ioo Einleitung. III. Abschnitt. *
auch in der Mechanik nicht unterschieden und nichtauf verschiedene Kräfte zurückgeführt werden.
j) Aus dem Grunde dafs Thätigkeit nur durch Be-wegung gedacht werden kann, erklärt es sich, weshalbdie Mechanik diejenige Wissenschaft ist, welche zu-erst allgemeine Gesetze, -die auf alle nur denkbarenKräfte in der Natur anwendbar sind, aufstellce. Hie-her gehört z. B. das Neutons che Gesetz: actioni
contraria semper et aequalis est reactio — es giebtkeine Naturthätigkeit ohne etwas, welches ihr entge-genwirkt; ' wovon wir bereits bei Bestimmung derGrnndkräfte (§. 20. u. s. f.) Gebrauch gemacht haben.
8) Jede Bewegung ist stetig (continua) d. li. einbewegter Körper kann nicht von einem Orte zum an-deren gelangen, ohne alle zwischen beiden Orten inder Richtung des bewegten Körpers liegende Raurn-theilchen zn durchlaufen. Nicht blofs bei der soge-nannten fortschreitenden, sondern auch bei derwälzenden Bewegung ist dieses allgemeine Gesetzder Stetigkeit gültig; denn jedes denkbare Theil-chen des wälzenden Körpers durchläuft eine un-unterbrochene Reihe von Rauintheilchen oderOrten, oder beschreibt eine Bahn (Weg, Via,Orbita oder Raum). Sind die Theile der Bahn, wel-che ein bewegter Körper durchläuft, einander durch-aus gleich (gleichlang, gerarde, gekrümmt u. s. f.),to nennt man die Bewegung gleichförmig (uni-formis) , im entgegengesetzten Falle ungleichför-mig (variatus). Jede fortschreitende aber in sichselbst zurückkehrende Bewegung, ist entweder cir-culirend (circulans) oder oscillirend (Schwin-gungsbewegung, oscillatorius ).
9) Verbinden wir die Vorstellung einer (von einem