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3 (1830) D bis E
Entstehung
Seite
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22 £>ampf?od)cn, 25ampffod)metf)obc

SDäaffetbampf, wenn man feinet 2lu«breitung ©d;ranfen fefct, eine feljt heftige£>ihe an, unb et bringt, in oerfdjloffenen fRaumen, oetmöge feinet großen©lafiicitöt, oiel leichter in bie tbietifchen unb oegetabilifchen Äörper ein, bieman feinet Gfinroitfung untetiBitft, Betminberf ben gufantmenbang ihrer Sheilcunb (oft ihre ©affe beffer unb fcbnellet auf, al« fodßenbe« SOBaffer Bcrmag.2 luf biefe ©rfafumgen gtünbet ful) ba« fehr ju empfehlenbc Äodjen bet ©pei.fen im SOBaffetbampfe. ©0 fod>t man bereit« bie Äattcffeln in einem Sopfemit fcf>r wenig SOBaffer auf bem SSoben, fbbaß bet übrige SRaum mit .Kar-toffeln ohne SBaffer angefüllt, unb bie SRünbung be« Sopf« mit einem DecfclBetfd)Ioffen wirb. 2lttf folche SOBeife gefodjte Kartoffeln ftnb glcid)mcüßiger erweicht unb Bon befonbetm 9Bof)!gefd)macf. 6 « fommt nun bloß auf einigeSBeroollfommnung biefec Äodjart bei ihrer 2fntvenbung auf anbre ©peifen an,Daju bann ba« befannfe Dämpfen be« JRinbfleifcfe« in flachen, mit DecfelnBetfehenen Söpfen bientid) fein, weiche« eine unnoilfommene 2(nwenbung bethier in Siebe ftehenben Äochart iff. ©oldfje Sopfe ftnb nämlich, ^>inftd>tltd)ihrer gotm, bie bequemften für biefen 3wecb; auch «bene Siegel mit fdßlic:ßenben Decfeln ftnb gut §u gebrauchen. 2lußetbem bebarf man jum Dawpf-foeben einiger, wie ein Durcbfd?lag burchlocherter cirfelfotmiger ©cbeiben BonBerfdjiebener ©röße au« gut oetjinntem @ifenbled)c, »eiche ju Dampfböbenbienen, worauf bie ©peifen übet bem SOBaffer ju liegen fommen. 33ei gewohnlichen Söpfen unb Siegeln, welche ftch nad; unten trid)terförmig oeremgen, taffen ftch biefe Dampfböben Bon ber erfobertichen ©röße im SSerbaltnißju ben Söpfen, für welche ft» befiimmt ftnb, ohne weitere 33orrid)tung, einige3oU hod) über bem Sopfboben »agered;t legen. SSei mehr cplinbrifchen ®e-faßen hingegen, ober in bem galle, wenn ein Dampfböben für einen befiimmten Sopf ju flein iff, bebarf e« nod) eine« hölzernen ober blechernen Äteuje«,ober eine« Dteiecf« Bon S5led>, welche« an ben ©den mit (etwa £ ober 1^Soll hohen) $?ü£en oetfehen ifi, jut Unterlage für ben Dampfböben. S!Jlit bie:fern einfachen Apparate fann man ben Swecf biefer Kocbart, eine triftigere, mithinauch gefünbere 3 «bereitung ber ©peifen, oollftanbig erreid)en. ©ie iff jebod)nur bei faftigen ©peifen, meld)e feft genug ftnb, um Bon bem Dampföobengehalten ju werben, aifo bei gleifd), grünen ©ernüfen unb ftifchem Sbfle, an=juwenben; faftlofe ober getroefnete ©egenfianbe, 5 . SS. ttoefene «fjülfenfrüchte,ftnb nidjt baju geeignet, e« fei benn, baß man fte §uoot eine Seittang imSOBaffer weichen ließe. Da« geuer muß ootjüglich auf ben 33oben witfen,woburd) ba« wenige SOBaffer übet bem SSoben leicht in« Kochen ju bringenunb nod) leichter fodßenb ju erhalten ift. SOBer bähet noch feinen ©parhetbbeftfct, bei welchem ohnehin ba« feitwärt« befd)tanft? geuer bloß auf ben SSo-ben ber ©efiße wirft, bebient ftch eine« Dreifüße«; auch «ine SSratröhte oberbie 9töl)te eine« Äodjofen« ift ju biefem Swecfe bienlich. Die ©peifen be-bürfen, beoor man fte auf ben Dampfboben bringt, faßt nur bet gewöhnlichenSöotbereifttng; glctfd; unb ©emüfe werben gewafchen, (entere aud), wie ge=wohnlich, flein gefdpiitten; ju beiben thut man ba« nöthige ©alj, beimgleifcbe ift ba« ©inreiben mit ©alj noch oorjügtidjcr. 21 Ke fernere 3 urid)tungnach bem ©arfochen, j. SS. ba« ©chmeljen bet ©emüfe, gefchieht wie ge-wöhnlid). 2lud) SSouiKon (gteifebbrühe) wirb bei biefer Äod)art gewonnen.Der heiße SOBaffetbampf burebbringt ba« gleifd) unb (oft beffen Ära fte ttod)BoKfommener auf, al« e« ba« ftebenbe SOBaffer Bermag. 9tid)t nur ba« gett,fonbern auch bie ©alterte be« gleifcbe«, al« bet dpauptbejtanbtbeit ber S3rühe,wirb im Dampfe jum Sheit Berftüfftgt unb bem SOBaffer unter bem Dampf:boben mitgetheilt, welche« babutd) in eine fraftige S3ouillon Berwanbelt wirb.SRur muß man bei ©egenftanben, bie längere 3 eit jum ©arfochen etfobetn,