-borough , Eugen, Berwiek, Villars, Vauban, Sidney.

Gelehrte etc. Grotius, Hobbes , Gassendi, Des-cartes , van Dyk , Mezcrai, Milton , Corneille , Cas-sini , Bayle , Huygens , La Chapelle , Moliere , La-fontaine , Lebrun , Girardon , Sydenham , Pascal,Bossuet, Malebranche , Puffendorf, Spinoza, Locke,Newton, Dryden, Lopez deVega, Calderon, Racine,Fenelon , Halley , Ruysch, Bernoulli , Massillon,Prior , Boerhave , Muralori , Conring , Rubens,Claude Lorr., Dominichino, Guido Reni, Berghcm,Carlo Maratti., Rollin , Vertot.

1700 Jahre nach Christi Geburt.

1702. Anna.- (Jacob IIL)

1706. Engl. Gesetzgebung in Schotlandeiugeführt.

Haus Braunschweig.

1714. Georg I.

1715. Versuche des Prätendenten.

1716. Parlament siebenjährig.

1727. Georg IL

1745. Neue Versuche des Prätendenten.

1760. Georg IIL

1775. Amerikanischer Krieg.

1783. Vereinte Staaten unabhängig.1800. Englische Gesetzgebung in Irlandeingeführt.

1715. Ludwig XV.Law und sein System.Cardinal Fieury.

1774» Ludwig XVI.

1789. REVOLUTION.1799. Bonaparte, Consul

1730. Carl Emanuel III.

1773. Vict. Amadeus IIL

1796. Carl Emanuel IV.

BEMERKUNG.

Nach mancherlei Un-ruhen u. Revolutionen,die den alten Zustand derSchweiz geändert hat-ten, erhielt sie unter Ein-wirkung des ersten Con-suls von Frankreich i8o3eine neue Verfassung,die ihre Ruhe und ihrGlück befestigte.

(Siehe Taf. XXXV.)

1705. Joseph I.

Spanischer Successionskrieg.Prinz Eugen von Savoyen.1711. Carl VI.

Maria Theresia.

Oestreich. Successionskrieg.1742. Carl VII. von Baiern,

Oestreich.-Lothring. Linie.

1745. Franz Stephan.

1765. Joseph II.

1790. Leopold II.

1792. Franz II.

1700. Friedrich I.

1713. Friedrich Wilhelm I.

1740. Friedrich II. od. Grosse.Schlesien erobert.

Der berühmte 7jährige Krieg.

1786. Friedrich Wilhelm II.

1797. Friedrich Wilhelm III.

1704. EinfallCarls XII.

August , ent-thront.

Stanislaus Les-czinsky ge-wählt.

1733. AugustII.

1764. Stanisl.

Poniatowsky.

1772. ie Thei-hing.

1793. 2 ß Theil.

1796. 3* Theil»

1723. Gaston.

Lothringische Linie.1737. Franz, nachmali-ger Kaiser.

1765. Leopold, nachma-liger Kaiser.

1790. Ferdiu. IIL, gibtbei den neuern Ereig-nissen Toscana gegendas ChurfürstenthumSalzburg ab.

Haus Bourbon inSpanien»

1700. Philipp V.

Oestreich - deut-sche Linie.1713. Carl VI.,Kaiser.

Bourbon-spani-sche Linie.1733. Don Carlosgelangt zur spa-nischen Krone.1759. Ferdin, IV»

a

Haüs Boti»»»-

1:700. Philipp 1 dankt »!>Cardinal Alb^ 1 **

1724. Ludwi?

1724. Phiiipp* aufs neue -

1746. FerdinuiVI.

1759. Carl UL

1788. Carllt-

1702. Das Stathouderat zum zweitenmalabgeschafft.

1747. Wilhelm IV.Wiedereinführung d.Stathouderats.

1752. Wilhelm V.1787. Unruhen, durchPreussen wieder bei-gelegt.

1794. Revolution.

Das Stathouderat wie-der abgeschafft.

