Druckschrift 
6 (1845)
Entstehung
Seite
7
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suchen fortzuführen. Nun kam ihm in den Sinn, daß viel-leicht ein mehr beschränkter Luststrom nöthig wäre den Effecthervorzubringen. Er nahm also seine alle Laute und legtesie an die Öffnung eines nur etwas gelüsteten Aufschicbfen-sters (8asli rvinckorv). In der Nacht erhob sich der Wind, unddas Instrument tönte. Der Künstler horte es, sprang ausdem Bette, merkte alle Umstände auf das genaueste an, undda er auf diese Weise den Grund entdeckt hatte, hauptsächlich,daß es auf den dünnen, aber breiten Lufistrom ankam, so fehlteauch der Effect in der Folge nie, und so war die Äolusharfewieder erfunden.

Nach dieser Borstellung ist nun die Construction einersolchen Harfe leicht. Es wird ein schmaler, etwas hoher undlanger Kasten von trockncm Tannenhvlze verfertigt, der unteneinen Resonanzboden hat, auf diesem werden über zwei Stege,die nahe an den schmalen Enden einander gegenüber liegen,acht bis zehn Darmsaiten, alle im Einklang (unisono),nicht allzu stark aufgespannt, eine der breiten Seiten läßt sichaufschieben, so daß man einen dünnen, aber breiten Luft-strom quer auf die Saiten leiten kann. Um diesem den Durch-gang zu verschaffen, kann der obere schmale Boden wie einPultdeckel aufgehoben werden, der all beiden Seiten noch Flü-gel hat, theils um auch bei der Öffnung desselben die Luftvon den Seiten einzuschränken, und theils um den Deckel beijedem Grade von Öffnung durch Friction festzuhalten. Soeingerichtet, wird das Instrument mit der Öffnung am Schie-