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von der chemal. Steifheit u. übertriebcnheit im Spiele beibehalten. E. traf zuerstdas richtige Maß der Nachahmung auf der Bühne. Jeden darzustellenden Charak-ter faßte er mit allen Eigenheiten u. Abstufungen auf, und gab ihn so wieder. ImTragischen wie im Komischen gleichstark, das Letztere besonders in den Goldoni'-schen u. Moliere'schen Stücken, wußte er seine körperlichen Fehler, z.B. seine hohenSchultern, seinen nicht vortheilhaften Bau, seine dicken Knöchel, ja selbst den Man-gel eines treuen Gedächtnisses so zu verdecken, daß man nie etwas davon gewahrward. Ungemeine Kenntniß des menschlichen Herzens u. der Sitten in jedem Stanve,Feuer und Richtigkeit in seiner Declamation, passende Action und treffendes Gebär-denspiel, eine kräftige, volle, biegsame Stimme, erhoben E. zu einem der erstendramat. Künstler. Lange Zeit genoß er daher auch der allgemeinen Achtung in denangesehensten Städten Deutschlands, namentlich in Hamburg, war zuletzt Schau-spieldirector in Gotha, und starb hier 1778, bewundert als Künstler, geschätzt alstrefflicher nachdrücklicher Redner, als Dichter, als kritischer Kenner der deutschenSprache, geliebt und geachtet als Mensch, als gesitteter, ordnungsliebender undselbst religiöser Mann, der durch diese Vorzüge zuerst der deutschen SchauspielkunstBedeutung, Werth, Ansehen und Namen erworben hat.
Eckmühl, Dorf an der Laber, im k. bair. Regcnkrcise, denkwürdig durchdie Schlacht am 22. April 1809. Als Ostreich, durch den in Spanien gegen Na-poleons Herrschcrplan entzündeten Volkskampf ermuthigt, ohne Bundesgenossen,höchstens auf England und die Pforte vertrauend, alle seine Streitmaffen und dievom Erzherzog Johann kaum erschaffene Landwehr mit einer zuvor nie entfaltetenSpannkraft aufbot, um unter des Erzherzogs Karl Hecrbefehl (während der rast-lose Minister Graf von Stadion nebst dem Herrn von Gentz und Andern, derenfreisinnige Proclamationen die deutschen Völker zu den Waffen riefen, die Ge-schäfte leitete) die politischen Folgen des presburger Friedens, den Rheinbund undFrankreichs Machtkreis in Deutschland, Polen und Italien zu vernichten, undseine frühere unabhängige Stellung in dem europäischen Staatensystem wieder ein-zunehmen ; als bereits 6 Armeecorps unter dem Generalissimus, Erzherzog Karl,nebst 2 Reserven, 220,000 M. stark, die Jsar und München (am 16. April), so-wie die Donau und Regensburg (am 20. April) behaupteten, wahrend das 7. Ar-meecorps, unter dem Erzherzog Ferdinand von Este, 36,000 Mann stark, in dasHerzogthum Warschau eindrang, und 2 Armeecorps, zusammen 80,000 Mann,unter dem Erzherzog Johann, nachdem Tirol (am 11. April) für Östreich sich er-hoben, Italien bedrohten, da entschied Napoleons Sieg bei Eckmühl den Feldzugvon 1809 an der Donau bei Regensburg, und warf Östreich aus dem kühnenAngriffsplane in alle Nachtheile eines gefahrvollen Vertheidigungskrieges zurück.Darum gehört die kurze Geschichte jenes fünftägigen Feldzugs (19. — 23.April) an der Donau, in den Bericht der welthistorischen Schlacht von Eck-mühl. Napoleon, der am 13. April von Paris abgereist war und am 16. demKönige von Barern zu Dillingcn versprochen hatte, ihn binnen 14 Tagen in seineHauptstadt zurückzuführen und ihn größer zu machen, als je einer seiner Vorfahrengewesen, nahm am 18. s. Hauptquartier zu Jngolstadt. Hier wollte er die ver-einzelten Corps seines Heeres unter Davoust, Oudinot und Massen«, die Baiernunter Lcfebvre u. die Würtcmberger unter Vandamme, zusammen 200,000 M.,vereinigen; Poniatowski sollte, das russische Hülfsheer erwartend, Warschau, derVicekönig Eugen sollte Italien, und Marschall Marmont Dalmatien vertheidigen.Er selbst bereitete sich zum Angriff. Deßhalb erkämpfte Oudinot am 19. April beiPfaffenhofen seine Vereinigung (am 20.) mit Massen«, und Davoust, dervon Regensburg heranzog, lieferte an demselben Tage bei T a nn (einem Marktfl.im bair. Unterdonaukrcise) und Rohr dem Erzherzog Ludwig, den zugleich dieBaiern, welche der Kronprinz, Dervi und Wrede, unter Lefebvre's Oberbefehl,