Vom dem Drucke flüssiger Körper. 281
tigkeiten dev einzelnen Materien, theils von Beimi-schungen pulveriger Substanzen herrühren (wodurchdas Weiche und Teigige entsteht); so kennt manauch abgesehen von der chemischen Qualität meh-rere Verschiedenheiten des Elastischlliissigen. Dahingehöten Dämpfe und Luftarten von verschiedenerDichtigkeit und Ausdehnungsfähigkeit; z. B. die fixeLuft (Kohlensäure) fällt in der atmosphärischen Luftvermöge ihrer grösseren Dichtigkeit zu Boden, undläfst sich daher aus einem Gefässe in das andere gies-sen ; die Metalldämpfe scheinen ausdehnungsfähigerzu seyn als wie die Wasserdämpfe, und überhauptscheint die Ausdehnungsfähigkeit mit der Dichtig-' keit im umgekehrten Verhältnisse zu stehen. Merk-würdig ist die gelbe Farbe des oxydirtsalzsauren Ga-ses, welches eigentlich seinem Zustande nach denUebergang von Luft in Dunst macht.
6) Schon das Zu-Boden-sinken der fixen Luft zeigt,dafs die elastischen Flüssigkeiten dem Gesetze derSchwere unterworfen sind, ohnerachtet sie sich ihrerExpansibilität gemäfs aller Anziehung zuwider auszu-dehnen streben. Noch deutlicher bezeugt sich jeneErdanziehung gegen die Luft, durch unsere Erdat-mosphäre, die gegen die Erde zu mit wachsenderDichtigkeit, den Efdsphäroid etwa in einer Entfer-nung von 5 — 6 Meilen umfliefst, sich mit ihm fort-wälzt, und abwärts von der Erde an den Aether(oder Himmelsluft) grenzt. Die Kugelform der Erd-atmosphäre ist daher durch Anziehung von innenbegründet, während bei der gewöhnlichen Luftblase^der Druck von aussen denselben Erfolg hat.
7) Genau läfst sich die Höhe der Atmosphäre oderdes sogenannten Dunstkreises nicht angeben, da sie