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chau. Hier wurde er durch Steinbart's Sorgfalt 7 I. frei verpflegt und erzogen,ohne daß er sich weder äußerlich noch durch besondere Fähigkeiten und Fortschritteempfohlen hatte. 1766 errichtete Steinbart ein eignes Pädagogium, dessen Zög-ling auch G. wurde, und hier begann, besonders durch Steinbart's trefflichenUnterricht geweckt, sein Geist zuerst sich zu regen. Ihn beseelte plötzlich eine Thä-tigkeit, die schnell seine Anlagen entwickelte und ihn reißende Fortschritte machen >ließ. 1771 bezog er die Universität Frankfurt, um Theologie zu studiren. Hiertrat er mit Zöllner und andern Studirenden in eine literarische Verbindung. Beson-ders fand er an Töllner einen würdigen Lehrer und wohlwollenden Beförderer sei-nes Fortkommens. Töllner starb, und Steinbart, der dessen Stelle bekam, wurdeaufs Neue G.'s Lehrer und Wohlthäter. 1775 berief ihn Spalding zum Haus-lehrer s. beiden Söhne, und 1776 wurde er als Subrector des Friedrichwerder'schenGymnasiums in Berlin angestellt. 1778 wurde er Prorector und 1779 Dircctordesselben. Hier sing er an, sich als einen der größten Schulmänner Deutschlandszu zeigen. Unerschöpflich an neuen Lehrmethoden, und rastlos thätig in Einfüh-rung zweckmäßiger Verbesserungen, hob er die gesunkene Anstalt zu einer vorher nieerreichten Höhe empor, belebte die Gemüther der Lehrer und Lernenden und hauchteAllen eine ungewöhnliche Thätigkeit ein." 1793 ward er Mitdirector, 1795, »achBüsching's Tode, Director des berlinischen Gymnasiums und der beiden davonabhängenden Schulen, 1790 Mitglied der berliner Akademie der Wissenschaftenund bald darauf auch der Akademie der Künste, und 1791 ertheilte ihm die Univer-sität Halle die theologische Doctorwürde. 1797 machte er eine Reise nach Italien.
So lebte G. glücklich im Kreise einer zahlreichen Familie, geliebt und hochgeachtetvon s. Freunden und allen Redlichen, rastlos thätig in s. vielfachen Wirkungskreisen,und durfte bei einem festen und kräftigen Körper ein hohes Alter zu erreichen hof-fen, als eine schmerzhafte Krankheit s. nützlichen Leben den 2. Mai 1803 ein Endemachte. Seine nicht gemeine Kenntniß der gricch. Sprache hat er durch s. Ausg.des Philoktet von Sophokles, einiger Gespräche des Plato und s. Obers, der Pin-dar'schen Siegcshymnen beurkundet. Mit s. Freunde Biester gab er die altere ber-linische Monatsschrift von 1783 bis zum 17. Bde. heraus. Seine pädagogischenSchriften enthalten eine Menge nützlicher Ideen und Vorschläge, und seine Lese-bücher und Chrestomathien sind die ersten von besserer Art.
Gedritter Schein, s. Aspecte.
Gefall. 1) Die Höhe, um wie viel ein flüssiger Körper bei s. Abflussefällt, d. h. um wie viel er der Meeresflache an einem Orte näher ist als am andern,von dem er herfließt. Man sagt, der Fluß hat auf 100 Ruthen 1 Fuß Gcfäll,die Wasserfläche desselben ist unterhalb dieser Strecke 1 Fuß weniger über derMccresfläche erhaben, als oberhalb derselben. Das Gefäll finden und gehörig be-stimmen, ist bei Wasserbauer!, als Schleusen, Canälen rc., von höchster Wichtig-keit. Bei den Mühlen versteht man darunter die Höhe des Wafferfalls vor demMahlgerinne. Bei niedrigem Gefälle werden unterschlächtige, bei hinreichend ho-hem oberschlächtige Räder angewendet. Im Hüttenbaue bedeutet Gefall denobem Theil des Planherdes. In weiterer Bedeutung wird in der Geometrie derUnterschied, um wie viel ein gegebener Ort tiefer liegt als ein andrer, und welchermit der Masserwage gesucht wird, das Gefall genannt.— 2) Die Gefälle, Das-jenige, was von einem Grundstücke fallt, was dasselbe einträgt, und in engerer Be-deutung Dasjenige, was dem Grundherrn oder der Obrigkeit davon entrichtet wird.
Gefängnisse, Zwangswohnungen, theils zur Strafe, theils zur strengernAufsicht. (Vgl. Zuchthäuser.) Allgemein ist seit Howard's Bestrebungen dieNothwendigkeit, diese Anstalten zweckmäßiger, z. B. nach dem Vorgänge derPöni-tentiarien (Besserungsanstalten) in den Verein. Staaten, einzurichten, anerkannt.
Dgl. des Arztes Buxton „lnguirzr, vbetirer vrime nnä iniser/ are proäuoeä or