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den betrachtete er sich noch als Despot und Ab,soluter Fürst und wollte daselbst den Kacholizis«mus wieder herstellen, den er in Deutschlandvergebens vertheidigt harre. Die neue Reli,gion, die er in Deutschland schützen mußte, ver,folgte er in den Niederlanden durch die grau,samsten Edickte. Das Lesen der Evangelistenund Apostel, alle öffentliche und heimliche Zu,sammenkünfte, alle Religionsgespräche überTisch und zu Hause waren in diesen Edickienbei strenger Strafe untersagt. In allen Pro«vinzen des Landes wurden besondere Gerichteniedergesetzt, über die Vollstreckung der Edickrezu wachen. Wer irrige Meinung hegte, warohne Rücksicht seines Ranges, seiner Bedie-nung verlustig. Wer üb erwiesen wurde, ketze,rische Lehren verbreitet oder auch nur den gehei-men Zusammenkünften der Glaubensverbessererbeigewohnt zu haben, war zum Tode verdammt,Mannspersonen mit dem Schwerdte hingerich-tet, Weiber aber lebendig begraben. Rückfäl-lige Ketzer übergab man dem Feuer. Selbstder Wiederruf des Verbrechers konnte diesefürchterliche Urteilssprüche nicht aufheben DieGüter des Verurteilten fielen dem Fiskus zu.So mußte die Religion dem Despotismus dieHand führen, Freiheit, die dem weltlichen Armunverletzlich war, mit heiligem Griff ohne Ge-fahr anzutasten. Aber noch nicht genug; Karldachte ernstlich darauf, die Spanische Inquisi-tion in die Niederlande einzuführen. Er selbststarb darüber, aber sein Sohn und NachfolgerPhilip führte den Entwurf aus. Die spanische
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