Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
433
Einzelbild herunterladen
 

Von der Electricität.

4/>3

und dem später zu gedenkenden Galvanismus leitete.Mir scheinen die Spitzen durch mehrere Umständeihre eigentümliche Wirkungsweise zu erhalten; ein-mal, indem sie mit abnehmender Begrenzung an ih-rem äussersten Ende die Ansammlung von einer sogeringen Quantität electrischer Flüssigkeit begründen,dafs diese dort durch ihren geringen Umfang den Ge.setzen ihrer eigenen (auch in ihr wie in jeder Mate-rie nicht ganz zu leugnenden) Cohäsion, welche siesonst zum Funken (Tropfen) anhäuft, nicht mit ei-ner Energie Folge leisten kann, die zur ausgedehn-ten Funkenbildung hinreicht, und zweitens, dafs alleSpitzen als längliche Körper (besonders so fern siezugleich eloclrisch sind) magnetisch wirken, d. li.entgegengesetzte Polarität in der (für sie nicht isoli-renden) Umgebung hervorrufen, dadurch theils selbstelectrische Flüssigkeit von sich entfernen, theils die,wenn auch die Electricität in ihrer Reinheit isoliren*rende, Umgebung, zu einem electrischen Magnetevon entgegengesetztem Polwerthe erheben, der nunals entgegengesetzter Pol gegen die auf der Spitzen-fläche angehäufte Electricität anziehend wirkt etc.Es hat diese hypothetische Vermuthung wenigstensdas für sich, dafs wirklich ähnliche Erregungs- undFortpflanzungsVerhältnisse in der Natur existiren, diewir bei der Untersuchung des Turmalins und desGalvanismus näher kennen lernen werden.

7) Zu dem electrischen Apparate (so nenntman alle zur Hervorbringung und Untersuchung elec-trischer Wirkungen bestimmte Werkzeuge) gehört fer-ner das Electrometer oder Electroscop, wovonman verschiedene Arten hat, und die mehr dazu die-nen, Electricität anzuzeigen (vorzüglich die sehr em-

( s8 ]