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Ueber die Fortschritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit : eine physikalische Vorlesung nebst erläuternden Zusätzen und der Berechnung einiger hygrometrischen Beobachtungen, welche bei Gelegenheit der Reise Sr. Excellenz des Freiherrn Alexander von Humboldt im nördlichen Asien und an den Ufern des caspischen Meeres angestellt worden sind
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ziemlich genau findet, wenn man ein Drittlieil der in ReaumürschenGraden ausgedrückten Temperaturdifferenz beider Thermometervon dem Expansionsmaximum, das der Verdunstungskälte entspricht,ab zieht*). Für jede Linie Abweichung des Barometerstandes beträgt die Cor-rection dann noch ein Tausendtheil der so beobachteten Temperaturdifferenz, ad-ditiv bei niedrigeren, subtractiv bei höheren Barometerständen.

Ich habe, wie schon bemerkt, bis jetzt die Anzeigen des Psychrometersgröfstentlieils nur vermittelst der Anzeigen des DanielFschen Instrumentes geprüftund die Uebereinstimmung so grofs gefunden, dafs ich nicht in die Nothwendig-keit gekommen bin, aus einer Versuchsreihe eine Formel, die eine noch vollkom-menere Uebereinstimmung gebe, zu entwickeln. Es kommt meiner Meinung nachnicht darauf an, dafs das Psychrometer absolut in Uebereinstimmung mit dem auchnur innerhalb gewisser Gränzen zuverlässigen Daniellschen Instrument gesetztwerde, sondern dafs ermittelt werde, welches von beiden Instrumenten die rich-tigste Anzeige gebe. Uas DanielFsche Instrument fehlt bei genauen Versuchen insMinus, das Psychrometer vielleicht ins Plus und die Wahrheit liegt sehr wahr-scheinlich in der Mitte. Es sind daher für einige verschieden bedingte Fälle Ver-suche über den absoluten Th'aupunkt anderweitig erst allzustellen, ehe man mitZuversicht die eben angeregte Frage entscheiden kann. Ein Mittel, welches ichangewandt habe, auf einem noch andren Wege die Temperatur des Thaupunkteszu erfahren, will ich seiner Einfachheit wegen, und weil es gewifs in vielen, wonicht in allen Fällen das complicirte DanielFsche Hygrometer ersetzt, noch kurz an-führen. Nimmt man gewöhnlichen Brennspiritus, dessen Anziehung gegen denDunst in der Luft sich schon etwas geschwächt hat und befeuchtet damit dieKugel eines guten Psychrometers, so wird man bemerken, dafs das Thermometeranfänglich lebhafter, nachher langsamer sinkt, bei einem Punkt eine kurze Weileverharret und dann wieder allmählig zu steigen anfängt. Dieser niedrigste Punkt,

*) Diese Näherung trifft hei der berichtigten Formel nicht mehr ganz zu, weicht jedochnicht bedeutend ab. Für den mittleren Barometerstand von 336 /,/ und Temperaturen über 0°, erhältman für Reaumürsclie Grade

x = e' (t t / ).

S

Für Temperaturen unter 0° ist aber

x = e 2 . (t D).

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Die im Text angegebene Correetion für den Barometerstand ist in beiden Fällen zulässig,obgleich bei Beobachtungen über 0 genauer jjVüS slatt T555 anzunehmen ist.

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