Von dem Drucke flüssiger Körper. 289
vor der Vergrösserung; mithin wird der Druckgegen den Boden mit der Höhe der Wassersäuledes Gefässes (vergl. oben) und mit seiner Grund-fläche im zusammengesetzten Verhältnisse stehen;und auch bei unregelmässig gebildeten Gefässen(z. B. bei einer llouteille) ist der Druck desenthaltenen Wassers gegen jeden Theil des Bo-dens so stark, wie der Druck des Gewichts ei-ner lothrechten Wassersäule) welche den Bodenzur Grundfläche itnd die senkrechte Höhe derFlüssigkeit dieses Theiles zur Höhe hätte.
1) Was vom Boden des Gefässes gilt, gilt auchhier wiederum von der untersten Flüssigkeitsschicht;und es läfst sich auf ähnliche Weise auch der Seiten-druck für jede einzelne Schicht bestimmen, da lautdem vorhergehenden §., dieser Druck von oben nachunten in arithmetischer Progression zunimmt. Setzenwir die Höhe der Seite eines senkrechten prismati-schen Gefässes == A, ihre Breite = B, so ist dasPrisma, dessen Gewicht dem Drucke auf dieser Seitegleich ist, a 2 b. In einem cubischen (mit ei-
nem gleichartig tropfbar gefüllten Gefässe ist B — A,mithin der Druck auf der einen Seite = ~ a 3 ; undgegen alle vier Seiten r=2a 3 ; d. h. gegen eine ganzeSeitenfläche halb soviel als gegen den Boden, undgegen alle vier Seitenflächen noch einmal soviel alsgegen den Boden; d. i. noch einmal so grofs als dasGewicht des darin enthaltenen Gleichartigliquiden.
- 1 ) Auf jene Vergrösserung des Seitendrucks nachdem Boden zu, gründen sich ausser den §. 74. imVIII. Versuch gezeigten Phänomenen noch folgende: