Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
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260
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I. Theil. I. Capitel,

die Sonne in einem der Nachtgleichenpuncte steht.Je weiter sich die Sonne vom Aequator entfernt,um so mehr nehmen die Tage in der einen Halb-kugel zu, in der anderen ab; an den Polen ersetztein halbjähriger Tag die halbjährige Nacht. Aus-ser der verschiedenen Tageslänge, bewirkt die Sonneauch in ihrem verschiedenen Stande gegen die Erde,Verschiedenheit der Beleuchtung und Erwärmungder Erdorte; und hiernach theilt lhan die Erdober-fläche in 5 Zonen; eine heise, zwei gemäs-sigte und zwei kalte. Theilt man die ganzeFläche in 1000 Theile, so gehen 398 auf die heiseZone; die Sonne geht hier fast lothrecht auf undunter und jeder Ort hat sie jährlich zweimal im Ze-nith. Der längste Tag hat nahe an den Wendekreisenhöchstens 15^. Stunde, der kürzeste 10J. Das Ther-mometer fällt in den nördlichen Breiten nicht un-ter 15 0 4. o. Ausser besonderen Localverhältnissen,finden keine abweichenden Extreme der Wärmestatt, und der Wechsel der Jahreszeiten (d. i.des einigermassen periodischen Ganges der Witte-rung) besteht in ziemlich regelmässiger Abwechse-lung von Trocknifs und Regenwetter. Diesseitsder Linie trifft die Regenzeit zwischen den Früh-lings-und Herbstaequinoctien; jenseits umgekehrt.Die gemässigten Zonen von den Wendezirkelnbis zu 235° von den Polen, nehmen 520 Theileein. In der Nähe des Polarkreises nehmen dielängsten Tage bis zu 24 Stunden an Dauer zu;die Dämmerung wächst und dauert nach Nordenzu schon die ganze Nacht hindurch. Der Wechselder Jahreszeit ist vierfach, die Extreme von Wärmebeträchtlich. Die kalten Zonen innerhalb der