Näh. Untersuchung d. Bevreg. u. ihrer Gesetze. 119
sie endlich mit einer grösseren Geschwindigkeit fort-zutreibon strebt , als wie die Geschwindigkeit des ge-dachten Rades selbst ist, wo sie dann auf dem (ih-rem freien Laufe zum Hindernisse dienenden) Stabe,nach cteni Umfange des Rades hingleiten und sich inder Richtung der Centrifugialkraft bewegen wird.Indefs erläutert dieser Versuch doch mehr die Wir-kung bewegter Körper bei gleichen oder ungleichenMassen, und bei gleicher oder ungleicher Geschwin-digkeit, als die Centralbewegung selbst. Um zu denobigen Gesetzen der Kreisbewegung zu gelangen,mufs man in den Stand gesetzt seyn, zwei oder meh-rere von ein und derselben Centralkraft hervorge-brachte Kreisbewegungen vergleichen zu können. Läfstman z. B. zwei an Fäden befestigte Körper, in klfei-nen Kreisen von verschiedenen Durchmessern schwin-gen, so sind die Umlaufszeiten gleich, woraus das umten (vergl. N. 4.) ausgesprochene Gesetz folgt. —Auch die §. 34. in Beziehung des Lehrsatzes,, dafs dieBewegungsgrössen sich verhalten wie die Producteder Massen in die Geschwindigkeiten, aufgestelltenGesetze, lassen sich mittelst der Schwungmascliineanschaunlich machen, wenn inan je zwei centraldurchborte auf die Stange geschobene Kugeln, anHäckchen durch einen horizontalliegenden Faden ver-bindet, und nun das Schwungrad in Bewegung setzt,und zwar a) bei zwei Kugeln von gleicher Masseund gleicher Entfernung vom Mittelpuncte, die beider Umdrehung gleiche Geschwindigkeiten erlan-gen , und endlich wenn die Bewegungsgrössen mitder Haltbarkeit des Fadens ausser Verhältnifs kom-men. auseinander getrieben werden; b) bei Kugelnvon ungleicher Masse und ungleicher Entfernung.