Eiderduiien
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Eifel
gen. — Meineid ist die wissentliche (dolose), eidliche Versicherung einer Unwahr-heit; Eidesbruch die Verletzung eines promissorischen Eides, welche sowohl einevorsätzliche als eine unachtsame fein kann. 37.
Eiderdunen, die zarten Brustfedern der sogenannten Eider (Eidergans),! LNN8 inollinsima. Dieser nutzbare Schwimmvogel bewohnt die nördliche Erde! und hält sich besonders häufig um Island und Grönland auf; auch findet manihn auf den Färocr und auf den arkadischen Inseln. Er ist über 2 Fuß lang,s und die ausgebreiteten Flügel messen über 3^ F. Sie brüten das erste Mal zu( Ende des Juni oder zu Anfange des Juli. Zu dem Ende baut das Weib-chen ein ungekünsteltes Nest aus Gras, Moos rc. auf einer steilen Felsenklippean der Sceküste, oder auf einer wüsten Landspitze. Um die Eier und Jungen vorder Kälte zu bewahren, rupft sich die Mutter eine Menge Federn aus der Brust und! füttert damit das Nest so aus, daß man sie selbst kaum erblickt, wenn sie darauf! sitzt. In bewohnten Gegenden des Nordens, wo die Menschen die Dunen zuschätzen wissen, kommt kaum eine Eider das erste Mal zum Brüten, und muß dahervon neuem legen. Dies thut sie auch zu drei verschiedenen Malen. Die Einwoh-! »er der nördlichen Gegenden nehmen daher den Eidern die beiden ersten Male oders doch wenigstens das erste Mal die Eier mit den Federn weg, und lassen ihnen nurs die beide»! letzten oder die letzte Brüt. Das Fleisch der Eider achtet man nicht son-! derlich, überdies dürfen sie auch in Island und Norwegen nicht getödtet werden;
I desto mehr trachtet man den schmackhaften Eiern nach. Diese, sowie die kostbareni Dunen, sucht man oft mit Lebensgefahr zu bekommen, indem sich die Küstcnbewoh-! ner an Stricken bis an die steilen an Felsen befestigten Nester herablassen. Mit 5Pfund der besten Eidcrdunen kann man ein ganzes Bett hinreichend füllen. DieGrönländer brauchen auch die abgezogene Haut mit den Federn zu Unterkleidernauf dem bloßen Leibe. Die Isländer und Norweger sammeln eine große Mengei dieser Dunen, und verkaufen dieselben gereinigt, das Pfund zu 2 Thaler. Mau! lheilt alle Dunen in 2 Sorten: in Tangdunen und Grasdunen. Jene sind schwe-rer, kosten aber auch mehr Mühe zu reinigen. Wenn eine Gans 3 Nester in einem! Jahre baut, so kann man sicher ^ Pfund Dunen rechnen, davon geht aber dieHalste durch die Reinigung ab. Island liefert an gereinigten Eiderdunen jährlich2 bis 300, und an unreinen 1500 bis 2000 Pfund.
Eidgenossenschaft, s. Schweiz.
Eierstock, ein weißer eiförmiger, mehr oder weniger großer Körper, wel-cher bei den weiblichen Thieren, auf jeder Seite des Fruchtbehälters, in der Verdop-pelung des zarten Bauchfells, wodurch er in s. Lage erhalten wird, und worin die zu-nnd abführenden Gefäße und Nerven zu ihm gehen, fest umschlossen und innig ver-wachsen liegt. Die Substanz ist gefäßreich, pelzig, zcllig; in ihr zeichnen sich eineAnzahl (beim Menschen 12 bis 15) kleiner Bläschen (Ovuls Oirsaliana, von ihrcinEntdecker Graaf genannt), aus, die eine durchsichtige, in kochendem Wasser gerin-nende Feuchtigkeit enthalten, deren gesunde Beschaffenheit die Bedingung der Er-zeugung eines neuen, der Gattung ähnlichen Individuums mit enthält. (S. E m -pfängniß.) Bei der Befruchtung schwillt der Eierstock auf und verändert sich ins Masse, worauf ein solches Bläschen locker wird, sodaß die fingerartigen Franzender sogen. Trompeten des Fruchthalters, die in ihrer Nahe liegen und gleichfallsin einem stärkern Leben begriffen sind, es leichter losreißen, in ihre Öffnung aufneh-men und durch ihren Canal in den Fruchthalter selbst bewegen können, worin essich befestigt, verändert, und eine Frucht zu bilden anfängt, welche in einer bei jederThiergattung verschieden gesetzten Zeit reift und geboren wird. (S. Geburt.)
Ei sei, ein an Denkmälern der Römerzeit und des Mittclalters reiches,ehemal. Dynastcnland, zwischen der Mosel, dem Rhein und der Roer. Die geolo-gischen Verhältnisse dieses vulkanischen Landstrichs beschreibt Harleß in s. Schrift: