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4 (1830) F bis G
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Galiläa Galilei

Batteux, Arnauld, Barthvlcmy, Mad. d'Epinay u. A., deren Briefe an ihn mehrals 20 Bde. ausmachen. Mit s. seltene» Einsichten diente er dem Staat in denwichtigsten Angelegenheiten bis an s Tod, den 30. Oct. 1786 , während er in meh-ren Fächern der Wissenschaften unermüdet fortarbcitete. Die ungemeine Schnell-kraft s. Geistes machte ihm leicht, was Andern schwer fällt. Vieles, was er nie stu-dirt hatte, ergründete er so schnell, daß er vortrefflich darüber sprechen und schreibenkonnte; er schrieb aber am liebsten über neue, wenig bearbeitete Gegenstände undsolche, die den Nutzen und Ruhm s. Vaterlandes zum Zwecke hatten. In einemBriefe vom 13. Dec. 1770 an Frau v. Epinap sagte er über sich und s. Schriften:Wenn Jemand über mein literarisches Leben Etwas sagen will, so wisse er, daßich 1728 den 2. Dec. (zu Chieti in Abruzzo) geboren bin, daß ich 1748 durch einenpoetischen Scherz und eine Leichenrede auf unsern ehemaligen Henkersknecht Domi-nico Jannoccone, ruhmwürdigen Andenkens, bekanntwurde, daß ich 1749 meinBuch über das Geld und 1754 meine Gespräche über das Getreide herausgegeben,1755 aber meine Abhandlung über die Naturgeschichte des Vesuvs geschrieben habe.Sie ist nebst einer Sammlung vesuvischer Steine dem Papste BenedictXIV. über-schickt und nie gedruckt worden. Ferner soll man wissen, daß ich 1756 zum Mit-gliede der Akademie von Herculanum ernannt wurde, und daß ich viel an dem erstenBande der Kupfer gearbeitet habe; daß ich sogar eine große Abhandlung über dieMalerei der Alten geschrieben; baß ich 1758 die Leichenrede auf Papst Bene-dict XIV (welche mir von meinen Werken am besten gefällt) herausgegeben habe;daß ich in der Folge Politiker geworden und in Frankreich nur Bücher gemacht habe,welche das Tageslicht nicht gesehen" rc. Die Schreibart dervialozueo sur lecomineroe des blv«ls" bewundert selbst Voltaire; sie bekämpfen mit treffendemWitze die damals herrschende Partei der Ökonomisten und sind, obgleich nur Bruch-stück , das ausgezeichnetste der bis jetzt bekanntgewordenen Werke ihres Vfs., ausdessen ansehnlichem literarischen Nachlasse 1818 zu Paris eineOorrespoväsnceineäite avso ÜI. cl'Lpinaze, le 8 cko Halbvoll, le 8. »le Olrinun ot autres per-sonna^e» eolebres «lu 18mo sieole etc." in 2 Bdn. erschienen ist. >1.

Galiläa, zu den Zeiten Jesu, die nördlichste Provinz von Palästina,welche gegen Morgen von dem Jordan, gegen Mittag von Samaria, gegen Abendvon dem mitteliänd. Meere und Phönizien und gegen Mitternacht von Syrien unddem Gebirge Libanon begrenzt, meist von armen Fischern bewohnt war. Als dieWiege des Christenthums hat dies kleine Land allgemeines Interesse. Hier lag Na-zareth, in dem Jesus aufwuchs; hier floß der Jordan, an dessen Ufern er sein Lehr-amt begann und seine Jünger sammelte; Kana, wo er sein erstes Wunder verrich-tete, Kapernaum, am See Tiberias, das ihn oft in seinen Mauern sah, Nain,wo er den Jüngling vom Tode erweckte, waren galiläische Städte; hier lag derHügel, auf dem er seine Bergpredigt hielt (jetzt der Berg Christi genannt), hier derBerg Tabor, wo ihn die Jünger in seiner Verklärung sahen. Die Bewohner diesesLandes wurden wegen ihrer geringen Bildung und einfachen Sitte von den Judäcrnverachtet, und daher auch die Christen anfangs, weil ihre Religion vorzüglich in Ga-liläa entstanden war, spottweise Galiläer genannt. Jetzt schmachtet Galiläa mit denübrigen Provinzen Palästinas als ein Theil der Statthalterschaft Damast in Sy-rien oder Soristan unter dem Drucke der türkischen Oberherrschaft, Beduinen undRäuberhorden schwärmen in verödeten Thälern umher, und nur jene heiligen Örterwerden noch von wenigen, hart bedrängten Christen bewohnt. Ich

Galilei (Galileo), um die Naturlehre durch Entdeckungen unsterblich ver-dient, wurde 1564 zu Pisa geboren. Sein Vater, Vicenzo G., ein florentinischerEdelmann, ließ ihn in den alten Sprachen, im Zeichnen und in der Musik unter-richten, wobei er schon früh eine lebhafte Neigung zu mechanischen Arbeiten zeigte.1581 besuchte G. die Universität Pisa, um die Arzneiwissenschaft und die Vristote