Von dem Drucke flüssiger Körper.
soviel mal höher stehen als das (fast 14 maldichtere) Quecksilber; soviel mal dieses das Was-ser an Dichtigkeit über trifft; oder das Gleich-gewicht zwischenbeiden wird eintreten,wenn ihre Höhen sich umgekehrt wieihre specifisclien Gewichte verhalten.
1) Man mufs zu diesem Versuche entweder nichtmischbare Flüssigkeiten von verschiedener Dichtigkeitwählen, oder bei den mischbaren die leichtere lang-sam und vorsichtig mittelst einer kleinen Fliefspapier-brücke auf die schwere tragen. — Es gründet sichhierauf Scannegatty’s Areometer, vergl. Beschreib,eines verbesserten Aerometers oder einer Waage, mitwelcher sich die specifische Schwere mehrerer Flüs-sigkeiten auf einmal bestimmen läfst, von S. in Licii-tenbergs Magaz. f. d. Neueste a. d. Phys. etc. I Bd.II. St. S. 45 u. f. Dem Gebrauche dieses Instrumentssteht, die keine Genauigkeit zulassende Verschieden-heit der Adhäsion, der verschiedenen Flüssigkeiten ge,-gen das ausgf schmirgelte Glas der Rühre entgegen.
2) Dafs eine schwere Flüssigkeit in der leichterenzu Boden sinkt, und dafs mehrere zusammengegos-sene Flüssigkeiten von verschiedener Dichtigkeit, sichnach Maasgabe der Abnahme ihrer specifisclien Ge-wichte , in wagrechten Schichten übereinander lagernwerden (z. B. die sogenannte El ementar'welt ausQuecksilber, in Wasser aufgelöstem Gewächskali,Weingeist und Steinöl) folgt schon aus dem obigen,und wird durch alltägliche Erfahrungen bestätigt;aber gesetzt wir wären im Stande eine schwereretropfbare Flüssigkeit in einem schicklichen Gefässe,so über eine leichtere liquide Flüssigkeit zu schichten,