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1 (1810)
Entstehung
Seite
99
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Bestimmnng der allgem. Begriffe in der Physik, (jg

4) Jeder bewegte Körper kann sich entweder indem Raume worin er sich bewegt, nur für sichselbst (Motus proprius) oder gemeinschaftlich(Motus communis) mit andern Körpern bewegen.Sehr häufig sind beide Bewegungen zugleich gegeben.Auch läfst sich denken, dai's ein Körper in einemgegebenen Raume sich so bewöge, dafs alle seine mög-lichen Theile um eine in ihm denkbare gerade Linie(Axe) getrieben werden, und diese Art der Bewe-gung nennt man die wälzende (Motus rotatorius);rücken hingegen bei einem Körper nicht blofs dessendenkbare Theile, sondern er selbst nach' irgend einerGegend hin fort, so nennen wir diese Bewegungfortschreitend (Motus progressivus). Beide Be-wegungen sind bei ein und demselben Körper zugleichmöglich, und wie die Erfahrung lehrt oft wirklich.

5) Der Grund der bestimmten Bewegung eines Kör-pers ist tlieils in seiner Beweglichkeit (FähigkeitBewegung zu empfangen, die Ruhe durch veränderteBeziehung nach Aussen mehr oder weniger aufzuge-ben , welches beides mit der §. 5. N. 4. S. 20 gedach-ten Fälligkeit: über die Gränzen hinaus tliätig zuseyn, und von Aussen kommende Tliätigkeit inner-lich fortzusetzen zusammenfällt Mobilitas) theilsin den Bewegungskräften (Vires motriees),theils in Iden Lenkungskräften (Vires direclrices)zu suchen.

6) So wie wir Form von Materie unterscheiden unduns jede für sich denken können, so läfst sich auchein Unterschied zwischen Bewegung und Lenkung(Begründung bestimmter Richtung des Bewegten)festsetzen, ohnerachtet beide in der Erscheinung (wieForm und Materie) stets zusammen fallen, und daher

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