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3 (1830) D bis E
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Dürrenberg Dusch '

von Dürer", von Campe (Nürnb. 1828). Bei der Säcularfcier s. Todes in Nürn-berg (7. April 1828) ward der Grundstein zu s. Standbilde gelegt, das Rauch ver-fertigt und der nürnb. Bildhauer Burgschmidt in Erz ausführt. Auch in Dresdenu. a. Städten ward jener Tag würdig gefeiert.

Dürrenberg, 1) der berühmte Salzberg im Herzogth.Salzburg, 1 Stun-de vonHallein, 1067 Fuß über der Stadt, aus dem jährl. 300,000 Etnr. Salz be-reitet werden. 300 Menschen arbeiten täglich; die Ausbeute binnen 600 I. (das lWerk ward 1123 entdeckt) grenzt aus Ungeheure. 2) Ein Salzwcrk, 3 St. von fMerseburg an der Saale, das jüngste in Sachsen, durch den Bergraly Borlachangelegt und seit 1763 gangbar; der Kurs. von Sachsen erkaufte 1764 das dazugehörige Rittergut Dürrenberg. Es hat 5 Gradirhäuser und treffliche Maschinen,auch wird viel Salz von Altern und Kosen hierher gebracht, wo sich gute Anstaltenzur Aufbewahrung der gradirtcn Soole befinden. Man brenntgrößtentheils Braun-kohlen, die in der Nahe gegraben werden. Auch wird hier Düngesalz verfertigt. Nachder in Folge des wiener Friedens vorn 18. Mai 1815 mit Preußen am 28. Aug.1819 geschlossenen Hauptconvention (erneuert 1828) werden jahrl. 170,000 Etnr.Salz aus den Werken von Dürrenberg und Kosen für das Königreich Sachsengeliefert.

Durst, der Reiz, den das Verlangen nach Flüssigkeit in Thieren und Men-schen erregt. Durch die Lcbcnsprocessc im thierischen Körper werden unaufhörlicheine Menge von Feuchtigkeiten verbraucht, deren Ersatz zur Erhaltung dcs Lebensunbedingt nöthig ist. Der Durst und die mit demselben verbundene unangenehme ,Empfindung und Erschlaffung in allen Theilen ist die Stimme der Natur, wodurch lsie das Geschöpf auffodert, den Abgang und Verbrauch der Feuchtigkeiten durch dasTrinken zu ersetzen. Dieses Bedürfniß ist aber nicht immer gleich stark, sondern eskommt dabei sowol auf die genossenen Speisen als auf die Temperatur an, worindasselbe sich aufhält. Im Sommer, wo die Ausdünstung, und also der Abgang derFeuchtigkeiten am stärksten ist, trinken alle Thiere, und auch der Mensch, mehr alsim Winter. Kaltblütige und träge Geschöpfe ertragen den Durst weit länger alswarmblütige und thätige. Die Wuth und die nachhinge Ermattung sind ebensoschreckliche Folgen des Durstes wie des Hungers. Auch Gewächse leiden Durß,erschlaffen und welken in allen ihren Theilen, und das Begießen zeigt sichtbare und ^schnelle Wirkung. Bei thierischen Körpern soll schon eine äußere Anseuchtung denDurst vermindern, und Seefahrer haben durch bloßes Baden in der See ihr Leben !erhalten.

Dusch (Johann Jakob), dän. Justizrath und Pros. der Philosophie undMathematik zu Alton«, geb. zu Eelle 1725, studirte zu Göttingen Theologie, noch >mehr aber schöne Wissenschaften und cngl. Literatur, ward dann Hauslehrer, 1766Rector des akadem. Gymnasiums zu Altona, wo er seit 1756 privatisirte. Er starb1787. Als Dichter hat er sich vornehmlich in der didaktischen Gattung versucht.Mit Wahrheit der Gedanken verband er einen gefälligen Vertrag, aber es man- >gelte ihm eine lebendige Phantasie, und s. Darstellung ist bald zu blühend und ge-ziert, bald matt und schleppend, und der Lehrzweck durchaus sichtbar.Sämmtl.poetische Werke" (Altona 176567, 3 Bde.). Seine Prosa ist in manchen seinerfrühern Schriften, z B. in denMoral. Briefen zur Bildung des Herzens", ge-ziert und schwülstig, und streift in das Gebiet der Poesie. Seine Romane (z. B.die viel geleseneGeschichte Karl Ferdiner's",Die Pupille") zeichnen sich durchVermeidung dcs Unnatürlichen, Unsittlichen und Schwächlichempfindsamen inCharakteren und Sprache zu ihrem Vortheil aus. Unter seinen Schriften fandendieBriefe zur Bildung des Geschmacks" (6 Thle., Lpz. 1764, 2. Aufl. 1773 fg )Beifall. Die jetzige Kritik urtheilt ungünstiger über D. als seine Zeitgenossen; doch >traf ihn schon Lessing's Spott in denLiteraturbriefen".