Von dem Drucke flüssiger Körper. 3 ü5
die Einrichtung und Wirkung des Stechhebers,der Klepsydra, des sogenannten Oelkrugs derWittwe zu Zarpath , des Z aub er triclvters , desintermittirenden oder Zauberbrunnens unddes Was s er ham mer s. In diesem lezteren (gläser-nen) fliefst aus einer seiner Höhlungen das darinenthaltene Wasser, durch eine enge Zwischenrühreungehindert, in Gestalt eines Strales in die andereluftleere Höhlung über. Auch schlägt das durch Luft-widerstand hier nicht gehinderte Wasser, heftigmit klapperndem Geräusche gegen das Glas des Ge-fässes (vergl. Ein lei t. §.46 u. s. f.) — Aus einemmit Wasser gefüllten Gefässe mit enger Mündungläuft beim Umkehren nichts heraus; der offene Hahneines vollen Fasses läfst bei geschlossenem Spundlochenichts herausfliessen; u. m. ä. Erscheinungen.
2) Befindet sich oberhalb des Quecksilbers, Was-sers etc. in der Röhre etwas Luft, so werden diesetropfbaren Flüssigkeiten in einer geringeren Flöhevon der äusseren Luft getragen werden; jene einge-schlossene Luft, wird hingegen beim Fallen desQuecksilbers verhältnifsmässig ausgedehnt werden.
3) Ist hingegen eine Portion atmosphärische Luft,für sich oder mit anderen Flüssigkeiten in ein Ge-fäfs vollkommen eingeschlossen, und alle Communi-cation mit der äusseren Luft gehoben, so wird die-ser eingeschlossene Theil dennoch ein Streben zurExpansion besitzen , welches dem Luftdrucke imFreien gleich ist; weil dieser Theil vorher mit derumgebenden Luft im Gleichgewichte und vermögeihres Gegendrucks bis auf einen gewissen Grad zu-sammengedrückt war.