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6 (1845)
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Folgende Bemerkung von Hobbes, die, obgleich et-was gedrechselt dargestellt, nichts desto weniger sehr wahr ist,vertiern, dünkt mich, zu unserer Zeit besondere Beherzigung.Demokratie, sagt er, ist eine Aristokratie von Rednern,abwechselnd zuweilen mit der Monarchie von einem Redner.

(Götting. Taschenkalender 1783. S. 168 ff.)

Wohin wird es noch mit den Complimentenk o m mcn?

Die Türken nennen die Christen noch immer Hunde. In-dessen halten die Türken viel aus Hunde. Aus Höflichkeit nenntman sich dort denn doch oft selbst so. Knox erzählt, daß dievornehmsten Herren in Ceylon, wenn der König sie von un-gefähr nach ihren Kindern fragte, mit einer Art von tiefer, aberdort anständiger, Unterthänigkeit geantwortet hätten: Ew.Königl. Majestät Hund hat vier, fünf Jungen. Nochunterthäniger wäre es, sagt er, gewesen, sich einen todten Hundzu nennen. Warum nicht lieber schlechtweg: Ew. Majestät un-rerthänigstes Gar Nichts. Freilich der todte Hund ist nochweniger. Aus einem m ens ch li ch en G ar Nichts kann Alleswerden, aber aus einem todten Hunde gar nichts.

Ein seltsamer Besuch.

Eigentlich eine Wallfahrt. Ich entlehne die folgende Er-zählung aus Hrn. Schirm mels interessanter Reise durch Schle-sien, wo man sie S. 162 finden wird, und zwar mit des recht-schaffenen, wohlmeinenden Mannes eignen Worten. Es ist, wieschon unsere Aufschrift zeigt, von einer Visite die Rede. ,/Sogroß auch die Versuchung ist, so widerstehe ich dennoch allenReizen zur Satyre, und erzähle bloß plan und simpel die Vi-site, welche die heilige Maria zu Neustadt (im preuß.Schlesien) alle Jahre den 8ten September als anIhrem Geburtstage, der ebenfalls heiligen Mariazu Oberglogau macht. Gedachten Tages nämlich wirddie neustädter Maria (die, beiläufig gesagt, eine baumwol-lene Perücke aufhat), auf einer Bahre von vier Jungfrauen

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