1 44 Einleitung. IV. Abschnitt.
gen, Zittern oder Oscilliren (Vibratio, Oscil-
latio, vergl. §. 04 . N. 8 .) genannt wird.
1) Die Untersuchung der einzelnen Bedingungen zurEntstehung, Fortpflanzung, Veränderung und Aufhe-bung der Schalle, wird weiterhin abgehandelt wer-den; hier genügt uns einstweilen die Angabe der all-gemeinsten Bedingung die der Elasticität, unddie allgemeine Begriffsbestimmung der Schwingungs-bewegung. Alle expansiv r elastischen Körper sind so-wohl zur Erregung als auch zur Fortpflanzung desSchalles vorzüglich geschickt; die tropfbar-flüssigenhöchst unvollkommen, die festen öfters in dem Maase,dafs sie den ersteren nichts nachgeben, nur geschiehtbei ihnen z. B. die Fortleitung des Schalles in länge-ren Zeiträumen, mit geringerer Verbreitung nachaussen, und in Richtungen, die zum Tlieil von derStructur und von der Lagerung ihrer Aggregativtlieileabbängen.
2) Man kann die schwingende Bewegung einesschallenden Körpers in gewisser Hinsicht mit denPendelschwingungen vergleichen (vergl. §. 57.N. 5.), welche statt finden, wenn ein durch einenFaden (oder gerade Linie) am Fallen gehinderterschwerer Körper (oder Punct) in Bewegung gesetztwird, nachdem derselbe am entgegengesetzten Endedes Fadens irgend wo befestigt worden. So wie das(wirkliche) Pendel durch Reibung und durch Wider-stand des Mediums worin es schwingt, endlich zurPuthe kommt, so hört auch die Bewegung schallen-der Körper aus ähnlichen Gründen nach und nach auf,nachdem sie zuvor durch weitere Verbreitung ge-schwächt und vermindert worden ist.