1700 Jahre nach Christi Geburt.

1706. Joh. V.

1750. Joseph.Pombal.Jesuiten ver-trieben.

1777. Maria u.Peter III.

1786. Mariaallein.

1703. Achmed IIL gibtdem fliehenden CarlXII. zuBenderSchutz.

1730. Muhamed V.

1754. Osman II.

1757. Mustapha IIL

1774. Abdul Achmed.1789. Selim IIL

Siehe Tafel XXVII.

1725 Catharina I.1727 Peter II.1730 Anna.

174t** Iwan VI.1741. Elisabeth.

I *6a. Peter III.j-ßa. Catharina II*

1796. Pau l !

1730. Christ. VI.

1746. Friedr. V.

1766. ChristianVIL

i772.GrafStruen-see. KöniginMathilde.

1718. Ulrike Elu. Friedrich v.Hessen-Cassel.Die Hüte undMützen, polit.Parteien.

Haus Holstein.

i75i.AdolfFried.

Parteien.

1771. Gust. III.

1772. Grosse Um-wälzung derRegierungs-form.

1792. Gustav IV.

1700. Clemens XL1721. Innocens XIII.

1724. Benedict XIII.

1730. Clemens XII.

1740. Bened. XIV.

1758. Clemens XIII.

1769. Clemens XIV. Aufhe-bung der Jesuiten.

1774. Pius VI. Reise nachWien 178a.

1700. Die Bulle Unigenitus, die iFrankreich grosse Unruhen her-vorbringt.

1704. Die katholischen BistliümerUtrecht, Deventer etc. trennensich von Rom.

1722. Herrenhuter.

1773. Aufhebung der Jesuiten.

1790. Grosse Erschütterungen inder Kirche von Frankreich.

XVIII. JAHRHUNDERT.

Berühmte etc. Marschal von Sachsen, Löwendal, Daun, Anson, dAguesseau, Cook, Choiseul,LordChatam, Fox, Laudon, Washington, Suwarow,Mirabeau , Sieyes und eine Menge andrer in der Re-volutionszeit.

Gelehrte c tc. Hainault, Montesquieu, Rameau,Pope, Addison, Yoüng, Prevost, dOlivet, Voltaire,Nollet, Buffon > La Caille, Rousseau, Hume, Condillac,Helvetius, Diderot, dAlembert, Pigalle, Gluck, Pic-cini, Garriek, Le Kain, Swift, Mascow, Händl, Hal-ler, Linne, Euler, Klopstock, Mcngs, Sterne, Lnlande,Winckelmann,Eckliof, Schröder, Lessing, Wieland,Haydn, Mozart, Priestley, Herschel, Schlüzer, Heyne,Herder, Göthe, Gibbon, Lavater, Mendelsohn, Base-dow, Franklin, Ad.Smith, Joh. Müller, Kant, Alfieri,Schiller, Barthelemy, Thüinmel, Lichtenberg, Tieck,Schlegel, Paul Richter , Heeren etc.

Wir haben gesehen, wie Europa im zehnten Jahrhundert intiefe Unwissenheit und Barbarei versunken lag, nachdem schon Igeraume Zeit vorher Künste und Wissenschaften verschwundenwaren, und nun dehnt sich bis zu ihrem Wiederaufleben ein IZeitraum von mehr als drei Jahrhunderten arger Finsternissans. Zum Glück erscheint das liebenswürdige, glänzende Rit*terthum als Begleiter durch diese weite Wüstenei.

Tugend und Begeisterung unserer Vater gründeten dieses Iherrliche Institut, das uns freilich in den Tagen gesellschaft-licher Ordnung nur wie eine edle Schw ärmerei vorkommt, dasaber während der Anarchie die Stelle der Gesetze vertrat, undzum Schutz der theuersten Rechte diente.

