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4 (1830) F bis G
Entstehung
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schienen. Das Detail der Untersuchung (die höchst merkwürdig und nicht immer freivon allen Einwirkungen fremdartiger Dinge war) erzählten zu jener Zeit mehrePamphlets, und öffentl. Blätter (lournal cke« clebirl»",Oovetitutioniiel" ,<.)enthielten die durch Stenographen nachgeschriebenen gerichtlichen Verhandlun-gen, Zeugenverhöre u. s. f. Fualdes, ein Mann von mittlern Jahren, Prote-stant, zu der Hart« der Liberalen oder auch Bonapartisten gehörig, bekleideteunter der kaiserl. Regierung den Posten eines Prokurators beim Criminalhofe zuRhodez, und stand sowol hierdurch als durch sein Vermögen mit den angesehensten ,Männern des Ortes in Verbindung. Seit der Restauration hatte er sich zurück-gezogen und lebte als Privatmann, unter der Hand Geldgeschäfte treibend. Diesund Verwandtschaft in einem ziemlich weitläufigen Grade brachte ihn schon seitJahren besonders mit ein Paar Honoratioren des Ortes, dem Mäkler Jausion unddem Kaufmann Bastide-Grammont (dieBeide Schwäger waren), auf einen sovertrauten Fuß, daß diese als seine Hausfreunde angesehen wurden. Plötzlich ent-spann sich unter diesen 3 Menschen ein Zwiespalt, dessen erste Veranlassung dervon F. gefaßte Entschluß war, Rhodez mit einem andern Wohnorte zu vertau-schen. Was ihn hierzu eigentlich bewog, ist dunkel, doch sollen die seit der Restau-ration im südlichen Frankreich begonnenen Protestantenverfolgungen, sowie mancheandre, damit in jenen Gegenden zugleich auftauchende Parteiumtriebe, die nichtunwahrscheinlichen Ursachen gewesen sein. Genug, er verkaufte seine liegendenGründe und begann, Allen, am mehrsten aber Jausion und Bastide unerwartet,die ausgeliehenen Capitalien einzuziehen. Jausion hatte durch die von F. erhalte- ^nen Vorschüsse sein Geschäft in einen bedeutenden Schwung gebracht, war aberdem Darlehner noch sehr verpflichtet; derselbe Fall fand mit Bastide statt, der anF. 10,000 Fr. schuldete. Beide konnten für den Augenblick diese Fonds ohne dengrößten Nachtheil nicht entbehren, und da dessenungeachtet ihr Gläubiger auf Ab-machung drang, so geriethen sie, und namentlich Bastide, der einen heftigen undfinstern Charakter hatte, mit ihm deßwegen am Morgen des 19. März 1817 ineinen lebhaften Wortwechsel, dessen Ende darauf hinauslief, daß man eine neueZusammenkunft auf den Abend desselben Tages verabredete. Am andern Morgenum 6 Uhr fand man den Leichnam des mit Messerstichen ermordeten F. einge-packt, wie einen Ballen Kaufmannswaaren, außerhalb des Ortes in dem Aveyron.Während die Behörden die zur Entdeckung der Thäter nöthigen Schritte thaten,erschienen schon um 7 Uhr (eine Stunde nach Auffindung des Leichnams) Jausion ^mit s. Frau und Schwägerin, der Gattin des Bastide, in der Wohnung des Ge-mordeten, und begannen, unter lauten Beileidsbezeigungen, die Papiere des Un-glücklichen zu durchsuchen, wobei sie nicht allein sein Pult erbrachen und mehrePapiere, Rechnungsbücher u. dgl., sondern auch einen Beutel mit Geld und andernEffecten fortschleppten. Der Sohn des Ermordeten war auf einer Reise begriffen,und sonst Niemand im Hause, der sich ihnen, den Verwandten, füglich hätte hierinwidersetzen können. Um 10 Uhr fand sich auch Bastide ein, noch ein Mal die Pa-piere durchwühlend. Mehre Tage, während welcher der junge F. zurückgekehrtwar, vergingen, ohne daß man eine Spur der Mörder zu entdecken vermochte;endlich gab ein Kind die Veranlassung dazu. In der Straße Hebdomadiers, einerder lebhaftesten der Stadt, befand sich ein Haus, dessen Besitzer, Bancal, Schenk-wirthschast trieb, und das, theils der Gäste aus den geringern Standen wegen, 'theils aber, weil es ein Gelegenheitsort zu verliebten Rendezvous war, nicht in dembesten Rufe stand. Dieser Wirth hatte eine 10jährige Tochter, Madelarine, welchesich im Gespräche die Andeutung entschlüpfen ließ, sie wisse wo und von wem F.ermordet worden sei. Auf weiteres Befragen enthüllte sich nun, daß der Mordim Bancal'schen Hause selbst begangen, und daß dabei nicht allein eine Menge Per-sonen gegenwärtig, sondern auch das Kind selbst, welches man schlafend geglaubt