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6 (1845)
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hundertfältig zugelegt. Wer etwas hören will in der Welt, dermuß sich taub stellen.

Auf der Insel Scio ist eine seltsame Regel im Gebrauch,nach welcher die Kopfsteuer von christlichen Einwohnern erhobennnrd. Man nimmt ihnen mit einer Schnur das Maaß um denHals (eine etwas mystische Operation in jenen Reichen), verdop-pelt hierauf die so gefunoene Länge, und läßt sie die beidenEnden dieses Maaßes zwischen die Zähne nehmen. Kann nundie auf diese Weise entstehende Schlinge rückwärts noch überden Kopf geschlagen werden, so müssen sie bezahlen, wo nicht,so sind sie frei. Es ist bekannt, daß die Kinder in Vergleichungmit den übrigen Theilen des Leibes, und also auch des Halses,dicke Köpfe haben, woraus der Grund dieser Regel im Allgemei-nen erhellt. Daß es aber wirklich so sehr knapp, wie mau sagt,dabei hergeht, ist doch merkwürdig. Wir haben den Versuchhäufig angestellt. Bei mehreren Kindern, wovon das ältestevon eilf Jahren war, ging bei keinem der Kopf durch dieSchlinge, bei erwachsenen Personen, wovon die jüngste nichtunter zwanzig Jahren war, hingegen immer, ausgenommen ei-ner einzigen, von fünf und zwanzig Jahren, bei der es dochauch vermuthlich würde gegangen sein, wenn der Kopf rafirtgewesen wäre. Der Hals war hier überhaupt merkwürdig dünn.

Folgender Einfall von Linguet verdient jetzt wohl wiedereinmal in Erinnerung gebracht zu werden. Es ist ein Wort-spiel, das sich zum Glück deutsch geben läßt. Als er eben inder Bastille, worin er bekanntlich gesessen hat, angekommenwar, kam ein Mensch zu ihm und bot ihm seine Dienste an.Wer ist er denn? fragte Linguet. Ich bin der Barbier vonder Bastille. O, sagte er, die hätte er längst rasircn sollen.(II v a lang tems, gug vorn; aurior äu I'svoir rasoe). Inner-halb der Bastille ging einem damals ein solcher Einfall wohleinmal durch; außerhalb aber nicht.

Man hat Beispiele von guten Rednern, die, wo nicht schlechte,doch sehr mittelmäßige Schriftsteller waren, und umgekehrt, vonvortrefflichen Schriftstellern, die öffentlich schlecht sprachen odergar nicht sprechen konnten. Dieser Fall ist aus leicht einzuse-henden Ursachen der gewöhnlichste. Aber daß ein Schauspieler,und zwar ein im hohen Grade großer Spieler, ein Mann von

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