Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
192
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kjü I. Theil. I* Capitel.

g) Dafs'bei gleichen Elevationswinkeln und gleichenOrten , die Zahl der Schwingungen mit der Quadrat-wurzel der Längen (bei zwei schwingenden Pendeln)im umgekehrten Verhältnisse stehe, z. B. wenn dieZahl der Schwingungen doppelt so grofs ist, die Pen-dellänge viermal kleiner seyn mufs, folgt schon ausdem Obigen. Denn soviel wie die Dauer der Schwin-gungen in einer gewissen Zeit grösser ist, um sovielwird auch die Zahl der vollendeten einzelnen Schwin-gungen in derselben Zeit kleiner seyn müssen; d. i.N ; n = t: T. Ist aber T : t = t/L : '/'l, so istauch N : n = Y'l 'jZL. Je kürzer das Pendel ist,um so schneller sind seine Schwingungen; je längerum so kürzer.

g) In dem Verhältnisse wie die Grössen der Schwin-gungsbogen wachsen, wird auch die Zeit des Schwun-ges (dem ohigen zufolge) grösser werden, und nurbei sehr kleinen Bogen, sind die.Pendelschwingun-gen merklich isochronisch. Nachstehende Tabellezeigt die Zögerung an, welche aus der Zunahme derSchwingungsbogen, bei ein und demselben Secunden-pendel (d. i. ein Pendel, welches innerhalb einerSecunde einmal hin und her schwingt), für einenTag, an demselben Orte, in Vergleichung mit demwahren Secundenpendel, welches, mathematisch ge-nommen unendlich kleine Bogen beschreibt, entsteht.Die Zunahme der Bogen ist nach der Breite eineseinfachen Schwunges und die Länge des Pendels zu5 Fufs 8 Linien (paris.) bestimmt.