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Eckmühl
anführten, im Rücken angriffen, ein Treffen, worauf er sich, nebst den Baiern,mit dem Heere unter Napoleon vereinigte. Nun griff Napoleon selbst an. Er warfsich nämlich, wahrend Davoust 3 Corps des großen östr. Heers unter dem Erzher-zog Karl beschäftigte, mit den Baiern und Würtembergcrn, die er durch Anrede be-geisterte, und mit den stanz. Scharen, unter Lannes und Massen«, bei Abens-b erg (Stadt unweit Regensburg) am 20. April auf den kaum 60,000 M. star-ken, vvm Erzherzog Ludwig und dem Gen. Hitler befehligten, linken Flügel deSöstr. Haupthecres. Wrede griff das feindliche Mitteltreffen an, die Würtcmberger,unter Neubronn, umgingen den rechten, und Lannes schlug den linken Flügel; da-durch wurden Ludwig und Hitler von der Donau und von dem Erzherzog Karl ab-geschnitten. Sie wichen mit großem Verluste nach Lands Hut zurück. Hier(am 21.) von Napoleon von vorn und von Massen« auf dem rechten Zsarufer imRücken angegriffen, wurden sie abermals geschlagen und mit noch größerm Ver-luste über die Jsar geworfen. Unterdessen hatte Karl nicht nur Regensburg am 20.besetzt, daselbst ein stanz. Regiment gefangen genommen und mit dem Corps, dasunter Collowrat aus der Oberpfalz heranzog, sich vereinigt, sondern auch auf dem' rechten Donauufer, durch die Wegnahme der Höhen von Abbach, am 21. eineStellung beiEckmühl, dem Hauptpasse von Regensburg, genommen, von wo eran der Spitze von 4 Armeccorps, unter Rosenberg, Hohcnzollern, Collowrat undJoh. von Liechtenstein, den Sieger von Abensberg im Rücken bedrohte, und derStraße nach Donauwerth, das den Besitz von Baiern entschied, sich zu bemächti-gen hoffte. Allein Davoust und Lefebvre hielten ihn am 21. auf, und währendBessisres am 22. Hillcr's Rückzug nach dem Jnn verfolgte, zog Napoleon selbstmit den Heertheilen unter Lannes, Massen«, den Würtembergern und den Cui-! rassierdivisionen Nansouty und St -Sulpice, von Landshut nach der Donau, ge-gen den Erzherzog Karl, und griff ihn um 2 Uhr Nachmittags bei Eckmühl an,wo bereits die Baiern u. Davoust im Treffen standen. Dies entschied den Kampf.Die Würtemberger im Vordertreffcn eroberten das Dorf Burghausen; hierauf er-stürmte der bair. Gen. Seidewitz mit 2 bair. Reiterregimentern eine östr. Batterie,welche die Straße von Landshut nach Regensburg bestrick); sofort umflügelte nunLannes die Östreicher auf der linken Flanke, während Davoust, Lefebvre undMontbrun von vorn angriffen; als hierauf die Östreicher in ihrer zweiten Stel-lung hartnäckig Stand hielten, nahm das würtemberg. Fußvolk das Dorf Eck-mühl mit Sturm. 16 stanz. Reiterregimenter brachen jetzt in die wankenden Li-nien der Östreicher auf der Ebene hinter Eckmühl ein und warfen 7 östr. Regi-menter in die Flucht. Dadurch ward das östr. Fußvolk umflügelt und in Unord-nung gebracht. Der Erzherzog Karl selbst rettete sich aus der Mitte eines durch-brochenen Vierecks nur durch sein schnelles Pferd. So wurden 110,000 tapfereöstr. Krieger unter einem trefflichen Feldherrn, die auf einem Raume von 34 MeileLänge standen, von 130,000 M. Franzosen und Deutschen, die sich auf einer Linievon 8 Meilen ausdehnten, von allen Seiten angegriffen, links umflügelt, im Mit-teltreffen von Punkt zu Punkt geworfen, und gänzlich geschlagen. In der Nachtführte der Erzherzog seine fliehenden Scharen auf Schiffbrücken über die Donau,wo er sie hinter dem schlecht befestigten Regensburg zu seinem Rückzugskampfe auf-stellte. Stürmend verfolgte Napoleon den erfochtenen Sieg. Die stanz. Cuiras-. sierdivisivnen Nansouty u. St.-Sulpice warfen beim vierten Angriffe die östr. Rei-
l terei, welche Regensburg decken wollte, über d>e Donau. Noch behaupteten 6
östr. Regimenter die Stadt, während Karl sein Heer am linken Donauufer auf dieHöhen vor Stadt am Hof zog. Endlich schoß das stanz. - bair. Geschütz Bresche,stürmend drang die stanz. Infanterie unter Lannes in Regcnsburg ein, und nachblutigem Kampfe in den Straßen wurde Napoleon Meister der Stadt. Regens-burg, das die Östreicher von dem Dreifaltigkeitsberge beschossen, gerieth in Brand
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