Druckschrift 
3 (1830) D bis E
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

20

SDampf

geift beigegeben fei. Sic cfjtifilicfycn Sd)tiftfietler machten jene bofe Bebeutmtgnon Samonen pt j)ettfcf)enben, fobaß bie Santonen ben ©ngeln entgegengefegtwürben. Sn biefet ©itgegenfegung bilbete ftch nun bie ®etflerlef)ce au« pr2fngelologie, b. i. pr gefjte non guten ©tgeln, unb Samonologie,Sefjre oon bofen ©tgeln. Set btefet weitern 2fuSfcitbung aber oerfd)tnolj inbent df)tifitani«mtt« jübifefe unb grted£)ifd>=pf)tlofopf)tfd)c Sorfiellung«art ofttounbetfam in einanber. 2 öie Platon« Blptlju« eine unerfd) 6 pfli<he SHueltc fürbie 9ieu = fPtatonifer, fo würbe er e« aud) für bie Äirchenodter; unb bie d)rift=tidjc Sogmatif, bie man gier mit Siecht oom ( 5 f)t'iftentf)ume unterfd;eibet, würbeber fPunft, in welchem alte Sweige ber Samonologie be« Srient« unb Sccibent«ffd) oereinigten. (S. ©ngel, Seufel, ©enien unb ©abati«.)

©ampf. SBenn man Äbtpec, oorjüglid) flüffige, einem ihrer Siaturentfprechenben ©rabe ton dpige au«fegt, fo befjnen ffd) ifjre fdmmttichen5£f>ctlc in einen Weitern 9?aum au« unb erhalten jitgleid) einen hohem ©rabton fpeciftfdjer ©aflicifdt. 5 h te Befianbtheile oereinigen fief) mit bemÜBdrmeftoffe unb bilben in biefer Bereinigung Sa«jenige, toa« man Sdmpfe,wenigften« im gemeinen ßeben, eigentlicher aber Sünfie (f. b.) nennt, in=bem ber Sunfi ftd) erjt burch ©ntjiehung einer getoiffen SJtenge oon 2 Bdr=mefloff p Sarnpf oerbichtet. Sic auf biefe 9Beife au« ben Äorpern abge=fd)iebenen elaftifdgen «Stoffe ftnb oon jtoeietlei 2£rt. ©nige bleiben, toennfte auch toiebet erbalten, elaftifch, beigen baher permanent = elaftifche Slüfffg=feiten, 2 uft = ober ®a«arten (f. @a«); biejenigen aber, welche butd) biebloße SSßirfung ber Ädlte ihre elafiifche Sorrn wieber oerlieren, werben tn«be=fonbere Sümpfe unb elafiifche Sünfie genannt. Sie ©jeugung bcrfelbenfamt man fd)on bei einem gewöhnlichen Sheefeffel wahrnehmen; hoffet abernoch bei her Söinb = ober Sampffugel (jfolopile), b. i. einer metallenen, miteiner offenen Siohte oerfehenen Äuge!, in welcher SBaffer pm Sieben gebrachtwirb. Sei einem gemiffen ©rabe ber Södtme fangt ba« SBaffcr, ober welcheglüfftgfeit man fonff nimmt, p fod)en an, unb oerwanbelt ftch in ein hoctjflelafiifche« unb fTüfft'ge« SOBefen, in Sdmpfe, bie au« ber Siohre ober 2öinb=fuget wie ein heftiger SBinb auSfiromen, unb, in ein ©efaß oon gleicherober noch fidtferer -jptge aufgenommen, bie Surchftdjtigfeit, ©afiicitdt unballe übrige meebanifebe ©genfehaften ber 2uft haben unb beibehalten. Stef-fen aber biefe Sdmpfe außer bem ©efdßc bie atmofphdtifd)e faltete 2uft an,fo erfd)einen fte batin al« ein Siebei, oermifchen ftch mit bcrfelben unb oet=fchwinben enblich unoermerft. Stoßen fte an bie Sbetflache eine« faltenÄotper«, 5 . S. eine« ©tafe«, Steine« tc., fo oerbichten fte ftch in Stopfen,bie ein Shell ber im ©efdße enthaltenen glfifftgfeit ftnb. Sie ©afiicitdtber Sdmpfe ifi außerordentlich; nach ben Berfucbett ber fPbhftfet entfiehenatt« 1 Äubifptl SBaffer 1470 Äubifjoll Sdmpfe. Siefe Sdmpfe nun, wennfte in einem engen Siaume eingefchloffen werben, ber ihrer 2lu«bef)nung 2Bi=betfianb entgegenfegt, bringen unglaubliche SStrfungen h«oor, wie wir beiBulfanen unb ©bbeben fehen. Siefe ©genfepaft ift p wichtigen ©ftn=bungen, §. S. ber Sampfmafd)ine, be« Sampfboot« u. f. f., benugt worben;fowie anbrerfeit« ber außerordentliche dpiggtab, ben ©affetbdmpfe anpnehmettfdhig ftnb, bie Seranlaffung p ihrer Anwendung beim Sampffocbapparat,-paptnian = Sopfe tc. gegeben hat. 'i(ud) weiß man bie Sachen mittelfi berSdmpfuttg auf Seuchen p befefligen; man bebient ffd) ndtnlid) ber 2öaffcr=bdmpfe in ber Sudimanufactur, um nach ber treffe bem Suche bie (egteSurichtung p geben. So fam ba« Sampffrumpfen (f. Secatir)in ©ebrauct). 6 . ®. gif cg et«Satfiellung unb Äritif ber Berbunfiiingeiebre"(Berlin 1810).