Das Ritterthum allein war es, unter dessen Schirm sich dieSchwachen , die Wittwen und Waisen flüchten konnten, vordem die Räuber zitterten ; es war in Wahrheit ein Geschenkdes Himmels , um in jenen trostlosen Zeiten die entfliehendeTugend auf der Erde zurückzuhalten.

Ein magischer Zauber breitet sich von ihm aus , der uns Ianzieht, verführt und festhält; man vergisst die Entfernung derKünste , den Schlaf der Wissenschaften ; ja es ist, als drängeein Strahl der Civilisation glänzend durch die allgemeine Nachtder Barbarei. An seiner Seite ziehen die Troubadours undMinnesinger; denn zu allen Zeiten und bei allen Völkern wa-ren Heldenthaten und Poesie unzertrennlich. Ihre einfältige IMuse singt Tapferkeit, Ehre, Liebund Frauendienst; siefeiertdie vorüberziehenden Helden und begeistert kommende, undso zieht man mit ihnen dem wiederkehrenden Lichte entgegen. IEs erscheint endlich ira vierzehnten Jahrhunderte, das sich von Ider Morgenrüthe auflebender Bildung färbt; begünstigt voneiner Menge glücklicher Umstände entwickeln sich ihre Strahlenim fünfzehnten, schon glänzen sie herrlich im sechzehnten underreichen imsiebzehntenihre Mittagshöhe, füllen das Firmamentund leuchten über die ganze Erde hin.

Toscana war das Land, wo im vierzehnten Jahrhundertettö«Poesie zuerst wieder aafblühte. Wir sehen liier den grossenDante die Fahne vorantragen , Petrarca und Bocacci ihmfolgen und die Ehre mit ihm theiien. Auch die schönen Künsteerscheinen zur selben Zeit und auf dem nämlichen Boden.Cimabue und Giotto, der Malerei Wiederhersteller, werdendie Stifter der florentinischen Schule.

Ein ausserordentlicher Zusammenfluss glücklicher Umstände Ikam nun im fünfzehnten Jahrhundert und begünstigte dieschnellere Entwickelung von Literatur und Kunst. Noch gegenEnde des vierzehnten war der Compass , der den Menschen einneues Element und neue Welten öffnen sollte, vervollkommnetund das Schiesspulver erfunden worden , das die ganze Kriegs-kunst änderte. Ueberall hatten sich alhnählig Universitäten Ierhoben, ünd eine allgemeine Gälirung der Geister bewegte 1sich der Kunst und dem Lichte Zu von allen »Seiten. Unter der |Menge von günstigen Umständen aber, die sich jetzo vereinig-ten, um ein so edles Streben zu krönen, steht die unschätz-bare Erfindung der Buchdruckerei oben an; sie, die eine ewigeSchutzwache der Wissenschaften, das unzerstörbare Palladiummenschlicher Kenntnisse werden sollte.

Um dieselbe Zeit gelang es auch den Portugiesen, das Cap Ider guten Hoffnung zu umschiffen, und so dem Handel, demReichthum und Ruhm neue Bahn zu öffnen, während derforschende Columbus unsere Welt mit einer neuen Erde und Izwanzig unbekannten Völkern vergrösserte. So viel grosseEntdeckungen mussten Europa mit neuen Ideen bereichern, Idas Reich des Geistes erweitern, und seinem Flug einen machti- jgern Schwung geben.

