Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
329
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Von dem Drucke flüssiger Körper. 32 g

poröse, mit Luft gefüllte Blase, und zieht nunden Stempel in die Höhe, so wird die Luft derBlase sich verdünnend den leer gewordenen Raumder Spritze füllen. Dasselbe wird erfolgen, wennman den Stiefel einer Säugpumpe, mit einemfür die äussere Luft vollkommen verschlossenenLuftbehälter in Verbindung setzt; giebt man da-bei zugleich der in den Stiefel tretenden LuftGelegenheit nach aussen zu entweichen, ohneäussere Luft einzulassen, so folgt, dafs bei wie-derholten Pumpenzügen die Luft des Behältersendlich sehr verdünnt werden mufs. Man nennteine solche Vorrichtung eine Luftpumpe (i\nt-lia pneumatica), die seit ihrer Erfindung durchOtto von Guekike i65o (und seit seinen da-mit in Gegenwart des deutschen Kaisers undmehrerer Fürsten auf dem Reichstage zu Regens-burg angestellten Versuchen im J. 1654) man-nichfaltige Abänderungen und Verbesserungen er-fahren hat.

1) Vergl. Ottonis de Guerike experimenta novaMagdeburgica de vacuo spatio. Amstel. 1672. Fol.C. Schotti mechanica hydralico - pneumatica. Her-fa ip. 1657. 4. Append. u. Technica curiosa. Her-bip. 16G4. 4.

2) Die nähere Einrichtung und Wirkungsweise aneinem Modell und an verschiedenen Luftpumpenselbst. Zu ihren wesentlichen Tlieilen gehört nochausser denen bei der Saugepumpe genannten, der