Von dem Drucke flüssiger Körper. 317
diese Veränderungen des Luftdrucks (eine Folge derSchwere und-ver schi e den en Elasticität) an-zeigt, so nennt nran die Torric. Röhre auch Ba-roscop oder Barometer; und so wie mittelst desManometers (vergl. §. 78- N. 10.) die I ichtigkeitder Luft gemessen wird, so läfst sich mit dem Baro-meter auch das mehr oder weniger der Elasticität derLuft bestimmen. In sofern als jene Veränderungentheils mit Wetterveränderungen in Zusammenhangstehen, theils von ihnen begleitet werden, nenntman das Barometer auch ein Wetterglas. BeideElasticität und Dichtigkeit der Luft, können sich,jede für sich aus verschiedenen Röhrchen merklichändern, ohne dafs dadurch die eine oder andere zugleichrnässigen Aenderungen bestimmt werde.
5) Um den Luftdruck ■ der im Freien auch mit derDichtigkeit im Verhältnisse stehen mufs, woraussich erklärt, weshalb das Fallen des Quecksilbers nichtden Entfernungen von der Erde oder den Höhenproportional, sondern stets etwas kleiner ist) mittelstdes Barometers genau zu messen, müssen bei seinerVerfertigung folgende Regeln beobachtet werden; a)die Glasröhre mufs durchaus von gleichem Durch-messer (am besten 2"' Weite) seyn, indem in baldengen bald w'eiten Röhren, theils die genaue Beob-achtung des Quecksilberstandes verhindert, theils dasQuecksilber von den inneren Glaswänden ungleich-massig angezogen wird; vergl. In zu weiten Röh-ren schleicht sich beim Forttragen eher Luft ein alsin die engeren; auch sind sie beim Auskochen desQuecksilbers leichter dem Zerspringen ausgesetzt, b)Das eine Ende der Röhre wird an der Lampe hälb-kuglich zugeschmolzen; c) das Quecksilber mufs che-