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4 (1830) F bis G
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Freygang Freyre

wegen erlittenen Schiffbmchs vor ein Seekriegsgericht gestellt, allein ausdasehren-vollste losgesprochen. Den Hauptzweck seiner Reise, Beobachtungen anzustellen, diegeeignet wären, die Gestalt der Erbe und die Intensität der magnetischen Kraft inder südlichen Hemisphäre zu bestimmen, womit er hydrographische Aufnahmen,meteorologische Beobachtungen, Ortsbestimmungen und naturhistorischc Samm-lungen verband, hat er auf eine Art erreicht, die ihm eine ehrenvolle Stelle in derGeschichte der Naturwissenschaft zusichert. Der stanz. Minister des Innern sagtin der amtlichen Bekanntmachung, F. habe, während seines vierwöchentlichcn Auf-enthalts am Cap, die Behauptung La Caillc's nicht bestätigt gefunden, daß nämlichdie südliche Halbkugel einen großem Bogen bilde als die nördliche. Allein La Caille,einer der größten und denkendsten Köpfe seiner Zeit, hielt sich am Cap beinahe einhalbes Jahr auf. Dagegen sind die Beobachtungen des Cap. F. über den Magne-tismus von größerm Werthe. Sie beweisen, daß in der südlichen Hemisphäre eineder nördlichen Halbkugel diametral entgegenlaufende Bewegung stattfindet. Dietäglichen Schwankungen der Magnetnadel waren innerhalb der Wendekreise sehrklein, und die Jnclinationcn der Nadel, welche F. gemessen hat, bestätigen vollkom-men die eigenthümliche Krümmung des magnetischen Äquators im Südmeere,welche schon aus Cook's Beobachtungen hervorzugehen schien. Auch wurden mit55 Flaschen Meerwasscr, die F. mitgebracht hatte, Versuche angestellt, um zu be-stimmen, ob das Seewasser der südlichen Halbkugel an Salz specifisch schwerer seials das der nördlichen. Die Handschrift!. Nachrichten von der Reise des Cap. F.,31 Quartbde., find im Secrctariat der stanz. Akad. niedergelegt. Daraus entstanddas Prachtwerk: sutour <la laomlc, satt p. ». «la koi »ur los Oorvvttvs

so 8. AI. I'IIrsnis etc. ponilant lo« annvo» 1817 — 20, par AI. I,. so I?re^viiiet"(Paris 1825 fg., 8 Bde., 4., mit 4 Atl. von 348 Kpf.). 1829 wurde F. zumGouverneur von Martinique ernannt.

Freygang (Wilhelm von), k. russisch. Generalconsul zu Leipzig, Sohn desum Rußlands Anstalten für medicinische Polizei hochverdienten verst. kaiserl. Leib-arztes v. Freygang, geb. 1783 zu Petersburg, studi.te in Göttingen 2 Z. lang dieStaatswissenschaften und Diplomatie unter Wartens. Während dieses Aufent-halts suchte er in seinen Ideen über den Steinregen eine von ihm aufgestellte Mei-nung über diese Naturerscheinung zu begründen, und schrieb außer einer Nachrichtüber die Universität Göttingen und einigen andern, fast sämmtlich französisch abge-faßten Schriften, auch 2 kleine Lustspiele: „Doctor Gall auf der Reise" und „Ge-niestreiche" (1805 u. 1806). Schon früher im diplomatischen Fache in Rußlandangestellt, trat er 1804 ins thätige Dicnstleben, begleitete den Oberbefehlshaberdes russischen Heeres im Feldzuge gegen Persicn und wurde 1805 nach der Mol-dau und Walachei geschickt. Nach dem Frieden von Tilsit ward er Gesandtschafts-secretair in Wien, und stand in gleicher Eigenschaft auf kurze Zeit in Paris. Erward 1811 nach Georgien geschickt, und 1812 nach Perfien, wo er zu Tauris dieUnterhandlungen, die Grundlage zu dem bald nachher erfolgten Friedensschlüsse,abschloß. Seine Gemahlin, geb. Friederike v. Koudriaffsky, die während seines2jährigen Aufenthalts im Orient an seiner Seite war, gab 1816 in stanz. SpracheBriefe über den Kaukasus und Georgien heraus, welchen er selbst einen Berichtüber seinen Aufenthalt in Perfien anhängte. (Deutsch zu Hamburg 1816.) Nachseiner Rückkehr aus Perfien wurde Hr. v. F. bei der Gesandtschaft am niederländi-schen Hofe angestellt, wo er 6 Jahre blieb, bis er in feine gegenwärtigen Dienstver-hältnisse kam.

Freyre (D. Manuel), geb. um 1765 zu Osuna in Andalusien, erprobteim Pyrenäenkcieg als junger Officier seinen Muth. 1798 war er Major im Reg.span. Husaren, und der Unabhängigkeitskrieg fand ihn 1808 als Obristlieutenant.Im folg. Z. befehligte er sein Regiment als Obrist unter Abadia. Er wurde Bri-