Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
333
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Drucke flüssiger Körper. 33,

oder Gefäfsbarometer bestehend, in welchem bei gros-sen Verdünnungen das Quecksilber bis auf 6 '", 5""

.herabfällt, und welches nur zur Messung

starker Verdünnungen benutzt werden kann. Dieandere Art wurde von Hawksbee zuerst angewendetund besteht aus einem ausserhalb der Pumpe befind-lichen über 55" langen Gefäfsbarometer, welches mitdem oberen Ende seiner Röhre mit dem Recipien-ten in nur für beide offne Verbindung gesetzt wer-den kann. Bei fortgesetzten Pumpenzügen steigt dasQuecksilber endlich bis auf 2b" bis 27", . . . jedochohne die ganze Höhe des Quecksilberstandes im ge-wöhnlichen Barometer zu erreichen. Je länger dieRöhre über 27" ist, um so mehr wird das Ueberstei-gen des Quecksilbers in die Pumpe verhindert. Einedritte Barometerprobe ist die SMEATONSche; sie be-steht aus einem Heberbarometer, auf vorhin bemerkteWeise mit der Pumpe verbunden, dessen kürzererSchenkel länger wie gewöhnlich und entweder zuge-schmolzen oder sehr lang (für vierfache Verdichtungschon 84") ist. b) Die Birnprobe (engl. Peargage)von Smeaton erfunden und zuerst angewendet. Sie be-steht aus einer kurzen cylindrischen, calibrirten, obenzugeschmolzenen, mit Quecksilber gefüllten Glasröhre(deren Durchmesser nicht über 0,5'" betragen darf),die nach unten bimförmig erweitert, mit ihrem un-teren offenen Ende über ein Glas mit Quecksilberschwebt, und mit einer Scale versehen ist. Nachdem dieVerdünnung durch Auspumpen eine Zeit hindurch fort-gesetzt, mithin auch die Luft in der Röhre ebenmässigverdünnt worden, drückt man die Birn in das Gefäfsmit dem ausgekochten reinen Quecksilber (mittelsteiner im Recipienten angebrachten Vorrichtung) und