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3 (1830) D bis E
Entstehung
Seite
21
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Sampf bab Sampffocfyett 21

Sampfbab ober Sunjibab, in ber .^eilfunfi, bie ©warmuttg EramJet bliebet butd) ben Sampf obec Sun ft tyifet 2frjneimittel, welken manan biefelben ficigen lafjt, um fie in Schweif ju bringen. Sann auch fo oielals Schwifcbab: bie ©wdrmung be$ gaitjen Äorpetö in einet fcf)t jiatb ge.hcijten Stube. Sie rufftfcfjen Sampf6dbet tarnen iw Seutfcpianb petfi in33etlin 1818 ju Stanbe, unb würben feitbem and) in anbetn Stabten an=gelegt. (S. 58 ab er.) ©ne mistige ©ftnbung fd)einen bie Schwefelbampf=bdber ju fein, welche ein franjbftfchet 2frjt, ©ale, ira $ofp ; tal St.=2ouiöp ipariö, mit ©folg anwenbet. Sie flnb nicht allein Weit minbet foflbatal8 bie gewöhnlichen Schwefelbdber unb felbft als bet ©ebtaud) bet Sd)we=felfalben, fonbetn follen auch oon ungleich gtoferer SBitüfamfeit, befonbetä bei^autftanf'heiten, als Ätdfse jc., fein. ittod) if! ju bemerfen, baf mittelfl einetSSotrichtung oon bet ©ftnbung beS D. ©ale, bet butd) äödtme oetfluchtigteSdjwefel, bei bet ©ut, jwar ben ganjen Äbrper gleichmdpig umgibt, baS©cftcht abet frei bleibt unb oon bem etfiichenben Sunfte butchauS nicht be=fdjtoert trieb. 3n bet Sdjeibefunft heift Sampfbab bet Sampf beS bodjenbenSBafferd, um einen Äorper batin aufjulofen, unb bie baju n6tt)ige 2Sottid)tung

Sampfboot, f. Sampfmafchine.

Sampf er (ftanj. sourdinc, ital. sordina ober sordino), eine SSotsrid)tung an ben raufdjenben mufibalif ;n Snfirumcnten, befonbetS an benSaifeninfitumenten (fonjlabet nur an ben Römern, Raufen unb Srompeten),um ihnen baö Schteienbe beS Sons p benehmen, unb ben Son fanfter unbfdjwdchet p machen (p bdmpfcn). 85ei ben ©eigeninfheumenten fommt biefeöottichtung am hduftgfben oot unb befielt am jmecfmöpigjien aus einemhöljetnen (oorjüglich burbaumenen, aud) tool elfenbeinernen ober metallenen)Äamme, oon beffen Sachen bet Steg feft umflammert toitb. SaS tfuffefcenbet Sdmpfet toitb butch bie 2Borte Con sordini, baS SSBegnehmen betfelbenbutch bie SBorte Senza i sordini, Si levano i sordini, oft nur burdb bie58ud)j}aben S. S. bejeidpet; aud) baS 5Pianoforte hat Sdmpfet.

Sampfgefchüfs. ©ngranjofe, ©enetal d£)affeloup, foll 1805 perftbie Sfoglichfeit gezeigt haben, Sampfgefdpk p oetfectigen unb e$ in benfejten plagen einjufübren. 1814 oetfetfigte ein ftanj. Sngenieutofftciet ©e=fdph biefet 3frt. Set Sampfheffel, auf einet 2frt oon fiafettc ttthenb, oetfahjugleich 6 2lrtilleriefiücfe mit Sampf. SDian brauchte nur einen $ahn jttbtehen, um bie 6 Äanonen mit Sampf unb mit Äugeln ju laben. Siefe9»afchine bereitete 150 Schöffe in einet Minute. Napoleon gab bet dtftr:=bung Seifall; allein bie jut iöettbeibigung oon fPatid bejfimmten 9Jtafd)inenbiefet 2Crt toutben auf hohem ffiefehl an bem Sage oemichtet, an welchembie 20liitten bie SBerfe oon fPatiS angtiffen. Spater erneuerte unb oerooll=fommnete bet 2fmerifanet ethinS biefe, wie eS fcheint, ihm unbefanntgebliebene ©ftnbung. (S. Sampfmafchine unb fPetfinS.)

Sampffochcn, Sampffochmethobe. Sie bei ben ©tgldmbetn fdjon lange übliche SB?etf)obe, bie Speifen in heifem SBafferbampfe übetbem fodjenben 2Ba|fer gat ju machen, ohne fie mit bemfelben in SSetühtungEommen ju laffen, ifi in Seutfchlanb noch wenig im ©ebraitch. 2Bahtfd)ein=lieh hat ju biefet Äochmethobe bet fPapinfche Sopf (f. *Papin) SSetanlaf-fung gegeben, in Welchem baS SBaffer, oetmittelfi bet eingefchloffenen unb er=hinten Sdmpfe, einen fo hoho« Södtmegtab unb eine fo jfatüe ^reffung et=halt, baf man batin nicht nur bas jdhefle gleifd), fonbetn aud) Änochen weichunb mütbe fod)en fann. SaS frei fochenbe SDBaffet fann nur einen beftimm=ten SBdtmegrab, nid)t übet 212 ®r. gabt. (f. Sieben) annehmen, weiljebet hdhete ©tab baS UBaffet in Sampf oetwanbelt; bagegen nimmt bet