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4 (1830) F bis G
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Gama (Vasco de) ^

das Zinkende, mit dem andern das Kupferende der Säule, so erhält er einen Schlag,der bis über die Handwurzel hinausgeht. Hat er beide Hände mit Salzwasser ge-hörig genäßt, faßt mit ihnen große Metallstäbc und berührt mit diesen die beidenEnden der Säule, so gehen die Schläge bis in die Schultern, und er ist unvermögend,die Arme still zu halten. Bringt man das eine Ende der Säule mit einem Theiledes Kopfes in Berührung, während man mit nasser Hand das andre Ende derSäule berührt, so sieht man Blitze vor den Augen und fühlt auf der Zunge einenGeschmack. Führt man von den beiden Enden der Säule Gold- oder Platindrähtein ein Gefäß mit Wasser, so wird das Wasser sogleich in die beiden gasförmigenKörper zerfetzt, aus denen es besteht. Haben die Platten große Oberflächen, undist ihre Anzahl nicht unbedeutend, so entsteht in dem Augenblicke, in welchem mandie beiden Enddrähtc mit einander in Berührung bringt, eine so große Hitze, daßkleine Metallmassen, z. B. Gold- und Silberplättchen, Eisen- oder Platindraht,dadurch nicht bloß geschmolzen, sondern selbst mit dem hellsten, zum Theil farbigenLichte verbrannt werden. Kohlenstreisen lassen sich auf diese Art unter Wasser weiß-glühend machen. Durch die Kraft mächtiger galvanischer Apparate sind von Davyin London zuerst die Alkalien und Erden zersetzt, und die Metalle, aus denen dieseKörper bestehen, dargestellt worden u. dgl. m. Es verdient noch bemerkt zu wer-den, daß die neuern franz. Naturforscher dem Kalvinismus den NamenLlvetri-oite (löveloppe par le vontavt" (Berührungseleklricität) beilegen, welche Benen-nung, da sie zugleich den ersten Grund der Erscheinung (die durch nichts als die bloße !Berührung heterogener Körper bedingt wird) angibt, wol unter allen den Vorzug 'verdienen möchte. (Vgl. Orsted und Magnetismus.) S. Ampöre's und Ba-binet'sDarstellung d. neuesten Entdeck, über d. Elektricität", a. d. Franz. (Lpz.1822). Das Allgemeinste der galvanischen Theorie erläutert vortrefflich Biot in's.Lchrb. d. Experim.-Phystk", 3. Aufl., deutsch durch Fechner (Lpz. 1814), im15. Cap. 4. Buches:Von der Elektricitätserregung durch Berührung"; auchRösling's Werk:Der Galvaniseurs" (Ulm 1824, 2 Thle.). II.

Gama (Vasco de), geb. zu Sims, einer kleinen Seestadt in Portugal,aas einem edeln Geschlechte, machte die für den Gang des Handels und selbst fürdie Bildung und die Staatenvcrhältnisse Europas hochwichtige Entdeckung des See-weges nach Ostindien, wodurch er den Grund zu Portugals Handclsmacht in demindischen Meere legte. Als der Zögling Heinrichs des Seefahrers, Emanuel derGlückliche, den Thron bestiegen hatte, übernahm er die von seinem Vorfahren, Jo- .hann 11., eifrig vorbereitete Ausführung des Entwurfs, um das Vorgebirge der !guten Hoffnung, das Barth. Dia; 1486 entdeckt hatte, nach Indien zu segeln. !Er rüstet« 4 mit 160 Soldaten und Seeleuten bemannte Schiffe aus, zu deren Be-fehlshaber er den G. ernannte. Emanuel übergab ihm feierlich die Fahne, die er imitnehmen sollte; es war das Kreuz des Christordcns, dessen Großmeister Hein- 'rich der Seefahrer gewesen, darauf gestickt. Ani 9. Juli 1497 bestieg G. das Ad-miralschiff, das den Namen des heil. Gabriel führte. Sein Bruder Paul hatte den >Oberbefehl über das zweite, und Nicolaus Coelho über das dritte Kriegsschiff. Dasvierte, eine Barke mit Lebensmitteln, führte Gonzalo Nunez. Am20.Nov. um-schiffte G. das Vorgebirge der guten Hoffnung, Ansang 1498 kam er an die Ost-küste von Afrika, und am 1. März lief er in den Hafen von Mozambique ein, woseine Mannschaft in große Gefahr gerieth, als verlautete, daß die angekommenenFremdlinge Ehristen wären. Sein Geschütz rettete ihn. In Mombaza ward erebenso feindlich behandelt; desto freundlicher nahm ihn der König von Melinde auf.

Er gab dem Admiral einen der Schifffahrt kundigen Mohammedaner aus Guzeratund einen erfahrenen Piloten. Gerade auf die Küste von Malabar steuernd, kamG. im Mai, zu Anfang des Winters in dieser Wcltgegend, in Calcutta, einervon Hindus bewohnten Stadt, an, wo der Beherrscher des Landes, den man Za-