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I. Th eil. II. Capitel.
Luftdruck die tropfbare Flüssigkeit in der Pumpeerhoben werden kann, ist gleich derjenigen, in wel-che dieselbe Flüssigkeit in der ToRRicELLischenRöhre stehen würde. Bei einer Wassersaugpumpe,darf daher die Höhe vom Wasserspiegel bis zum höch-sten Hebepunct des Kolbens , in den niedrigsten (dengröfsten Luftdruck habenden) Gegenden nicht über50 Fufs, an höher liegenden Orten nach Maasgabedes Barometers mufs sie noch geringer seyn.
3) Die Pumpen (deren Erfindung sehr alt ist)veranlafsten die Entdeckung des Drucks der Luft;alle durch ihn bewirkten Phänomene, erklärte mansonst aus — einem Abscheu der Natur vor dem lee-ren Raume (fuga vacui, vergl. Aristotes physicor.lib 4. cap. 6. seqq. Aurel. 1607. p. 498. Pascala. a. O.); bis Gallilei und Torricelli durch Beob-achtungen und Pascal auf diese Beobachtungen ge-stützt diesen Wahn gründlich widerlegten. Streitig-keiten über die Schwere der Luft; Wallis u. a. Ent-würfe etc. mündlich.
3) Auch feste Körper können durch den einseiti-gen Druck der Luft in Bewegung gesetzt werden:saugt man z. B. aus einer mit Lebensluft gefülltenBlase die Luft ein, so fällt die Blase zusammen; hie-her gehört auch: Robervalls Versuch, oder Pas-
,cals Kammer und Guerike’s Windbüchse mit ver-dünnter Luft. Vergl. Tentamina experimentor. na-tur. capt. in academia del Cimento. S. 29 ff.; undC. Schott a. a. O. L. XI. S. 881.
§. 85.
Bringt man im vorigen Versuch die Mündungder Spritze in eine genau anschliessende, nicht