Ein letzter entscheidende!' Umstand kam endlich noch hinzu: ]die Einnahme von Constantinopel durch die Türken. So Isonderbar fügte es sich in dem Geschicke der Wissenschaftenund Künste, dass sie nun wieder, von den einbrechendenBarbaren aus Constantinopel vertrieben, in das Abendland Izurückkehrten, aus dem sie sich tausend Jahre früher vorandern Barbaren nach Constantinopel hatten flüchten müssen.Der Rest von gelehrten Griechen floh beim Erscheinen derTürken und brachte die Trümmer alter Wissenschaft nachItalien, Diese Verpflanzung aber war ein Glück, denn aus dem Ilang ausgeruhten Boden sog nun der matte Trieb neue Kraft,und erzeugte alsbald ein üppiges Wachsthum. Toscana ward nunauch die Wiege der neuen Wissenschaft, und die unsterblicheEhre davon gebührt den Medici, einer berühmten und hoch-sinnigen Familie, die durch ihre Reichthümer und Wohltha- Iten zur Herrschaft in Florenz gelangt war; indem sie dieflüchtigen Gelehrten aus Griechenland freundlich aufnahmenund Künste und Wissenschaft sorgfältig pflegten, erwarben Isie sich schon bei ihren Zeitgenossen den glorreichen Namender Musenväter, und die späteste Nachwelt muss ihr Ge-dächtniss thren.

So reich geschmückt mit allen Früchten, zu denen dasfünfzehnte Jahrhundert den Samen aasgestreut hatte, ging nundas sechzehnte Jahrhundert auf, und glänzte noch mit einerFülle eigenthümlieher Vorzüge. Man nennt es JahrhundertLeos X., zur gerechten Belohnung für den würdigen ErbenLorenzos von Medici. Es ist das Zeitalter, wo dieltaliänischePoesie in den unsterblichen Gesängen Ariostos und Tassos,die Malerei in den Meisterwerken Raphaels, Michel-Angelos,Titians , der Carracci, des Correggio, und einer Menge an-derer Künstler blühte, die ihre Schule berühmt machten, undBewunderung der ganzen Welt erregten. Von Italien, dasanfänglich im aussekliessenden Besitz aller Bildung zu bleibenschien, verbreiteten sich nun bald die Künsteund Wissenschaften in reichem Maasse über |ganz Europa, und wie uns die göttliche Vor-sehung gar oft das Gute in den über uns ver- IhängtenLeidenfindenkisst, so geschah es auchhier. Denverheerenden Kriegen, den blutigenSchlachten, worin sich Franzosen, Deutscheund Spanier ein halbes Jahrhundert auf italiä-nischem Boden tummelten, verdankt ihr Va-terland die Mittheilung der Wissenschaften Iund Künste.

Indessen war auch dieses schöne Jahr-hundert Leos X. nur das Vorspiel einesin mancher Hinsicht weit herrlichem,des Zeitalters Ludwigs XIV., dessen Glanz |alles , was vor ihm war , verdunkelte. Krie-ger, Dichter, Männer der Wissenschaft, |Philosophen, Redner, Schriftsteller, Maler,Baukünstler, Bildhauer, aileTalente, Kün-ste und Gewerbe stehen hier zu gleicher Zeitin der schönsten Blüthe. So viel Pracht aufeinmal, so viel grosse Männer in allen Fä-chern erscheinen als eine Verschwendung derNatur. Mitten in diesem Lichte, das beinaheüber ganz Europa leuchtet, erhebt sich Frank- |reich am höchsten; dort erscheint LudwigXIV. in der majestätischen Umgebung von IUnsterblichen, die er sorgfältig um sich ver-sammelt hat. Mit Stolz ruht das Auge desFranzosen auf dieser glorreichen Periode |seiner Geschichte.

1800 Jahre nach Christi Geburt.

1800 Jahre nach Christi Geburt.

1802. Friede von Amiens.

1803. Bruch mit Frankreich.

1806. Pitt.

» Fox.

1809. Jubelfest Georgs IILi8i3. Allianz gegen Napoleon.

» Castlereagh, unpopulär.x 8 i 4> Grosses Jubilseum.

« Die Allirten in Paris.i8i5. Schlacht und Sieg bei Waterloo.

» Alexander u. der König v. Preus-sen in London.

»» Friede zu Gent mit den nordame-rikanischen Unionstaaten.

» Die Allirten z. zweitenmal in Paris.1820. Georg IV.

1822. Canning, der Mann des Volks.

1827. Goderidi.

» Sieg vor Navarin.

1828. Wellington.

1829. Emancipation der Katholiken ?

GROSSBRITANNIEN.

