büssen werde für seine Kühnheit und daß demMönchsglauben in diesen Ländern nun die tief-ste Wunde werde geschlagen werden; allein ermußte der wiederholt ernsthaften Aufforderungdes Fürsten nach geben. Am rzten Februargieng die Disputation vor sich. Der Churfürst,seine Hoffleute, die Adliche aus dem Clevischen,Bergischen und Jülichschen waren gegenwär-tig. Todesblässe überzog den Mönch vor die-ser ansehnlichen Versammlung, er verlohr dieGegenwart des Geistes und die Sprache er-starb auf seinen Lippen. Miconius ein Mannvon großem und sanftem Geist wüste dem armenMönch so zu behandlen, daß er seine ganzeGegenwart des Geistes und zugleich seine stür-mende Frechheit wieder erhielt. Der Mönchfing an zu eifern und z« schimpfen; aber aufdie erste Frage des Miconius, ob man solcheansehnliche Versammlung durch pöbelhafteSchimpfreden oder durch hinreichende Grün-de gewinnen und überzeugen müsse? — ver-lohr der Mönch seinen Muth, er ward zuSchanden, erkannte Miconius als Lehrer derWahrheit und gestand daß er seinen Vortragunverwerfiich, recht, gegründet und für wah-ren Christlichen Glauben hakten müsse. * —Dies war nun ein großer Triumph für denLhurprinzen und für die Herzoglichen Höflin-ge, welche nicht ermangelten, des MiconiusSieg über die Pfaffen in allen Ländern aus-B » tu-
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