zuzeiten. Die Schaar der neuen Bekenneevermehrte sich über alle Erwartung im Jül:Elfund Bergischen. Allein diese Niederlagezu Düsseldorf empörte die Cöllnische Geistlich-keit äusserst; der arme Corbach kam zu Cöllnin noch grösseres Gedränge als zu Düsseldorf,Er mußte widerruffen, was er zu Düsseldorfvor dem Hofe bekannt harte. Die Disputa-tion wurde in Cölln aufs neu bearbeitet undin den Druck gegeben. Allein ganz Cölln mitallen seinen Mönchen vermochten nichts; derWahrheit blieb der Sieg und die Eindrücke,welche Miconius auf den Herzoglichen Hoffund seine Länder gemacht hatte, blieb unaus-löschlich. Miconius predigte nun in Düssel-dorf und selbst in Cölln predigte er ungestöhrt.Bei öfters wiederholten Reisen des Churprin-zen in diese Länder wiederholte auch Miconiusseine Predigten; überall hatte er Anhang undselbst in Cölln zählte man tausend seiner An-hänger.
Ein dritter Umstand, der die Reformationin diesen Ländern beförderte, war das großeund edle Betragen der deutschen Fürsten.
Deutschland hatte damals Fürsten, wor-auf es stolz sein konnte, Fürsten, die nicht beiMaitressen, nicht bei Jagdlustbarkelten, nichtbei vollen Taffeln, sondern bei der Arbeit fürdas Wohl ihrer Unterthanen ihr Vergnügensuchten. Die Churfürsten von der Pfalz undvon Sachsen, der Landgraf von Hessenkassel
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