Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
358
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I. Theil. III. Capitel,

a) Hygrometer von obiger Art, aus Säuren,zerfliel'slichen Alkalien und Salzen bestehend, gehö-ren zu den ältesten. Lampadius (AtmosphärologieS. 111) hat sie neuerlichst wieder als die vorzüglich-sten empfohlen; sie haben indefs gegen sich dieUnbequemlichkeit ihres Gebrauchs, die öfters (z. B.auf hohen Bergen) zur Unmöglichkeit wird; dieSchwierigkeit genau anzugeben, ob sie blosses Was-ser oder auch zugleich andere Stoffe angezogen ha-ben, so z B. ziehen die Aetzalcalien Kohlensäureeben so begierig an als das Wasser, und selbst derhierin sonst für ganz unverdächtig gehaltene neutralesalzsaure Kalk ist es streng genommen nicht; undendlich dafs bei mehreren Anziehungen der Art, nichtblofs das vorhandene schon Fertige, sondern auchdas noch zu Bildende angezogen wird, vergl. oben.

3) Auch gehöret hieher das sogenannte chemi-sche Wetterglas: aus einem Gemenge von dreiDrachmen Kampfer und Salmiak und Salpeter vonjedem eine halbe Drachme, die zerrieben in ein mitdurchlöcherter Blase zu verschliessendes Cylinderglasmit Branntwein begossen werden, bestehend. Beitrocknem Wetter fällt alles zu Boden; bei feuchterstürmischer Witterung erheben sich bis zur Deckedes Glases die mannichfaltigsten, den gefronten Fen-sterscheiben ähnlichen Krystallisationen. Ausser derFeuchtigkeit hat auch die Wärme beträchtlichen Ein-fiufs darauf.

§ 9 ».

XVII, Vers, Eine trockne Glastafel werde anden kürzeren Arm eines doppelarmigen Hebels(einer Art von Schnellwaage) so aufgehängt, dafs