Dynastie Napoleon.

1804. Napoleon.

1805. Krieg geg. Oestr.

1806. »» »* » Preuss.

1809. » >» » Oestr.

1812. » » >* Russl.

1813. » »* » Allirten.

WIEDERHERSTELLUNG1814. Allirte in Paris.

1814. Napol. Thronents.1814. Ludwig XVIII.

1814. Friede von Paris.

1815. Allirte in Paris.1824. Carl X.

1827. Die Minister ver-lieren alle Popularität.

1828. Villele gestürzt.Das neue Ministeriumpopulär.

FRANKREICH.

1802. Emanuel V.

i8i5. Wiederhergestelltund sehr vergrössert.

1821. Carl Felix.

1822. Insurrection zAlessandria, in derenFolge Victor Emanueldie Krone uiederlegt.

SARDINIEN.

i8o3. Mediations- Acte.1807. Die schweizer Re-gimenter ausschliess-lich im Dienste vonFrankreich.

VERAENDERUNG.

18 r 4- Neue Föderations-Acte. (S. Taf. XXXV.)

1817. Mitunter spukenreligiöse Schwärme-reien.

1827. Die Jesuiten findenin deu südlichen Can-tonen gute Aufnahme.

Unruhen im Con-ton Innerrhoden.

SCHWEIZ.

1801. Friede von Luneville.i8o3. Reichsreccss-Entschäd.

1805. Friede von Presburg.

1806. Entsagung. Auflösungder Rciehsverfassung.

1809. Friede von Wien.

1810. Vermählung der Prinzes-sin Marie Luise m. Napoleon.

i8i3. Allianz gegen Napoleon.

1806. Tauschvertr.mitFrankr.

1806. Ungl. Schlacht bei Jena.

1807. Friede von Tilsit.

1809. Rückkehr des Königs

nach Berlin.

i8i3. Allianz gegen Napoleon.

1819. Verfolgung demagogi-scher Umtriebe.

1823. Der König verleihet meh-rern Provinzen eigne Ver-fassungen.

1825. Verheerungen durchSturmfluthen.

1826. Neues Zollsystem.

1807. War-schau anSachsen.i8i5. König-reich mitneuer Ver-fassung.1818. ErsterReichstag.1820. ZweiterReichstag.

GROSSE VERAENDERUNGEN.1814. Congress zu Wien.

Allgemeiner Wunsch, constitutioneile Ver-fassungen zu erhalten.

i8i5. Congressacte.i8i5. Deutsche Bundesacte.

» Landstände.

1821. Die Oestreicher dämpfen den Aufruhr im Königreiche Neapel und stel-len die altmonarehisehc Ordnung schnell wieder her.

1824 28. Der Griechensache abgeneigt.

1825. Ungarischer Reichstag, etwas ungestüm.

OESTREICH.

DEUTSCHLAND. PREUSSEN. POLEN.

1802. Consultazu Lyon.Dynastie Nap.i8o5. NapoleonKönig.

EugenNapolcon

Vice-König.

1801. Ludwig I.i8o3. Ludwig II.

1808.Toscana m.Frank-rcich vereinigt.

Dynastie Napol.

1806. Joseph Napo-leon.

1807. Joachim Na-pcleon.

GROSSE VERAENDERUNGEN.

1814. Congress zu Wien etc.

1820 21. Revolution im Königreiche beider Sicilien» Ver-folgung der Carbonari durch ganz Italien.

182627. Die Oestreicher räumen Sicilien und Neapel.

ITALIEN.

HETRURIEN.

NEAPEL.

Was hier in den Reihendes jetzigen Jahrhundertsaus Mangel an Raum nichtaufgeführt werden kann,das beliebe man auf denTafeln zu suchen, die be-sonders einzeln Staaten ge-widmet sind. Die neuestengrossen Veränderungen seitdem Jahre 1812 finden sichauf Taf. XXXIV u. XXXV.

