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1 (1810)
Entstehung
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316
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I. Theil. II. Capitel.

i) Dieser wichtige Versuch wurde zuerst von Evan-geeista Torkicelli im ,T. 1644 angestellt, um da-durch die von seinem grossen Lehrer Gallilei be-hauptete Schwere und den Druck der Luft zu be-weisen ; vergl. Casp. Schotti Technica curiosa.Herbipol. 1664. 4. I. III. S. 192. Die mit dernQuecksilber versehene Röhre , nennt man daherauch die ToRRiCELLische Röhre (Tubus torricellia-nus), und die Leere über dem Quecksilber in derRöhre die ToRRicEi/iäsche Leere (Vacuum toricel-lianum).

3) Offenbar beruht das Hängenbleiben in der Röhrebis zu jener Höhe von 28" paris., auf dem einseitigwirksamen Luftdruck der umgebenden Atmosphäre;denn wohl vermag die Luft auf das Quecksilber derSchaale ausserhalb der Röhre, aber nicht auf das inder Röhre zu wirken, wo sie nicht existirt.

3) Die Stärke dieses Luftdrucks, mufs der Stärkedes Gegendrucks des in der Röhre 28 Zoll hoch ste-henden Quecksilbers gleich seyn, mithin gegen jedegegebene Fläche so grofs, als das Gewicht einerQuecksilbersäule von derselben Grundfläche und vonder Höhe in der ToRRicELLischen Röhre. Bei 28 ZollHöhe, ist der Druck der Luft auf einem paris. Qua-dratfufs Fläche 2=22221 Pfund; vergl. Schmidts Handb.d. Naturlehre S. 128.

4) Sind die Ursachen des Luftdrucks veränderlich,so wird es auch der Druck selbst, und mithin auchdie Flöhe des Quecksilbers in der Röhre. Der Erfah-rung gemäfs, ist dieses wirklich häufig an einem unddemselben Orte der Fall, indem zu Zeiten die Höhebis auf eine gewisse Grenze grösser oder kleiner wird.Da nun das Quecksilber in der Torricell. Röhre