I. Theil. II. Capitel.
sigkeit z. B. reinen Weingeist, guten Branntwein,stark schüttelt, die ersteren schäumen dann, dielezteren perlen, indem theils durch das Schüttelnoder Schlagen die aufgelöste atmosphärische Luft ent-wickelt , theils Dampf gebildet, theils umfliessendeLuft damit gemengt wird.
a) Wahre und reine Dämpfe sofern sie vollkom-men farbenlos sind, werden von dem Auge nicht vonder umgebenden (erhitzten) Luft unterschieden, undsind in allen Fällen vollkommen durchsichtig. Wer-den sie hingegen nach und nach abgekühlt oder starkzusammengedrückt, so unterscheidet sie das Auge vonihrer Umgebung in der oben erwähnten Gestalt klei-ner Sphäroiden, die entweder zu Dunst aneinandergereiht sind, namentlich wenn die Dämpfe liquidenUrsprungs waren; oder zu Rauch, wenn sie vordem Dampfwerden festen Masse waren, oder zu einemGemenge von Dunst und Rauch z. B. Holzrauch.Der Dunst gerinnt durch starken Druck oder ge-wöhnlicher und schneller durch Abkühlung zu Tro-pfen, indem nach und nach der das Innere des Sphä-roids ausfüllende Dampf liquide wird und so die äus-sere liquide Hülle des Sphäroids vermehrt, bis end-lich die so verdichteten Sphäroiden zusammen sinken,und als Tropfen oder liquide Flächen zu Boden glei-ten. Hieher gehört die in der Chemie unter der Be-nennung Destillation bekannte, zunächst Schei-dung des flüchtigeren Liquiden von dem_Feuerbestän-digeren zum Zwecke habende Operation. Vergl. Kast-kek’s Grundrifs d. Chem. I. Th. S. 70, 99, 100 u. s. f.Der Rauch erstarrt durch Abkühlung zu einer mehroder weniger festen Masse; dahin gehört die Su-blimation (vergl. a. a. O. S. 100). Ob übrigens