1801. Friede- 1 Bada j® z -i8o5. Bruch ^ En b rlail(1 *Dynast« .^leon.1808. JosephSpan. Nation- ron B ng-land untere , gegenNapoleon-

181 a 1 Staatsrer assun S derCortes. ____

vviederhek^; bung1814. Ferdi« 1 * " 1 ; ver-nichtet die ü nstltu tionder Cortes-

r8ao-a3. ura

dieConstiw^Y' lSl2 ' j _ii f-ialten..wieder * u , ^

DerKdni«l* Wtdl eVerfassunS' ....

1825 Die aitm^eelosclie

XT C en* tfetier lier -Verfassung ... .

Bestellt d«r«. n ltarl -

1805. Abermal. Aende-rung in der Verfass.

Dynastie Napoleon.

1806. Monarchie.Ludwig Napoleon.1810. Ludwig legt die

Regierung nieder.

1813. Wilhelm v. Ora-nien.

1814. VereinigungBel-giens mit Holland.

WIEDERHERSTEL-

LUNG.

1814. Der suv. Fürst.

1815. Königreich derNiederlande.

1815. Grundvcrfassung des Reichs.

Holland.

i8oi.Friedem.

Frankreich.

1807. Portugalv. d. Franzo-sen besetzt.

1808. Portugie-sen u. Engl,geg. Napol.

1810. Verhee-rung d. plat-ten Landesder Franzo-sen weijen.

WIEDERHER-

STELLUNG.

1816. JohannVI.

1826. Pedro I.1828. Anmaas-sungen DonMiguels.

PORTUGAL.

1801. Friede mit Frankreich.

1807. Selim abgesetzt.

» Mustapha IV.

1808. Mahmud.

» Aufstand der Janit-scharen.

1820. Aufstand des Pa-scha von Janina.

182021. Aufstand iin der Moldau undGriechenland.

1826. Seeschlacht f° rNavarin.

1828. Krieg mit denlh 13-sen.

JUERKEI-

1801. Alexander.i8o5. Schl. b. Austerl.

1807. Friede v. Tilsit.

1808. Bedeutende Er-werbungen.

1812. Französ. Krieg.

1813. Allianz gegen'Napoleon.

1825. Nikolaus I.

» Verschwörungin Petersburg mitGewalt niederge-drückt.

1826. Ultimatum we-gen der Griechen.

» Krieg gegeüPersien.

1828. Krieg gegen dieTürken.

RUSSLAND.

1801. Angriff desLord Nelson

1807. Die Engl.

vor Copenhagen.

1808. Friedr. VI,

1814. Friede von

Kiel. Norwegenan Schweden.

1814. Beitritt zur

All. gegenNapol.

1815. Lauenburgan Dänemark.

1826. Jubiläumwegen Einfüh-rung des Chri-stenthun^ vor100 Jahren.

DAENEMARK.

1800. NordischeCoalition.

1807. Verlust vonPommern.

1808. Revolution.

i8i3. Allianz ge-gen Napoleon.

1814* Erwerbungv. Norwegen.

1818. Carl XIV.Johann.

i823.0effentlich-keit der Bank.

1824. KronprinzOskar, Vicekö-nig v. Norwegen.

SCHWEDEN.

1800. Pius VII.

1801. Concordat mit Frankr.1804. Der Pabst kommt nach

Paris, den Kaiser Napoleonzu krönen.

1809. Rom mit Frankreich ver-einigt.

1814. Herstellung der Jesuiten.1816. Neue Einrichtung desStaats.

1823. Pius VII. +.

1823. Leo XII. (della Genga.)

1824. Jubeljahr in Rom.

1826. Bulle wider geheime Ge-sellschaften.

1829. Pius VIII.

KIRCHENSTAAT.

BEMERKUNGEN UEBER UNSERE ZEIT.

