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3 (1830) D bis E
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Eckhel Eckhof

Entfernungen, so kann jede derselben ein Agnes Echo hervorbringen, wovon daserste das stärkste ist, weil die andern durch den weitem Fortgang in der Lust ge-schwächt werden. Da der Schall nach eben den Gesetzen zurückgeworfen wird, nachwelchen daS Licht zurückprallt, worauf die Katcptrik beruht, so nennen Einige dieLehrevom Echo Katoptrik des Schalles, besser Kataphonik oder Katakustik.Der Ort des schallenden Körpers wird der phonische, und der zurückwerfende Ortoder Gegenstand d r phonokamptische Mittelpunkt genannt. Zu den berühmtestenEchos gehört das zu Rosneath in Schottland und das in der Villa Vimourtia un-weit Mailand, welches ein Wort 30 40 Mal wiederholt.

Eckhel (Joseph Hilarius), einer der größten Kenner der Münzwissenschaft,geb. d. 13. Jan. 1737 zu Enzcrsfcld in Ostreich unter der Ens und von den Jesui-tcn erzogen, trat sehr jung in den Orden und verwaltete verschiedene Lehrämter,bis er Pros. der Beredtsamkcit in Wien wurde, und zugleich die Aufsicht über dasMünzcabinet dcS Jcsuitencollegiums erhielt, da unter allen Zweigen der Alterthums-kimde, welcher er mit dem größten Eifer oblag, die Münzkunde ihn anzog. Das rei-che kaiserl. Münzcabinet und die ansehnlichen Sammlungen vieler Liebhaber warendie Schulen, wo er durch Vergleichung der alten Münzen nach und nach jenensichern u. schnellen Blick erwarb, der die Prüfung der Denkmäler selbst erleichtert unddem gelehrten Kenner das scharfe Urtheil gibt, wodurch die wissenschaftliche Bil-dung vollendet wird. Er fand die alte Münzkunde auf einem Standpunkte, wo sichdas Bedürfniß fühlbar machte, sie mit treuer Benutzung der Vorarbeiten zur Wis-senschaft zu erheben, ihre Grenzen abzustecken und nach festen Grundsätzen ein licht-volles System derselben aufzustellen. Dies war die Aufgabe, der er alle s. Forschun-gen widmete. Eine Reise nach Italien, die er 1772 machte, gab ihm Gelegenheit,die neue Anordnung der alten Münzen, die s. Systeme zum Grunde lag, in derreichen Sammlung zu Florenz auszuführen. Nach s. Rückkehr 1774 ward er zumAufseher des Münzcab'mcts zu Wien und zum Pros. der Alterthumskunde ernannt,und nach der Aufhebung s. Ordens widmete er sich ganz s. Wissenschaft. Die ersteFrucht s. Forschungen war sein ausgezeichnetes Werk:I4uini veterc rmeoäoti",das 1775 in 2 Bdn. 4. erschien, und worin er über 400 unbeschriebene Münzen be-kanntmachte. Darauf folgte die neue Ausgabe des, ursprünglich von Fröhlich undKhell, s. Vorgängern, besorgten Verzeichnisses des kaiserl. Münzcabinets, dasnach der von ihm eingeführten Methode geordnet ist. Nach diesen Vorbereitungenerschien 1702 der Anfang des Werks, das ihn den größten Münzkennern an dieSeite stellte:Vovtrina nunwrurn vetorum" (1798 mit dem 8. Bde. vollendet)Dieses treffliche Werk umfaßt die ganze alte Münzkunde, deren Theile in lichtvollerOrdnung, bei steter Anwendung einer gelehrten und scharfsinnigen Kritik, darge-legt werden. Wenige Tage nach der Vollendung desselben starb E. den 16. Mai1793. Sein Leben erzählt der 1. Bd. von Schlichtegroll'sNekrolog".

Eckhof (Konrad). Dieser für die Geschick,te des deutschen Theaters so merk-würdige Künstler, geb. 1720 zu Hamburg, war der Sohn eines Stadtsoldatenund nachheriqen Lichtputzers beim Gchöncmann'schen Theater. Als Schreiber beidem schweb. Postcommiffair zu Hamburg, in dessen Diensten er sich durch Fleiß u.Ordnung auszeichnete, fand er die Zumuthuug, auf die Kutsche der Frau Postcommifsairin als Lakai aufzusteigen, zu erniedrigend, als daß er nicht sogleich den Diensthätte verlassen sollen. Er kam nach Schwerin zu einem Advocaten, der zugleich er-klärter Freund der Musen war, eine ansehnliche Bibliothek, vorzüglich thcatral.Schriften besaß, und durch diese in E., der fleißig las, den Gedanken erweckte,Schauspieler zu werden. So trat er 1740 in Schönemann's Gesellschaft, und de-butirte zu Lüneburg. Durch Nachdenken u. Fleiß bildete er seine Talente aus; aberohne Muster, die ihm zum Vorbilde hätten dienen können, mußte er Alles durch undaus sich selbst werden. Die meisten Schauspieler dawal. Zeiten hatten noch Vieles