Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
326
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I. Theil. II. Capitel.

4) Drückt die Luft auf eine liquide Flüssigkeit anzwei verschiedenen Stellen , an der einen durch ihrGewicht, an der andern, in einem Gefässe einge-schlossen , durch ihr Expansionsstreben, und es wirdnun diese leztere eingeschlossene Luftmenge ver-dünnt, so wird das Gleichgewicht der Luftsäulenaufgehoben; es wird daher. die tropfbare Flüssig-keit so lange durch den' äusseren Luftdruck in dasGefafs getrieben , bis der senkrechte Druck deraufgestiegenen Säule und das Expansionsstreben derdarüber stehenden eingeschlossenen Luft, mit demDrucke der äusseren Luftsäulen im Gleichgewichtestehen. Hieher gehört das Aufsteigen des Wassersin einem Glase, welches zuvor durch Erhitzung einenTheil seiner Luft verloren und mithin mehr oderweniger verdünnte Luft zurück behalten hat, wenninan es schnell mit seiner Mündung auf einen Tellermit Wasser stürzt; u. m, ähnliche Versuche.

§. 84.

XIII. Versuch. Eine kleine gläserne Hand*spritze, tauche man mit ihrer Mündung in einetropfbare Flüssigkeit, und ziehe darauf den Stem-pel in die Höhe; die Flüssigkeit wird den durchdas Aufziehen des Stempels entstandenen leerenIhmm ausfüllen, und nach Maasgabe ihrer Dich-tigkeit zu einer verschiedenen Höhe in die Röhreder Spritze herauf steigen, und so lange darinhängen bleiben, bis sie entweder durch den nie-der gedrückten Stempel, oder nachdem der Stem-pel ganz aus der Röhre herausgezogen, durch