Je näher wir zu unsern Tagen kommen, desto weniger wird eine Darstellung nöthig, weil diese in alle Getnüther eineetiräet istdie'soTn^l»n daher imr mit wenigen V\ orten und nur in Bezug auf Frankreich andeuten , worauf Lob und Tadel beruhen f d^e legendiese uns zunächst liegende Zeit erhoben werden. Die einen, obsehon sie dem siebzehnten Jahrhunderte den Ruhm der schönen Ihcrufcn^ich d b t ^ lte. b ^ llau P ten d 0 ? 1da äser in Ilinsieht auf die eigentüche Wissenschaft vielmehr dem achtzehnten gebühre; sieberufen sich dabei auf die Fortschritte in der Mathematik , Physik, Astronomie, Arzneikunde, Naturgeschichte und Chemie auf die '

EiBcns C c l iraffcn C B Elektr | 1 r tat i des < | ialvaI1,,m,ls - der Blatternimpfung. Andere dagegen wollen alle diese Vorzüge gegen die verwerflichenEigenschaften gar mcht in Anschlag bringen , welche ihrer Ansicht nach den Hauptcharakter dieser Periode bilden , die den Verfall Ider RcceTf ft dl % sl hcBe Vcrderbn.ss und den Umsturz aller Grundsätze herbeigeführt haben; sie verweisen aufd.e SmeMoIrgkeitder snkfern st hem 3/ ^ * chand ^ chkc,t der darauffolgenden Regierung , und auf die Unschlüssigkeit, Schwäche und Nichtigkeit 'der spati rn, sie bemühen sich zu zeigen, wie man in dieser ganzen Zeit mit der Aufklärung Missbrauch getrieben, wie Beistijre Ausartune

Mnz^fVsell« häft 6 6n D BCn statt S efunden > ' V1 « zwei berühmte Schriftsteller mit den Reizen ilmes Geistes undSlirer Sprache dieganze Gesellschaft mächtig angezogen und eingenommen, der eine aber ihre Vernunft irre geführt, der andere il.r Herz verjiftet< und

Berftscn 1111 ? 11 def d v "l® ,* gC f Jrsachen > deren verhangnissvolles Zusammentreffen uns nothwendig in jenen Schlund lünaRffnem Blückliclmrn 8 ^: "T" U ter g an g 6**! hätte. - Zum Glück scheint das neunzehnte Jahrhundert Zer

Xi ,, F aufzugehen, es kündigt such mit ganz andern Zeichen an ; Wieder geschlossen ist der Schlund , das Ungewit er

scheint ganz in der Ferne zu ziehen , und wir dürfen auf schöne Tage hoffen. Möge es uns vergönnt sevn, jetzt, wo es zu snid stUber die Ursachen des schrecklichsten aller Ereignisse, uns eifrig mit der Vertilgung seiner Spuren zu beschäftigen. Nichts wird uniK ' rer dahl11 fahren, als die Ausbildung der Wissenschaften, durch welche die Menschen einander genähert^ und die Pflege der

niessen al.cr dT'i L d fTi d " rC WC ' Che S1C S emacht werden. Lasset uns alle diese kostbaren Geschenke des Himmels gc- '

messen aber durch die Erfahrung gewitzigt, uns in Acht nehmen , dass der Glanz uns nicht blende, und jene Ausschweifungendes Geistes ferne bleiben , denen es zuweilen gelingt die Vernunft zu übertäubeu. Am sichersten werden wlrdleL errriclitn wennwir uns an Religion , Moral und gute Sitten anschliessen, unter deren heiliger Fahne wir vor solchen Stürmen, als wir erlebt haben Isicher sej n kl ^ncn; ohne Gefahr mögen wir uns dann dem Genüsse aller Schätze überlassen, die uns die Gesellschaft darbietet - siewerden nur zifr Wohlfahrt des Vaterlandes, zum Glück der Familien und zum eignen Ruhme dienen derhietet, sie |

No. IV. GEOGRAPHIE DER GESCHICHTE. Zweite Abtheilung.

Druck und Verlag von J. VELTEN. 1829.