Näli. Untersuchung d. Beweg, u. ihrer Gesetze. 146
5) Sofern man nicht im Stande ist einen voll-kommen unelastischen Körper nachzuweisen, kannman auch keinem Körper die Fähigkeit gänzlich ab-sprechen, einen Schall zu erregen oder fortzupflanzen.Beide Verhältnisse sind aber nach der verschiedenenBeschaffenheit der Körper, und nach der damit ver-knüpften Fähigkeit den Schall geschwinder oder lang-samer, regelmässig oder unregelmässig hervorzubrin.gen und forlzuleiten sehr abweichend gegeben, wor-aus die Möglichkeit einer grossen Mannichfaltigkeitdes Schalles hervorgeht. Die Ausdrücke: Geräusch,Murmeln, Zischen, Knarren, Knirschen, Pfeifen,Brausen, Knallen etc. sind mahlende Bezeichnungenverschiedener Arten des Schalles.
4) Jede Schallschwingung eines Körpers setzt vorauseine von einem anderen Körper mitgetheihe Bewe-gung, entweder durch Stofs, Schlag, Reibung etc.die sich dadurch characierisirt, dais sie mit einergewissen Energie und mit sich änderndenRichtungspuncten statt findet; blosser sanfterDruck ohne Aemlerung der Richtung bringt auch insehr elastis-, hen Körpern keinen-Schall hervor. DieFortsetzung der Bewegung als schwingende wirddurch diu Elasticität des in Schwingung zu setzendenKörpers bewirkt; indem er vermöge der Elasti-cität, die ihm durch jene mitgetheilte Be-wegung gewordene Raumsveränderung,selbstständig wieder herzustellen strebt.
g) Erfolgen die Schwingungen eines Körpers re-gelmässig oder gleichförmig (gleichartig', d. ii.geschehen in gleichen Zeiten gleich viele(und auch mehr oder weniger gleich starke)Schwingungen; so nennen wir den angenehmen
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