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1 (1810)
Entstehung
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105
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Bestimmung der allgem, Begriffe in d. Physik.- io5

gungen allgemeiner aus durch: Pressiones aequales

contrariae agerites sese rnutuo destruunt ; gleicheKräfte, die einander entgegenwirkten, heben einan-der auf.

§. 35.

Jeder ruhende Körper bleibt in seinem Zu-stande der Ruhe, und jeder bewegte behält seineBewegung bei, in derselben Richtung und mitderselben Geschwindigkeit, so lange er nichtdurch Kräfte von aussen genöthigt wird, diesenZustand zu ändern. Es ist dieses das allem Kör-perlichen vorschwebende Gesetz der Trägheit(vis inertiae) oder besser der Beharrung (Ferse-verantia) dem zufolge ein bewegter Körper seineBewegung beibeliält, auch ohne dafs die Kraft,welche ihn in Bewegung versetzte, auf ihn ein-zuwirken fortfährt.

1) Jenes Gesetz auch so ausgedrückt: jede Kraftist für sich so lange thätig, bis sie eine andere inihrer Thätigkeit hemmt, läfst sich sowohl aus demSatze des zureichenden Grundes a priori, als wiedurch alle Naturerscheinungen a posteriori nachweisen.

2) Sofern aber Trägheit eines Körpers dessenUnvermögen, sich von selbst zur Veränderung seinesZustandes zu bestimmen bezeichnet, weder aus derBewegung zur Ruhe, noch umgekehrt, noch von ir-gend einer Bewegung in eine andere, insofern istsie keineswegs als positive Eigenschaft der Natur, undsomit auch nicht als selbstständig sich entwickelnd*Kraft anzusehen.