Druckschrift 
6 (1845)
Entstehung
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ber dem Winde ausgesetzt. Sobald nun dieser durchzieht,tönt das Instrument. Die tiefsten Töne sind die des obigenEinklangs, aber so wie sich der Wind mehr erhebt, so ent-wickelt sich eine Mannichfaltigkcit entzückender Töne, die alleBeschreibung übertrifft. Sie gleichen dem sanft anschwellendenund nach und nach wieder dahin sterbenden Gesang entfernterChöre, und überhaupt mehr einem harmonischen Gaukelspielätherischer Wesen, als einem Werke menschlicher Kunst. ESist hier der Ort nicht, sich in eine Erzählung von Hrn. Ion esTheorie hierüber einzulassen. Sie ist sehr gewagt, und läuftkurz darauf hinaus, daß die Äolusharfe das für die Tönesei, was das Prisma für die Farben ist. Außer diesem erstenAnschein von etwas Wahrem hat der Gedanke aber auch Nichts.Eine scharfe Prüfung hält er nicht aus, es ergeben sich zwareinige Ähnlichkeiten, die etwas Gefälliges haben, aber viel zuentfernt sind, um etwas Wahres und weiter Führendes darausherzuleiten. Schwer ist es allerdings zu erklären, wie eineeinzige Saite, die man in der Äolusharfe aufspannt, alle dieharmonischen Tone, sieben oder acht an der Zahl, durchlaufen,und zuweilen mehrere derselben zu gleicher Zeit hören lassenkönne, wie Hr. Jones bemerkt hat. Hr. Joncs hat einModell eines solchen Instrumentes an die Herren Longmanund Broderip in Cheapsidc') geschickt, und unter seiner

") Eine der schönsten Straßen der City von London.