Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
106
Einzelbild herunterladen
 

io6

Einleitung. III. Abschnitt.

3) Der Trägheit zufolge mufs die Bewegung einesKörpers beschleunigt werden (vergl. N. 10. d v..§.),wenn die Kraft die ihn zur Bewegung veranlafste,

'auf ihn einzuwirken stetig fortfährt. Bewegt sichein Körper auf diese Weise, so werden sich dieRäume (Bahnen) der Bewegung verhaltenwie die Quadrate der (während der Bewegungverstrichenen) Zeiten; und mithin umgekehrt dieZeiten (der sich so bewegenden Körper oder) derBewegungen wie die Quadratwurzeln derRäume. Wir werden in der Folge Gelegenheithaben dis beschleunigte Bewegung in den Phänome-nen des Falles der Körper nachzuweisen , und verspa-ren bis dahin (um Raum zu gewinnen) die weitereErläuterung dieses Satzes.

4) Im leztgedachten Falle ist die beschleunigte Be-wegung (sofern die bewegende Krft stetig einzuwir-ken fortfährt) eine gleichförmig oder gleichbe-schleunigte (uniformiter acceleratus) ; es läfstsich aber auch denken, dafs die bewegende Kraftnicht in jedemZeiitheilchen gleiche Wirkung aus-iibe, und dann nennen wir die Bewegung eine un-gleich beschleunigte (inaequaliter acceleratus) ;so wie wir auch ungleich- und gleich verzö-gerte oder verminderte Bewegung (uniformi-ter et inaequaliter retardatus) unterscheiden können.