Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
226
Einzelbild herunterladen
 

6

I. Theil. I, Capitel.

der obigen Stellung zwischen Sonne und Erde (zurNeumondszeit) zugleich in seiner Knotenlinie(Linea nodorum) oder nahe dabei ist Der Mond-schatten bedeckt, wenn er auch die Erde erreicht,nur einen kleinen Theil ihrer Oberfläche auf ein-mal, und nur den hier liegenden Orten wird dieSonne total verfinstert; die anderen Orte hingegen,die nur vom Halbschatten getroffen werden , habennur eine partielle Sonnenfinsternifs; und die un-beschatteten gar keine. Auch wird aus gleichenGründen, den verschiedenen Orten die Sonnenach und nach verdunkelt, und hört auch zu ver-schiedenen Zeiten auf. Trifft der Kernschatten desMondes die Erde gar nicht, so entstehen die ring-förmigen S. Finsternisse, die an solchen Orten,worüber der Mittelpunct des Halbschattens geht,zugleich central sind. — Die Mondfinsternifsfindet ebenfalls (zur Volhnondszeit) unter der Be.dingung statt, dafs der Mond nahe bei der Knoten-linie seiner Bahn ist; wo denn der Erdschatten aufden Mond geworfen diesen partiell oder total ver-dunkelt der manchmal bei totalen Mondfinsternis-sen bemerkte röthliclie Schimmer, rührt von derin der Folge zu untersuchenden Brechung der Son-nenstralen in der Erdatmosphäre her). An allenOrten der Erde wo der Mond zur Zeit der Mond-finslernifs sichtbar ist (wo er mithin in den Erd-schatten tritt und von der Erde der Sonnenstralenberaubt oder verdunkelt wird) sieht die Mondfin-sternii's gleich aus, fängt zu derselben Zeit an undhört auch zu gleicher Zeit wieder auf. Zur besse-ren Verdeutlichung der Sonn- und Mondfinsternifsvergl. inan Fig. n, und denke sich im ersteren