Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
389
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Von dem Magnetismus.

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Kapseln ein, und verfährt bei ihrer Magnetisirungfolgendermaasen: die lange, dünne und schmale auswohl gehärtetem Stahle verfertigte Nadel, deren En-den keilförmig zugeschärft sind, legt man mit einerHälfte auf das Nordpolende eines Magnets, mit deranderen auf das Südpolende eines anderen Magnets,zieht dann beide Magnete unter der in der Mittefestgehaltenen Nadel der Länge nach fort, stellt dievorige Lage wieder her und wiederholt diese Art vonStreichung so oft, bis sie sich hinreichend magnetischzeigt. Eine in eine Kapsel verschlossene zweckmässigeingerichtete Magnetnadel heilst ein Compafs oderBoussole. Die ersten Seecompasse in Europa, wur-den von einem Neapolitaner Favius oder Johann v.Gioja (oder Giova oder n. a. Gira) der im drei-zehnten Jahrhunderte lebte verfertigt. Ueber die chi-nesische Methode die Nadel aufzustellen, vergl.Cavallo a. a. O. S. 91. Ueber Coulombs Methodevergl. Grens Journ. d. Phys. II. 5. S 348.

8) Knight verfertigte künstliche Magnete, aus ei-nem Teige von fein zertheiltem schwarzen (unvoll-kommenen) Eisenoxyde, Leinöl und Wachs; vergl.Gehlers Wörterb. III. S. 114. 115. Ingenhous liefsstählerne Röhrchen auf Oel schwimmen; dessenphys. med. Schriften übers, v. Molitor. Wien 1784*I. S. 381. Da wie die Folge zeigen wird, eine vordem Magnetisiren balancirte (ins Gleichgewicht ge-brachte) Nadel, ihr Gleichgewicht nach dem Magne-tisiren verliert; so versieht man die Nadel mit einemkleinen messingenen Laufgewichte, welches solangevom Mittelpuncte ab, oder demselben zugeschobenwird, bis das Gleichgewicht der Nadel wieder herge-stellt ist.