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3 (1830) D bis E
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424 Ebert (Johann Arnold) Ebert (Friedrich Adolf)

Maximilian, an s. Grabe stehend:Hier liegt ein Fürst, klug und bieder wie Kei-ner im Reich; sein Rath hat mir oft genutzt". S. I. E. Psister,Eberhard imBart, erster-Herzog in Würtemberg, aus echte», größtentheils handschristl. Ge-schichtsquellen" (Tübingen 1822): eine treffliche Bereicherung der Geschichte.

Ebert (Johann Arnold), Dichter und Übersetzer, besonders engl. Werke,geb. 1723 zu Hamburg und erzogen auf dem Johanneum und dem Gymnasiumdaselbst, halte an Hagedorn nicht bloß einen wohlthätigen Unterstütz», sondernauch ungeachtet des Abstandes ihrer Jahre und damaligen Kenntnisse, einen herz- ilichen Freund. Die Liebe zur englischen Sprache wurde bei ihm durch dessen Er- .munterung geweckt und genährt. 1743 ging E. nach Leipzig, um Theologie zustudiren, zog aber bald die humanistischen Studien vor und nahm daselbst mit s.Freunden Giscke und Cramer an demJünglinge", einer damals sehr geschätztenWochenschrift, Antheil. Nicht lange nach der Gründung des Carolinums inBraunschwcig wurde er 1748 bei der damit verbundenen Pensionsanstalt angestelltund unterrichtete den Erbprinzen, nachherigen Herzog von Braunschwcig, in derengl. Sprache. Um diese Zeit faßte E. den Entschluß, s. Landsleutcn die Werkeder besten engl. Dichter u. Schriftsteller durch Übersetzungen bekanntzumachen. DasVorzüglichste, was er davon lieferte, waren Poung'sNachtgedanken" (Braun-schweig 1760 71, 5 Bde.; Leipz. 1790 95), deren Übersetzung ihm zu s.

Zeit den Ruhm eines der größten Meister in der Übersetzungskunst erwarb, undGlvwer'sLeonidas". 1753 erhielt er die Stelle eines vrdentl. Pros. am Caroli-num, und späterhin den Hofrathscharakter. Bis 1773 lebte er im ehelosen Stande. (Eine frühere Geliebte hatte er, nahe vor der Verbindung, durch den Tod verloren. 'Jetzt vcrheirathete er sich und lebte in einer glücklichen Ehe, bis er 1795 starb. (E. besaß einen lebhaften und feurigen Witz und eine regsame Phantasie. Er hat Ls. Schriften selbst gesammelt u. d. T.:I. A. Ebert's Episteln und vermischte kGedichte", wozu nach s. Tode noch ein Theil gefügt wurde (Hamb. 1789 u. 1795, >

2 Bde.). Seine Lebensbeschr. s. in Schlichtegroll'sNekrolog", 1. Bd.

Ebert (Friedrich Adolf), königl. sächs. Hofrath und Bibliothekar, einer vonDeutschlands ersten Bibliographen, ist geb. am 9. Juli 1791 in Taucher unweitLeipzig, wo sein Vater Diaconus war. Noch in dems. I. wurde dieser als Predi-ger an die Georgenkirche zu Leipzig versetzt; Leipzig wurde sonach E.'s Vaterstadt. !Mehr als der Besuch der Nicolaischule wirkte auf ihn der häusliche Unterricht s 'vielseitig und gründlich gebildeten Vaters. In der väterlichen Bibliothek wuchs erheran. Dadurch eignete er sich eine Neigung zur Lccture und mit derselben eine iäußere Bücherliebe an, welche der nähere Zutritt zur leipziger Rathsbibliothck, den sier noch während s. Schülerjahre als Amanuensis des Unterbibliothekars erhielt, ^h öher ausbildete. Die akademischen Studien, welche er nach dem Tode s. Vaters :"unter beengenden Verhältnissen begann, galten anfänglich der Theologie und Phi- rlologie; aber des zu früh verst. Dippoldt's historische Vorlesungen ließen ihn bald !sich bewußt werden, daß der Geschichte s. überwiegende Neigung gehöre. Nun >)gab er sich dieser, sowie der ihm schon früher theuer gewesenen Literargeschichte und >Bibliographie mit einem Eifer hin, der vielleicht redlicher als äußerlich berechnet /war. Nach Vollendung des akademischen Cursus zu Leipzig und zu Wittenberg, ,an welchem letztem Orte E. 1812 promovirt hatte, nahm er 1813 an mehren Ar- - jbeiten für die neue Organisation der leipziger Universitätsbibliothek Antheil. Schon .war er entschieden, sich dem akademischen Leben zu widmen, als er 1814 als jSccretair an der königl. öffentlichen Bibliothek zu Dresden angestellt wurde. Hin ;fand er die nächste Veranlassung zu s. bibliographischen Arbeiten. Schon hatte er -durch die kleine Schrift:Über öffentliche Bibliotheken, besonders deutsche Uni- 'versitätsbibliotheken" (Freiberg 1811) sich für den Bemf ausgewiesen, in den erjetzt wirksam eintrat. Die Reichhaltigkeit der dresdner Bibliothek, die ihm für s. s '